Wo es überall zwickt

Die Frage ‚wo es überall zwickt‘ ist gar nicht so leicht zu beantworten. Gemeint damit ist unsere Umwelt.

Wir rennen sehenden Auges in die Katastrophe. Zumindest wenn WIR – die Menschen – noch ein paar Jahre so weitermachen. Wobei ‚die Menschen‘ eher diejenigen meint in den Industrienationen. Allen voran Deutschland.

Wo es überall zwickt?

Wir leisten uns jedenfalls alles Mögliche, ohne Rücksicht auf Verluste. ‚Auf Verluste‘ in der Umwelt, am Planeten und bei anderen Menschen.

Möchte mal eine kurze, spontane Liste bringen, von solchen Dingen. Von Dingen wo es überall zwickt. Wobei es ‚kurz‘ nicht wirklich trifft:

  • Unmengen Treibhausgase in der Atmosphäre
  • Erhebliche Temperaturanstiege
  • Meeresspiegelerhöhungen
  • Artensterben
  • Rohstoffverknappung
  • Hungersnöte
  • Ausbeutung der Menschen in den Entwicklungsländern
  • Regenwaldvernichtung
  • Monokulturen
  • Erhebliche Meeresverschmutzung
  • Kriege überall
  • etc etc etc

Das Schlimme ist: Wir WISSEN um all die Zusammenhänge. Zumindest die Allermeisten. Wir WISSEN, was es macht, wenn wir tagtäglich unsere Abgase aus den Auspuffen und Kaminen hinauspusten. Wir WISSEN welchen Preis es hat, immer mehr und mehr zu haben.

Ziehen die Menschen Konsequenzen? NEIN. Sie sind viel zu bequem und zu egoistisch.

Verzichten sie auf den größeren Flachbildschirm, auf den 2. Kühlschrank, auf das 2. Auto, auf all das, was keiner WIRKLICH braucht. Auf Schränke voller Klamotten, die nur selten oder gar nicht genutzt werden. Die Liste wäre endlos ……….

Auf gut Deutsch: Den meisten ist es scheißegal, was sie damit der Umwelt, dem Planeten und den Menschen anderswo antun. Hauptsache man hat ein angenehmes Leben. Auf wessen Kosten ist doch einerlei.

Dabei muss man sich mal eines vor Augen führen: Luxus ist kein Grundrecht!!! (was nicht heißen soll, dass man in Höhlen zu leben hätte; einfaches Bsp.: Es reichen auch 3 Hosen zum Leben …. man muss keine 10 im Schrank hängen haben)

Der Punkt ist …. all das wird als Bummerang zurückkommen. Nicht irgendwann, sondern demnächst. Viele machen immer noch auf heile Welt, dabei ist der Bummerang schon unterwegs. Solche Extreme, wie die letzten Jahre, sind die Vorboten. Hochwasser, zahlreiche Orkane, Meeresströmungen die sich verändern oder extrem warme/lange Sommer. Was wirkliche Extreme sind, das werden wir erst noch kennenlernen.

UND – wir können diesen Extremen nicht entkommen, denn wir, die Atmosphäre und auch alles andere sind festgenagelt auf diesen unseren Planeten.

Professor Harald Lesch sagte unlängst sinngemäß: „Meine Generation hat versagt“.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht – es geht nicht darum, wo es überall zwickt, sondern darum, dass wir unser eigenes Grab schaufeln. Und das der kommenden Generationen gleich mit.

Es grüßt das Smamap.

Ein schöner Abend auf der Terrasse

Die Zeit ist nicht mehr allzu fern im Jahr, in der uns ein schöner Abend auf der Terasse bevorsteht.

Vll nach einem guten Abendessen beim Griechen um die Ecke.

Dann raus in den Sommerabend, mit einem Glas Wein, einer Schüssel voller Nüsse, ev. noch ein Schälchen Kirschen, und was es sonst noch an schönen Dingen gibt, die man da geniesen könnte. Denn ein schöner Abend auf der Terrasse, DAS is es doch!

Stopp ….. an der Stelle muss ich die schöne Stimmung leider abrupt abbrechen ….

Ich stell mir nämlich gerade vor, wie das für meine Kinder sein wird. Ich nehme als Bsp. meine Tochter. Sie ist geboren im Jahr 2000. Wenn sie dereinst so alt ist wie ich heute, also dann mal Richtung 60 geht, dann schreiben wir in etwa das Jahr 2060.

