Der Lauf der Jahreszeiten

Der Lauf der Jahreszeiten … tja, er nimmt halt seinen Lauf.

Noch vor einer Woche hatten wir 30 Grad. Früh am Morgen ergab ein kurzer Blick nach draußen strahlend blauen Himmel. Und ein Blick auf’s Außenthermometer schlappe 20 Grad.

Also rein in die kurze Jeans, ins T-Shirt, in die Schlappen und raus in die Natur.

Das Ganze hat sich um 15 schlappe Grad nach unten bewegt. Und das Himmelsprofil hat jetzt DIESE Züge angenommen …

… wenn auch nicht warm, so doch auf seine Weise schön

Jetzt braucht es dann doch schon die lange Hose und die Jacke. Und Socken in den Schuhen.

Der Lauf der Jahreszeiten, er ist nicht aufzuhalten. Virus, Präsidentschaftswahlen, Vorlieben, etc … es geht dahin.

Doch der Lauf der Jahreszeiten, er hat seine Reize. Neue Bilder, neue Aspekte, neues Fühlen.

Der Herbst, er schickt seine Fühler voraus.

Ich hoffe auf bunte Farben, und noch etliche Sonnenstrahlen, die man genießen kann.

Die Zeit der Verschwörungstheoretiker

Es fällt auf … nämlich was all den Thesen der Verschwörungstheoretiker gemein ist:

Es handelt sich stets um Behauptungen, die für den Otto-Normal-Menschen nicht bestätigbar sind. Weder in der einen noch in der anderen Richtung.

Egal ob es sich um die Mondlandung handelt, die sog. Chemtrails, das Coronavirus, Area51/Aliens, Prominente die gar nicht gestorben sind etc etc etc.

Nichts von alldem ist von Unsereinem nachprüfbar!

Oder hat jemand schon mal mit einer Behauptung eines Verschwörungstheoretikers zu tun gehabt, die mit Leichtigkeit zu überprüfen gewesen wäre? Wohl kaum.

Wie dann Covid19 aufkam, da habe ich mit allem, was ich besitze, darauf gewettet, dass es nicht lange dauern wird, bis die Verschwörungstheoretiker auftauchen.

Und ZACK, waren sie da. Bietet sich ja auch an, denn so ein Virus kann man nicht mal eben mit dem Fernglas oder Mikroskop sichtbar machen. Geschweige denn seine Auswirkungen.

Und so lässt sich fröhlich ins Blaue hinein behaupten und dafür sorgen, dass man als „Wissender“ die Beachtung erhält, von der man schon immer wusste, dass sie einem zusteht.

Und so muss ein jeder Politiker, Wissenschaftler, Manager oder wer auch immer, das, was er sagt, belegen. Der Einzige, der das nicht muss, ist der Verschwörungstheoretiker. Denn dieser hat seine Behauptung felsenfest untermauert mit dem „Beweis“, man könne das, was er sage, „überall“ nachlesen. Dieses „überall“, das sind dann seine „Kollegen“ mit deren Behauptungen, die auch wieder hinzufügen, das könne man „überall“ nachlesen.

Ein sich selbst erhaltender Kreislauf an Behauptungen.

Diejenigen, die an Covid19 gestorben sind, haben davon wenig.

Corona und was es mit mir gemacht hat

Über dieses Thema „Corona und was es mit mir gemacht hat“, gibt es viel zu berichten.

Zunächst einmal das eine, dass es jetzt 3 Monate gedauert hat, bis ich wieder einmal hier etwas schreibe. Irgendwie haben die Geschehnisse rundherum es verhindert, mich dem zu widmen, was man wohl als eher „unwichtig“ bezeichnen würde. Grund, so denke ich, ist, das einen (zumindest mich) die Geschehnisse rundherum teilweise blockiert haben.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ bedeutete zu allererst, dass mich das Thema emotional belastet hat. Es kommt etwas auf einen zu, und man vermag nicht zu sagen, was das letztlich sein wird, und wie sehr es einen in Mitleidenschaft zieht.

Es gibt DIE Menschen, die sich durch nichts beeinflussen lassen, und einfach mit Anlauf und ohne Berücksichtigung von irgendwas oder irgendjemandem, NUR ihren Weg sehen und gehen.

NUN – zu diesen Menschen gehöre ich nicht, denn es bedingt eine gewisse Rücksichtslosigkeit, welche so überhaupt nicht mein Ding ist. Mein Ding sind eher die Mitmenschen um mich herum und deren Wohlergehen, zusammen mit meinem eigenen Wohlergehen.

