Ein super Kühlschrank

Auch DAVON hatte ich früher schon mal berichtet, dass mein alter Kühlschrank sich als Stromschleuder outete und deshalb vor einigen Monaten ersetzt wurde.

Ich hatte mir ein Messgerät zum „Stromverbrauch“ angeschafft, und unter anderen auch den Verbrauch meines alten Kühlschranks gemessen ….. und war fast vom Sockel gefallen.

Es ergab sich ein Jahresverbrauch von mehr als 300 KWh.

Ich dachte damals zuerst an eine Fehlfunktion des Meßgeräts, wurde aber sehr schnell eines Besseren belehrt, weil es reichlich Verbraucher gab, deren Verbrauch feststand, und vom Meßgerät exakt berechnet wurde, und auch ein anderes Meßgerät kam zum gleichen Ergebnis.

Also wurde es ein neuer Kühlschrank.

Die Frage war gewesen …. woher nehmen?

Nun sind meine Mittel beschränkt, und der örtliche Anbieter hätte einen Kühlschrank zum horrenden Preis angeboten. Schied also schon mal aus.

So begab ich mich u.a. auch zu IBÄ, um mal zu sehen, was da so angeboten wird.

Bekannte von mir holen sich alle neuen Geräte von dort, zumal gewerbliche Anbieter dort zum günstigen Preis verkaufen, und sie hatten bisher nie Probleme.

Als bestellte ich dort einen Kühlschrank, bei einem Händler, der schon lange seine Ware dort verkaufte und nur gute Bewertungen hatte, zum Preis von 120 € (wenn ich das jetzt noch richtig im Kopf habe), und 2 Tage später war er da.

Ein Gerät mit dem Label A+ und einem angekündigten Verbrauch von 125 KWh im Jahr.

Ich habe 2 Jahre Garantie, kann also nicht viel schief gehen, zumal es das Fabrikat/Modell schon länger gibt.

Und seitdem läuft das Teil ohne jegliche Probleme.

Und das Schönste …… diverse Messungen haben ergeben, dass das gute Stück im Jahr wohl so um die 80 KWh verbrauchen wird. Also 1/3 weniger als angekündigt.

Man kennt das ja von Waschmaschinen und Flachbildfernsehern (von Autos möchte ich gar nicht reden), dass Verbräuche angegeben werden, die nur unter günstigsten Umständen und unter unmöglichen Betriebsbedingungen auch eingehalten werden.

Meinem Kühlschrank ist das schnuppe.

Der hat alles das, was ich brauche (sogar ein kleines Gefrierfach), und braucht nur 1/4 der Energie, die der alte Kühlschrank benötigte.

Es hörte natürlich nicht beim Kühlschrank auf ….. es gab so Einiges, was ich über mein Meßgerät herausgefunden habe. Es sei nur daran erinnert, dass ich sämtliche Leuchtmittel durch LED-„Birnen“ ersetzt habe.

Letztlich gelang es mir durch alle Maßnahmen, meinen Stromverbrauch um fast 1/3 zu senken.

Zusammen mit der Wahl eines günstigen Anbieters via CHECK24 konnte ich, verglichen mit der Zeit nach meinem Einzug hier, meine Stromkosten auf die Hälfte reduzieren.

Es grüßt,
das Smamap

Obst und Gemüse vom Wochenmarkt

Hatte ja schon mal darüber berichtet, dass ich mein Obst und Gemüse nur noch vom Wochenmarkt hole.

Ich mach das jetzt schon etliche Wochen, und geh jeden Donnerstag früh dort hin, und hol mir mein Obst für die folgende Woche.

Meine Erfahrung: Ich kaufe sehr viel bewusster ein.

Klar, das ist teurer dort. Ich würde mal sagen, so ca. 20%.

ABER …. ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche, ich kaufe (fast) nur Produkte, die lokal erzeugt werden, und da steht jemand, den kann ich fragen, und der weiß echt bescheid.

Zum einen steht da überall mit dran, woher die Ware kommt.
Wenn da also steht „fränkische Karotten“, dann kommen die ins Körbchen.

Sowas wie Mango aus Peru, gibt’s da schon gar nicht.

Und v.a. die Sachen sind total frisch.
Und ich finde auch kein Obst, das sehr frühzeitig geerntet wurde, um auf dem Weg zum Verbraucher oder erst beim Verbraucher so richtig zu reifen.

Es passiert mir auch nicht mehr, dass ich etwas kaufe, und nach 2 Tagen muss ich es weg werfen, weil zu faulen angefangen. Die Discounter/Supermärkte arbeiten ja in der Regel mit Kühlungen, aus denen das Obst/Gemüse scheinbar frisch kommt, aber in Wirklichkeit schon etliche Tage auf Käufer wartet.
Wie überhaupt ich nichts mehr weg werfen muss. Ich kaufe 4 Karotten und gut is. Beim Discounter geht die Tendenz immer dahin, eine 2 kg Packung zu erstehen, wovon dann mindestens 10% in die Bio-Tonne wandern, weil ich so viel gar nicht essen kann, in relativ kurzer Zeit.

Es ist mehr Aufwand, keine Frage. Mehr Aufwand an Zeit, an Geld, an sich Gedanken machen.
Aber letztlich rechnet es sich. Ich tue der Umwelt Gutes, ich unterstütze örtliche Vermarkter, ich brauche alles auf und ich fahre nicht in der Gegend rum, um günstig Sachen zu kaufen, die um die halbe Welt gereist sind, und ich eig gar nicht benötige.

Ich kann es jedem empfehlen.

Was ich nächste Woche mal versuchen werde raus zu finden, ist, ob da einer auf dem Markt Eier verkauft, die aus der Umgebung stammen. Letztens hatte ich mal wieder 10 St. vom Supermarkt mitgenommen, um fest zu stellen, dass die auch immer kleiner werden.

Der Schuss immer alles möglichst günstig haben zu wollen, geht eben doch meistens nach hinten los.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Schnippchen schlagen

Nachdem mein Wohnort wohl die höchste Dichte an Discountern und Supermärkten in der Umgebung hat, ist, wie gewohnt, am morgigen Gründonnerstag und am Ostersamstag wieder einmal Ausverkaufsstimmung überall anzutreffen.

Deswegen habe ich dem ganzen Treiben ein Schnippchen geschlagen, und bin am gestrigen Dienstag schon einkaufen gegangen. Nicht wegen Ostern, sondern einfach, weil mein Kühlschrank mich angegähnt hat.

Und am heutigen Mittwoch war ich dann nochmal, weil ich die Möglichkeit hatte, Getränke per Auto zu transportieren. Zu Fuß gestaltet sich das in aller Regel eher schwierig.

Gottseidank machte ich diese Besorgungen abends um 7.

Man glaubt es nicht, was um diese Zeit dort los war.
Hätte ich es nicht genau gewusst, so hätte ich wohl vermutet, es sei nachmittags um 4.

Gut … ich hab also alles, was mein Kühlschrank so brauchte, und verdursten werd ich demnächst also auch nicht.

Und so kann für den Rest der Bevölkerung die Schlacht am heißen Buffet beginnen.

Ach nein, die Schlacht an den Regalen und an den Kassen …. das trifft es wohl besser.

Und wenn mir dann doch das Essen ausgehen sollte, sagen wir am Ostersonntag, dann hätte ich noch eine Dose Ravioli, eine Dose Tomatenfisch, ein Kräuterbaguette und auch noch ein paar Eier, um die Feiertage einigermaßen unverhungert zu überstehen.

Und wenn alle Stricke reissen, dann habe ich auch noch ein paar Fettreserven am Leib, die mir dabei helfen würden, zu überleben.

😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Irrsinns-Spirale II

Ein Nachtrag zu meinem ERSTEN BEITRAG.

Ich stellte darin die These auf, dass Gewalt immer nur Gewalt erzeugt, und zu nichts führt.

Ich denke, man muss dies umfassend betrachten ……..

Sehen wir uns an, womit die grausamen Taten vollbracht werden!

Es sind Bomben, Sprengstoffe, Maschinengewehre …..

Und wo stammt das alles her?

ES STAMMT VON UNS !!!

Die Täter begehen alle diese Taten mit Mitteln, die WIR ihnen in die Hand gegeben haben.

Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob das jetzt eine Kalaschnikow ist oder ein G36 oder wie auch immer die Waffe heißen möge.
Es ist auch zweierlei, wo der Sprengstoff produziert wurde. Ob in Deutschland, in Russland oder in Israel.

Entscheidend scheint nur, dass die sogenannten zivilisierten Staaten andere mit ihren Waffen versorgt haben, noch und nöcher. Dabei zugesehen haben, was die Empfänger der Waffen damit alles angestellt haben. Wie sie die jeweiligen Völker vergewaltigt haben.

Und jetzt, da die Waffen sich in den falschen Händen befinden, heben wir selbige, und geben den Unschuldigen.

Zweifelsohne, müssen Attentäter, die Menschen ermorden gefasst und bestraft werden, mit der ganzen Härte, die das Gesetz ermöglicht. Es gibt nichts Abscheulicheres, als unschuldige Menschen zu morden.

Fest steht auch, dass die Attentäter die Waffen nicht selbst hergestellt haben, und mit Pfeil und Bogen sicherlich nicht dazu in der Lage wären, Menschen in den Hauptstädten dieser Welt in den Tod zu bomben und zu schießen.

Schließlich gilt: Wer Gewalt säht, wird Gewalt ernten.

Und Gewalt fängt nicht erst dort an, wo ich einem Menschen etwas antue. Sie fängt schon dort an, wo ich als zivilisiertes Land die Welt mit Waffenexporten überziehe.

Insofern muss man sich nicht wundern, wenn das, was man in die Welt schickt, irgendwann zu einem zurück kommt.

Sei es in Form von Waffen, von Gewalt oder von Flüchtlingen.

Wer einigermaßen sehenden Auges durch die Welt geht, der muss anerkennen, dass all diese Dinge heute deswegen vor unserer Haustür stehen, weil WIR SELBST dafür gesorgt haben.

Zusammenbrechende Staaten, die voll von Waffen, verzweifelten Menschen und gewaltbereiten Attentätern sind, die entstanden nicht einfach SO und von selbst.

Es grüßt,
das Smamap

Irrsinns-Spirale

Und wieder hat der Terror zugeschlagen.

In Brüssel diesmal.

Und der Irrsinn daran ist, dass völlig Unschuldige ihr Leben lassen mussten.

In Gedanken bin ich bei Jenen. Und auch bei deren Angehörigen. Es gibt jetzt viele Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Freunde, Brüder, Schwestern und was weiß ich noch alles, die einen ihnen nahestehenden Menschen verloren haben.
Mit diesem heute oder gestern noch gesprochen haben, und ihn nie mehr wieder sehen werden.
Er wurde mitten aus dem Leben heraus gerissen.

Und wieder wird die Spirale sich zu drehen anfangen.

Die Behörden und die Vertreter der Länder in Europa werden die Schuldigen zu fassen versuchen, was selbstverständlich ist.

Gleichzeitig wird sich die Spirale der Gewalt wieder ein Stück weiter drehen. Vorzugsweise in jenen Ländern, aus denen die Attentäter stammen.  Es wird noch mehr Bomben geben, mehr Flugzeuge, mehr Gewalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das jetzt der IS war oder irgendwelche sonstigen Fanatiker oder wer auch immer.
Immer wird es irgendwo Menschen geben, die Angehörige verlieren. Und so wird immer weiterem Hass und weiterer Gewalt Vorschub geleistet.

Als Reaktion wird es anderswo Attentate geben.

Und so wird diese Irrsinns-Spirale (Betonung auf „Irrsinn“) sich immer ein Stück weiter drehen. Jede Gewalt wird Gegengewalt erzeugen.

Wann, so frage ich, wird endlich jemand den Mut aufbringen, diese Spirale zu durchbrechen?
Aufzuhören mit Gewalt?
Sich dem scheinbaren Automatismus entziehen, dass es auf derlei nur die Reaktion der Gewalt gibt?

Es steht nicht zu erwarten, dass Fanatiker zu einer solchen Einsicht fähig sind.

Bleibt also die Frage, ob vernunftbegabte Staatenlenker diesen Mut aufbringen. Den Mut, denjenigen, die Tod und Vernichtung predigen, eine Zukunft anzubieten, die auf der Basis von Frieden, Gleichberechtigung und Koexistenz basiert.

Das wäre kein einfacher Weg, denn schließlich muss da jemand über seinen eigenen Schatten springen. Auch dem Vorwurf widerstehen, nachzugeben. Es auch ertragen können, dass andere sich zum Sieger ausrufen.

Mahatma Ghandi hat es vorgemacht, wie es auch ohne Gewalt gehen kann.
Ohne Gewalt und mit einer Politik, die sich auf die Menschen und ihr Leben bezieht, würde man auch solchen Organisationen wie dem IS den Boden entziehen.
Welchen Grund hätten Menschen auch, sich dem Terror anzuschließen, wenn alles dafür getan würde, dass es den Menschen gut geht, und nicht ständig der Tod über ihnen kreist oder Angehörige getötet werden.

Die Alternative wären nur wieder viele viele weitere Menschen, die aus dem Leben gerissen werden. Wobei es letztlich keine Rolle spielt, ob dies in Brüssel, Paris, Hamburg, München, Damaskus, Aleppo, Bagdad, Mossul oder Jerusalem geschieht.

Jeder unschuldige Tote ist letztlich nur ein Samen der Gewalt.
Und für Waffenexporte gilt das Gleiche.

Es grüßt,
das Smamap

DIAS digitalisieren

GESTERN hatte ich berichtet, dass ich meine 35 Jahre alten Dias gesichtet hatte.

Um es nochmal kurz zusammen zu fassen: Es war ein Erlebnis.

Nun geht es ja noch darum, die Dias zu digitalisieren, sprich in Dateiform zu bringen, um sie z.B. auf dem PC abzuspeichern.
Denn jedes Mal, wenn man so ein Dia nochmal betrachten wollte, dieses dann in den manuellen Betrachter einzuschieben, ist dann wohl doch etwas arg kompliziert.
Und dann mit einem Auge sich die Details zu erarbeiten ….. das geht dann doch auf dem PC-Bildschirm um Einiges besser.

Und so habe ich mich im Netz informiert, was es da so gibt.

Man kann sich dazu Hardware anschaffen. Entweder einen Aufsatz für die Digital-Camera, einen Durchlicht-Scanner oder ein Standalone-Gerät zum einscannen der Dias. Dafür gibt man dann so zwischen 50 und 250 € aus.
Letztlich bin ich beim Online-Anbieter gelandet, der gegen kleines Geld (ca. 10 Cent/Dia) die Aufgabe übernimmt. Das war für mich deshalb das Mittel der Wahl, weil meine 100 Dias eine einmalige Sache bleiben werden.

Nachdem ich bisher mit dem dm-Markt immer gute Erfahrungen gemacht hatte, was so Foto-Sachen angeht, habe ich mich dem Anbieter verschrieben, mit dem dm da zusammen arbeitet.

Formular ausgefüllt, Dias ins Paket, das Ganze hin geschickt, fertig.

Bin schon ganz gespannt, was dabei raus kommt, und wie lange es wohl dauern wird.

Und dann wird es endlich soweit sein, dass ich auch die Details zu erkennen vermag, die sich auf den 35 Jahre alten Dias verbergen.
So weiß ich z.B. schon, welches Auto-Kennzeichen ich damals hatte.

Es grüßt,
das Smamap

Erinnerungen

Wie ich HIER erwähnte, hatte ich alte Dias gefunden, 35 Jahre alt.

Und nachdem ich jetzt einen simplen Dia-Betrachter mir besorgt hatte, hab ich die heute angesehen.

Es ist schon ein Wahnsinn, was da an alten Erinnerungen wieder hoch kommt.

Menschen, Ereignisse, Freundschaften, Erleben ….. viele schöne Dinge, die man schon längst vergessen glaubte.

Und dann sind sie wieder da, als wär es erst gestern gewesen.

Und dann ist da einer auf den Bildern, da braucht man erst einen Moment, um den zu erkennen.
Dann realisiert man ….. DAS BIN JA ICH ……. tja, ein völlig anderes Erscheinungsbild. Damals war ich noch 20 ….. puuuhhhhhh

Abi-Zeit; Urlaub; Cote-d’Azur; das erste eigene Auto; Camping; Freunde; Erleben und Freiheit pur.

Da sind Menschen drauf, mit denen hat man Jahre verbracht. Menschen, die man sofort wieder erkannt hat, und heute wohl nicht mehr wieder erkennen würde.

I-wie sehnt man sich nach dieser Zeit zurück. Einer Zeit, in der man, im Rückblick, frei und ungezwungen war.
Ja, damals hatte man schon so seine Sorgen, was denn wohl kommen würde. Aber aus heutiger Sicht, war es die schönste Zeit im Leben.

Nur wusste man das damals noch nicht.

Und so kann man der heutigen Jugend nur zurufen – LEBE !!!!!!!

Es grüßt,
das Smamap

Kasse – die 375ste

Heute beim Einkauf mal wieder ein „Kassenerlebnis“ gehabt:

Stehe so an der Kasse, und es ereignet sich, dass 5 Kunden vor mir ein Artikel der Kasse unbekannt war.

Für solche Fälle hat die Kassiererin ein Telefon vor sich, über das sie jemanden (wohl im Büro) anrufen kann, um über den Barcode den Preis ausfindig zu machen.

Zu der Zeit waren aber scheinbar alle Ansprechpartner nicht erreichbar. Und so zog sich das ziemlich in die Länge.

Das Erstaunliche war, dass ich in der Schlange immer weiter nach vorne rutschte, obwohl sich ja gar nichts tat.

Es machte sich nämlich einer nach dem anderen vor mir aus dem Staub, sprich, man suchte sich eine andere Schlange, weil es offenbar zu lange dauerte. Schließlich hat man es am Samstag vormittag ja eilig. Und völlig überraschender Weise sind am Samstag vormittag viele Menschen beim Einkaufen. Es hat sich scheinbar auch noch nicht herum gesprochen, dass wenn man am Samstag vormittag keine Zeit hat, man auch nicht einkaufen gehen sollte.

Wie auch immer, ich war in meiner Schlange – schwuppdiwupp – von Platz 5 auf Platz 2 gerückt. Und auch die Schlange hinter mir, hatte sich ziemlich rasch ins Nirwana aufgelöst.

Und wieder einmal hatte sich die Verfahrensweise als sehr förderlich erwiesen, dass man einfach in seiner Schlange bleibt.

Es grüßt,
das Smamap

Inge Brandenburg – die vergessene Jazz-Sängerin

Gestern sah ich eine Doku über Inge Brandenburg.

Ich fragte mich zunächst, wer denn das sein könnte – noch nie von der gehört – und wollte schon umschalten. Denn wer kann schon jemand sein, der in der heutigen medialen und Netz-Welt völlig unbekannt ist.

Warum auch immer – ich sah es mir weiter an.

Und hörte das erste Mal in meinem Leben von einer Frau, die eine der größten Sängerinnen des Jazz EVER hätte werden können.

Inge Brandenburg

Diese Stimme faszinierte mich. Und ich fragte mich, warum es hatte passieren können, dass diese Stimme und diese Frau so in Vergessenheit geraten ist. Ganz abgesehen davon, dass sie auch als Person eine gewisse Faszination ausstrahlte.
Das wäre, in anderem Bereich, etwa so, als würde kein Mensch mehr wissen, wer Peter Kraus ist.

In der Doku hieß es, sie wäre zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen.

Jazz war damals nicht IN. Nach dem Krieg hatten die Deutschen anderes im Kopf.

Inge Brandenburg hatte zwar große Erfolge und wurde 1960 zur besten europäischen Jazz-Sängerin gekürt.

Mehr über sie kann man HIER nachlesen.

Man erkennt dabei auch, wie schwer manche Leben sein können, und wie sehr man es ihr gegönnt hätte, i-wann einen Ausgleich für ihre Schicksalsschläge zu erhalten.

Was bleibt, ist diese unvergleichliche Stimme, die man, würde man sonst nichts wissen, einer amerikanischen Jazz-Sängerin zuordnen würde.

Die Plattenfirmen versuchten sie in der Folge zur (besser verkäuflichen) Schlagersängerin zu vergewaltigen, was sie aber nicht mitmachte, denn sie lebte den Jazz tief in sich drin.

Was kamen, waren finanzielle und Alkoholprobleme. Sie starb, verarmt, 1999 in einem Schwabinger Krankenhaus, kurz nach ihrem 70. Geburtstag.

INGE BRANDENBURG