Schlafen gehen

Nachdem ich so nach und nach bei Linux heimisch werde, zumindest mit dem, was ich so am PC mache, versuche ich auch nach und nach die Kleinigkeiten zu regeln.

Was dabei heute anstand, war die Realisierung des Standby. Genauer gesagt des S3, also STR, sprich SuspendToRam, auf deutsch, das Schreiben des Systems in den Arbeitsspeicher, um den Rechner danach in den Stromsparmodus zu versetzen, so dass quasi nur noch der Arbeitsspeicher mit Strom versorgt wird, und alles andere abgeschalten ist, was natürlich den Stromverbrauch enorm absenkt, im Vergleich zu der Situation, wenn der PC stundenlang so nebenherläuft, weil man ja „GLEICH“ wieder zurückkommt.

Das hatte ich unter Windows mir schon so eingerichtet, und wollte das jetzt unter Linux auch so haben.

Linux hat dazu auf der graphischen Oberfläche die Funktion „Bereitschaft“ auswählbar.

Das Dumme bei mir war nur, dass der PC nach dem Schlafen gehen sofort wieder hochfuhr.
Ich kannte das von Windows. Dort musste man in den Geräteeinstellungen bei der Maus die Funktion abschalten, die es der Maus ermöglicht, den PC wieder aus diesem Energiesparmodus aufzuwecken.

NUR – wo das finden unter Linux?

Nach einigem vergeblichen Suchen kam ich auf die gloreiche Idee, mal Tante Google zu befragen.
Tante Google offenbarte mir, dass es notwendig sei, die entsprechenden Geräte (Devices) in der Konfigurationsdatei /prog/acpi/wakeup auf disabled zu setzen.
Gesagt – getan, und schon ging der PC in Bereitschaft, und blieb auch dort (sprich, der Powerbutton blinkte brav vor sich hin, so wie ich das kannte).

Doch zu früh gefreut. Nach dem nächsten Boot des PCs stellte sich heraus, dass die Sache nur von einmaligem Nutzen war, und sich die Einstellungen in besagter Datei wieder auf Ursprung zurückgestellt hatten. Hätte ich Tante Google bis zu Ende gelesen, so wäre mich klar geworden, dass Änderungen in besagter Datei nur temporär wirken. Es gäbe aber die Möglichkeit, in einer Datei names /etc/rc.local zu bewirken, dass diese Änderungen anläßlich eines jeden Boots erfolgen.

Das dort eingetragen, und schon lief es dauerhaft (als Nächstes muss ich nur noch lernen, wo man einstellt, dass der PC nach einer gewissen Zeit von selbst auf S3 geht).

Unter Linux muss man sich zwar daran gewöhnen, dass so manche Einstellungen über Konfigurationsdateien manuell gemacht werden müssen, aber das ist nur Gewöhnungssache. Unter Windows war ich auch oft genug am Suchen, wo sich welche Einstellung in der graphischen Benutzeroberfläche wohl verstecken mag.
Es gibt sicherlich noch andere Argumente. Aber es hat durchaus etwas Logisches und Vereinfachendes, wenn man weiß, dass sich Einstellungen zu einem bestimmten Thema immer in einer bekannten Konfigurationsdatei finden lassen, die man ganz einfach mit einem Texteditor editieren kann.
So weiß ich, dass ich Einstellungen zu meinen Netzwerkverbindungen in der Datei interfaces im Verzeichnis /etc/network finde.
Zu so manchen Dingen wurde im Lauf der Zeit auch eine graphische Benutzeroberfläche geschaffen, so dass diejenigen, die nicht OHNE auskommen, durchaus die Möglichkeit haben.

Happy computing,
das Smamap

Willkürliche Manipulation

Ich oute mich heute als HartzIV-Empfänger.

Gelegentlich hatte ich es angedeutet, aber eigentlich immer für mich behalten, da es nicht das ist, was mich ausmacht.
HartzIV-Empfänger werden von so Manchen als Menschen gesehen, die faul sind, nicht arbeiten wollen, und auf Kosten anderer leben.

Nun – ich habe mir das nicht ausgesucht, als mich vor einigen Jahren etwas ereilte, was es von da an nahezu unmöglich machte, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Seitdem bin ich auf staatliche Unterstützung angewiesen. Nicht weil ich das möchte, sondern weil ich keine andere Wahl habe. Lieber heute als morgen würde ich das ändern …. wenn ich könnte.

Auslöser für meinen Beitrag ist DIESER Artikel, in dem es darum geht, dass der paritätische Wohlfahrtsverband, der Bundesregierung Tricksereien und Manipulationen bei der Berechnung der HartzIV-Sätze vorgeworfen hat, mit dem Ziel diese möglichst klein zu rechnen.

Ich kann mich dieser Meinung nur anschließen.
Diese ergibt sich aus den Erfahrungen, die man mit dem „Amt“ (wie ich das nenne), machen darf. Viele Menschen machen sich keine Vorstellungen, womit man es da zu tun hat.

Zunächst einmal ist es so, dass man, um Unterstützung überhaupt zu bekommen, jegliches Vermögen, das man sein Eigen nennt, zerstören muss. Vermögen, das man zuvor mit seiner Hände Arbeit geschaffen hat, für das man mehrfach Abgaben entrichtet hat, und das nur dazu diente, den eigenen Kindern etwas hinterlassen zu können. Das muss man erstmal zerstören (lt. Gesetz). Vereinfacht ausgedrückt, bekommt man nichts, solange man etwas hat. Die Liste der Beispiele ist lang, die man lesen kann. Wenn das Amt auf irgendetwas kommt, was nach Vermögen riecht, dann muss dieses erstmal „verwertet“ werden, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt. Auf deutsch: Man muss alles zu Geld machen, und erst wenn das aufgebraucht ist, dann hat man Anspruch.

Weiter geht’s dann damit, dass bei allem und jedem die Daumenschrauben angesetzt werden. Das geht an, mit dem sog. Regelsatz. Dass ist das Geld, das man zum Lebensunterhalt bekommt. Dieser Regelsatz (er beträgt 2015 399€) ist zum einen für alle gleich, egal wo man lebt, und wird zum anderen berechnet nach angenommenen Ausgaben, die mit der Realität so gut wie nichts zu tun haben. Z.B. werden da Ausgaben für den Bereich „Gesundheit“ angenommen in Höhe von 17 € monatlich (wer, wie ich, Etliches an Medikamenten braucht, für den ist sehr bald Schluss). Oder etwa für „Bildung“ sind es sage und schreiben 1,52 € (ich versuche IT-mäßig auf dem Laufenden zu bleiben, und zahle für eine relativ günstige Fachzeitschrift 3 € im Monat). Bei „Verkehr“ sind es immerhin 25 €; damit kann man (in meinem Fall) zumindest 3 x im Monat mit dem Bus in die Kreisstadt fahren. Fast schon feudal wird es im Bereich „Lebensmittel“: Da sind es sage und schreibe 141 €; das macht immerhin 4,70 € am Tag. Für Bekleidung und Schuhe sind es 33 €. Für den Erhalt eines Fahrzeugs, um einem Jobangebot auch nachkommen zu können, sind genau 0 € (Null) vorgesehen. Soweit mal die Beispiele.

Weiter geht es beim Umgang mit den Menschen. Ständig wird man mit Forderungen konfrontiert, bei deren Nichterfüllung man schon von vorneherein mit Konsequenzen bedroht wird. Natürlich finanzieller Art.
Hat man seinerseits eine Forderung ans Amt, dann wird die, auch dann, wenn man Anspruch darauf hat, in aller Regel zuerst einmal abgelehnt. Die Bearbeitungszeiten für solche Anträge sind horrend: 3 Monate und mehr. Oft geht es dabei darum, dass man auf etwas Anspruch hat, wofür man selbst erstmal das Geld hinlegen durfte, und sich das Amt dann ewig Zeit lässt, wenn es darum geht, einem dieses Geld dann auszuzahlen. Wovon man in der Zwischenzeit lebt, das ist den Paragraphenreitern dort egal.

