Wiesenfest

Das alljährliche Wiesenfest hier vor Ort ist mal wieder am Laufen.

Für diejenigen, die das nicht einordnen können: Ist so eine Art kleines Volksfest. Also großes Bierzelt, paar Fahrgeschäfte, paar Buden.

Jeder größere Ort hier in Oberfranken hat ein solches Ereignis im Sommer im Terminkalender.

Ich find´s cool!
Pflegt die Gemeinschaft.
Und meinereiner, der radelt halt da kurz hin, is ja nur 500 Meter von der Wohnung entfernt, und gönnt sich ein Steak, eine Maß und ein Eis.

Das ist MEIN ganz persönliches Wiesenfest.
Ich muss da ev. etwas weiter ausholen: Steak ist hier in der Gegen Pflichtlektüre ….. ähhhh ich meine, das muss schon sein, also genauer gesagt, Semmel auseinandergeschnitten, gegrilltes Steak rein, ev. mit paar Zwiebel und Ketchup, das Ganze für wohlfeile ca. 2,50€ und gutgehen lassen.
Die Maß, das ist für mich eine Radler-Maß. Schmeckt mir am Besten, und der Alkohol hält sich in Grenzen.
Und das Eis, ist ein Softeis. Vorzugsweise in Ausführung „Yogurt“. LEEEECKER !!!

Das Dumme nur, war heute, dass mittags noch kein Festbetrieb war. WEIL heute war der Festumzug! Der fand seines Zeichens um 13.30 Uhr statt. Somit war mein zum Festplatz radeln um die Mittagszeit nicht von Erfolg gekrönt. Das Weißwurstfrühstück war schon vorüber, wovon die Tatsache zeugte, dass der Bürgermeister aus dem Festzelt entschwand, mir also Richtung Rand der Festwiese entgegenkam. Und ansonsten zeugte alles andere von eher verhaltenem bis nicht vorhandenem Festbetrieb. Sprich, die Buden, und damit auch die Grillbude waren durch Abwesenheit der Betreiber gekennzeichnet.

Nun ja, der Schreiber hätte ja auch mal kurz auf die allenortes aushängenden Plakate schauen können, um diesen das Festprogramm zu entnehmen. Hirn war halt am Sonntag noch nicht aktiviert.
Also keine Maß, kein Steak. Aber ein Softeis hab ich bekommen.
Immerhin.

Schwang mich also auf´s Rad und fuhr, mangels Festbetrieb auf dem Wiesenfest, so bissl in der Gegend rum. Wie ich dann wieder zurückkam, war es grad so 13.15 Uhr. Und wie ich so haufenweise die Leute sah, die da zielstrebig ins Ortszentrum unterwegs waren, da fiel mir auch der Umzug wieder ein.

Also Rad flugs zuhause an die Wand gelehnt, an die Straße vor dem Haus gestellt, und der Dinge geharrt, die da kommen sollten. Ist schon von Vorteil, wenn man im Zentrum wohnt.

Was kam, war die Helene Fischer.

Na ja, nicht so direkt, das muss ich jetzt schon sagen. Weil eigentlich war es ja der Zug, der da an mir vorbeimarschierte. Alle Vereine waren vertreten. Ganz schön lang der Zug. Und plötzlich stockte alles. Stillstand. Wollte schon nach Hause und Antenne Bayern hören. Vll hät es ja eine Staumeldung gegeben. Nein im Ernst jetzt ….. Die Flüssigkeit war nicht mehr gegeben. Das heißt, auf dem Anhänger, der da von dem Traktor gezogen wurde, der da geradewegs vor mir stand, DA war die Flüssigkeit schon noch gegeben. Da standen nämlich ein paar Youngster drauf, mit Bechern in der Hand, die von Zeit zu Zeit aus einer Sektflasche gefüllt wurden. Ich glaub, die hatten sich vertan, und dachten an Fasching (zu hochdeutsch: Karneval).

Wie auch immer, plötzlich meinte einer von denen, die Stimmung aufhellen zu müssen, und aktivierte die mitgebrachte (ähh mitgefahrene) Stereoanlage. Und daraus tönte in voller Lautstärke Helene Fischer. Die gab von sich, sie wäre schier atemlos.
Nach 5 Minuten konnte ich mir das nicht mehr länger anhören, und war schon drauf und dran, zu suchen, nämlich das Weite. Aber Gottseidank (und ich danke ihm wirklich), setzte sich urplötzlich der Umzug wieder in Bewegung.

Da sieht man halt mal wieder, dass die Geschmäcker verschieden sind. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Wenn da die Beatles gekommen wären oder Deep Purple oder ev. Foreigner oder irgendwas in der Richtung, dann hätte die Entflüssigung von mir aus gerne noch länger dauern dürfen. Weil DAS ist dann doch eher mein Ding. Schon alleine aus Gründen der frühen Geburt (Baujahr 1961).

Und dann war der Festzug auch schon zuende.
Aber nachdem die Eigenart so eines Festzugs die ist, dass alle zum Festgelände marschieren (ist also quasi ein „Einzug“), hatte ich dann auch keine gesteigerte Lust mehr, auf eine Maß und ein Steak. Weil schließlich muss ich ja nicht dahin, wo alle sind.
Und so hab ich mir meinen Liegestuhl geholt und mich hinter meiner Wohnung ins Freie gesetzt und noch etwas die Sonne genossen.

Aber heute Abend, da werde ich nochmal aktiv werden, wenn auch nur stehenderweise, denn da ist um 22.30 Uhr das abschließende Feuerwerk. Und wenn ich jetzt schon in unmittelbarer Umgebung wohne, dann möchte ich mir das auch gönnen.

Allerdings hat die Wetterfee für heut Nacht Regen angesagt …… na ja, mal sehen.

Es grüßt,
das Smamap

Betrug ?

Letztens sah ich „Scobel“ auf 3sat. Vielleicht kennt das ja der ein oder andere.
U.a. war da die Rede davon, dass das Zusammenleben der Menschen durch Regeln und Gesetze organisiert wird, damit es auch funktioniert und friedlich sein kann.

Mir kam da ganz spontan der Gedanke, dass so manche dieser Regeln und Gesetze wenig ausgereift sind und eher zu Lasten der Menschen gehen. Dass es da also noch zu tun gibt.

Um das gleich vorweg zu sagen: Ich lebe gerne in diesem Staat und seinem System. Es gibt für mich nichts Besseres. Aber auch Gutes kann immer verbessert werden. Speziell dann, wenn einen bestimmte Dinge immer wieder nerven.

Aber dann geht es nicht darum, sich da irgendeine Aggression raushängen zu lassen, sondern darum, konstruktiv daran zu arbeiten.

EINE Möglichkeit ist ein Blog.

Was sind das also für Themen, wo mir der Gedanke an „Betrug“ kommt (ob es tatsächlich einer ist, das möge jeder für selbst entscheiden)?