Und so habe ich zu Anfangs der Corona-Zeit, also etwa Ende Januar, vernommen, dass an die Menschen appelliert wurde, Abstand zu halten und Hygienemaßnahmen, um schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu vermeiden. Und ich habe vernommen, dass gar zu viele diesem Appell nicht nachgekommen sind. Nicht die Mehrheit, aber immerhin …

Ergo waren Vorschriften und Gesetze die Folge.

Die Folgen a la „Lockdown“ sind bekannt.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ bedeutet hier, dass ich teilweise den Glauben an diese Gesellschaft verloren habe. Mit Menschen, die NUR DAS sehen, was IHNEN gut tut und gefällt, mit solchen Menschen kann ich nichts anfangen. Mehr noch, mit solchen Menschen, denen es egal ist, ob andere angesteckt werden und auf Intensivstationen sterben, will ich nichts zu tun haben. Man muss es ganz klar sagen: Hätte ein jeder in dieser Gesellschaft mit an die anderen gedacht, und von sich aus das Notwendige getan, sämtliche Vorschriften, schwere Fälle und Tote wären obsolet gewesen.

Wen die notwendigen Maßnahmen nicht interessieren, und in Zeiten wie „Corona“ die absolute Rücksichtnahme auf andere, die dann ev. auf Intensivstationen verrecken, am Arsch vorbeigeht … mit dem möchte ich nichts zu tun haben.

Wir haben bisher reichlich über 9.000 gemeldete Corona-Tote zu beklagen. Wahrscheinlich sogar um Etliches mehr, wenn man die Toten dazuzählt, die mehr gestorben sind, als zu dieser Jahreszeit üblich („Übersterblichkeit). Aber was interessiert es einen, der sein Leben lebt, wenn irgendwo im Krankenhaus oder im Seniorenstift Menschen sterben?

EINES muss man ja dabei ganz klar sagen: Jeder, der daran stirbt, wurde von einem anderen infiziert. PUNKT.

Und ein ZWEITES muss man auch ganz klar sagen: Das Recht auf Leben hat ein JEDER. Ganz gleich wie alt, wie gesund, wie krank. Ein Leben ist nicht deshalb weniger lebens- und liebenswert, weil es schon 70 Jahre andauert.

Zudem weiß man ja mittlerweile auch, dass die Spätfolgen einer Corona-Erkrankung, egal wie schwer oder wie leicht, ev. gravierend sein können. Nach und nach stellt man mittlerweile fest, das wieder „gesunde“ Nachwirkungen der Infektion verspüren. Zudem nehmen derzeit die Infiziertenzahlen wieder zu (2. Welle?) und gleichzeitig das Durchschnittsalter der Infizierten ab (Anfang des Jahres lag es bei knapp 60, mittlerweile liegt es bei 38). D.h. dass v.a. diejenigen mit Vorerkrankungen betroffen sind, gilt SO nicht mehr. Hintergrund ist der, dass vermehrt Junge (Urlauber), sich infizieren, weil sorglos lebend.

Und so stelle ich fest, dass ich in einem Land lebe, in dem Krankheit und Leben gegenüber dem Wirtschaftsleben in Konkurrenz gesetzt wird. Wo ich immer dachte, dass das menschliche Leben absoluten Vorrang genießt (noch dazu bei unserer Geschichte).

Wo sowas hinführt, kann man im riesigen Versuchslabor namens „USA“ exemplarisch mit verfolgen. Dort sind die Todeszahlen (umgerechnet auf die Bevölkerung) nahezu beim 5-fachen, verglichen mit den Zahlen in D. Und dies nur deswegen, weil das Primat der Wirtschaft das zu sein scheint was zählt.

Wenn ich dann erlebe, dass ein Bundestagspräsident das Primat des Lebens in Frage stellt, dann frage ich mich, wo die Entwicklung hingeht.

Gottseidank scheint die weitaus überwiegende Mehrzahl der Menschen in unserem Land ein Gespür dafür zu haben, was wirklich zählt.

„Corona und was es mit mir gemacht hat“ hat sehr wesentlich etwas mit diesen Vorgängen zu tun. Doch ich sehe auch etwas Positives.