Das Problem …. all die Dinge die ich eingangs beschrieb, werden aller Wahrscheinlichkeit nach für meine Tochter nicht mehr möglich sein.

Sich im lauen Sommerabend auf die Terrasse setzen, da wird einem das dann vorherrschende Klima etwas husten. Stabile Wetterlagen, gemäßigtes Klima, und so einiges mehr, wird dann schon längst der Vergangenheit angehören.

Auch ich werde dann schon der Vergangenheit angehören. Gut, ich könnte dann so um die 100 sein. Aber wohl eher nicht.

Um einen früheren Politiker in etwa zu zitieren, werde ich die Gnade der frühen Geburt genießen haben dürfen.

Meine Tochter wird in einer Zeit älter werden, die gekennzeichnet sein wird von globalen Wetterextremen, von globalen Flüchtlingsbewegungen, von erschöpften Rohstoffquellen, von Energienotstand, von Hungersnöten und dergleichen mehr.

Einerseits könnte ich froh sein, dann nicht mehr hier zu sein. Andererseits quält mich die Vorstellung, was für eine Welt ich meiner Tochter hinterlasse.

Denjenigen Lesern, die das alles als Schwarzmalerei sehen, rufe ich zu: Oh möget ihr doch recht haben, jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen wird, ist hinlänglich groß.

Unser Lebensstil ist gekennzeichnet durch ein „weiter so“. Dadurch richten wir diesen Planeten zugrunde. Zuallererst tun wir dies mit der Umwelt/Natur. Die Kurzform ist die, dass das alles auf die nach uns Kommenden zurückfallen wird.

Wenn man sich nur kurz verdeutlicht, wie abhängig wir von der Natur sind, wird einem glasklar, was es bedeutet, wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstören. Und wir sind mit allen Kräften dabei.

Alles geht kaputt: Die Artenvielfalt, die Gletscher, der Regenwald, die reine und klare Luft, das Wasser etc etc etc etc etc.

Falsch an dieser Darstellung ist nur Eines: Es „geht“ nicht kaputt, sondern wir machen es kaputt.

Im Jahr 2060 wird das Leben sehr wahrscheinlich in wesentlichen Teilen ein Überlebenskampf sein. Es wird um das Wesentliche gehen, was der Mensch braucht: Wasser, Nahrung und Schutz!

Und das, was dann vorhanden ist, wird sich auf sehr viel mehr Menschen verteilen müssen, als das heute der Fall ist. Damit meine ich nicht nur die globale Bevölkerung (das auch), sondern die Zahl der Menschen, die dann in Europa vorhanden sein wird. Denn in so manchen Bereichen der Welt wird man nicht mehr leben können.

Allein schon die Küstenregionen weltweit, werden durch die steigenden Meeresspiegel überspült worden sein. Und ein Leben/Vegetation in den Tropengebieten wird es kaum noch geben.

‚Ein schöner Abend auf der Terrasse‘ gehört dann schon längst der Vergangenheit an. Ebenso die Kirschen, die Nüsse, der Wein und das Fleisch beim Griechen. Klima, Insektenzahl und Ressourcen werden das nicht mehr hervorbringen. Allein die Produktion von Fleisch erfordert Unmengen an Wasser und Energie.

Dass ein schöner Abend auf der Terrasse dann nicht mehr möglich sein wird, ist dann aber das Geringste unserer Probleme.

Heute konzentrieren wir uns auf unser Wohlergeben. In jeder Hinsicht.

Dass dies in nicht allzuferner Zukunft als gewaltiger Bummerang zurückkommen wird, ist nicht mehr eine Frage des ob, sondern nur noch eine Frage des wann.

Wir hätten alle Möglichkeiten, dies abzuwenden. In aller erster Linie hätten wir die Mittel dazu. Jedoch bleibt dafür nur noch ganz wenig Zeit. Ich stelle die These auf, dass innerhalb von 5 Jahren eine fundamentale Umkehr erfolgen muss, sonst wären die Vorgänge irreversibel.

Verbrauchte Rohstoffe können nicht mehr zurückgeholt werden. Verlorene Küsten auch nicht. Wasser, das vergiftet wurde, ebensowenig. Und man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass die Natur/das Klima nur mit starker Verzögerung reagiert. Anders gesagt, was wir in 10 Jahren umsetzen, wirkt erst ab 2050.

Aber Hauptsache wir haben heute ein bequemes Leben. Was nach uns kommt …. EGAL.

Aber halt, etwas Entscheidendes habe ich vergessen: Unsere Politiker werden das Richtige tun!!!

Wer das wirklich, aus vollem Herzen, glaubt, der möge hervortreten!

Es grüßt das Smamap

Das Klima ist am Kipppunkt (HEUTE!!!!)

‚Das Klima ist am Kipppunkt‘ ist nicht etwas, was ich behaupte oder sonst jemand. Nein, es ist Tatsache.

Eine Tatsache, die durch eine Unmenge von Untersuchungen und noch mehr Daten belegt ist. Wobei das Untersuchungen und Daten sind, von sehr vielen sehr qualifizierten Seiten. Behaupten lässt sich vieles. Auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Ich ziehe allerdings Fakten auf Grundlage nachvollziehbarer Daten/Untersuchungen vor.

Wer sich auch nur ein klein wenig Mühe gibt, hat absolut kein Problem, sich das in der wissenschaftlichen Literatur zu erlesen. Und dabei rede ich nicht von social media.

Es ist Fakt, dass wir noch niemals in unserer Menschheitsgeschichte solch hohe Temperaturen in der Atmosphäre hatten. Es ist Fakt, dass die CO2-Konzentration noch niemals so hoch gewesen ist. Es ist Fakt, dass die Gletscher noch niemals derart zurückgegangen waren. Für die Artenvielfalt gilt dasselbe …. etc etc etc etc etc ….. .

Und es ist Fakt, dass uns, die wir in Mitteleuropa leben, all diese Dinge noch niemals SO nahe waren.

Und jeder tut immer noch so, also ginge einen das nichts an.

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Veränderungen noch unmerklich sind.

Obwohl …. wer genau hinsieht, der erkennt! Da sind erhebliche Veränderungen in den Jahrenszeiten und ihren Ausprägungen. Winter, die keine mehr sind. Sommer, die extrem sind. ‚Starkregen‘, ein Wort, das es früher nicht gab.

JA, vieles davon sind Wetterereignisse. Nur sind diese Ausdruck und Auswirkungen von Klima.

Nochmal …. wer sich die Mühe macht, die Dinge nachzulesen, der erkennt zunehmende Veränderungen. Von einem Jahr zum nächsten sind sie klein. Innerhalb von 10 oder 20 Jahren sind sie riesig. Wer sich allein die Temparaturänderungen über den Verlauf der letzten 200 Jahre ansieht oder die Zunahme der CO2-Konzentration, der sieht, welch horrende Steigerungen da stattfanden.

Das führt zu eben jenem Ausdruck ‚das Klima ist am Kipppunkt‘. Wie ein Glas Wasser, dass ganz langsam immer mehr Richtung Tischkante geschoben wird. Und ganz an der Kante reicht ein zusätzlicher mm, um es zum Absturz zu bringen.

Und genau das passiert mit unserem Klima.

Der Unterschied ist nur, dass der Absturz des Klimas nicht in einem Moment passiert, sondern über Jahre hinweg. ABER DANN, wenn er schon einmal im Gange ist, kann ABSOLUT NICHTS MEHR dagegen getan werden. Genau genommen kann auch schon vorher nichts mehr dagegen getan werden, denn das Klima reagiert auf Veränderungen bekanntlich nur sehr sehr träge.

Auch wenn wir heute SOFORT jegliche Steigerung der CO2-Abgaben an die Atmosphäre stoppen würden (ich spreche da nur davon die Steigerungen auf Null zurückzufahren), würden die Extreme über viele Jahre hinweg noch zunehmen, bevor die Extreme wieder weniger würden.

Ein gutes Beispiel ist der Grönlandgletscher. Seine Abnahme ist über die Satellitenbilder der letzten 10 Jahre extrem gut belegt. Diese Abnahme würde auch ohne zusätzliches CO2 weiterhin zumindest im selben Maß weitergehen. Mehr noch …. es ist belegt, dass das Schmelzwasser des riesigen Festlandgletschers teilweise unterhalb des Gletschers abfließt, quasi einen Wasserfilm bildet, auf dem irgendwann einmal große Teile des Gletschers einfach ins Meer abgleiten werden.

Und wenn DAS passiert, dann Helm ab zum Gebet. Va für die Küstenregionen, aber nicht nur für diese.

