Wäsche waschen – die 2.

Hatte heute ja schon einen Beitrag zum Thema.

Eines ist mir dazu noch eingefallen:

Was ich jetzt seit 2 Jahren praktiziere, ist, dass ich mein Flüssigwaschmittel exakt dosiere.
Diejenigen unter Euch, die auch derlei nutzen, wissen, dass in so einer handelsüblichen Flasche 1,5 Liter Waschmittel drin sind.
Nun steht da hinten (bei mir zumindest) drauf, dass man bei weichem Wasser und leicht verschmutzter Wäsche 45 ml Waschmittel benötigt. Und wenn die Waschmaschine nur halb voll wäre, dann würden auch 25 ml genügen.
Nun kann man sicherlich nicht annehmen, dass ein Waschmittelhersteller die Dosierung zu seinen Ungunsten angibt, sprich äußerst sparsam.
Also habe ich seinerzeit entschieden, immer nur 40 ml zuzugeben, wenn die Waschmaschine einigermaßen voll ist. Meine Waschergebnisse waren immer ohne Beanstandung.

Ich nutze dazu eine Waschkugel
2015-10-30 20.56.25
Auf der ist eine Mengenskala aufgetragen, so dass ich exakt dosieren kann.

Die Kugel hat auch den Vorteil, dass ich das Waschmittel direkt in die Trommel gebe, und somit die Waschmittelschublade der Maschine nicht nicht einigen Monaten aussieht wie …… (möcht ich jetzt nicht beschreiben).

Auf diese Weise komme ich mit einer Flasche auf nahezu 40 Wäscheladungen (und nicht, wie der Hersteller auf der Flasche angibt, auf 20 Ladungen; er rechnet nämlich mit starkt verschmutzter Wäsche).

Besagte Kugel gab es eine Zeit lang mit den Waschmittelflaschen. Mittlerweile gibt es sie nicht mehr. Selbstverständlich wäre eine Schelm, wer dabei denkt, dass die Hersteller diese Kugeln deshalb aus dem Verkehr gezogen haben, weil man damit sehr sparsam dosieren kann, und eben dann entsprechend weniger Waschmittel verkauft wird.
Ebenso wäre natürlich auch ein Schelm, wer denkt, dass die „Ersatz“-Dosiermittel für die Kugeln, in Form der Verschlusskappen, den Herstellern in die Hände spielen sollen, da damit 60 ml dosiert werden, also viel mehr, als man eig benötigt.

Dieser Beitrag läuft bei mir wieder unter „Tips & Tricks“, denn ich schlage 3 Fliegen mit einer Klappe:
Zum einen tue ich das, was zunächst für mich wichtig ist, d.h. ich lebe damit sparsam, und das ohne dass dabei Qualität flöten geht. Zum anderen schone ich die Umwelt. Und darüber hinaus zeige ich den Herstellern die Nase, die durch allerlei Maßnahmen es erreichen wollen, dass ich mehr verbrauche als nötig, nur damit die ihren Gewinn maximieren.

In diesem Sinne: ÄTSCH – BÄTSCH.

Es grüßt,
das Smamap

„Sauber“ ist ein subjektives Empfinden

Als Single hat man beim Wäschewaschen oft das Problem, dass die Maschine nicht voll wird.

Ich hab zwar eine 1/2-Taste auf der Waschmaschine, aber was diese Taste bewirkt ….. keine Ahnung, denn ich hab die Maschine gebraucht gekauft, und keine Anleitung dazu. Und Tante Google kann mir auch nix liefern.

Also hab ich einfach mal nachgelesen im Netz, ob das klassische „Wäschesortieren“, was die Temps angeht, wirklich nötig ist.