Als Bsp. mag dienen, dass ich mir zu Beginn eine Waschmaschine anschaffen musste, von Geld, das ich nicht hatte. Ich hatte noch einen Notgroschen, für absolute Notfälle (den man auch haben darf), und hab mir dann von diesen 100 € eine 10 Jahre alte WM gekauft. Es dauerte fast 3 Monate, bis ich dieses Geld wiederbekam; Geld auf das ich lt. Gesetz Anspruch habe und dessen Zahlung zunächst verwehrt wurde, und erst durch Widerspruch und Einschaltung eines Anwalts, konnte ich meinen Anspruch durchsetzen.

Anderes Bsp.: Aus Gründen, die hier nicht interessieren müssen, musste ich umziehen. Die neue Wohnung war billiger, wie die alte. Lt. Amt hatte das nicht zu interessieren; vielmehr ging man dort von einer Miete „lt. Mietspiegel“ aus, zu der man eine Wohnung im Ort anmieten könne, die mit der Realität  wieder einmal nichts zu hat. Die 20 €, die das Amt für die Miete nicht zahlt, muss ich mir buchstäblich vom Munde absparen. Dass eine Wohnung zum angenommenen Preis nicht zu finden ist, interessiert das Amt natürlich nicht die Bohne.

Das alles sind Verhaltensweisen, die mit Würde nichts mehr zu tun haben. Auch dann nicht, wenn der HartzIV-Empfänger heute hochtrabend als „Kunde“ bezeichnet wird.

Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Ich bin dankbar dafür, dass ich die Unterstützung bekomme, die ich bekomme. Nicht dankbar im Sinne von „auf den Knien rutschen“, sondern dankbar im Sinne von „danke“, und auch im Sinne von „einen Anspruch haben“; schließlich habe ich lange Jahre in das System einbezahlt.

Wenn man aber sieht, wie mit den Menschen umgegangen wird, die auf so etwas angewiesen sind, nicht weil sie es wollen, sondern weil sie keine andere Wahl haben (in meinem Fall aus gesundheitlichen Gründen), um als Staat die Mrd. zur Verfügung zu haben, die anderswo rausgeworfen werden, dann verlässt einen der Glaube.

Und wenn man dann noch obigen Beitrag liest, über Manipulationen und klein-rechnen, dann kommt das alles wieder hoch, was man sorgsam über die Jahre wegsperrt.

Man möchte nichts anderes, als in Würde leben, frei nach dem Motto „die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Was HartzIV-Empfänger angeht, wird diese Würde, zumindest in den Fällen, in den Menschen keine andere Wahl haben, mit Füßen getreten.

Und so wünsche ich mir für das neue Jahre 2016 einen Wink des Schicksals, der mich in die Lage versetzt, nicht um jeden einzelnen Euro kämpfen zu müssen, egal ob gegen die Preise oder gegen die Windmühlen gewisser Ämter.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Versprechen ist ein Versprechen ist ein Versprechen ……

Versprechen

Immer wieder in meinem Leben stoße ich auf das Thema, dass Menschen einem irgendwas versprechen, zusichern, einem ihr Wort auf etwas geben, um es dann letztlich nicht einzuhalten.

Ich rede jetzt nicht von i-welchen Kleinigkeiten. Sondern schon von Dingen, die einen echt betreffen.

Mal als Bsp.: Ich zog mal in eine Wohnung ein, und wollte u.a. dann eine Hausratversicherung abschließen. Dazu benötigte ich eine Auskunft des Vermieters. Dieser sagte mir dann, ich würde keine Hausratversicherung benötigen, weil es eine für’s gesamte Haus gäbe, in der ich mit drin sei. Hab ihn dann tags darauf nochmal angerufen, und mir das nochmal bestätigen lassen, weil so was doch sehr ungewöhnlich wäre.
Nö, das sei so, und ich könne mich darauf verlassen, dass ich keine eigene Hausratversicherung brauche.

1/2 Jahr später hatte ich einen Blitzschaden, und plötzlich wollte der Herr Vermieter von seiner Zusage nichts mehr wissen. Vielmehr hätte ich eigene Hausratversicherung abschließen müssen. Offenbar hatte ihn sein Versicherungsvertreter ins Bild gesetzt.

Nun bin ich in einer Art und Weise erzogen worden, die u.a. beinhaltete, dass man zu einem gegebenen Wort stehen muss, komme da, was da wolle. Im genannten Bsp. hätte das für mich bedeutet, sofern ich der Vermieter gewesen wäre, dass ich den Schaden zu tragen habe, weil ich schließlich mein Wort gegeben hatte; auch dann, wenn sich die Sache nicht so verhält, wie ich das vermutet hatte.

Unabhängig vom Bsp.: Mir ist es völlig unbegreiflich, wie Menschen ihr Wort geben können, um sich dann letztlich davon zu stehlen, wenn es sich rausstellt, dass ein gegebenes Wort für sie von Nachteil wäre.

Warum tun Menschen so etwas?
Ist es heute normal, dass man verlassen ist, wenn man sich auf ein Versprechen verlässt?
Auf was kann man sich noch verlassen, wenn ein Versprechen nichts mehr gilt?

Wie gesagt, ich bin immer wieder auf dieses Phänomen gestoßen, und letztlich führte es zwangsläufig dazu, dass mein Vertrauen in die Mitmenschen immer mehr geschwunden ist, und die Tendenz, i-welche Zusagen schriftlich haben zu wollen, immer mehr zugenommen hat.

Wie seht Ihr das Ganze?

Es grüßt,
das Smamap

Am besten heiß gegessen ….

Kürzlich bin ich wieder auf was gestoßen, was schon lange Zeit bei mir in Vergessenheit geraten war:

Maronen

Ich liebe sie. Wie ich das vergessen konnte, ist mir völlig rätselhaft.

Ich hab so ein kleines Backöfchen, und da lege ich die kreuzweise eingeschnittenen Esskastanien rein, stelle das Teil auf 200 Grad und nach 30 Minuten geht es dann an’s genießen.

Nun ja – is zwar (für mich) nicht so ganz einfach, mit meinen zarten Fingerchen die wirklich heiß abzuschälen, aber was tut man nicht alles für ein klein wenig genießen.

Erinnert mich an meine Studienzeit in meiner Geburtsstadt München; lang lang ist es her.
Da frohr ich mir im Winter im Hauptbahnhof die Füße in den Bauch, beim Warten auf den verspäteten Zug, sagen wir mal bei minus 10 Grad. Und was gab es da Schöneres, als sich am Maronen-Stand ein paar dieser Kugeln zu holen, die Hände damit zu wärmen, und sie während dessen zu verspeisen.

Die Dinger waren zwar damals schon teuer (ich möchte gar nicht wissen, wie viel die heut dort kosten), aber das war egal.

Viel angenehmer, und auch billiger, ist es, sich beim Discounter ein Säckchen voll mitzunehmen, und die dann zuhause, ev. nach dem längeren Spaziergang, in aller Ruhe zu genießen, und an jene Zeiten zurück zu denken, als das Leben noch etwas einfacher war.

Es grüßt,
das Smamap

Cody McFadyen – Ausgelöscht Smoky Barett Reihe 4. Buch

Heute hab ich es zu ende gelesen.

ausgeloescht

Wäre nicht Weihnachten gewesen, ich hätte es sicherlich an einem Tag durchgelesen.

Dank an dieser Stelle an DarkOwl für den Buchtip.

Ich mag Thriller mit psychologischem Hintergrund. Gut geschrieben müssen sie sein, was natürlich immer subjektives Empfinden ist.

Vll habe ich noch nicht genügend Thriller gelesen, um es wirklich beurteilen zu können. Jedenfalls fand ich dieses Buch so anders, als alle Bisherigen.

Es fällt mir schwer, zu sagen, warum ich es so anders fand. Das hat sicher auch damit zu tun, dass ich jetzt nicht einer bin, der sich dazu berufen fühlt, Buch-Kritiken zu verfassen (geschweige denn, ob ich es überhaupt kann). Was ich zu beurteilen vermag, ist, ob ein Buch gut ist oder nicht (für mich). Und dieses Buch ist sehr gut.

Das Buch hat alles, was es braucht. Reichlich Spannung, interessante Charaktere, einen ebenso Interessanten Helden. Es ist flüssig geschrieben (ich hatte nie den Eindruck von Langeweile).

Und obwohl man manchmal weiß, was jetzt kommen wird, wird das, was kommt, dann so eindringlich erzählt, dass man überhaupt nicht dazu kommt, diesem Gedanken der Vorhersehbarkeit Raum zu geben.

Wer also psychologische Thriller mag …… NUR ZU !!!!!

An dieser Stelle noch ein Hinweis, den mir auch DarkOwl gab: Es handelt sich um eine 4-teilige Buchreihe, die man idealerweise mit Band 1 beginnend lesen könnte, zumal die Bücher offenbar immer wieder Bezug nehmen auf Vorbände (nicht handlungsmäßig, aber entwicklungsmäßig).
Ich werde sicherlich auch noch die anderen 3 Bücher lesen, auch wenn ich schon einzelne Dinge weiß, weil in diesem Band erwähnt. Aber man braucht sich keine Sorgen machen, sich selbst die Spannung zu nehmen, wenn man mit dem hier beschriebenen Band beginnt. Dass der Held letztlich gewinnen wird, daran lässt der Autor keinen Zweifel. Insofern wird nichts vorweggenommen, wenn man die Bücher in der falschen Reihenfolge liest. Wobei gewinnen immer ein relativer Begriff ist, weil das immer die Frage stellt, zu welchem Preis der Gewinn ausgezahlt wird.

Noch ein Wort zum Autor: Wie zu lesen ist, ist Cody McFadyen schwer erkrankt, so dass in Frage steht, ob er den nächsten Band wird fertigstellen können. Mich erinnert das an Andreas Franz, dessen Bücher ich immer fast gefressen habe, um dann eines Tages zu lesen, dass er gestorben war.

Ich hoffe sehr, dass Cody McFadyen wieder gesunden wird. Zunächst als Mensch. Und dann natürlich auch als Autor. Es wäre schön, wenn er uns noch mehr geben würde.

Es grüßt,
das Smamap

Immer mehr ……

Nach meinem heutigen Beitrag „Weniger ist mehr“, passt Folgendes, sozusagen als Kontrastprogramm, ausgezeichnet.

Hab eben gelesen, dass die Bosse der Wirtschaftsverbände die Sozialpolitik der Bundesregierung heftig kritisieren.

Selbstverständlich meinen sie nicht DIE Sozialpolitik, die bei Otto Normalverbraucher ankommt, sondern jene, die die Wirtschaft selbstverständlich mit zu finanzieren hat.

Man muss natürlich schon was tun, für die Bilanzen.

Gleichzeitig habe ich heute vernommen, dass ein „Wirtschaftsweiser“ für das kommende Jahr ein anständiges Wirtschaftswachstum prognostiziert (sofern nicht unerwartete Risiken zum Tragen kommen).

Wenn dies dann so käme, dann würden o.g. Wirtschaftsbosse natürlich von sich aus anbieten, dass die gesamte Wirtschaft für das ganze Jahr 2016 entsprechend höhere Beitrage zu den Sozialsystemen leistet.

Oder hat da irgendwer Zweifel dran?

Es grüßt,
das Smamap

 

Weniger ist mehr

Heute mal wieder ein Beitrag unter der Ruprik „Tips und Tricks“.

Wie ich jüngst wieder mal einen meiner Umzugskartons auspackte, die ich anlässlich meines Umzugs vor ein paar Monaten erst mal einlagerte, weil der Inhalt nicht wichtig, da stieß ich auf meine alten PC-Lautsprecher.

Und wie aus heiterem Himmel ereilte mich ein Gedanke:
Warum das Teil nicht als Radio benutzen.

Jetzt wird da jemand sagen …. Ja, ja, is schon gut, Lautsprecher als Radio 😉

Gut, es gehört natürlich jetzt schon ein zweiter Halbgedanke dazu, nämlich der, dass mein Smartphone ja grundsätzlich auch als Empfänger dient, vorausgesetzt es wird ein „Ohrwaschelwärmer“ als Antenne angesteckt.

Also flugs die Lautsprecher mit ihrem Klinkenstecker ans Smartphone angestöpselt, quasi als Kopfhörer-Ersatz, Radio-App gestartet, Antenne-Bayern eingestellt auf 103,2 MHZ …… EINWANDFREI !!!!!

Und der Sound lässt auch nicht zu wünschen übrig, den es handelt sich um aktive Lautsprecher, sprich eigener Stromanschluss.

Wenn ich da ein paar Jahre zurückdenke ….. na ja, nicht nur ein paar ….. also so etliche …… sagen wir mal so 30 Jahre ….. da bekam ich zu Weihnachten von meinen Eltern eine Stereoanlage. So eine richtige, ein Turm, so wie man das früher hatte. Nordmende (gabś damals noch). Eine Radio-Tuner-Einheit, ein Cassetten-Deck, ein Schallplattenspieler, und dazu eine Tonbandmaschine von Akkai. Schon was Feines.
Das Ganze nannte ich bis vor 5 Jahren mein Eigen. Dann verkaufte ich es an einen Liebhaber.
Was ich eigentlich sagen will: Hätte ich Beides nebeneinander gestellt, rein akustisch wäre kein Unterschied gewesen.
Wobei ich selbstredend nicht wirklich vergleichen will. Denn emotional ist da schon ein gewaltiger Unterschied.
Aber die Vergangenheit hat eben die Eigenschaft, dass sie vorbei ist.

Und rein technisch bringt ein Smartphone mit 2 Lautsprechern dasselbe Ergebnis. Heute hat es eben keine großen 100 Watt-Lautsprecher mehr oder Schaltplatten oder Tonbandspulen, sondern MP3-Dateien, Minilautsprecher und Smartphone.

Hatte zuletzt noch so ein tragbares Vehikel, sowas das früher wohl als angehender „Ghettoblaster“ durchgegangen wäre. Der fand jetzt auch einen Liebhaber.

Also nenne ich mittlerweile keine 3-4 Radiogeräte mehr mein eigen, quer über die Wohnung verteilt, sondern das Ganze hat sich reduziert auf ein Smartphone, das, so ganz nebenbei, mit 2 Watt (Lautsprecher) nur noch einen Minibruchteil dessen an Strom verbraucht, was seinerzeit die Stereoanlage geschluckt hat.

Das nenne ich jetzt mal technischen Fortschritt.

Es grüßt,
das Smamap

Wo kommen wir her?

Las heute morgen, noch in geistiger Umnachtung, einen Beitrag auf dem Smartphone, was in 2015 so an „bahnbrechenden“ Erkenntnissen in der Wissenschaft fabriziert wurde.

U.a. war dabei, dass man rausgefunden hat, dass die nordamerikanischen Indianer abstammungsmäßig von Menschen abstammen, die aus dem asiatischen Raum einwanderten (wenn ich mich recht erinnere).

Führte mich direkt zu der Frage, von wem denn wohl die UR-deutschen Bewohner unseres Landes abstammen, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, sowas von deutsch zu sein, wie es deutscher nicht geht.
Und die es sich deshalb zur Aufgabe machen dürfen, anderen ein Schild auf die Brust zu kleben, wer denn nun hier in unserem Land ein Ausländer ist, und deshalb wieder zu gehen hat, und wer nicht.

Wenn man dann mal nachfragt, wie denn so ein Bestimmer heißt, dann ergibt sich z.B. der Name Pohl, sprich einer, dessen Vorfahren aus Polen stammen, oder der Name Böhm, was auf Böhmen schließen lässt. Der Herr Schimanski stammt namentlich aus Polen. Und der Herr Wowereit aus dem Baltikum.

Überhaupt wird man sehr häufig in deutschen Landen darauf stoßen, dass ein guter Teil der Bevölkerung Kinder oder KindesKinder von Menschen sind, die aus dem Ausland stammen.
Und wenn man noch weiter zurückgeht, dann stößt man irgendwann auf die Germanen, und stellt über deren Wanderungsbewegungen fest, dass diese aus aller Herren Länder des europäischen Kontinents kamen, und dass auch Wanderungen aus Skandinavien und Nordafrika stattfanden.

Und wenn man gar auf den Ursprung des modernen Menschen zurückgeht, dann kommt man auf den Trichter, dass dieser aus Afrika eingewandert ist.

Letztlich sind wir also alle Ausländer.

Dies ist aber insofern keine neue Erkenntnis, als ein Deutscher, überall sonst auf der Welt, ein Ausländer ist. Das ist schlicht eine Tatsache, aber keine Wertung.

Und derjenige, der heute ein Flüchtlingsheim anzündet, ist sehr wahrscheinlich über weite und viele Umwege, und über lange Zeiträume gesehen, mit demjenigen abstammungsmäßig verwandt, der zu uns kommt, und bei uns leben möchte.

Die Welt ist klein.

Es grüßt,
das Smamap

Mein Leben mit LINUX

Eines der Dinge, das ich immer wieder am PC benötige, ist ein Scanner. Z.B. zum Einscannen einer Unterlage, um die dann per Internet-Fax weg zu schicken.

Nun ist es bei Linux so, dass mittlerweile sehr viele Gerätschaften automatisch erkannt werden. Aber bei weitem nicht alle.

Also macht es Sinn, wenn man die Vorteile von Linux nutzen möchte, sich schlau zu machen, was von den Teilen, die man hat, unter Linux läuft, und was nicht.

Mein bisheriger Scanner wird von Ubuntu nicht unterstützt. Es handelte sich dabei um den Tevion MD 40420 (=Microtek).
Ich hatte das Gerät jetzt ca. 10 Jahre lang, und es genutzt unter WindowsXP, Windows7, Windows8 und Windows10. Das war eh schon ein Wunder, da  man unter Windows immer wieder damit rechen muss, dass es für eine Hardware unter einem neuen Windows plötzlich keine Treiber mehr gibt.
Auch von der Lebensdauer her ist ein Gerät, das 10 Jahre lang benutzt wurde, und immer noch einwandfrei funktioniert, schon eine feine Sache.

Also ging es darum, für Linux einen anderen Scanner zu besorgen.
Dabei stieß ich im Netz auf den Canon LIDE 110.

2015-12-24 11.52.04

Was mich an dem Gerät faszinierte, neben der beschriebenen anstandslosen Erkennung durch Ubuntu, war die Stromversorgung über das USB-Kabel. Ich würde also kein Netzteil benötigen. Also ein Teil weniger, das kaputt gehen kann, zumal die Erfahrung lehrt, dass Scanner-Netzteile offenbar dazu prädestiniert sind, kaputt zu gehen, und ziemlich viel Geld zu kosten. Dass sie häufig kaputt gehen, ist kein Wunder, wenn man ein solches Netzteil im Betrieb mal befühlt. In der Regel werden solche Netzteile nämlich sehr warm. Und nach meiner bisherigen Erfahrung ziehen die 1 Ampere Strom und mehr.

Der Canon hingegen sei mit einer LED-Beleuchtungseinheit ausgestattet und deshalb äußerst effizient im Stromverbrauch, weshalb er mit der Stromversorgung per USB auskommt.
Also kein Netzteil, kein Kabelsalat, keine Ersatzbeschaffung, und wieder einmal ein Beitrag hinsichtlich Strom sparen.

Gestern stieß ich im Netz auf einen Privatmann, der genau diesen Scanner anbot. Angeschrieben, für gut 20€ angeboten bekommen (zzgl. Versand), mit PayPal bezahlt, geschickt bekommen, heute eingetroffen.

Ausgepackt, angesteckt, Ubuntu hochgefahren, Scanner erkannt, funktioniert.

Das Schöne bei Linux: Ich musste keinen Treiber installieren und keine Scansoftware. Alles schon in Ubuntu enthalten.

Und das Schöne an dem Scanner: Er ist wenig größer als ein normales DIN-A4-Blatt (was auf dem Foto nicht so recht raus kommt), sprich ich kann ihn direkt neben dem PC stehen lassen, und muss ihn nicht ständig wieder wegräumen.

Das führt mich zu dem Spruch: Ja is denn heut scho Weihnachten?
…. und zu der Antwort: JA

Apropos: Falls jemand meinen bisherigen Scanner haben möchte, dann würde ich ihn gerne verschenken. Inkl. USB-Kabel und inkl. Netzteil. Nachdem ich das Netzteil seinerzeit zusätzlich besorgt habe (s.o.) und es sich schon um ein etwas besseres handelt (liefert bis zu 5 Ampere und kann man auf verschiedene Spannungen einstellen), hätte ich nix dagegen, wenn ich dafür ein paar Euro bekäme.
Wer Interesse hat, einfach melden.

Nochmals frohe Weihnachten
Es grüßt,
das Smamap