Ordnung ist das halbe Leben

oder

Ein Haus verliert nix

Na ja, jedenfalls bin ich im Moment drüber, ein paar letzte Umzugskartons zu leeren.

Die waren während des letzten Jahres untergestellt, und jetzt hab ich sie zu mir geholt. Heim zu Papi eben 😉

Was man DA alles findet !!!!

Ein Buch, das man schon verloren glaubte.
Ein schweres Whiskey-Glas; das Glas für besondere Gelegenheiten eben.
Ein edler Tropen, passend zum Vorhergehenden.
Einen niedergeschriebenen Liebesschwur; mal erhalten; für Immer geglaubt.
Alte Versicherungsunterlagen.
Irgendwelcher Trödel, frei nach dem Motto „was man alles aufbewahrt“ tztztzt …..

Alles so Sachen eben, die man „erstmal“ nicht brauchte, und weil nicht vorhanden, dann eben verloren glaubte.

Aber EINE Chance hat das Ganze: Man kann die wirklich wichtigen Sachen beiseite stellen, und ALLES andere in den Sack mit der Beschriftung „WEG“ werfen.

Es grüßt,
das Smamap

Der langsame Wandel der AM

Heute hat eine Überschrift meinen Eindruck der letzten Wochen wiedergegeben.

Da hieß es: MERKELS ABSCHIED VON DER WILLKOMMENSKULTUR.

Nun, ich zollte AM jetzt eine ganze Zeit lang Respekt. Ich sollte ev. dazu sagen, dass ich die Politik dieser Frau und ihrer Partei nicht unterstützte, weil da einige grundsätzliche Sichtweisen deren Politik bestimmen, die ich nicht mittragen kann.

Allerdings bin ich einer, der nicht festgezimmert in Stein steht, und frei nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind“, sich allem verschließt, weil es von einer bestimmten Seite kommt.
Nö, nö, ich schau mir die Dinge schon an, was mitunter dazu führt, dass mein Wahlverhalten doch unterschiedlich sein kann.

Und so gehört das Parteienspektrum, das gemeinhin als eher „rechts“ beschrieben wird, normalerweise nicht zum Empfänger meiner Stimme.

Allerdings als AM dieses „wir schaffen das“ erschuf, da war ich zwar zuerst skeptisch, ob es nicht wieder um Wahlmanöver ginge, doch die Realität war so, dass Menschen geholfen wurde, die Hilfe brauchten. Und sie stand fest zu diesem Ansinnen, was ich ihr hoch anrechnete.

Und so zollte ich, ihrem Ansinnen Respekt. Ich muss sie nicht mögen, aber ich kann das mögen, was sie tut, auch wenn ansonsten so Einiges nicht meiner Sicht entspricht.

In den letzten Wochen allerdings, gewann ich zunehmend den Eindruck, als würde sich ihr Motto ins Gegenteil verkehren. Zwar bestand sie nach außen darauf, dass es um die Flüchtlinge gehen muss, aber in der Realität wurde kleinschrittweise zurück gerudert.

Es wurden Wortglaubereinen inszeniert, um „Obergrenzen“. Es wurde Bestimmungen des Asylrechts verschärft. Es schien darum zu gehen, ihren zentralen Spruch aufrecht zu erhalten, um gleichzeitig Interpretationen einzuführen, was es natürlich NICHT gemeint haben würde.

Klugerweise hielt sie sich im Hintergrund, und ließ andere das verkünden, was es zu verkünden gab.

Und so bin ich heute doch der Ansicht, dass dieses „Wir schaffen das“, der Versuch war, die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich in die Geschichte einzubringen. Und je weiter die Zeit voran schritt, umso mehr merkte sie (man beachte den Wortwitz), dass die Fakten über ihr zusammen zu schlagen drohten.

Hätte ihr Handeln dem Respekt entsprochen, den ich ihr phasenweise entgegen brachte, so hätte sie sich hinstellen müssen, um zu sagen, dass das, was da auf uns zukam, nicht zu schaffen ist.

Aber statt das zu tun, und dann auch nach menschlichen Alternativen zu suchen, was man tun kann, um das Leid der Menschen zu beseitigen, ist es heute so, dass mit der Türkei geschachert wird, um Menschen für Geld zu verkaufen (es tut mir leid, aber anders kann ich das nicht sehen), und insgeheim durchgeschnauft wird, weil die Länder der Balkanroute die Grenzen dicht gemacht haben.

Und so hat das Pendel, zumindest für mich, in die Gegenrichtung ausgeschlagen: Respekt ist dem Gefühl von Kalkül gewichen.
Mehr noch, für mich hat es sogar ein Stück weit Menschenverachtung an sich, Menschen, die dem Tod entronnen sind, dem politischen Kalkül zu unterwerfen.

Und so scheint es darauf hinaus zu laufen, dass Europa abgeschottet wird, die Menschen in Griechenland, Mazedonien, der Türkei, Syrien und wo auch immer, ihrem Schicksal überlassen werden, Geldströme fließen, um die Probleme anderswo zu halten, und allenfalls versucht wird, die Lebensbedingungen anderswo von der Ebene „tödlich“, auf die Ebene „menschenunwürdig“ zu heben.

Hauptsache man gewinnt die nächsten Wahlen, und die Menschen können weiter den gewohnten Lebensstandard zelebrieren. Und Hauptsache die Exporte der Rüstungsindustrie bleiben hoch.

….. MEINE Meinung.

Erlebnisreicher Einkauf

Heute vormittag mal wieder den Wocheneinkauf erledigt.

Jede Menge erlebt, dabei.

Diesmal sogar einen Einkaufszettel auf dem Smartphone geschrieben, damit ich nicht hinterher wieder feststelle, was ich alles NICHT gekauft habe.

Heute mal zum Kaufland gegangen. Ist zwar am weitesten weg von meiner Bleibe, aber damit habe ich auch gleich DIE Fliege erschlagen, die da lautet „Bewegung, Bewegung, Bewegung“. Hab ja kein Auto, und Fahrrad is mir im Moment noch zu kalt (heute waren es 3° C).

Also frühzeitig in die Gänge gekommen. Noch dazu bergauf (hier ist das „Kaufland“ am höchsten Punkt des Ortes gelegen).

Die haben dort, seit der optischen Umgestaltung, so Einiges umorganisiert. Will heißen, man ist jetzt erstmal mehr am Suchen, weil manche Sachen nicht mehr dort sind, wo man gewohnt war, sie zu finden. Konnte ich aber alles unter „Bewegung“ verbuchen.
Mein Physiotherapeut wird voll mit mir zufrieden sein.

Was ich verzweifelt umsonst gesucht habe, war das alkoholfreie Weißbier. Schließlich fragte ich dann doch nach, und es stellte sich heraus, dass ich mal wieder 3x dran vorbei gelaufen war. War aber bei der wahnsinnigen Zahl an verschiedenen Biermarken, die da offeriert werden, wahrlich kein Wunder. Da gibt es normales Bier, es gibt Pils, Export, Radler, Leichtes, Alkoholfreies, normales Weißbier, leichtes Weißbier, alkoholfreies Weißbier. Das sind, wenn ich jetzt nix vergessen habe, 9 Sorten. Das Ganze mal 10 Hersteller. Da hat man also dann schon mal fast 100 Sorten abzuarbeiten, um das Richtige zu finden.
Da stehst du vor einer Mauer von Getränkekästen und siehst praktisch absolut nix mehr.Mal etwas Abstand nehmen, um den Überblick zu gewinnen, ist faktisch unmöglich, da die Gangbreite auf 2 Einkaufswägen beschränkt ist.

Na ja, jedenfalls hab ich dann doch noch mein alkoholfreies Weißbier bekommen, genauer gesagt 1 Flasche, und zog von dannen.

Überhaupt lag der Suchanteil an meinem Einkauf heute wohl bei etwa 30%.

Normalerweise lasse ich mir immer ganz bewusst Zeit beim Einkauf, und amüsiere mich über die Leute die von lauter Hektik und Stress gekennzeichnet sind, und meinen, wenn sie das aktiv ausleben, dann kommen sie schneller vorwärts.

Paradebeispiel ist immer das Spiel an den Kassen. Ich stand da an einer Kasse an, und es war, wie üblich am Freitag, voller Betrieb. Plötzlich wird neben mir eine Kasse zusätzlich aufgemacht. In gefühlter Lichtgeschwindigkeit stürzen sich etliche Kunden auf diese „neue“ Kasse. Ich bin trotzdem an der Nebenkasse stehen geblieben, hatte dort noch einen netten Plausch mit 3 älteren Damen, die zusammen Einkaufen waren, und war letztlich eher „durch“, als die Lichtgeschwindler von nebenan.

Das ist etwa so, wie auf der Autobahn im Stau: Es gibt da so Einige, die im Stau das Fahrspur-Hoppen praktizieren. Die Erfahrung lehrt, dass man am Schnellsten durchkommt, wenn man dort bleibt, wo man ist (ausgenommen, eine Fahrspur wird gesperrt).
An der Kasse ist das genauso. Diejenigen, die sich auf eine Kasse stürzen, sorgen dafür, dass es an den restlichen Kassen schneller vorangeht. Das haben jene Herrschaften nur noch nicht begriffen, die meinen, wenn sie „stürzen“, dann kommen sie eher durch.
In Perfektion machen das diejenigen, die mehrmals zwischen verschiedenen Kassen hin- und herpendeln (das ist dann das Verhalten von der Autobahn 1:1 kopiert).

Aufgefallen ist mir heute auch, dass wohl so einige Grüppchen sich zum Einkaufen verabredet hatten. Nicht nur die 3 Damen vom Grill ….. äähh ich meine, die Damen, die vor mir an der Kassen standen. Sie hatten auch 8 Flaschen Rotwein im Einkaufswagen, was mich zu der Bemerkung veranlasste, wie sie denn wohl die 8 Flaschen durch 3 teilen. Sie meinten, dann das wäre für eine Veranstaltung im Rahmen der Kirche, und wenn ich am Sonntag auch käme, dann ließe sich das wunderbar durch 4 teilen 😉 😉 😉

Nun gut, die Kirche und etliches an Alkohol  konnte ich jetzt nicht wirklich in Einklang bringen, so dass ich die spaßigen Damen letztlich in ihr Wochenende entließ und mich auf meinen Bezahlvorgang konzentrierte.

Was mir dann noch blieb, war, alles in Rucksack und Tasche verstauen, und den Heimweg antreten. Auf selbigem wurde mir dann klar, dass ich was vergessen hatte ……

Ach ja ….. auf dem Weg nach draußen, hielt ich noch kurz beim Metzger an, und gönnte mir eine Fleischkäs-Semmel (in anderen Landesteilen heißt das ev. „Leberkäs-Semmel“). Na ja, jedenfalls kaum war ich auf meinem Weg, musste ich schon die Speise mit Zähnen und Klauen verteidigen, weil da Frauchen mit Hund kam, und Hund meinte, auch etwas haben zu wollen. Ich verständigte mich dann mit Frauchen insofern, als ich die Semmel hinter dem Rücken versteckte. Weil sonst würden wir wohl immer noch dortstehen, und Hund würde erwarten, dass er was abkriegt.
Letztlich kam es dann so, dass ich doch noch meine Semmel zu 100% behalten durfte, und sogar den Senf, durfte ich behalten. Auch wenn sich dieser, bis zum Ende, über die Finger meiner Hand verteilt hatte. In weiser Voraussicht, hatte mir der Mensch an der Metzgers-Theke eine Serviette mitgegeben, so dass ich auf dem Nachhauseweg dann mal kurz pausierte, um im Rahmen einer Reinigungsaktion mich wieder salon-fähig zu machen.

Und so war der vormittag gerettetet 😉
Ich hatte Bewegung (vielmehr mein Kreuz), hatten meinen Einkauf und war satt 😉

Es grüßt,
das Smamap

 

Höflichkeit – eine Zier der Könige

Gestern im Wartezimmer beim Arzt war da ein Aushang.