Und da stand z.B.:
„Wenn niemand in der Familie eine ansteckende Pilzerkrankung o.ä. hat, ist es aber gar nicht nötig, irgendwelche Keime abzutöten (und also mit höheren Temperaturen zu waschen) – welche denn? – wichtig ist nur, dass die Wäsche sauber wird und gut getrocknet, damit sie nicht muffelt. Die allermeiste Wäsche (v.a. Oberbekleidung) muss definitiv nicht bei mehr als 30 oder 40 Grad gewaschen werden und wird dabei vollkommen sauber. Selbst gering verschmutzte Handtücher, Unterwäsche u.ä. müssen nicht unbedingt bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Sie können sich hier ganz nach Ihrem subjektiven Eindruck richten – scheint die Wäsche sauber genug, ist sie es auch.
(z.B. in den USA gibt es kaum Waschmaschinen die mit mehr als 50 Grad waschen, und die Leute dort leben auch noch)“

Und v.a. nach dem letzten Satz habe ich jetzt beschlossen künftig (von Ausnahmen abgesehen), nur noch mit 40° zu waschen, und bzgl. der Temps keine Wäsche mehr zu sortieren.

Damit erspar ich mir so einige Durchläufe der Waschmaschine im Jahr, ohne auch nur auf einen mm Komfort, Sauberkeit oder sonstwas zu verzichten.

Wenn ich mir vorstelle, dass das jeder so macht …. die Einsparungen an Wasser, Strom, Abwasser, Waschmittel etc.etc. wären gar nicht auszurechnen!

Es grüßt,
das Smamap

Und man kann doch in einen rein schauen !!!

Heute war ich mal wieder beim Radiologen.

MRT war angesagt.

Diesmal nicht vom Kopf, sondern vom Rücken.
Das was der Orthopäde/Chirurg letztens auf der Röntgenaufnahme sah, verhieß nichts Gutes. Aber erstmal MRT machen, um die Sache genauer zu beäugen, hieß es.

Früher, nach meinem Schlaganfall, war es immer so gewesen, dass man nach Erstellung der Aufnahmen, noch ins Sprechzimmer des Radiologen gebeten wurde. Der Facharzt erläuterte einem dann, anhand der Aufnahmen, die Sachlage, die Veränderungen oder die Nicht-Veränderungen, und man konnte auch noch Fragen stellen.

Mittlerweile ist es so, dass diese Nachbesprechung nicht mehr stattfindet. Der Radiologe schreibt einen Bericht an den überweisenden Arzt, und das war’s. Der überweisende Arzt hat in aller Regel, zumindest kenne ich es nicht anders, keinerlei Möglichkeit, sich die Aufnahmen anzusehen, weil er die EDV-Ausstattung, und im Speziellen, die Software gar nicht hat, um die CD, die man beim Radiologen in die Hand gedrückt bekommt, anzusehen.

Der überweisende Arzt muss sich auf das verlassen, was der Radiologe auf den Aufnahmen sieht oder auch nicht sieht, und was er dann im Bericht widergibt.

Es ist also mittlerweile so, dass der überweisende Facharzt die weitere Diagnose und Behandlung auf einen Bericht abstellt, dessen Grundlage, nämlich die Aufnahmen, er niemals gesehen hat. Er also gar nicht beurteilen kann, ob der Radiologe alles das, was es zu sehen gab, seinerseits richtig beurteilt hat.

Und ich habe das dumpfe Gefühl, dass das DESWEGEN so gehandhabt wird, weil auf Grund des Kostendrucks auf die Ärzte, diese die Aufwendungen, die sie haben, immer mehr zurückfahren.

Wie gesagt: Früher war da zumindest noch ein Gespräch mit dem Radiologen, nach Erstellung der Aufnahmen. Und so konnte man sich, als derjenige, der mit der eigenen Gesundheit am besten Bescheid weiß, noch ins Bild setzen lassen. Ich habe ohnehin den Eindruck, als wüsste ich so manches Mal mehr, als die Ärzte.

Am besten aufgehoben fühle ich mich noch bei meiner Hausärztin. Die gibt sich echt Mühe, und nimmt sich zeit. Sie hat mir letztens erzählt, dass sie pro Quartal eine Pauschale von den Kassen bekommt (ich meine irgendwo in der Gegend von 30 €), und damit muss sie zurecht kommen, egal was ist.

Also werde ich nächstens einen Termin bei meinem Orthopäden haben, der mir dann eine Diagnose zu meiner LWS stellt, auf Grund von Aufnahmen, die er nie gesehen hat.

Halleluja

Es grüßt,
das Smamap

Busfahren leicht gemacht :)))))

Er stand an der Bushaltestelle und wartete.

Lt. Plan sollte der Bus um 17:42 kommen.

Er war froh, dass er die zu erledigenden Dinge rechtzeitig zuende gebracht hatte. SO rechtzeitig, dass er sogar schon 20 Minuten vor der „planmäßigen Abfahrt“ (wie das immer so schön hieß), an der Haltestelle eintraf.

Die Busverbindungen hier auf dem Land waren dünn gesäht, aber immerhin, es gab sie. Und so war er froh, dass er die 5 KM nicht zu Fuß gehen musste, noch dazu bei der Kälte, sondern der Bus ihn zumindest bis zu seinem Wohnort fahren würde. Die verbleibenden 500 Meter bis zu seiner Haustüre, würden dann keine große Sache mehr sein.

Und so wartete er, an die Stange des Haltestellenschildes gelehnt, ohne sich vom Fleck zu bewegen. Minute um Minute verrann. Es wurde 17:30, dann 17:35, dann 17:40, und schließlich 17:45.

Na ja, dachte er sich …. etwas Verspätung ist ja kein Thema.

Als es schließlich 17:50 wurde, begann er sich Gedanken zu machen. Um 17:55 glaubte er nicht mehr so recht daran, dass der Bus noch kommen würde.

Und so machte er sich zu Fuß auf den Weg, und ging die Straße entlang, die der Bus normalerweise fahren würde. Doch an diesem Tag tat er das nicht.

Abends, als er dann so gegen 19:00 Uhr zuhause angekommen war und dann was gegessen hatte, schrieb er eine eMail an den Busbetreiber, um sich zu erkundigen, ob er ev. den Plan falsch gelesen hatte. Er hatte nämlich vor, künftig das ein oder andere Mal diese Buslinie zu nutzen, und da wäre es schon sinnvoll gewesen, sich sicher zu sein, was den Busfahrplan anbetraf.

Die Antwort, die er dann erhielt, erstaunte ihn sehr. Ihm wurde erläutert, dass der Bus sehr wohl an der Haltestelle vorgefahren wäre. Das sei auch mittels der aufgezeichneten GPS-Daten nachweisbar. Nachdem die Daten nicht manipulierbar seien, stünde fest, dass der Fehler nicht beim Busbetreiber liege.

Und so stand er also da, und musste sich sagen lassen, dass nur noch das zählt, was datenmäßig festgehalten ist, und dass das eigene Erleben nicht mehr zählt.

Er empfand es zudem als traurig, dass man nicht einmal den Versuch gemacht hatte, auf seine Schilderung einzugehen, und SO eine Möglichkeit zu finden, dass DOCH sein kann, was nicht sein darf.

Er hoffte, dass dies ein Einzelfall bleiben würde, denn schließlich hatte er versprochen, in der Winterzeit bei einer Freundin Schnee zu räumen, wenn dies erforderlich wäre, um dann hinterher mit genau dieser Buslinie wieder nach Hause zu fahren. Zu Fuß nach Hause zu gehen, wäre dann unmöglich. Da würde ihm, genauso wenig wie jetzt, auch kein GPS weiterhelfen.

Eine Geschichte, wie aus dem richtigen Leben.

Es grüßt,
das Smamap

Auf den Punkt gebracht

o-STEPHEN-HAWKING-570

So sagt es ein Artikel der „Huffington Post“ vom 16.09.

Sie bringt obiges Bild mit dem Text:
„Die Welt verändert sich, egal ob wir das wollen oder nicht.“

Und sie meint weiter, es sei dumm, sich dem Neuen und Fremden zu verweigern. Und diejenigen, die gegen Flüchtlinge protestieren, und Häuser anzünden, hätten diese entscheidende Sache nicht verstanden.

Ich füge hinzu: SH hat völlig recht; an denjenigen, die nicht verstehen können oder wollen, wird die Zeit einfach vorbeigehen. Es wird die Aufgabe der restlichen Gesellschaft sein, die Entwicklungen so behutsam wie möglich zu gestalten, mit allen Problemen und Brüchen, die unvermeidlich sind.
Sich einer zwangsläufigen Entwicklung zu verwehren, wird niemals funktionieren, denn sie wird kommen „egal ob wir das wollen oder nicht“.
Und so kann man sich entweder zum Teil einer Entwicklung machen, und sie mit gestalten oder sich ins Abseits stellen.

Davon, dass ein solcher Prozess einfach wäre, war nie die Rede.

Schönes Wochenende.
Es grüßt,
das Smamap

Die Fallstricke sind weg

Vorgestern war es, glaub ich, da hab ich meine Himbeere mit WLAN-Stick an’s Internet angebunden.

Es kam so, dass es mich unsäglich genervt hat, dass ich immer wieder am LAN-Kabel hängengeblieben bin. Hab nur 3 Meter Luftlinie bis zum Router.

Nun wusste ich, dass es sinnvoll ist, erstmal im Netz zu schmökern, welcher WLAN-Stick ohne viel Aufwand am Raspberry Pi 2 zu installieren ist.

War nicht schwer rauszufinden. Flugs über ebay bestellt, mit PayPal bezahlt, und 2 Tage später war er da.

Angesteckt, in einer Konfigurationsdatei ein paar Zeilen eingetragen, und das Ding lief.

Ohne Internetkable und nur mit WLAN-Stick, sieht es jetzt SO aus:
2015-10-23 12.54.00

Im letzten Beitrag unter „Raspberry Pi 2“ (glaub ich) ist noch das Bild mit dem Kabel zu sehen.

Grad seh ich, dass ich zeitlich so auf den Auslöser gedrückt hab, dass das blaue Verbindungsleuchten zu sehen ist.

Am Wochenende werde ich dann mal versuchen meinen Uralt-Scanner an der Himbeere zu laufen zu bekommen.

Schönes We
Es grüßt,
das Smamap

Der Zahnarzt – ein Graus

Ich gehöre zu denen, die den Zahnarzt nach Möglichkeit vermeiden.

Zwar nicht im Extrem, weil ich geh schon, aber halt auch nicht mit Begeisterung, sondern eher mit Angst.

Heute war es dann mal wieder soweit.

Wie immer war es so, dass sich dann herausgestellt hat, dass die Angst völlig umsonst war.

Das Nächstemal ist es dann wieder genau das Gleiche. Zuerst Angst …. und dann völlig umsonst.

Aber den Schalter dafür hab ich noch nicht gefunden.

Das Schöne ist, dass die Voraussetzungen beim Zahnarzt immer sehr positiv sind.
Eine angenehme Praxis, nette Menschen dort, und v.a. eine Zahnärztin, mit der ich sehr gut klar komme.
Sie sieht noch dazu ziemlich gut aus …. finde ich. Das ist einfach eine Feststellung, und das darf man ja auch sagen, wenn Mann das so sieht.

Gut, das erspart jetzt nicht die Spritze. Aber es gibt mit Sicherheit Schlimmeres, als eine gut aussehende Zahnärztin. Da würde mir wohl jeder zustimmen.

Und dann noch der ein oder andere Spass während der Behandlung, das macht es schon angenehm. Ich muss jetzt freilich schon dazu sagen, dass beim Bohren der Spass relativ weit weg ist. Und auch beim Spritzen, was manchmal schon ordentlich weh tut.

Am Lustigsten finde ich aber, dass meine Zahnärztin vom Körperwuchs her recht klein geraten ist. Das sagt nix aus, und is auch keine Wertung. Erneut halt eine Tatsache.
Jedenfalls ist es dann immer recht erstaunlich, wenn man am Ende der Behandlung aus dem Behandlungsstuhl aufsteht, und plötzlich einer Zahnärztin gegenübersteht, die man um 2 Köpfe überragt, was einem liegenderweise natürlich gar nicht aufgefallen ist.

Alles in allem gehe ich gern dorthin …. na ja, sofern man das über einen Zahnarzt überhaupt sagen kann.

Besser fände ich, wenn ich die Zähne meines Vaters geerbt hätte, denn DER hatte ziemlich gute Zähne bis ins hohe Alter.

Und so halte ich es mit dem Zahnarzt so ähnlich wie mit dem Sanka oder dem Rettungshubschrauber: Gut, dass es sie gibt, aber am liebsten hat man sie, wenn man sie nicht braucht.

Es grüßt,
das Smamap

Waffenexporte haben selbstverständlich mit Flüchtlingszahlen nichts zu tun

Wieder mal ein interessanter Artikel. Nachzulesen hier

Wenn man sich auf der Zunge zergehen lässt, dass 2014 Waffenlieferungen im Wert von 6,5 Mrd. Euro genehmigt worden sind, dann wird mir schlecht.
Und das war noch ein „deutlicher Rückgang“ im Vergleich zum Vorjahr!!!

Völlig egal, WAS da an WEN geliefert wird. Letztlich führt das alles nur zur Aufrüstung derjenigen Länder, die  rund um die Empfänger dieser Lieferungen liegen.

Und wer immer noch glaubt, dass die Kriege im Nahen Osten mit selbstproduzierten Waffen geführt werden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

X bekommt ein U-Boot. Y fühlt sich genötigt, sich seinerseits Flugzeuge und Bomben zu beschaffen. Z hat nicht so viel Geld, aber für Maschinengewehre reicht es ….. und und und

Die Leidtragenden haben lange Jahre ausgehalten, und sich dann irgendwann in Bewegung gesetzt. Welches Leid die Bevölkerung dort aushalten muss, das ist für uns unvorstellbar. Bisher war das alles weit weit weg. Und jetzt kommt es zu uns

Aber selbstverständlich „sieht die Bundesregierung keinen Anlass zur Besorgnis“ wegen der jetzt wieder gestiegenen Rüstungsexporte.

Gleichzeitig wird im Kabinet darüber beraten, wie man die abgelehnten Asylbewerber möglichst schnell wieder außer Landes bringen kann (Vorschlag dort: Mit Transall-Maschinen).

Wenn sie dann wieder zurück sind, werden sie wieder mit den dort befindlichen Waffen beschossen, bebombt oder sonstwie massakriert.

Die Logik eines Staates, der WIR ALLE SIND.

Grad im Moment heißt es im Radio wörtlich: „Die ganze Welt ist ein Irrenhaus“.

Es grüßt,
das Smamap

Ich war noch niemals in New York …….

Im Moment scheint in den Blogs, denen ich folge grad das Thema „Fliegen“ großen Anklang zu finden.

Und in einem Beitrag kam da auch New York drin vor.

Ich hätte da auch was zum Besten zu geben 😉

Woraus sich ergibt, dass das gelogen wäre, dass ich noch niemals in New York war.

Irgendwie war ich tatsächlich noch nie so wirklich dort. Aber auf dem Flughafen schon. So beim Umsteigen. Ist zwar schon reichlich 20 Jahre her, und ich muss jetzt schon sagen, nur mal schnell beim Umsteigen stimmt auch nicht so ganz.
Weil das Umsteigen gestaltete sich damals eher etwas schwierig. Wir hatten nämlich jede Menge Zeit. Dachten wir so. WIR, das waren meine damalige Frau, unser Erstgeborener, seine Großeltern und ich.
Also raus aus dem Flieger, der uns dorthin gebraucht hatte, und erstmal die Lokalität aufgesucht, die es brauchte, um Junior zu wickeln.
Das dauerte seine Zeit, weil das Etablissement war natürlich am anderen Ende des Flughafens. Endlich dort angekommen, und junior gewickelt, vernamen wir sodann unseren Namen über Lautsprecher. Mein Englisch war damals ziemlich gut, und so konnte ich ohne Probleme erfahren, dass wir schon ein paarmal ausgerufen worden waren, und wir mögen uns doch am Boarding-Schalter melden.
Also hoppla hopp, die Beine in die Hand genommen, bzw. Junior, und los gelauffen. Schließlich wollte man ja mit, mit dem Flieger Richtung München.