Der Lockdown am Anfang hat uns ein Gespür dafür empfinden lassen, was wichtig ist. Wir waren zu Hause, durften nicht raus (nochmal: Das wäre überflüssig gewesen, wenn jeder gecheckt hätte, was wichtig ist, und Abstand und Hygiene an absolut erste Stelle gestellt hätte). Diese Phase hat uns gezeigt, was wir wirklich brauchen.

Ich lasse mal das „Klopapier“ weg. Es schien kein Problem zu sein, auf die wöchentlich mehrfachen Fahrten zum Baumarkt zu verzichten. Das war nicht lebensnotwendig. Auch 5x Fleisch pro Woche war plötzlich nicht mehr unverzichtbar. Der Kauf eines neuen Autos konnte auf einmal problemlos um ein Jahr verschoben werden. Plötzlich ging es auch ohne Urlaub etc etc etc etc

Die Menschen beschränkten sich auf das wirklich Notwendige. Manches gezwungermaßen. Manches völlig selbstverständlich. In jedem Fall aber machbar. Keiner ist gestorben, weil er weniger Fleich aß oder sein Auto noch länger weiterfuhr.

Und so etliche „Nebeneffekte“ gab es auch.

Ich saß zB Sonntags auf dem Marktplatz und es war ….. LEISE …. man hörte die Vögel zwitschern, kein Auto fuhr. Einfach friedlich. Irgendwo in Asien hatten die Menschen plötzlich einen wunderbaren Ausblick auf den Himalaya. Einen Ausblick den sie seit Jahrzehnten nicht mehr genossen hatten. Der Schadstoffgehalt in den deutschen Innenstätten war plötzlich um EINIGES gesunken. Der Smog in den Mega-Städten der Welt kaum noch vorhanden. Der Rohstoffverbrauch (zB Öl) sank beträchtlich. Die Menschen sorgten sich umeinander, waren füreinander da.

Es gäbe mit Sicherheit noch sehr viel mehr zu sagen. Es würde aber den Rahmen sprengen.

Was ich aber UNBEDINGT noch ausdrücken möchte, ist das Unverständnis über Diejenigen, die jetzt lebensnotwendig in Urlaub fahren müssen, um dort zu feiern und das Virus wieder mitzubringen. „Corona und was es mit mir gemacht hat“, das müssen diese Menschen mit einem klaren „gar nichts“ beantworten. Denn es gehört schon immens viel Egoismus dazu, ins Ausland zu fahren, von dort das Virus mitzubringen, und hier zu verbreiten.

Nicht umsonst sind die Neuinfizierten-Zahlen aktuell wieder bei 1.500 täglich.

Und über Diejenigen, die demonstrieren gehen, gegen Corona, inkl. obskurster Verschwörungstheorien, möchte ich kein Wort verlieren. Denn jedes dieser Worte wäre völlig sinnlos. Jemand der glaubt, dass die Erde eine Scheibe ist, und wir nie auf dem Mond waren, und dies trotz aller Belege für das Gegenteilige, dem ist ohne hin nicht zu helfen. Ich kann nur raten, solche Menschen, zu Corona-Hochzeiten, mal jeweils 1 Woche auf einer Intensivstation Dienst tuen zu lassen.

„Corona und was es mit mir gemacht hat?“, das möchte ich, für mich, beantworten, damit, dass ich mich seitdem mehr um andere kümmere, und besser unterscheide, was wichtig ist/ich wirklich brauche, und was nicht.

2 Tage im Krankenhaus

Es war nötig, dass ich mich für 2 Tage ins Krankenhaus begab. Es ging eig nur um Kontrolle.

Dann aber meinten die Ärzte, ich würde da 2 Symptome an den Tag legen, die auf „Corona“ hindeuten könnten. Und schwupp war ein Test gemacht.

Soweit kein Problem. Isolation …..

Zwar nur 1 Tag, bis das Ergebnis da war.

….. negativ ….. puuhhh

Da sitz du, wie auf Kohlen! Und bist isoliert bis zum GehtNichtMehr.

Alles natürlich zurecht. Die Folgen für das Krankenhaus wären gravierend. Sicher ist sicher. Aber natürlich keine schöne Sache.

Da lernt man es schätzen, nur mal vor die Tür gehen zu können …

Das Lockerungsrennen

Ich mache mir Sorgen wegen diesem Lockerungsrennen, das derzeit zum Corona-Virus stattfindet.

Jedes Bundesland scheint zu meinen, dass es bzgl. der Lockerungen, die angekündigt werden, mit bei denen sein muss, die den Bürgern am meisten Lockerungen bieten.

Ich bin mir nicht sicher, was da für eine genaue Motivation dahinter steht. Aber ich finde das, ganz direkt gesagt, als sehr gefährlich.

Man kommt überhaupt nicht mehr mit, mit dem Stakkato an Meldungen, was wo gelockert wird. Wobei es natürlich schon so ist, dass es mich als Bewohner des Bundeslandes Bayern, in keinster interessieren muss, was zB im Saarland oder in Sachsen geändert wird. Aber auch hier in Bayern reicht das schon.

Da werden die Kontaktregeln geändert, mehr Geschäfte dürfen aufmachen, Schüler fangen wieder an, Kitas erweitern die Notbetreuung, die Gastronomen dürfen demnächst wieder ein stückweit öffnen usw usf

Alles natürlich mit Einschränkungen. Mit Abstands- und Hygieneregeln. Ohne Frage.

Aber wenn ich mir das ansehe, was da an Kontakten zwischen den Menschen wieder möglich wird … ich betrachte mit Argusaugen die Entwicklung der Zahlen

Dieses Lockerungsrennen könnte uns wohinführen, wo wir schon mal waren, und keinesfalls wieder hin wollen.

Was mir ganz entschieden fehlt, ist der Versuch, sehr begrenzte Lockerungen durchzuführen, und dann eine längere Zeit zu prüfen, welche genauen Auswirkungen das auf die Zahlen hatte. Ich habe den Eindruck, dass jedes Mal, wenn irgendeine Lockerung durchgeführt wurde, noch nicht einmal ansatzweise ein wirkliches Auswirkungs-Ergebnis ausgewertet wird – sagen wir so nach 4-6 Woche – um DANN zu entscheiden, was man nun sinnvollerweise anschließen kann.

Alles behutsam und langsam.

Von „behutsam und langsam“ ist aber weit und breit nichts zu sehen.

Am 20. April hatte man die Öffnung von Geschäften unterhalb 800qm Fläche eingeführt. Ich habe nicht den Eindruck als wäre die Wirkung dieser Maßnahme gründlich untersucht worden. Schon ab Anfang Mai wurden die nächsten Lockerungen hinterhergeschoben. Also kaum 2 Wochen später.

Die Menschen scheinen ein Gespür dafür zu haben, dass das gefährlich sein könnte. Umfragen, die allenthalben gemacht wurden, sagen, dass reichlich mehr als 70% der Menschen diese ganzen Lockerung als „zu früh“ empfinden.

Und noch ein Punkt, den ich bei diesem ganzen Lockerungsrennen als äußerst bemerkenswert empfinde:

Wir haben eine Steigerungsrate bei den Toten von über 2%. D.h. es kommen zu den derzeit ca. 7.000 Toten, die wir schon haben, jeden Tag ca. 140 Tote hinzu.

Was ist das … Kollateralschaden? … etwas, das man billigend in Kauf nehmen muss?

Ich habe ein enormes Problem damit, dass diese Gesellschaft der Wirtschaft, den Familien, den Kindern, allem dem, was in der jetzigen Zeit große Probleme hat(te), den absoluten Vorrang einräumt, vor denen, die sterben.

In all den Diskussionen, die zweifelsohne geführt werden müssen, um die Probleme in den Griff zu bekommen, die bestehen, kommen die Toten einfach nicht vor. Die Zahl der Toten wird täglich im TV genannt. Und das war’s dann.

Es muss halt so sein, dass viele ihr Leben verlieren? Es muss halt so sein, dass all die anderen Probleme absoluten Vorrang haben, davor, dass tausende von Menschen sterben?

Und dabei hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, genauer herauszufinden, wieviele dieser (bisher) 7.000 Toten zu retten gewesen wären, dadurch dass man die Infektion dieser Menschen, so weit als möglich, unterbunden hätte.

Aktuell haben wir täglich 140 Tote zusätzlich. Geht man nur einmal von 100 Toten aus, so wären das 3.000 zusätzliche Tote jeden Monat. Und das nimmt man schweigend in Kauf, ohne wirklich versucht zu haben, dies zu minimieren. Und ohne wirklich untersucht zu haben, was diese oder jene Lockerung definitiv für eine Auswirkung auf die Zahlen hat (zB. auf die Steigerung der Infektionen).

Und diese Argumentation, dass es sich ja „eh nur um Alte handelt, die infolge von Vorerkrankungen demnächst ohnehin gestorben wären“

Ja, ich frage mich, was das für eine Gesellschaft ist, die darüber entscheidet, wer leben darf und wer nicht. Die darüber entscheidet, welches Leben, ab welcher Restlebensmenge, lebenswert ist. Wir scheinen „Gott“ zu spielen, indem wir das Leben als eine Nebensächlichkeit definieren. Am Anfang der Krise hatte dieses Leben noch absoluten Vorrang.

Wo führt das hin, wenn dieses Lockerungsrennen darin enden sollte, dass wir uns überschätzt haben, in unserer vermeintlichen Kenntnis darin, wie weit wir das Virus beherrschen.

Denn eines ist klar … das Virus interessiert das alles nicht. Es macht einfach das, was es am Besten kann ……………………….

INFIZIEREN !!!!!!

Ausgangsbeschränkungen lockern

Ausgangsbeschränkungen werden allenthalben schrittweise und vorsichtig gelockert.

Das Problem scheint mir, dass die Menschen nur allzu bereitwillig zur Normalität zurückkehren wollen. Zu dem, was sie als schön empfinden und was ihnen gut tut.

Die Gefahr, die dahinter steht, ist die, dass das Virus uns wieder auf den Boden zurückholen könnte.

Ausgangsbeschränkungen lockern und Geschäfte wieder zu öffnen, führt deshalb ganz automatisch dazu, dass die Menschen die „Maßnahmen“ schleifen lassen. Es mit dem Abstand, dem Zuhausebleiben und mit den Schutzmaßnahmen nicht mehr so genau nehmen.

Wir alle werden sehen, wo das hinführt. Solange es keinen Impfstoff gibt wird das Virus, wo immer es die Gelegenheit dazu erhält, zuschlagen.

Das ist wie mit einer Überschwemmung … das Wasser fragt nicht, es überschwemmt und vernichtet einfach. Und wer sich nicht genügend in Sicherheit gebracht hat, wird mitgerissen.

Ich beobachte, dass zu viele Menschen (inkl. Politik) sich der Hoffnung hingeben, das, was man da versucht, werde schon funktionieren. Was dabei dem Widererstarken des Virus Vorschub leistet, ist, dass strikte Regeln aufgeweicht werden, und zu Viele (Menschen, Geschäfte) die Möglichkeit erhalten, in ihren strikten Bemühungen nachzulassen.

Der Mensch war immer schon ein Wesen, das den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Das hat ihn in den Urzeiten überleben lassen.

Aber GENAU DAS, so meine ich, wird hier zum Problem.

Ausgangsbeschränkungen lockern und alles das, was da jetzt versucht wird, könnte sich als großer Bummerang erweisen.

ICH HOFFE ICH LIEGE FALSCH!!!!!!

SO ist die Realität!

(Zitat) Es ist wirklich sehr traurig, dass einige meinen, sich anders verhalten zu dürfen als andere. Denn wegen ein paar Leuten, die es noch immer nicht kapiert haben … liegen andere auf Intensivstationen (Zitat Ende)

Tage der Ausgangsbeschränkung

Mal wieder ein paar Zeilen zu den letzten Tagen der Ausgangsbeschränkung. Der geneigte Leser mag erkennen, dass ich beschlossen habe, nur noch alle paar Tage dazu zu schreiben … jeden Tag darüber zu schreiben, es gäbe nicht viel zu sagen.

Die Menschen halten sich daran. Man merkt, wenn jemand auf einen zukommt, wie jeder kurz darüber nachdenkt, wie man jetzt den Abstand herstellt. Der eine wartet dann an einer günstigen Stelle, der andere weicht vom Gehsteig über die Straße aus und der Nächste bleibt einfach vor dem Bäckerladen stehen, und wartet ab, bis die Kundenzahl unter 3 gesunken ist.

Überhaupt ist das zwar die Zeit der Ausgangsbeschränkung, aber noch viel mehr eine Zeit der Rücksichtnahme. Etwas, was ansonsten eig auch so sein sollte, aber oft nicht ist. JETZT funktioniert das. Nicht immer, aber immer öfter. Man sieht wieder einmal, dass dann, wenn es auch um das eigene Wohlergehen geht, dann Rücksichtnahme praktiziert wird, eben WEIL es dem eigenen Wohlergehen dient. Eine Rolle spielt dabei sicher auch, dass es Vorschrift ist. Aber ich sehe den größeren Anteil darin, dass jeder erkennt, dass es zu seinem Nachteil sein könnte, wenn er keine Rücksicht nimmt

Wieder etwas, was wir als Essenz mitnehmen könnten, für die Zeit nach Corona oder zumindest für die Zeit, wenn die Ausgangsbeschränkung etwas gelöst wird. Zumal es das Leben doch einigermaßen vereinfacht, entschleunigt, stressfreier macht, SO wie das jetzt läuft.

Es zeigt sich AUCH, dass die Menschen auf so einiges verzichten können. Also nicht daran sterben, wenn sie nicht täglich bzw. regelmäßig bestimmte Dinge bekommen. Nehmen wir das tägliche Bier in der Kneipe. Oder mehrmalige Shopping-Touren jede Woche. Oder die Kurzfahrten mit dem Auto irgendwohin, weil man ‚eben noch kurz‘ was besorgen muss (zB die Steaks vom Metzer für’s Abendessen).

Man stellt plötzlich fest, es geht öfter auch ‚ohne‘. Ev. führt das auch dazu, dass man die Dinge DANN, wenn man es wieder mal machen kann bzw. wirklich will, dann auch mehr als etwas Besonderes zu sehen vermag.

Die Frage „brauche ich das wirklich?“ scheint wieder etwas mehr Gewicht zu bekommen.

… to be continued

Risikogruppen und Abschottung

Zum Thema Abschottung heißt es heute: „Die britische Regierung fordert Menschen aus Risikogruppen auf, sich für ein Vierteljahr selbst in häusliche Quarantäne zu begeben.“

So sehr ich den Kopf bisher darüber geschüttelt habe, was die britische Regierung in Sachen Corona unternimmt, so sehr stimme ich dieser Meldung bzgl. Abschottung zu.

DIES ist die Maßnahme, die mir von Anfang an in D gefehlt hat.

Wenn es da besondere Risikogruppen gibt, dann muss ALLES, aber wirklich ALLES dafür getan werden, sie zu schützen. Und die effektivste Maßnahme ist die der Abschottung dieser Risikogruppen (ich gehöre dazu!).

Freilich ist das nicht einfach und ein enormer Eingriff in deren Freiheitsrechte. Doch es geht um Leben und Tod!!!!!!!!!

Was es bedeutet, wenn es schief geht, sieht man in jenem Seniorenheim in Würzburg. Zugegeben, eine enorme Konzentration dort, an sehr alten Menschen mit Vorerkrankungen. Aber es zeigt extrem intensiv, um was es geht! EIN Mensch bringt das Virus dorthin, und kurze Zeit später sind 9 Menschen tot.

DAZU GIBT ES KEINE 2 MEINUNGEN !!!!!!!

Ich verstehe das nicht ….. die Riskogruppen abschotten, und den Rest der Bevölkerung SO behandeln, wie das aktuell geschieht. Das ist doch naheliegend.

Wobei ich weit davon weg bin, die Politiker an den Pranger stellen zu wollen. Die machen aktuell einen sehr sehr guten Job. Einen Job, den ich ihnen nicht zugetraut habe.

Ich möchte mit niemandem dort tauschen wollen. Bei diesen Entscheidungen dort geht es um Leben und Tod. Und von allen Seiten prasselt es auf die ein. Angefangen von den Virologen, über die Wirtschaft, Privatpersonen und weiß Gott noch wem. Und wenn etwas schief geht, dann zeigt jeder mit dem Finger auf die Politik.

Allerdings muss es in einer solchen Situation auch möglich sein, schwerwiegende Entscheidungen neu zu denken. Das geschieht derzeit in vielen Fällen. Aber eben nicht an dem Punkt, an dem es um den Schutz der Risikogruppen geht.

Da wird viel gemacht, aber das Entscheidende nicht gedacht. Nämlich die weitestgehende Abschottung der Risikogruppen.

Das bleibt denen, die dazugehören, weitgehend selbst überlassen, diese Abschottung umzusetzen. Aber es bleiben schlicht zuviele Wege, wie das Virus es trotzdem dorthinein schafft … hinein in die Risikogruppen. Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit, Zufall. Und das, finde ich, ist enorm gefährlich. Denn wenn die Todeszahlen so ansteigen werden, wie die Experten das voraussagen, dann werden sehr sehr hohe Prozentzahlen der Toten aus diesen Risikogruppen stammen.

Ich bin kein gläubiger Mensch, sage es aber trotzdem mit den Worten: Ich bete darum, dass dieser Krug an unseren Alten und Vorerkrankten vorbeigehen möge.

… to be continued