Und Dinge in dieser Dimension werden auch in anderen Bereichen passieren. Wetterextreme, Naturkatastrophen und dergleichen mehr (wobei die Grenze dazwischen nicht mehr genau zu ziehen sein wird).

Das alles sind keine Mutmaßungen, Phantasiegebilde oder Verschwörungstheorien. Es liegen haufenweise Fakten, Nachweise, Daten zugrunde, deren Auswirkungen derart eindeutig sind, dass es absolut rätselhaft erscheint, warum nichts dagegen getan wird.

Aber das wird Thema eines weiteren Beitrags sein.

Es wird auf jeden Fall nicht genügen, so wie üblich, erst dann etwas zu tun, wenn die Katastrophe da ist.

‚Das Klima ist am Kipppunkt‘ bedeutet, die Katastrophe IST schon da.

Irgendwelche Maßnahmen a la „die Kohleverbrennung wird bis 2035“ gestoppt, kommen um viele Jahre zu spät.

Das Hauptproblem ist, dass wir Maßnahmen jenen überlassen, deren Beweggründe ganz andere sind. Politik und Wirtschaft haben kein Interesse daran, DAS zu tun, was notwendig ist, um das Klima zu retten. Die Politik ist auf Wiederwahl aus, und die Wirtschaft auf Gewinnsteigerung (was auch beides durchaus dasselbe sein kann).

NUR – dem Klima ist das absolut egal. Das Klima verhält sich so, wie es sich ergibt, auf Grund der Größen, die es maßgeblich ausmachen. Also zB Temperaturen und Treibhausgase. Das Klima wartet nicht darauf, bis Politik und Wirtschaft von sich aus das Notwendige tun. Und dem Klima ist es auch egal, wieviele Menschenleben dabei draufgehen, wenn es ernst wird. Und das Klima wird es auch dann noch geben, wenn sogar das Überleben der Menschheit ernsthaft in Frage stehen wird. Das Klima gab es auch schon zu einer Zeit, zu der auf diesem Planeten noch lange nicht vom ‚Menschen‘ die Rede war.

WIR, und damit ist jeder Einzelne gemeint, haben 2 Möglichkeiten:

Die eine lautet „weiter so“, die andere lautet „etwas tun“. Letzteres meint nicht nur ‚weniger Autofahren‘, sondern den eigenen Lebensstil grundlegend ändern und diejenigen, die das können, dazu zu zwingen, dies auf die gesamte Bevölkerung auszudehnen.

Ansonsten bliebe nur noch eine Konsequenz: Nämlich dass sich die jetzige Generation eine Antwort auf die Frage überlegt „WARUM HABT IHR NICHTS GETAN?

Und eines sollte man dabei auch immer im Hinterkopf behalten …. es gibt heute schon viele Menschen, die in Regionen der Welt leben, in denen das Leben, klimatisch gesehen, heute schon fast nicht mehr lebbar ist (anders noch als vor 50 Jahren). 3 Mal darf jeder von uns raten, woher das kommt und wer dafür verantwortlich ist, dass es dort kaum noch lebbar ist. Und 3 Mal darf auch jeder raten, wohin alle diese Menschen mehr oder weniger gewaltsam strömen werden, wenn es so weiter geht.

Wenn dereinst, was nicht mehr gar zu weit weg ist, die ECHTEN Flüchtlingsströme einsetzen werden, dann ist die AfD ein zu vernachlässigendes Problem.

‚Das Klima ist am Kipppunkt‘ wäre dann die Mutter aller Extreme.

Es grüßt das Smamap

So geht stromsparen

Eigentlich wollte ich hier übers Stromsparen schreiben. Hatte auch schon Einiges geschrieben. Und dann stolperte ich in YouTube über 2 „Vorlesungen“ von Harald Lesch, seines Zeichens einem breiten Publikum bekannt, als Professor der Astrophysik.

Diese Vorträge machten mir einmal mehr klar, dass es beim Stromsparen in erster Linie um ganz etwas anderes geht …. gehen sollte …. als darum, Ausgaben zu sparen und den Stromkonzernen eins auszuwischen. Na ja, irgendwo hatte ich das schon im Hinterkopf, um was es eigentlich geht. Aber doch auch etwas aus den Augen verloren.

Lesch‘ Vorträge haben mir die Augen wieder etwas weiter geöffnet.

Und deshalb soll es hier DARUM gehen ….

Weiter unten füge ich die Links zu den Vorträgen ein, sage aber gleich dazu, man sollte etwas Zeit mitbringen.

Sie zeigen eindringlich auf, was wir Menschen dringlichst (nicht) tun sollten, wenn wir unseren Fortbestand sichern wollen. Stromsparen wäre nur ein kleiner Bestandteil davon.

Lesch erläutert in seiner typischen Weise, die ein jeder versteht, dass alles Wissen, das nötig ist, um zu begreifen, in welcher Lage wir uns befinden, zur Verfügung steht. Und das seit etlichen Jahren. Er sagt desöfterten, dass wir kein Wissensproblem haben, sondern ein Handlungsproblem, und an einem Punkt sind, der absolut nicht mehr weit davon entfernt ist, so dass das Klima kippt.

Er präsentiert dazu ein Wasserglas, dass haarscharf am Rand des Tisches steht, und nur mehr 1 mm Anschub braucht, um über die Kante zu stürzen. Und genau in DIESER Situation befindet sich unser Klima.

Er versucht rüber zu bringen, dass wir seit langem unser Klima in einer Art und Weise verändern, so dass demnächst jegliche Maßnahmen sinnlos sind, weil das Klima schon derart geschädigt ist, dass Maßnahmen nicht mehr greifen. Soweit kam es deswegen, so sein Vortrag, weil es heute nur noch darum geht, Geld zu scheffeln, den „return of invest“ zu erreichen, ohne Rücksicht auf die Begleitumstände.

Er sagt im 2. Vortrag, ziemlich zum Schluss, sinngemäß, dass seine Generation (zu der auch ich gehöre) versagt hat. Seine Eltern wussten davon noch kaum etwas, was in der Umwelt abläuft, seine Großeltern erst recht nicht. WIR wissen alles, was notwendig ist, und tun nichts. So sagt er. Die nach uns würden uns zurecht fragen „habt ihr das nicht gewusst?“.

Aber genug darüber …. seine beiden Vorträge sind mehr als überzeugend. Und wer danach immer noch meint „weiter so“ oder „is mir wurscht“, dem ist eh nicht zu helfen.

1. Vortrag von Professor Harald Lesch

2. Vortrag von Professor Harald Lesch

Letztlich folgt aus seinen Ausführungen, dass völlig klar ist, was die Uhr geschlagen hat. Es sind absolut alle Fakten bekannt. WIR entscheiden HEUTE darüber, ob die Menschheit überleben wird oder ob das Klima das tut, was es immer getan hat, nämlich einfach wirken. Aus dem heraus, was besteht. Ob die Menschheit in 50 Jahren noch eine Überlebenschance hat, ist dem Klima völlig egal.

Und eins ist auch klar …. wenn die Zustände in den heute schon mehr als schwierigen Landstrichen der Erde eingetreten sind, die fast schon unausweichlich sind, dann werden wir in Europa mit einer selbstgemachten Flüchtlingswelle ungeahnten Ausmaßes konfrontiert sein. Im Vergleich dazu, wird der Flüchtlingsstrom von 2015 ein müder Klacks gewesen sein.

Das Fazit könnte lauten: Wir haben nur noch ganz ganz wenige Jahre Zeit, um etwas zu bewirken. Und wenn wir uns dabei auf die Politik verlassen oder die Konzerne, dann sind wir verlassen. Denn deren „Interessen“ sind mit SEHR einschneidenden Reparaturmaßnahmen für’s Klima nicht in Einklang zu bringen. Wenn wir unser Überleben gewährleisten wollen, müssen wir selbst Maßnahmen ergreifen. NOCH wären diese im Rahmen der Rechte unseres Staates möglich. Denn das was kommt, nimmt keine Rücksicht auf Verfassungen und Gesetze.

Es grüßt das Smamap

Elektrisierend

Auch wenn es manch andere nicht als elektrisierend empfinden mögen …. mit meinem Stromverbrauch durchbreche ich dieses Jahr wieder alle Grenzen.

Ende April ist es wieder soweit, dass das Lieferjahr endet. Als Einzelverbraucher werde ich dann bei knapp 300 KWh liegen.

Das sind 15€ pro Monat.

Damit ist auch klar, dass ich ‚alle Grenzen‘ nach unten hin durchbreche.

Um bei den Ausgaben zu bleiben, die ich bisher hatte, habe ich zum 1.5. erneut einen Anbieterwechsel veranlasst. Mein bisheriger Anbieter mag dies ebensowenig als elektrisierend empfinden, aber schließlich ist es mein Geld. Er hat mir nämlich kürzlich mitgeteilt, dass sich meine Stromkosten um ca 20% erhöhen werden.

Der günstigste Anbieter den mir Check24 anzeigt, liegt bei meinem Verbrauch künftig weiterhin beim selben Preis wie bisher, so dass ich mir erwähnte 20% Erhöhung erspare.

Der Anbieterwechsel hat über’s Vergleichsportal genau 15 Minuten gedauert. Mit allem Drum und Dran.

Die Maßnahmen zur Senkung meines Stromverbrauchs, die ich die letzten Jahre durchführte, tragen bleibende Früchte. Die letzte Maßnahme war die Anschaffung eines neuen Kühlschranks, anläßlich meines Umzugs vor ca. 1 Jahr. Diese senkte den Kühlschrank-Stromverbrauch von 120 KWh im Jahr auf 95. Den Kühlschrank brauchte ich sowieso, weil der in der alten Wohnung dem Vermieter gehörte. Ich musste zwar damals etwas im Netz suchen, aber es stellte sich heraus, dass stromsparende Kühlschränke nicht teuer sein müssen. Der mittelständische Elektriker versandte den Kühlschrank per Paketdienst (auch dies geht!)

Es gab Zeiten, da verbrauchte ich im Jahr 900 KWh insgesamt (wenn man heute in ein Vergleichsportal geht, dann wird einem dort als Standardverbrauch im Einzelhaushalt eine Größe von 2.000 KWh vorgeschlagen …. seltsam). Heute ist es noch 1/3 davon, ohne dass ich irgendwo an Komfort hätte einsparen müssen. Alles war nur eine Frage der bewussten Verbrauchseinsparung durch Wahl sparsamer Verbraucher und durch bewusste Nutzung (zB gibt es nur noch LED-Lampen, die dann zudem aus sind, wenn ich den Raum verlassen habe).

Der damalige Verbrauch erleichterte mich pro Jahr um ca. 300€. Der heutige, trotz erheblichem Preisanstieg beim Strom, nur noch um 180€.

Wen es interessiert, der kann sich demnächst einen Beitrag von mir durchlesen, in dem ich nochmal die Dinge zusammenfasse, was ich alles unternommen habe, in den letzten Jahren, um meinen Verbrauch und die Ausgaben zu senken.

Es grüßt das Smamap

Letztens

Lang lang ist es her, dass ich letztens einen Blogbeitrag hier schrieb.

Jedesmal war was anderes …. Krankheit, Feiertage, Abwesenheit, Faulheit, andere Wichtigkeiten. Alles das hat das Schreiben verhindert.

Bei uns heißt es …. dieser Saustall muss ein anderer werden.

Und so wird es nun wieder Blogbeiträge geben, nachdem all das, was bis letztens das Schreiben verhindert hat, dies nun nicht mehr tut.

Also dann ….

Den besten Zeitpunkt verpasst ….

Derzeit stolpere ich ein ums andere Mal über Konstellationen, in denen die Protagonisten scheinbar den besten Zeitpunkt verpasst haben.

Da kommt mir zum einen unsere Fußball-Nationalmannschaft in den Sinn. JA – sie haben Großartiges erreicht – zusammen mit ihrem Trainer. Im Grunde genommen über ihre Verhältnisse gespielt und Weltmeister geworden. Schon damals hieß es, dass jeder Weltmeister danach so seine Schwierigkeiten hatte. So auch jetzt „unsere“ Jungs. Und es ist nachvollziehbar …. um solche Leistungen zu vollbringen, muss man auf dem Gipfel seiner Blüte stehen. Alles was danach kommt, kann nicht MEHR sein – muss zwangsläufig weniger sein. Und auch ein Optimum über längere Zeit zu präsentieren, ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Wie soll all das, was zu den 110% führte, wiederholt werden können?

Da sollte man als derjenige, der diese Mechanismen kennt, dann sagen können …. ‚das wars Herrschaften, mehr geht nicht, und jünger werden wir auch nicht‘ …. und sich verabschieden.

Macht man das nicht, hat man den besten Zeitpunkt verpasst. Alles danach ist dann sehr häufig Verkrampfung.

Zum anderen kommt mir da die Politik in den Sinn …. aktuell die Bayern-Wahl. Da versuchen die Protagonisten, die immer vornedran waren, SO weiter zu machen, wie sie das denken. Das Hoch, das da war, immer wieder zu erreichen. Nehmen wir als Bsp nur den ‚Seehofer‘. Wie der an den ‚Söder‘ übergab, da dachte ich mir „wenn du schlau bist, nimmst du jetzt deinen Hut, und hörst also auf, wenn es am Schönsten ist“.

Was tat der Herr? Er ging nach Berlin und wurde Innenminister. Alles was dann kam, war eher Verkrampfung. Das vergebliche Streben danach, die erreichten Höhepunkte, auf andere Weise, zu wiederholen. Gut, da spielten auch noch andere Faktoren mit, aber um die geht’s hier jetzt nicht.

Oder nehmen wir als anderes Bsp die Frau Merkel. Sie hat ihren Zenit auch längstens überschritten. Sie hätte schon lange, völlig unabhängig von politischen Vorlieben meinerseits, den Hut nehmen sollen (den Damenhut versteht sich), und den jüngeren Platz machen. Denjenigen die mit neuem Elan und anderen Vorstellungen, Neues schaffen. Reines Streben nach Machterhalt (auch eine Art von ‚Höhepunkt‘) führt langfristig nur in den Graben.

In all diesen Fällen haben Menschen, aus meiner Sicht, den besten Zeitpunkt verpasst, zum Gehen. Alles was nach erreichten Höhepunkten kommt, kann nur schlechter sein. Dieselben Abläufe, Begleitbedingungen, Situationen, Stimmungen etc etc wieder zu erreichen, ist nahezu unmöglich.

Man zehrt solange vom Erreichten, bis man beginnt, durch ‚weiter so‘ mehr Schaden als Gutes anzurichten.

Und deshalb sollte man den Mut und die Weitsicht haben, nicht den besten Zeitpunkt verpasst zu haben, sondern rechtzeitig ‚zu gehen‘.

Je nach Bsp dauert ein ‚Höhepunkt‘ mehr oder weniger lang. Ein Usain Bolt konnte das einige Jahre halten. Ein Politiker vermag das auch. Ein Wirtschaftsführer ebenso. Ein Mannschaftssport nur über kurze Zeiten.

Und auch aus der Sicht, dass eine Situation nicht endlos auf dem Maximum dahinlaufen kann, sondern zwangsläufig Veränderungen kommen, die dann naturgemäß nicht mehr das Maximum zur Folge haben, sollte einen besagten Mut und Weitsicht aufbringen lassen.

Alles andere, so zeigen zahlreiche Erfahrungen, würde letzteren komplett widersprechen.

Es sollte also nicht darum gehen, den besten Zeitpunkt verpasst zu haben, sondern die Vergänglichkeiten allen Seins zu akzeptieren.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Die Hortensie blüht

Ja, die Hortensie blüht … nichts Außergewöhnliches …

… nur – sie blüht das zweite Mal dieses Jahr!

Man sieht es, geniest es, erfreut sich daran!

Es hatte eben sehr viele Sonnentage dieses Jahr. Und die Pflanze bekam auch reichlich Wasser von mir.

Ich frage mich allerdings, ob es tatsächlich so gut ist, wenn irgendwas Wachsendes sich anders verhält, als bisher? Denn was für die Hortensie gilt, das gilt vermutlich auch für viele andere Pflanzen und Gewächse.

Es scheint als wären weitreichende Veränderungen im Gange.

Nun – die Pflanzen, und auch die Tiere passen sich an die veränderten Bedingungen an bzw. werden dazu gezwungen. So wie die Hortensie 2x blüht. Wären die Voraussetzungen andere, zB Kälte, dann würde die Pflanze vermutlich eingehen. Oder wenn sie nicht zusätzlich Wasser von mir bekommen hätte. Dann wäre sie vertrocknet.

Ich denke da immer an den Eisbären. Dieser ist am Aussterben, weil er nicht mehr genügend Nahrung findet. Schlicht deswegen, weil die Tiere, von denen er sich hauptsächlich ernährt (ich weiß leider den Namen nicht mehr), infolge der höheren Temperaturen, nicht mehr in genügender Anzahl vorhanden sind.

Und SO steht alles miteinander in Verbindung. Das ganze Ökosystem.

Alles wird sich zwangsweise anpassen …. oder eben nicht, und deswegen verschwinden. So wie der Eisbär und dessen Nahrungsquellen.

Bleibt die Frage, was das für den Menschen bedeutet ….
…. kann der sich auch anpassen? Oder verschwindet er, so wie der Eisbär?
Es spricht manches dafür, dass dass Verschwinden des Menschen nicht so sehr mit Nahrungsquellen zu tun haben wird. Sicher insofern, als nicht mehr genügend Nahrung für alle vorhanden sein wird. Aber das letztliche Verschwinden des Menschen, wird wohl eher mit Krankheiten zu tun haben, die auf Grund veränderter Bedingungen um sich greifen werden.

Die Hortensie blüht …. schöne Sache …. wenn man sich das nur einzeln betrachtet. Aber genau DAS scheint das Problem, dass nämlich der Mensch einfach handelt, ohne sich zu überlegen, welche weitgehenden Auswirkungen das hat.

Das gilt für das Große, aber eben auch im Kleinen …. der Mensch, der sich in sein Auto setzt, es anlässt, und diverse Gifte durch den Auspuff rausjagt. Jeder Einzelne bewirkt etwas. Niemand kann sich freisprechen. Jeder ist schuld, in der wahrsten Bedeutung des Wortes.

Der Eisbär kann nichts dafür! Die Hortensie auch nicht!

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Minimalismus bringts

Mal wieder was zum Thema ‚Android‘, sprich dazu dass …. ‚Minimalismus bringts‘.

Schon früher hatte ich berichtet, dass ich versuche, Apps mit mords Umfang durch solche zu ersetzen, die das beinhalten, was ich brauche, und keinen wahnsinnigen Funktionsumfang, den kein Mensch braucht, und der nur Speicher verbrät.

So hatte ich bisher ein Office-Paket auf meinem Galaxy Tablet, das alles beinhaltete, was man gemeinhin darin vermutet. Von Textverarbeitung über Tabellenkalkulation bis hin zu Präsentationen und PDF-Verarbeitung, verbunden mit allerlei Zusatzfunktionen. Letztlich stellte ich dann fest, dass ich nur einen Bruchteil davon verwende, und das Ganze, mit allem Drum und Dran, dennoch fast 150 MB von meinem Speicher verbraten hatte (ja ja, die Anwendung selber hat weniger Speicherumfang, aber alles in allem wird das schnell sehr viel mehr).

Ich begab mich auf die Suche nach etwas Schlankerem. Dazu war es zuerst einmal notwendig, festzuhalten, was ich überhaupt benötigte.
Ich würde Dokumente schreiben, und Tabellen erstellen. Beides mit dem üblichen Funktionsumfang. Und dann noch Dokumente als PDF- und/oder Word-Dateien zur Verfügung stellen wollen.

Und so suchte ich also. Und fand …. iA Writer und Planmaker mobil. Beides, va aber iA Writer, auf das beschränkt, was es braucht. Und kein Firlefans drumherum.

Minimalismus bringts

2 Apps mit wenig Gerümpel

Nachdem ich jetzt mit beidem seit einigen Monaten arbeite, und jedes davon nur ca. 20 MB einnimmt und ich zudem voll damit zufrieden bin, habe ich vor 2 Wochen mein Office-Paket endgültig vom Tablet gelöscht. Und bisher absolut nichts vermisst.

Somit habe ich unter dem Strich etwa 100 MB gewonnen.

Nun mag man sagen, was soll dieses ‚Minimalismus bringts‘, wenn, bei heutigen Speichergrößen von 32 GB, 100 MB dabei rumkommen.

Nun – da hört es natürlich nicht auf. Denn auf gleiche Weise habe ich diverse Apps ersetzt.

Und wenn man dann noch die ein oder andere App deinstalliert, die man nie verwendet (es gibt auch eine App, die einem das zeigt, welche das sind), dann hat man schnell mal 1/2 GB und mehr zusammen, die auf dem mobilen Gerät eben nicht mehr mit unnützem Zeug belegt sind.

Es ist wie mit dem Regal im Wohnzimmer …. man kann es vollstellen oder nur das drinhaben, was einem wirklich wichtig ist …. und so ein Regal, das nur noch halbvoll ist, ist eine sehr angenehme Sache. Der Unterschied ist, dass sich Apps schnell mal löschen lassen. Das Regal entrümpeln, das ist schon etwas mühsamer. Aber nicht minder erholsam.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)