Endlich am Schalter angekommen, die Lunge auf dem Boden, stellte sich raus, dass es nur darum ging, dass wir die  Einzigen waren, die sich noch nicht gemeldet hatten, und wir deswegen ausgerufen worden waren. Es wäre gar nicht so dringend gewesen, weil das Flugzeug habe eh Verspätung. So saßen wir also da, pumpten wie die Maikäfer, und wussten nicht so recht, ob wir uns freuen sollten.

Eine halbe Stunde später rollte das Flugzeug ans Terminal. Wir wurden aber gleich darüber informiert, dass es sich noch etwas hinziehen würde, weil sich der Abflug wegen eines Defekts am linken Triebwerk noch etwas verzögern würde.

So sahen wir also dann etwa 1 Stunde den Mechanikern dabei zu, wie die das Triebwerk entkleideten, und sich an den Innereien zu schaffen machten. Wieder wussten wir nicht so recht, ob wir uns darüber freuen sollten.

Die Vorstellung, stundenlang mit einem reparierten Triebwerk, über nichts als Wasser unterwegs zu sein, wollte mich nicht so recht aufheitern. Auch die offensichtliche Tatsache, dass das Flugzeug 3 Triebwerke hatte, konnte mich nicht so wirklich in einen ruhigen und zufriedenen Menschen verwandeln.

Als wir dann endlich an Board waren, hieß, der Abflug werde sich verzögern, weil wegen des sich entwickelnden Unwetters (es regnete mittlerweile heftig, inkl. Blitz und Donner), seien die Start- und Landesbahnen mittlerweile gesperrt.

Wieder eine halbe Stunde später hieß es, eine Bahn sei nun wieder offen, aber wegen des großen Staus an abfliegenden Flugzeugen, und deswegen, weil diese Bahn parallel auch als Landebahn benutzt würde, wäre mit weiterer Verspätung zu rechnen.

Es ging dann im Schneckentempo voran, und wie wir dann in der Nähe des Beginns der Startbahn waren (ich hatte einen Fensterplatz), konnte ich das so mitverfolgen, wie sich ein Flieger nach dem anderen langsam in die Startbahn schob, und nach kurzer Pause sich auf den Weg machte. Zwischendrin landete immer ein Flugzeug, bevor dann wieder das nächste starten konnte.

Und dann endlich, waren WIR dran.

Ich realisierte, wie unser Flieger so auf die Startbahn einschwenkte, sah aus dem Fenster, und bemerkte aus der Ferne das sich nähernde Flugzeug, das da jetzt landen wollte.

PLUMPS …. war mein Herz in der Hose.

Nie im Leben würde das gut gehen. Viel zu nahe war der Flieger schon. Ich sah uns schon …… ach was weiß ich, was ich sah.
Jedenfalls stand unser Flieger noch gar nicht auf der Startbahn, war noch mittendrin beim Einschwenken, und da gab der Pilot schon Vollgas. Frei nach dem Motto: Ätsch bätsch, bin schneller wie du.

Ich war ja damals schon etliche Male geflogen, aber SOWAS hatte ich noch nie erlebt. Nix von wegen stehenbleiben, Flugzeug ausrichten, Triebwerks- und Bremsentest. Nö, halbwegs auf die Bahn und ab durch die Mitte.

Ich glaube, ich brauchte die Hälfte des Fluges, um mein ganzes System wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Der Einzige, den das überhaupt nicht interessierte, war Junior. Der lag vor uns auf dem Boden der Flugzeugkabine, weich gebettet auf diversen Decken, und schlief den Schlaf des Gerechten.
Die Stewardess sah das zwar, und man sah ihr an, dass sie von Berufs wegen hätte etwas sagen müssen, aber sie betrachtete kurz Junior, nickte mit einem Lächeln und fragte nur, ob sie etwas für uns tun könne.

Ich werde diesen Flug nie vergessen ……

Und EIGENTLICH war ich noch niemals in New York.

Es grüßt,
das Smamap