  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, bei der die kleinere Packung, im Vergleich zur großen Packung, auf einen horrenden Kilopreis hinausläuft (der ja Gottseidank immer mit dranstehen muss).
  • Ich geh einkaufen, und steh mal wieder vor einer Wahre, deren Packungsinhalt stillschweigend reduziert wurde.
  • Die Tankstelle nebenan hat den Spritpreis, den sie vor 2 Tagen um 3 Cent erhöht hatte, jetzt um 2 Cent erniedrigt.
  • Die Tankstellen in der Umgebung weißen nach jeder „Preisanpassung“ innerhalb weniger Minuten, denselben Preis auf.
  • Das Barrel Öl kostet aktuell etwa die Hälfte dessen, wo wir schon mal waren. Der Spritpreis ist aber schon wieder fast auf 1,50€, also dort, wo wir auch seinerzeit waren, und das, obwohl das $/€-Verhältnis in etwas gleichgeblieben ist.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Behörden für jegliche Leistung etwas verlangen dürfen, völlig unabhängig davon, dass der Staat an allen Ecken und Enden Steuern kassiert.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Staat bei jeder Preiserhöhung, einer Ware oder Dienstleistung, über die Mwst. mitkassiert, und damit ein Mehr an Steuern vereinnahmt.
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Behörden und staatl. Institutionen nicht kaufmännisch rechnen müssen (wie sonst bekomme ich einen Bescheid über 2€, dessen Vor- und Nachbearbeitung ein Vielfaches kostet).
  • Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass für Gelder, die von staatl. Seite zum Fenster hinausgeworfen werden, niemand wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, dass Banken Dispozinsen verlangen dürfen, die in keinerlei Verhältnis stehen, zu den tatsächlichen Kosten (Bsp. eine Bank hier vor Ort verlangt, neben den Kontoführungsgebühren, 12% Dispo, und zahlt selbst einen Bruchteil davon).
  • Es ist völlig legal, dass Krankenkassen heute dem Arzt vorschreiben, wieviel er verschreiben darf, anders gesagt, was er, dem Krankheitsbild entsprechend, für notwendig erachtet. Missachtet er das, sieht er sich Regressforderungen ausgesetzt.
  • Es ist völlig legal, dass Manager Gehälter in 7 oder mehrstelliger Höhe erhalten.
  • Es ist völlig legal, dass ein Mensch mit viel Geld, sich im Ernstfall teure Anwälte leisten kann, und deshalb ein anderes Recht erhält, wie Otto Normalverbraucher.
  • Es ist völlig legal, dass manche Rentner nicht wissen, wovon sie leben sollen, und gleichzeitig wird ein Rüstungsprojekt für Mrd. angeschafft, das sich letztlich als überflüssig oder nicht wirklich funktionsfähig herausstellt, wofür natürlich wieder keiner wirklich Verantwortung übernehmen muss.
  • Es ist völlig legal, zu bestimmen, dass ein Mensch mit monatlich 350€ sein Leben bestreiten kann.

Wenn ich derlei mal wieder sehe/lese/erfahre, dann bekomme ich immer einen dicken Hals.
Das sind so Dinge, die einem nun wirklich „Freude machen“.

Und ich habe noch keinen Politiker erlebt, der handfest dagegen angehen würde. Und das hat meines Erachtens nur damit zu tun, dass unsere Politiker vielfach sehr weit von den Realitäten des kleinen Mannes entfernt sind.

Und bei solchen Themen, da fällt es mir ziemlich schwer, irgendwie Humor in einen Beitrag einfließen zu lassen.

Es grüßt,
das Smamap

Die Kiste

Gestern konnte ich sie das erst Mal antesten: Die Kiste.

Keine Seifenkiste, auch keine Obstkiste, nein meinen neuen alten PC.

Hatte mir die Kiste gebraucht besorgt, recht günstig, weil ich für das jetzt unmittelbar anstehende Windows10 noch einen extra Rechner brauchte, um darauf das neue OS ganz separat laufen zu lassen.

Ich wollte einen PC, der alt genug war, um günstig zu sein, aber neu genug, damit Windows10 darauf laufen würde.

Und dann kam ER …..
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…. und ich war ziemlich überrascht.

Hatte ihn mir über die eBay-Kleinanzeigen beschafft. Dort war er für kleines Geld zu haben.

Wie mir der Paketfahrer das Paket übergab, da ging ich erstmal in die Knie. Hatten die Ziegelsteine mit verpackt :)))   ???
Und das Paket war, im Vergleich zum Bild, das ich gesehen hatte, auch relativ groß.
Also flugs ausgepackt, und dann hielt ich ihn in Händen. Na ja, von halten konnte keine Rede sein, denn er war tatsächlich SO schwer. Noch einer jener PCs, die ein massives Gehäuse hatten. Eine sprichwörtliche Workstation eben. Ich hab schon ewig keinen so schweren PC mehr in Händen gehabt. Und ich hatte EINIGE PCs in meinem Leben zu tragen.

Massiv, schwer, gut gebaut (DER PC !!!!!), nahezu unkaputtbar. Nicht einer jener PCs, deren hervorstechendes Merkmal heutzutage „Plastik“ ist.

Zuerst musste ich ihn ins Eck stellen, weil sich herausstellte, dass die Grafikkarte eines DVI-Adapters bedurfte, den ich nicht hatte, und so musste ich paar Tage warten, bis ich selbigen ergattert hatte.

Gestern war es dann also soweit – und was soll ich sagen …… ER LÄUFT !!!!!!

Ich bin dem Menschen, der mir diesen PC zukommen ließ, dankbar. Ein echt guter PC. Da war nix mit „schnell ein paar Mäuse machen“ und das letzte Gerät hinten aus der Ecke „verscherbelt“, ohne so recht zu wissen, ob das Ding überhaupt noch dauerhaft läuft.

Kurz Windows7 installiert …. na ja, KURZ kann man da eher nicht sagen. Nachdem die 250 Updates aus dem Netz gezogen und installiert waren, hatte ich den Rechner einen Tag später, also heute, auch schon betriebsbereit.
Wie heißt es so schön: Kaum wartet man 5 Std., schon ist alles fertig :))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Nachdem jetzt alles passt, werde ich „die Kiste“ nachher in den Abstellraum tragen, bis es dann soweit ist, und Windows10 verfügbar sein wird. Sind ja nur noch knapp 3 Wochen.
Ich freu mich schon! Ja, auch auf die Endversion von Windows10 ….. nein, ich meinte eig. das „tragen“ der Kiste in den Abstellraum.
So spart man sich nämlich das Fitness-Center.

Es grüßt,
das Smamap

Entschleunigen

Letztens in der Stadt. In Hof.

Ich schlenderte so dahin, weil ich auf jemand wartetet.

Plötzlich, laute Lautsprecheransagen, die ich aber nicht verstand.
Näher dran realisierte ich, dass der ADAC eine Oldtimer-Rundfahrt von der Rampe ließ

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Da war dann die Rede von den 30-er Jahren, von 17 PS. Man sah, dass der Fahrer Hand anlegte, um den Motor anzukurbeln. Man hörte (vermutlich) 2 Zylinder, die derart liefen, dass man ständig damit rechnete, dass der Motor nicht weiterläuft.

Man vernahm liebevolle Kosenamen, wie den Frosch.
Und ich hätte gerne noch gesehen, wie die Fahrzeuge in einem Affenzahn davonstürzten. Aber ich musste los. Mein Treffen war angekommen, und ich wollte sie nicht warten lassen.

Aber es war schön, in aller Gemütsruhe solche Gefährte zu betrachten, die für die 20 KM, die ich normalerweise in 15 Minuten zurückliege, weil es ja schon wieder „pressiert“, wohl eher eine Stunde veranschlagen. Und von Null auf Hundert ist da dann sowieso nicht die Rede.

Die „gute alte Zeit“ eben. Na ja, SO gut war sie dann auch nicht. Aber wohl ruhiger …..

Es grüßt
das Smamap

Lustige Werbung

Letztens stand ich vor einer Werbetafel und musste lachen …..

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….. ich wusste nämlich gar nicht, dass Kondome jetzt mehrfach verwendet werden können („Für eine Nacht oder mehr“).

Dass ich das nicht wusste, liegt vermutlich daran, dass ich keine benötige.
Auf die Gründe möchte ich aber jetzt nicht näher eingehen.

Und die andere Werbung war …..

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…. selbsterklärend :))))
Manche Firmen brauchen für Werbung eig. gar nicht zu sorgen, denn der Name ist Programm.

Es grüßt
das Smamap

Windows 10 oder das Gesetz der Serie

Zur Zeit beschäftige ich mich u.a. mit Windows 10 (Preview, sprich Testversion).

Das neue Betriebssystem wird in etwas mehr als einem Monat veröffentlicht.
Es macht Spaß dieses neue Betriebssystem zu erkunden.
Wirklich !!!!!

Mein erster PC war damals, etwa 1985 (wenn ich mich recht erinnere), ein Schneider mit 2 Stück 5,25″ Diskettenlaufwerken. Das Betriebssystem war wohl MS-DOS 2.xx und die ersten Anfänge einer grafischen Benutzeroberfläche, deren Name mir im Moment nicht so recht einfallen will, waren auch vorhanden. Von Festplatten war damals noch kaum die Rede, zumal unerschwinglich. Meine erste Festplatte sollte 1-2 Jahre später eine große ISA-Karte sein, auf der eine Festplatte aufgebracht war. Wenn ich mich recht erinnere, hatte die eine Kapazität von 5 MB (wohl gemerkt MEGABYTE, und NICHT Gigabyte)

Und schon damals war ich begierig darauf, zu erkunden, was mit so einem PC alles möglich wäre.

Und genau das Gleiche treibt mich auch heute.

Nur heute sind die Möglichkeiten natürlich nahezu unbegrenzt, auch zumal preislich erschwinglich.
Und nicht zuletzt auch wegen eines Systems namens „Internet“. Das Wort gab es damals noch nicht einmal.

Auch damals war auf nahezu allen PCs ein Microsoft-Betriebssystem am Laufen.
Der grundlegende Unterschied zu heute, ist, meines Erachtens, der, dass damals die Möglichkeit bestand, dass auch andere Hersteller Betriebssysteme auf den Markt bringen konnten, um den Markt für sich zu überzeugen.
Und dann kamen die ersten Ansätze zur Schaffung eines Monopols.
Microsoft, hervorgegangen aus einer Garage, versuchte PCs für den Privatmann ausschließlich mit seinem MS-DOS auszustatten.

Das Ende der Fahnenstange ist heute, dass Winzigweich den Markt beherrscht, und dies auf eine Weise tut, die keine Konkurrenz zulässt.

Das Problem: Winzigweich versucht maximalen Erfolg und maximalen Marktanteil zu erreichen, was ja an sich noch nichts Schlimmes wäre, aber eben unter Ausnutzung einer ohnehin schon marktbeherrschenden Stellung.
Und so entstehen solche Stilblüten, wie ein Betriebssystem namens „Vista“ oder auch „Windows8“, die dazu geeignet sein sollten, einen Standard durchzusetzen, wie MS ihn sich vorstellt.

Nur leider hatte MS etwas übersehen: Den Anwender.
Der streikte nämlich, und sagte: Ich lass mich doch nicht zu etwas zwingen, was ich nicht möchte; lass mich doch nicht vor vollendete Tatsachen stellen, frei nach dem Motto „friss Vogel oder stirb“.

Paradebeispiel war Windows8. Da wurde das Startmenü abgeschafft, das alle so mochten. Es wurden Kacheln eingeführt, ohne Alternative (nebenbei gesagt, ich fühlte mich zurückversetzt in die Anfänge der grafischen Benutzeroberfläche; Eleganz sieht für mich anders aus).

Und so kehrten viele von Anfang an dem OS (Operating System) den Rücken.

Doch MS scheint gelernt zu haben. Es scheint man hat dort in Redmond auf den Anwender gehört. Man hat der Anwenderschaft, die zum Großteil mit Windows7 unterwegs ist, nicht das weggenommen, was die Meisten haben wollen. Man hat Neues eingeführt und Bewährtes behalten.

Der Anwender fühlt sich erhört.

Und auch das Gesetz der Serie spricht für W10: XP war hui, Vista pfui, W7 wieder hui, W8 pfui. Also sollte W10 passen.

Bleibt abzuwarten, ob Winzigweich beim Anwender bleibt.

Mich überzeugt das neue OS, und es macht Spaß. Ich möchte das an dieser Stelle ausdrücklich nochmal betonen !!!

Was mich etwas verhalten macht, ist die Tatsache, dass MS am 29.07.2015 ein OS veröffentlicht, das in manchen Teilen noch nicht fertig ist (MS tut ja auch offiziell kund, was noch nicht fertig sein wird).
Und was mich zudem verhalten macht, ist die Tatsache, dass viele Anwender, die noch mit sehr alten PCs unterwegs sind, W10 nicht nutzen können, und sich neue Hardware kaufen müssten (Stichwort: NX).

Ev. sehe ich das ja zu eng, weil manchmal ist halt das Abschneiden alter Zöpfe notwendig. Andererseits kann es aber auch nicht so sein, dass ein Monopolist vorschreibt, wer an der Datenwelt teilnehmen darf und wer nicht. Und es ist halt nun einmal so, dass viele auf der Welt nicht unseren Wohlstand haben, und auch bei uns gibt es so Manche, die nicht eben mal 400 € auf den Tisch legen können.
Und da wären wir dann nämlich wieder beim alten Problem: Friss Vogel oder stirb.

Es scheint mir als hätte MS da noch nicht vollständig seine Hausaufgaben gemacht.
Ich bin grade dabei meine zu machen, und das heißt, nachdem ich noch 2 alte Rechner hab, auf denen W10 nicht laufen wird, bekommt der eine W7 und der andere ein Linux (z.B. Ubuntu). Und wenn W7 in 2020 ausläuft und erstgenannter PC dann immer noch läuft, dann wird da AUCH Linux draufkommen. Denn warum sollte ich 2 PCs wegwerfen, die für Standardaufgaben noch durchaus geeignet sind ???

Es gibt jetzt somit 2 Möglichkeiten (so wie ich sie sehe): Entweder MS bietet eine Möglichkeit. so dass auch alte Kisten noch mit W10 laufen oder die Winzigweicher warten darauf, dass die alten Kisten der Tod ereilt. Was dann über kurz oder lang auf für deren Besitzer gilt (tschigalung).
Was dann aber noch üüüüberhaupt nix darüber aussagt, was all diejenigen auf der Welt machen sollen, die alte Kisten nutzen MÜSSEN, weil das Geld für was Neueres einfach nicht da ist.

Nochmal: Windows10 finde ich, bis jetzt, gut gelungen. Und ich werde es auch nutzen, zumal ich zum Kreis derjenigen gehöre, die es kostenlos erhalten können (da könnte man jetzt auch trefflich davon berichten, was ich seit 1985 an Geld ausgegeben habe für Betriebssysteme von Microsoft, also für Windows95, W98, W-ME, W-XP und W7, und weshalb es (gefühlt) einmal an der Zeit war, derlei auch kostenlos zu erhalten).
Wenn W10 also die Versprechungen (weiterhin) erfüllt, und ich es bis (geschätzt) 2030 nutze (wenn voraussichtlich dann der Support ausläuft), dann wird W10 das letzte Betriebssystem von MS sein, das ich verwenden werde. Ich werde dann, so Gott will, fast 70 Jahre alt sein, und es wird für mich dann keine Rolle mehr spielen, was Winzigweich macht oder will oder fordert. Das, was ich in der Datenwelt dann noch zu tun habe, wird wohl über ein Tablet oder Ähnliches laufen.
Darüber hinaus, werde ich wohl voraussichtlich anderes im Leben wichtig finden und genießen. Ob Alleine, das liegt nicht an mir.

Es grüßt,
das Smamap

Circus ist ihr Leben

Hier in der Nähe gastiert zur Zeit ein

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Ein kleiner Zirkus. Ich weiß jetzt den Namen nicht.
Aber wenn ich an so einem Zirkus vorbeikomme, dann überfällt mich immer eine gewisse Traurigkeit.

Ich erinnere mich da immer an jene Zirkusvorstellungen, die ich in meiner Kindheit erleben durfte. An die Atmosphäre dort. An eine ganz andere Welt. So ähnlich, als liest man ein Buch und befindet sich auch da in einer ganz anderen Welt. In einer Welt, die all das nicht kennt, womit man sonst immer konfrontiert ist.
Und ich erinnere mich an die leuchtenden Augen meiner Kinder, die ich beobachten konnte, wie ich mit ihnen im Zirkus war.

Diese Zeit ist lange vorbei.
Eine Zeit, in der man Freuden leben und genießen konnte, und die Gegebenheiten der „normalen“ Welt keine Rolle spielten.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum es (Gottseidank) immer noch Menschen gibt, für die der Zirkus ALLES ist. Für die der Zirkus ihr Leben ist.

Leider ist auch für diese Menschen das Leben mittlerweile ein Kampf. Ein Kampf dahin, ob nach den Vorstellungen, und nach dem Abzug aller Kosten und Steuern, noch genug zum Leben bleibt.

Und doch scheint es immer noch möglich, dass diese Menschen ihren Traum leben.

Die o.g. Traurigkeit, die mich da manchmal überfällt, ist wohl die Furcht, dass eines Tages der letzte Zirkus seine Pforten schließen wird, weil er finanziell nicht mehr überleben kann. Und wieder wird dann ein Stück dessen sterben, was das Leben AUCH lebenswert macht.

Und darum, so weit hergeholt das auch sein mag, wünschte ich mir manchmal, ich würde in die Lage kommen, dass Geld für mich keine Rolle spielt. DANN würde ich versuchen viel Gutes mit diesem Geld zu erreichen. U.a. eben auch mir einen Zirkus suchen, der genau das verkörpert, was für mich Zirkus immer gewesen ist. Und würde meinen Teil dazu beitragen, dass er niemals seine Pforten schließen muss.

Manche mögen lächeln, ob einer solchen Träumerei.
Doch seien wir ehrlich: Wenn wir unsere Träume nicht hätten, was bliebe dann noch von dem, was Freude macht ……. ?

Es grüßt,
das Smamap

Edit:
Hab eben mal in anderen Blogs zum Thema Zirkus geschmökert. Deshalb scheint mir eine Ergänzung nötig: Ja, es gibt Missstände in manchen Zirkussen (schreibt man das jetzt so?), v.a. im Zusammenhang mit Tierhaltung. Wie überall, wo Menschen zugange sind. Für mich war Zirkus allerdings immer, der Clown, der Artist, der Jongleur, der Zauberer, der Künstler.

Die Freuden des Mittelmeeres

Habe heute einen Bericht im TV gesehen, der ließ mich doch sehr sehr nachdenklich werden.

Zunächst einmal …… ich hatte ja beschrieben, dass ich hier über „Freuden“ mich auslassen werde. Nun ja ….. genauso wie es z.B. eine postive Beschleunigung gibt (=beschleunigen) und eine negative Beschleunigung (=abbremsen), woraus der nicht gewordene Physiker in mir spricht, genauso gibt es positive Freuden und negative.

Und so berichtete der Beitrag im TV zunächst von den Schönheiten des Mittelmeeres. Von den Stränden, vom Wasser, von den Pflanzen und Lebewesen. Ich erinnerte mich an den ein oder anderen Urlaub in meiner Jugend. An die schönen Zeiten die ich dort verbracht hatte.

Und ganz langsam änderte sich der Tenor dieser Reportage. Sie berichtete davon, mit welchen Schwierigkeiten die Anwohner des Mittelmeeres zu kämpfen haben. Und dann kamen Themen ins Spiel, wie etwa „Nahrungsmittel“ und „Wasser“.
Es wurden relativ grüne Plantagen gezeigt, rund um´s Mittelmeer. Olivenbäume, wie es sie in Griechenland gibt, in der Türkei, in Lybien, in Marokko. Es wurde davon gesprochen, wie dieser Baum anzeigt, wie es um das Klima bestellt ist. Es wurde gezeigt, wie sich die Bereiche rund um´s Meer immer mehr verengen, wo an den Küsten und im Hinterland die Bäume wachsen. Weil die Temperaturen unmerklich steigen. Diese haben sich nämlich um ca. 2 Grad erhöht in den letzten Jahren.

Es wurde davon berichtet, wie das zur Verfügung stehende Wasser immer weniger wird. Wie die Menschen jetzt schon mehr oder weniger große Probleme haben, an genügend und sauberes Wasser zu kommen. Dass sich der Wasserbedarf in den nächsten Jahrzehnten vervierfachen wird, und niemand weiß, wie das gehen soll, wenn es jetzt schon teilweise nicht funktioniert. Länder wie Israel müssen jetzt schon viel Wasser importieren; Wasser, das anderen dann nicht mehr zur Verfügung steht.
Und dann kam die Rede darauf, dass dasselbe für die Nahrungsmittel gilt. Es wird in manchen Ländern kaum mehr Nahrung produziert, weil es zu heiß geworden ist. In anderen Ländern wird produziert, auf Teufel komm raus, um die Bevölkerung in den betroffenen Ländern noch einigermaßen ernähren zu können.

Bei dem allen werden tiefliegende Wasser-Reservoirs aus den Urzeiten, unter den Wüsten angezapft und ausgebeutet.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Lebensbedingungen dort werden immer schwieriger.

Von Freude am Leben kann man dort nicht wirklich sprechen. Und es ist nachvollziehbar, dass der Druck auf die Menschen immer mehr zunehmen wird, dorthin zu gehen, wo die Lebensbedingungen besser sind. Dorthin zu gehen, wo man Freude am Leben verspüren kann.

Was ich aus dieser Reportage an Fazit herausgezogen habe, ist Zweierlei:
Zum einen sind die Flüchtlingsströme, die wir heute erleben, ein müder Abklatsch, von dem, was noch kommen wird.
Und zum anderen wissen unser Politiker das; schließlich haben sie genug Experten um sich herum. Ihnen ist klar, was auf der Welt passieren müsste. Aber sie tun nichts. Sie sind zu sehr damit beschäftigt, Machtgebilde aufzubauen, Weltmacht zu spielen und anderen ihre Lebensauffassung aufzudrücken. Völlig egal, ob sie jetzt Putin, Obama, Cameron oder Merkel heißen.

Und so lebt halt jeder seine Freuden. Die einen die Freuden des Überflusses und die anderen die Freunden des Mangels.

Und um mit einer Abwandlung eines indianischen Spruches zu schließen: Erst wenn das letzte Wasser verbraucht ist, und die letzten Weizenhalme gegessen sind, dann wird uns klar werden, dass man sich von Geld, Öl und Waffen nicht ernähren kann.
Wir hätten es in der Hand, und geben es aus derselben.

Bis es wirklich ernst wird, werden wohl noch 20 Jahre oder so vergehen. Deshalb werde ich es nicht mehr miterleben oder nur noch die Anfänge. Und die Anklagen meiner Kinder werde ich wohl auch nicht mehr hören.

Es grüßt,
das Smamap

Warum ist der Boden immer so weit unten ?

Also zur Zeit hab ich es mit meinem Küchenboden.

Letztens kochte ich Spaghetti. Was geschah? Der gesamte Packungsinhalt fiel mir auf den Boden. Ich war absolut entzückt.

Heute räumte ich mal etwas auf in der Küche. Was geschah? Die ganzen Zahnstocher fielen mir auf den Boden. Faszinierend!

Natürlich dachte ich nicht daran, jeweils ein Foto zu machen. Vermutlich aus lauter Verzückung und Faszination.

Und wenn dann schon mal sowas passiert, dann natürlich auf den Boden.
Nicht auf den Tisch oder gar ins Waschbecken. Gaaaanz weit runter.

Mit den Zahnstochern, das ging ja noch. Die sind ja fast unkaputtbar und gleich wieder eingeräumt.
Aber die Spaghetti ….. was war ich froh, wie ich die wieder heil in der Schachtel hatte (Barilla).

Nun gut, Murphys Gesetz lautet „whatever can go wrong will go wrong“.
Von daher hätte es wesentlich schlimmer kommen können.

Aber egal, was passiert, meist ist man selber dran schuld, weil nicht mitgedacht.

Und deswegen hab ich mich in beiden Fällen bemüht, das Ganze mit einem Lächeln anzunehmen.
Außerdem: Wenn ich geflucht hätte, wie ein Rohrspatz, ich vermute stark, dass die Spaghetti/Zahnstocher danach immer noch am Boden gelegen hätten. Und so hab ich also den Stress vermieden, es als lustig empfunden, dem Ganzen dadurch eine positive Note gegeben, und dadurch vielleicht mein Leben sogar einen Tag verlängert.

Es grüßt,
das Smamap