Der besagte, dass im Jahr 2015 beim betreffenden Facharzt 716 Mal Patienten einen Termin ausgemacht hatten, und diesen, ohne jegliche Angabe eines Grundes, einfach hatten verfallen lassen.

Auf Deutsch: Sie sind einfach nicht erschienen.

Mal abgesehen davon, dass es ein Akt der Höflichkeit ist, einen Termin, den man, aus welchen Gründen auch immer, nicht einhalten kann, abzusagen, so sollte es auch selbstverständlich sein, anderen Patienten diesen Termin zur Verfügung zu stellen.

Da wird allenthalben gejammert, dass, speziell auf dem Land, die Ärztezahl immer mehr zurückgeht, und es gibt aber nicht Wenige, die sich keinen Deut darum scheren, dass die vorhandenen Kapazitäten auch sinnvoll eingesetzt werden.

Vom Aufwand, den eine Arztpraxis abarbeiten muss, nur deswegen, weil Termine einfach nicht eingehalten werden, davon wollen wir mal lieber gar nicht reden. Auch nicht davon, dass es nicht wenige Ärzte gibt, die ihren Betrieb nur mit Mühe aufrecht erhalten, weil die Bezahlung durch die Krankenkassen/kassenärztlichen Vereinigungen mehr als dürftig ist.

Ich konnte nicht umhin, gestern anzumerken, dass es doch sinnvoll wäre, jedem Patienten, der nicht kommt, 10 € zu berechnen. Denn wenn ein Fehlverhalten Geld kostet, dann ändert sich dieses meist überraschend schnell. Und in der heutigen Zeit des Datenaustausches, ist es kein Problem mehr, solche „Nichteinhaltungsdaten“ bei der Krankenkasse zu sammeln, und am Jahresende eine Rechnung zu stellen.

Zum Schluss las ich dann noch, dass im Jahr 2016, bis einschließlich Februar, in besagter Praxis schon wieder 119 Termine vereinbart und nicht eingehalten worden waren.

The same procedure as last year ……

Es grüßt,
das Smamp

Ehrlichkeit währt am Längsten

Die europäische Zentralbank hat ja jetzt den Leitzins auf NULL gesenkt.

Das zu bewerten, dazu habe ich nicht das Wissen.

Was ich allerdings bewerten kann, ist das Verhalten unserer Banken gegenüber dem Privatkunden.

Da wird schamlos hingelangt bis die Schwarte kracht.

Dispozins und Kontogebühren sind nur 2 Beispiele.

Sich das Geld anderswo zum Nulltarif holen, und dann noch satt beim Kunden für dasselbe Geld abkassieren, was den Dispo angeht.

Kontogebühren ….. dasselbe Spiel: Beim Kunden satt abkassieren, und gleichzeitig mit dem Geld, das sich auf dem Konto befindet, arbeiten.

Gleichzeitig den Service direkt am Kunden immer weiter reduzieren. Alles Mögliche ist über Automaten zu erledigen.

Das, was da alles kassiert wird, wird damit verargumentiert, dass man ja schließlich ein Filialnetz unterhalte. Alles nur vorgeschobene Argumente, wie ich finde. Die Bilanz muss halt stimmen.

Und so habe ich mir gedacht ….. wozu brauche ich eigentlich eine Filiale?
Ich hatte immer schon parallel ein Konto bei einer Online-Bank, zum NULLTARIF. Und kürzlich stellte ich überrascht fest, dass alles das, was ich bisher bei meiner Filialbank (Sparkasse) erledigte, auch ohne Probleme Online zu machen ist.
Das Einzige, was SO halt nicht geht, ist Geld abheben bzw. einzahlen. Nun ja, so ganz stimmt das auch nicht, denn die Onlinebank stellte mir schon vor geraumer Zeit eine VISA-Card zur Verfügung, mit der ich deutschlandweit (fast) überall kostenlos Geld abheben kann. Die VISA-Card kostet ……. NICHTS.
Es kann natürlich so 2-3 Mal im Jahr passieren, dass ich was einzahlen muss. Aber da gibt’s auch Möglichkeiten. Die Einfachste wäre sicherlich, das Geld jemand in die Hand zu drücken, mit der Bitte, es auf mein Konto zu überweisen.

Warum ich für das alles 60 € im Jahr an Kontokosten und -gebühren zahlen soll, wenn ich gleichzeitig ausgenommen werde, wie eine Weihnachtsgans, und die Bank immer weniger zahlt für die Geldbeschaffung, das vermochte sich mir nicht mehr zu erschließen.

Und so habe ich gestern mein Konto aufgelöst. Das wurde mir noch am selben Tag bestätigt, und das Restguthaben war heute bereits auf meinem Online-Konto.

Fall erledigt.

Es grüßt,
das Smamap

Schmunzeln ist gesund

Vorhin lese ich, dass Microsoft beim letzten Update/Patch-Day ein Zwangsupdate für Windows7 und Windows8.1 veröffentlicht hat, das im Internet-Explorer, also im Browser aus dem eigenen Haus, Werbungen einblendet, wonach die Nutzer auf Windows10 updaten sollten.

„Zwangsupdate“ deswegen, weil es nicht möglich ist, diese Werbungen/Einblendungen abzustellen, dadurch, dass der entsprechende Patch gar nicht erst installiert wird (passiert scheinbar im Hintergrund automatisch).

Es gibt dazu im Netz so etliche Stellungnahmen, in denen einem eindeutigen Mißfallen zu solchen Praktiken Ausdruck verliehen wird.

Offenbar wolle man die Anwender so viel als möglich bedrängen, ihre bisherigen Windows-Versionen in den Bach zu werfen.

Eine Äußerung fand ich bemerkenswert:

„Ich habe wegen dieser S****ße jetzt sieben Computer auf Linux umgestellt.“

Nun – auch ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Winzigweich macht die gleichen Fehler immer wieder, und unternimmt scheinbar alles, um die Anwender mehr oder weniger mit Gewalt auf Windows10 zu bringen, und so die vorherigen Versionen so schnell als möglich abzuschaffen.

Sicher alles eine Frage der Kosten. Wo da der Anwender bleibt, scheint zweitrangig.

Und genau deswegen, weil ich das nicht mehr mitmachen wollte, bin ich vor wenigen Monaten ebenfalls auf Linux umgestiegen. Ein Schritt, den ich schon viel früher hätte machen sollen.

Und MS macht eifrig weiter, wie bisher. Schon bei Windows8 hat man den Fehler gemacht, dem Anwender zwangsweise etwas vor zu setzen.
Eigentlich hätte man denken sollen, dass man aus den damaligen Fehlern gelernt hat.

Nun bin ich weit davon entfernt, den Leuten etwas aufschwatzen zu wollen.
Ich berichte von meinen Erfahrungen.
Und ich denke, die Anwender sollten ein Betriebssystem unterstützen, das sich auf Augenhöhe mit Windows befindet, und so eine Bewegung unterstützen, die den Anwendern die freie Wahl lässt, um sich nicht irgendwann zu wundern, dass ein Hersteller den Markt mit seiner finanziellen Macht dominiert, und alle anderen zerdrückt hat. Denn damit müsste man als Anwender dann DAS bedingungslos akzeptieren, was einem vorgesetzt wird.

Ähnliches war seinerzeit auch auf dem Markt der Videorekorder geschehen. Das damals vorherrschende VHS-System wurde mit einer solchen Marktmacht durchgesetzt, dass das technisch überlegende Video-2000-System keine Chance hatte.
Heutzutage weiß fast schon niemand mehr, dass es neben VHS überhaupt noch etwas anderes gab.

Es grüßt,
das Smamap

 

George Martin †

Die Menschen aus meiner Jugend werden immer weniger.

V.a. DIE Menschen, die wesentlicher Inhalt meiner Jugend waren.

Von den Beatles sind nur noch 2 übrig: Paul McCartney und Ringo Starr.

Was hätte ich darum gegeben, ein paar Jahre eher auf die Welt gekommen zu sein, als es tatsächlich der Fall war. Ich hätte die damalige Karriere aktiv miterleben können, deren Höhepunkt um 1965 erreicht wurde.

Als ich dann begann, ihre Musik aufzunehmen, also etwa gegen Ende der 60-er Jahre, da trennten sich die Beatles.

Und so gab es viele einschneidende Ereignisse in der damaligen Zeit, die ich nicht aktiv miterleben konnte.

Das Erste, an was ich mich so wirklich erinnern kann, ist die Mondlandung 1969. Ich saß damals vor unserem schwarz-weiß-Fernseher, und saugte alles in mich auf, was es dazu gab.
Und das Zweite, die Ereignisse, die mit einem Mann namens Cassius Clay jr. zu tun hatten.

Ich bin nicht der Einzige, dem es so erging. Der Jahrgang 1961 war der stärkste Jahrgang überhaupt. Und so wird es wohl so einige „Leidensgenossen“ geben, die so manche Dinge nicht bewusst miterlebt haben, die ihnen später als sehr wichtig erschienen.

Andererseits kann man der „Gnade der späten Geburt“ durchaus auch positive Züge abgewinnen: Man denke nur an die Kuba-Krise 1962 oder an die Entwicklungen im Bereich des Gesundheitswesens. Oder aber auch daran, dass sich viele der Freiheiten unserer Gesellschaft erst in späteren Jahren ergeben haben.

Gar nicht davon zu reden, dass man in eine Zeit geboren wurde, in der der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg so wirklich gegriffen hatte.
Wenn ich da an meine Eltern denke, beide geboren 1935, da möchte ich gar nicht wissen, wie knapp ich der Situation entronnen bin, niemals über das Stadium der „geistigen Ursuppe“ hinausgekommen zu sein.

Letztlich ist es so, wie es ist. Und ein „was wäre wenn“ hat keine Bedeutung.

Es grüßt,
das Smamap

Diskettenlaufwerk – was ist das ???

Zu meinem Beitrag über Windows95 gibt es noch einen Nachtrag …..

Um dieses alte Betriebssystem zu installieren, was ich vor habe, ist ein Diskettenlaufwerk Voraussetzung.

Warum?

Nun, früher, zumindest vor 20 Jahren, war es nicht üblich, dass man einen PC von einer CD starten konnte. Um also einen Rechner von Grund auf neu zu starten, und dabei die Dinge zu laden, die zur Installation eines Windows95 erforderlich waren (also z.B. Treiber für Maus und Tastatur bzw. für ein CD-Laufwerk (DVD-Laufwerke gab es damals noch gar nicht), wurde der PC von einer 3,5″-Diskette gestartet, die jeder Windows95-Installations-CD beilag.

Na ja … was soll ich sagen ….

Es braucht also ein Diskettenlaufwerk. In besagtem Alt-PC, den ich noch hier habe, gibt es aber kein Diskettenlaufwerk mehr. Vermutlich habe ich dieses mal ausgebaut, frei nach dem Motto „kein Mensch braucht sowas noch“.

Also muss die Installation von Win95 noch solange warten, bis ich in meinen Altbeständen noch ein solches Diskettenlaufwerk aufgetrieben habe.
Ich habe andernorts noch 3 Umzugskartons eingelagert, und bin frohen Mutes, dass sich dort noch ein solches Laufwerk finden könnte. Und auch ein entsprechendes Flachbandkabel, zum Anschluss des Diskettenlaufwerks.
Denn ein Flachbandkabel, wie eins für heute noch übliche Festplatten mit IDE-Anschluss ist dafür nicht verwendbar, weil – einfach gesagt – zu breit.
Na ja – und dann muss ich noch hoffen, dass das Netzteil im Rechner noch einen Stromanschluss für das Diskettenlaufwerk hat. Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde das Netzteil mal getauscht, und bei neueren Netzteilen, hat man sich den Stecker für Diskettenlaufwerke mitunter gespart, weil sowas keiner mehr braucht.

Wenn alle Stricke reißen, gäbe es noch die Möglichkeit, sich im Netz das Ganze passend für einen USB-Stick runter zu laden, um dann den PC zur W95-Installation eben nicht von Diskette zu starten, sondern vom Stick.
DAS könnte aber wiederum daran scheitern, dass alte Kisten nicht von USB starten konnten.
Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufwendig werden könnte, so ein Windows95 zum Laufen zu bringen.

Mal sehen ….. jedoch möchte ich unbedingt noch einmal ein Windows95 laufen sehen.

Wenn ich mich recht erinnere, gab es damals, also vor 20 Jahren, das Windows95 auch in Diskettenform zu erwerben. Das waren dann ca. 10 Disketten. Damit war man also sowas wie Disk-Jockey.
Da war dann das W95 auf CD schon so etwas wie eine Revolution (nur mal vom Speichermedium her gesehen).

Es grüßt,
das Smamap

 

Windows95 – was ist das ???

HIER kann man sich betrachten, wie Jugendliche der heutigen Generation auf dieses alte Betriebssystem reagieren (wer etwas Englisch kann, dem kann ich das nur empfehlen, sich das anzuschauen).

Ich bin mit diesem Betriebssystem aufgewachsen. Nun gut – eigentlich bin ich mit MS-DOS aufgewachsen. Win95 war das erste OS mit graphischer Benutzeroberfläche.
Die Inhalte sind für mich nach wie vor etwas Selbstverständliches. Es käme mir nie in den Sinn, dass man nicht wissen könnte, wie dieses OS und die zugehörige Hardware funktioniert.

Ich hab sogar noch einen PC aus dieser Zeit hier stehen, und auch ein Win95; und überlege mir grade, ob ich das nicht nochmal installieren sollte. Einfach um mal dieses damalige Gefühl nochmal nachzuvollziehen.

Wenn ich mir überlege, warum die heutige Jugend Vieles von dem nicht mehr kann/kennt, was damals war, dann erscheint mir das, nach etwas Nachdenken, durchaus plausibel.
Was ist HEUTE „normal“?

Normal ist, dass man auf dem Smartphone/Tablet eine Taste drückt, und das System ist verfügbar. Normal ist, dass die Teile oder ein PC/Notebook sofortigen Internet-Zugang haben, weil WLAN jederzeit verfügbar ist. Wenn es nicht WLAN ist, dann eben das Mobilfunk-Netz. Normal ist, dass Bildschirm und PC eine Einheit bilden; oft eben in Form eines Notebooks oder eines Tablets/Smartphones.

Was ein Modem ist, das wissen die Wenigsten (ich hab noch eins hier). Internet-Zugang per ISDN und Modem bzw. ISDN-Karte im PC, ist Steinzeit. Den Browser zu konfigurieren, so dass er per Zugangsdaten sich beim Provider einwählen konnte, ist etwas völlig Unbekanntes. Minuten-Preise für die Internet-Verbindung zu zahlen …. wo gab es denn SOWAS?

Oder gar ein PC ohne jegliches Internet – das wäre doch völlig unvorstellbar.

Und so geht es schon damit los, dass immer mehr Menschen es nicht mehr kennen, dass PC und Monitor getrennte Einheiten sind, die man eben auch getrennt einschalten muss.

Muss man das wissen, was früher war?

Eindeutige Antwort: NEIN.

Aber man kann es mal versuchen, nachzuvollziehen, was früher war, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass heutige Dinge nicht selbstverständlich sind, und wie lang der Weg war, um zu Prozeduren zu gelangen, die heute als selbstverständlich angesehen werden.
Und um auch ein Gefühl dafür zu bekommen, dass DAS, was HEUTE ist, von den Generationen geschaffen wurde, die vor einem waren.

Aber das gilt ja nicht nur für den IT-Bereich.

Es grüßt,
das Smamap

ATMEN !!!!

Heute war der erste sonnige Tag, an dem ich meine Wäsche raushängen konnte.

Und so war es endlich einmal wieder möglich, die Bettdecken zu waschen und anschließend raus zu hängen zum Trocknen.

Die werden tieieieieief durchgeatmet haben !!!!!!! 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap