Das unbekannte Land

Es war ihm von Beginn an klar, dass er sein Ziel endlich gefunden hatte; das Ziel von dem er so lange gar nicht wußte, wie es aussah.

Und so versuchte er, dieses Ziel da oben auf dem Berggipfel mit ihr zu erreichen. Viel davon hatten sie schon zu Beginn, wie von selbst erreicht. Sie mit ihm, und er mit ihr. Grade so, als hätte ein Hubschrauber sie auf dem Weg zum Gipfel auf 3/4 der Wegstrecke abgesetzt. Es war ihr gemeinsames Ziel, das sie sich gesetzt hatten, dort nach oben zu gelangen.

Doch je weiter er versuchte, mit ihr gemeinsam, dort nach oben zu kommen, umso mehr schien es, als wäre es eine riesige Sanddüne. Zeitweise machten sie einen Schritt vorwärts, und rutschten dann wieder einen Schritt zurück. Ein langer und mühsamer Weg.

Und eines Tages, da wurde es ihr zu viel und zu anstrengend, und sie drehte sich einfach um, nahm ihr Board, das sie ständig bei sich gehabt hatte, ohne dass er es so richtig wahrnahm, und surfte genußvoll und vergnügt die Düne hinunter.

So stand er plötzlich da, vor sich den Gipfel, den er alleine nie würde erreichen können, und unter sich das unbekannte Land.

Er versuchte zum Fuß des Berges zu kommen, nur um zu entdecken, dass sie sich zwar dort befand, aber kein Verlangen danach verspürte, den Gipfel des Berges nochmals zu erklimmen. Sie wollte nur ein Stück weit hinauf, um dann wieder ihr Board zu besteigen und vergnügt nach unten zu schwingen. Etwas, wozu er kein Talent hatte. Und als sie genug davon hatte, da machte sie sich daran, sich dort unten, am Fuß des Berges, nieder zu lassen.

Doch das, war nicht das, was er sich als Ziel gesetzt, und vom Leben erhofft hatte.

Und so stand er da, wußte nicht wohin, und wußte doch zugleich auch, dass er nur mit ihr würde den Gipfel in Angriff nehmen, geschweige denn ersteigen können.

Es war dieser Gipfel gewesen, der sein Lebensziel darstellte. Er wußte, dass jeder andere Gipfel und jede andere Begleitung nur ein unvollkommener Ersatz sein würde.

So beschloss er, dass er niemals wieder sich daran machen würde, einen Gipfel zu erklimmen. Denn was würde es schon für einen Sinn machen, auf irgendeinem Gipfel zu stehen, und zu spüren, dass es kein Vergleich sei, zu dem, was er hätte erreichen können.

Und irgendwann, da verstand er auch, dass er gar nicht mehr die Kraft dazu hatte.

Handyvertrag – ein Erfahrungsbericht

In 4 Monaten läuft mein Handyvertrag aus – an der Zeit ein Resümee zu ziehen …..

Ich habe seit jeher gegen Verträge eine Abneigung. Daran hat sich auch nichts geändert. Abneigung deswegen, weil da in aller Regel eine Abzocke stattfindet. Ich kenne nicht Wenige, die zahlen im Monat 40 €, also knapp 1.000 € in 2 Jahren, für ein Smartphone und den zugehörigen Tarif.

Ich zahlte jetzt 15,90 € im Monat für mein Smartphone mit Tarif. Ist ein Samsung Galaxy S4 mini und ich hatte 400 Freiminuten oder SMS in alle Netze, und bis zu 1 GB Datenvolumen im Internet.
Gut – das Smartphone ist jetzt nicht grad das Größte, und der Tarif auch nicht endlos in alle Richtungen, aber für das, was ich brauchte dicke ausreichend.

Ich habe oft mit Leuten gesprochen,  die mussten dann einräumen, dass sie monatlich etwa 300 Minuten telefonieren, kaum noch SMS schreiben, weil WhatsApp nutzen, und letztlich ev. ein Datenvolumen von 2-3 GB nutzen.
Das wäre mit ca. 20 € effektiv abgedeckt, so dass, bei obigem Bsp., dann über 24 Monate knapp 500 € für das Smartphone hingelegt werden. Schon heftig, finde ich.

Bei meinem Tarif, der für mich fast maßgeschneidert war, habe ich effektiv höchstens 50 € für das Smartphone bezahlt.

Jetzt, nach Ende meines Vertrags, werde ich mit dem vorhandenen Teil einen Allerweltstarif nutzen.
Den gibt es heute von diversen Anbietern, z.B. Aldi, maxxim, simyo usw usf, kostet in aller Regel keine 10 € und kann man monatlich kündigen und so jederzeit auf was anderes umsteigen.Das Netz ist meist ePlus/O2 (man nutzt automatisch immer das der beiden Netze, welches grad stärker ist). Die Netzabdeckung ist heute auch bei Netzen, die kein „D“ im Namen haben, als sehr gut zu bezeichnen.

Ich habe mich jetzt, nach einigen Tests, für einen Anbieter entschieden, der mir wiederum genau das bietet, was ich benötige: 50 Freiminuten in alle Netze (mehr telefoniere ich nicht mit dem Smartphone), endlos viele SMS und 1 GB Datenvolumen, und das Ganze für 6 € im Monat.

Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, kann ich jederzeit zubuchen oder aber monatlich kündigen, um ev. ganz was anderes zu machen.

Damit habe ich auch nicht das Problem, in einem 2 Jahres-Vertrag gefangen zu sein, und miterleben zu müssen, dass es mittlerweile schon ganz andere Angebote gibt, und in der Regel wesentlich günstiger, ich aber vertraglich gebunden bin.

Es grüßt,
das Smamap

Spruch des Tages

Mal wieder ein “Spruch des Tages”.

HIER zu erlesen.

(Hintergrund: Mein Sprüchekalender “beglückt” mich jeden Tag mit einem mehr oder minder sinnigen Spruch. Manchmal ist einer dabei, der mich lächeln lässt, und den ich dann HIER wiedergebe; wer alle bisher von mir niedergeschriebenen Sprüche nachlesen möchte – einfach hier klicken).

Windows10 und kein Ende

Was man so liest (ich selber bin ja nicht mehr betroffen), hat Microsoft mit dem Februar-Patch-Day damit begonnen,  Anwendern das Windows10 als „empfohlenes Update“ unterzujubeln.

Zwar, so heißt es, muss man das schon nochmal bestätigen, dass die Installation auch erfolgen soll, aber ich möchte nicht wissen, wieviele Anwender derlei Updates einfach durchwinken, nachdem man ihnen jahrelang eingetrichtert hat, dass Updates von MS wichtig und notwendig sind.

Was man tun kann, so die Quellen, ist, in den Einstellungen das Häkchen rauszunehmen, dass „empfohlene“ Updates genauso behandelt werden, wie „wichtige“ Updates.

Damit wäre dann sicher gestellt, dass Sicherheitsupdates auf jeden Fall noch kommen.

Die Leute, die ich im Verwandten- und Bekanntenkreis so betreue, haben bisher noch keine Rückmeldung gegeben, dass i-was in der Richtung zum Tragen gekommen wäre. Oder gar plötzlich Windows10 erschienen sei.

Darum auch hier mal gefragt, ob es schon andere Erfahrungen gibt?

Es grüß,
das Smamap

Auf Google bekannt werden?

Ein Kumpel hat mich was gefragt, womit ich mich bisher nie befasst habe:

Wie bewerkstelligt man das, seine eigene WordPress-Seite bei Google bekannt zu machen?

Ich hab zwar schon etwas bei Tante Google gelesen, aber so recht schlau bin ich nicht draus geworden, und so hab ich ihn gebeten, sich noch etwas zu gedulden.
Grade eben fiel mir ein, ich könnte ja mal in die Runde fragen.

Es grüßt,
das Smamap

DAS macht Freude !!!

Der Bericht vom Wochenmarkt.

Und so stand ich heute früh am Wochenmarkt vor dem Obst- und Gemüsestand, und kaufte ein.

Alles war frisch und von vor Ort. Mit Ausnahme der Orangen, die ich mir immer gönne, und ein paar Weintrauben, die, ich gebe es zu, aus Südafrika waren (aber ich konnte einfach nicht widerstehen).

Der Stand ist im Nachbarort beheimatet, und bezieht seine Sachen in aller Regel aus dem Umland.

Ich kaufte ein paar Gelberüben (JA, so heißt das hier), ein paar Orangen, einen Meerrettich, Weintrauben, eine Salatgurke und erhielt noch ein paar Tomaten geschenkt.

Für das Ganze zahlte ich inkl. nettem Gespräch und ein paar Informationen zur Herkunft 14 €. Ich hab mir hinterher dann ausgerechnet, was ich dafür im Supermarkt bezahlt hätte, und kam auf ca. 11 €.

Ich bin mir sicher, dass ich alles zu 100% aufessen/verwenden werde, was mir bei Obst/Gemüse aus dem Supermarkt nicht immer gelingt, weil Manches sich nicht solange hält, wie ich das bräuchte (letztens musste ich eine Orange von dort wegwerfen, weil sie schon faulig war, und die Gelberüben halten sich meist auch nicht lange).
Mein Dad, der bis vor 10 Jahren ein Feinkostgeschäft hatte, sagte mir immer, ich solle beim Einkaufen darauf achten, ob Obst eiskalt sei. Denn dann kommt es aus der Kühlung, und ist meist nicht mehr sehr lange haltbar, ganz im Gegensatz zu Frischware und Ware, die nicht um die halbe Welt gereist ist.

DAS Problem habe ich am Wochenmarkt mit Sicherheit nicht.
Und heute Abend gibt es eine Gelberübe, die ich vorher noch sauber machen muss, weil da noch etwas Erde aus dem Nachbarort dran ist.

Insofern habe ich heute 3 € mehr bezahlt, und dies mit Sicherheit auch an „Mehrwert“ erhalten.

Es grüßt,
das Smamap

 

Service-Wüste Deutschland

Rundherum wird einem von den heutigen Firmen und Konzernen gerne vermittelt, dass im Zeitalter des Internet, in Sachen Service alles nur noch wunderbar ist, weil man stets (d.h. 24/7) erreichbar wäre, immer den korrekten Ansprechpartner hat, und Probleme in NullKommaNichts gelöst sind.

Die Realität sieht leider etwas anders aus. Ich sage „leider“ nicht deshalb, weil das alles so sein müsse, sondern weil etwas versprochen wird, von dem jeder weiß, dass es nicht zu halten ist.

Die Dinge werden immer günstiger (obwohl man in so manchen Fällen ganz bewusst sagen müsste „billiger“), so dass nicht gleichzeitig die Qualität hoch bleiben und der Service immer toller und umfangreicher werden kann. Das schließt sich gegenseitig aus.

Außerdem müssen die wenigen Leute dort auch irgendwann mal frei haben, essen und schlafen. Zudem fragt man sich, wie von dem wenigen Geld, die ständig wechselnden Leute auf einem hohen Qualitäts-Level gehalten werden.

Und weil das alles so ist, kommen folgende Effekte zustande:

  • Stelle A schreibt einem, dass man noch einen Rückstand auf dem Konto habe, woraufhin man diesen ausgleicht.
  • Stelle A schreibt einem 2 Tage später, die Zahlung wäre da, und das Konto  ausgeglichen.
  • Stelle B schreibt einem tags darauf, man solle jetzt doch endlich sein Konto ausgleichen.
  • Stelle C schreibt wieder tags darauf, die Zahlung sei jetzt eingegangen
  • Wer auch immer, bestätigt einem dann, dass das Konto ausgeglichen sei.

oder

  • Man schildert per Kontaktformular ein technisches Problem
  • Darauf erhält man irgendwelche FAQs per eMail. Wenn das Problem damit nicht gelöst sei, solle man auf die Mail nochmals antworten, um dann eine persönliche Antwort zu erhalten. Genau DAS wollte man eig. von Anfang an.
  • Man erhält dann eine persönliche Antwort, in der die Vorzüge des Produkts geschildert werden, und wo man irgendwelche Einstellungen vornehmen könne. Selbstverständlich stehe man stets für Rückfragen zur Verfügung.
  • Die Rückfrage besteht dann darin, dass man höflich darum bittet, auf die konkrete Fragestellung einzugehen.
  • Wenn man dann doch mal anruft, um dann nach 10 Min. Warten, und entsprechender Problemschilderung einen Lösungsvorschlag zu hören, diesen nach dem Telefonat ausprobiert, um festzustellen, dass das SO nicht funktioniert, dann hat man mal wieder 1 Std. mit dem Thema sinnlos zugebracht (was genau das ist, was man eig. vermeiden wollte).

oder

  • Nachdem man von der Online-Bank, bei der man sein Konto hat, dreimal eine Antwort erhalten hat, in der einem Platitüden unterbreitet wurden, verbunden mit der Auskunft, man könne das Geschilderte nicht nachvollziehen, gibt man entnervt auf.

Letztlich steht der Eindruck, der vermittelt wird, im krassen Gegensatz zum Ergebnis.

Fairerweise muss man sagen, dass von den 5 Dingen, die da im Monat auflaufen, sicherlich 4 gelöst werden. Der Aufwand, der dahinter steht, ist enorm, und könnte, wenn man das wollte, um 50% reduziert werden. V.a. auch deswegen weil das Meiste der überflüssigen Aktionen genau NICHTS bringt.

Da denke ich immer an den Mitarbeiter in jenem Supermarkt in den USA, der einem das Eingekaufte hinter der Kasse verpackte und einem das Ganze noch zum Auto brachte. DAS nenne ich Service.

In D (ich weiß nicht, wie es anderswo ist), ist der Kunde mit seinen Problemen allein gelassen, und darf sich selber um eine Lösung kümmern. Ich möchte nicht wissen, welche Horden von Anwendern täglich wieviele Mann-Stunden damit beschäftigt sind, am Telefon und am PC, zu reden, zu schreiben und zu warten. Und sehr häufig vergeblich.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Loch macht alles gut !!!

Hier mal ein kleiner Bericht, falls das auch mal jemandem so geht ….

In letzter Zeit bin ich bei einer Bekannten öfter helfen, der es im Moment nicht so wirklich gut geht.
Und wie das halt immer so ist, kommt Eines selten alleine.
Und so ergab es sich, dass bei Ihrer Mutter, die im selben Haus wohnt, das Telefon nicht mehr ging.

Lange Rede, kurzer Sinn …. es stellte sich raus, dass ein Leitungsproblem besteht, wofür die Telekom zuständig ist. Und jetzt kam ein Bautrupp von denen, die hinter dem Haus die Straße aufreißen, und das Kabel erneuern, weil dort offenbar Wasser eingedrungen ist.

Es macht also Sinn, bei Problemen als Telekom-Kunde erstmal die Telekom anzurufen (0800/0301000), und eine Störung zu melden. Die messen dann aus der Ferne direkt als Erstes die Leitung, und stellen dann (zumindest im vorliegenden Fall), Leistungsschwankungen fest, und schicken einen Techniker. Dem folgten dann nochmal 2 Techniker 2 Tage später, und schließlich der Bautrupp.

Wer nicht bei der Telekom ist, der muss natürlich erstmal seinen eigenen Anbieter anrufen. Da passiert dann im Grunde genommen das Gleiche, sprich Leitungsmessung, was dann aber in aller Regel dann vom eigenen Anbieter bei der Telekom veranlasst werden muss.

Die Erfahrung lehrt, dass bei „anderen Anbietern“ der Zeitfaktor eine Rolle spielt, weil die Telekom als Netzbetreiber, sich mitunter Zeit lässt. Es heißt hinter vorgehaltener Hand, dass das Absicht sei, was natürlich ein reines Gerücht ist 😉 😉

Trotzdem würde ich selbst niemals wieder Telekom-Kunde werden. Denn was die treiben und verlangen, das ist schon horrend.
Besagte Bekannte hat jetzt alle Verträge bei der Telekom gekündigt, und geht zu einem anderen Anbieter, wo sie dieselbe Leistung (Festnetz/Internet-Vertrag und Handy-Tarif) statt für 60 € für 30 € haben wird.

Dafür kann man dann schon mal 1 Woche warten, wenn ein Problem ist. Zumal ja in heutigen Smartphone-Zeiten die Probleme, die es dann geben würde, fast nicht existent sind.
Zudem ist es ja nicht von Pappe, pro Jahr 300 – 400 € mehr zur Verfügung zu haben.
Was allerdings die Herrschaften von der Telekom dann treiben, á la Telefonterror, das ist schon feinste Sahne. Zuerst in Sachen Festnetz und hinterher dann nochmal wegen Handy kamen diverseste Anrufe, so von wegen „schade“ und „wir hätten da aber noch ein besonderes Angebot“ und und und  ….
Letztlich hat meine Bekannte dann immer aufgelegt, und sich weitere Anrufe verbeten. Seitdem ist Ruhe.

Es grüßt,
das Smamap

Heute schon gelächelt ???

Heute beim Metzger …..

Die junge Dame, die mich bediente, kam zuerst mit der elektronischen Waage nicht zurecht. Da kam dann die „Chefin“, frei nach dem Motto „geh doch mal da weg, und lass MICH machen“.
Der Erfolg war, dass es dann erst recht schief ging. DEN Betrag, der sich da ergab, hätte ich selbstverfreilicht nicht bezahlt.

Darüber hatte die Lady dann vergessen, was ich eigentlich wollte.

Also nochmal von vorne …….

Mein Paar Weißwürste fiel ihr dann zu Boden (ich bekam ein neues Paar).

Nachdem meine 3 Sachen zusammengetragen waren, kam die Abrechnung (an der Waage). Ich gab mein Geld, und das Wechselgeld fiel ihr dann erstmal in den Fleischsalat.

Nach entsprechenden Reinigungsaktionen, verbunden mit ihrer Diagnose „der Tag kann nur noch besser werden“, meiner Entgegnung „immer mit der Ruhe, das wird schon noch“, verließ ich mit meinem Einkauf und einem Lächeln, das Geschäft.

Umso besser schmeckte die reichlich belegte Leberkäs-Semmel, die ich mir gegönnt hatte.

😉 😉 😉 😉 😉 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Das Leben nach dem Tod

Roger Willemsen sagt in seinem letzten Interview ….

Er sei kein gläubiger Mensch, sei zwar protestantisch erzogen worden, dann aber so weit Rationalist geworden, dass er den Glauben mit seiner Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. „Ich würde gerne glauben, aber ich kann nicht. Aber ich respektiere jeden Gläubigen. Und vor allem die christliche Ethik, der so viel Humanität innewohnt.“

und zudem …..

„Ich glaube, jedes Leben wird dadurch besser, dass man es auch für andere lebt. Und wenn man so privilegiert lebt wie ich und eine Öffentlichkeit finden kann und dazu noch im Bereich der Kommunikation arbeitet, also schreibt, dann sollte man um Himmels Willen irgendwas tun, das anderen hilft. Das ist eine Pflicht.“

und außerdem

„Darüber (das Leben nach dem Tod) kann ich nichts wissen, und das betrübt mich nicht.“ …… „Da für mich zu den größten Glückszuständen der Zustand der Produktivität gehört, also etwas hervorzubringen, richtet sich meine Glücksvorstellung in erster Linie auf das, was ich noch werde hervorbringen können. Das heißt, Bücher, die ich im Kopf habe, Dinge, die ich sinnvoll oder notwendig finde.“

Er sprach mir damit „aus der Seele“.
V.a. auch damit, dass er den Glauben mit der Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. Und auch damit, dass man sein Leben auch für andere leben sollte.

Nun ist er tot. Und mir drängt sich, auch wegen der obigen Zitate, wieder einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens und die Frage nach einem Leben nach dem Tod auf.

Mal angenommen ….. nur mal angenommen …… es gäbe kein Leben nach dem Tod. Dann würde man also nach dem Leben dahin faulen (man möge mir den Ausdruck nachsehen), und das war’s.
Und das Leben wär irgendwie völlig sinnlos gewesen. Es sei denn … ja, es sei denn, man hätte sich bemüht, seinem Leben einen Sinn zu geben.
Der Sinn könnte sein, dass man anderen fehlt, wegen dem, was man zeit seines Lebens getan hat.

Nun ist das bei RW sehr offensichtlich, was er alles getan hat. Weil er in der Öffentlichkeit stand. Aber muss das so sein, um Sinn in seinem Leben zu haben oder reicht nicht einfach das Bewusstsein, etwas für andere vollbracht zu haben.

Wenn jeder das so praktizieren würde, wäre es völlig egal, was danach kommt, und ob überhaupt etwas danach kommt.

Ich bin ja der Meinung, dass uns hierbei seit Jahrhunderten ein X für ein U vorgemacht wird, und es derart viele rationale Einwände gibt, für all die Dinge, die wir mit „Glauben“ umschreiben, dass es nahezu keinen Grund dafür gibt, annehmen zu sollen, dass über allem ein Schöpfer steht, und wir uns nach dem Tod alle wieder sehen.

Das muss natürlich jeder so sehen, wie er das sehen kann und möchte. Ich fände es, im Sinne von RW nur schade, wenn wir unser Leben verplempern, um dann hinterher absolut NICHTS festzustellen, weil da eben NICHTS ist.

Das alles sollte uns aber nicht davon abhalten, ein sinnvolles Leben zu leben. Eines AUCH für andere, und nicht primär für uns selbst, frei nach dem Motto „je mehr ich habe, umso sinnvoller“. Denn wenn wir am Ende feststellen, dass wir etwas grundlegend anders hätten machen sollen mit unserem Leben, so wie wir es gelebt haben, dann ist es ein klein wenig zu spät.

Und damit jetzt erst mal Schluss mit tiefschürfenden Fragen des Lebens 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap