Die Wahrheit ist oft unangenehm …

Gestern hab ich (leider nur das Ende) einer interessanten Diskussion mitbekommen.

Es handelte sich um den Talk von Sandra Maischberger (ist das jetzt richtig geschrieben?).

Da schlugen sie sich wieder mal verbal die Köpfe ein, zum Thema „Terror und Flüchtlinge“.

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich mir derlei nur selten ansehe, weil solche Diskussionsrunden (zumindest wenn Politiker dabei sein) immer nach dem Motto laufen „recht haben sowieso nur wir“ (sprich die Partei des Redners) oder nach dem Motto „ich bin dafür, dass wir dagegen sind, weil die anderen dafür sind“.

Und was mich immer noch fürchterlich nervt, ist die Diskussionskultur mancher Diskussionen. Es ist ein Akt der Höflichkeit, den anderen zuende reden zu lassen. Wenn jemand anderes spricht, dann habe ich die Klappe zu halten. Solange bis der Diskussionsleiter mir das Wort erteilt.
Der Einzige, der sich gestern daran gehalten hat, war Wolfgang Bosbach. Der wusste, was sich gehört.
Und bei so manchen Diskussionsleitern, krankt es allein schon daran, so auch gestern, dass sie es nicht gebacken bekommen, die Diskussion im Griff zu halten, und den Teilnehmern ganz klar zu sagen, dass sie jetzt nicht dran sind.

Soweit der Vorspann meines Beitrags.

Zum Inhalt:

Es gab gestern, wie schon häufiger, 3 Beiträge, die etwas sehr Wesentliches sagten. Etwas, was man schon anderswo zu hören bekam, worauf aber nicht weiter eingegangen wurde, vermutlich deswegen, weil es so manchen „Vergeltungsstrategien“ nicht zu pass kommt.

Es ging dabei, ganz generell gesprochen, darum, dass der „Westen“ ein gerüttelt Maß an Schuld daran trägt, dass es soweit gekommen ist, wie es jetzt ist.

Im einen Fall wurde darauf hingewiesen, dass damals 2001 der Präsident der arabischen Liga eindringlich versucht hatte, zu bewirken, dass der Krieg im Irak nicht begonnen wird, weil sonst „das Tor zur Hölle“ geöffnet wird. Und genau DAS sei in der Folgezeit bis heute passiert. Das Land dort sei zerbrochen, weil die USA in keinster Weise ein Konzept für die Zeit nach dem Krieg hatten. Andere Länder seien dabei zu zerbrechen. Insgesamt befinde sich ein Großteil Arabiens am Abgrund. Der Terror, IS, die Flüchtlingsströme seien nur eine Folge davon.

Das Ganze hat eine sehr starke Logik. Wenn ich ein Land zerbombe, jeder Führungsstruktur beraube, für kein „Danach“ sorge, dann muss ich mich nicht wundern, wenn dunkle Gestalten sich dieses Machtvakuum zunutze machen, und viele Menschen, die Tag für Tag mit dem drohenden Tod konfrontiert werden, das Weite suchen.

Ein anderer Beitrag versuchte einzubringen, dass die Entwicklung in vielen Teilen der Welt kein Wunder sei, nach den Einflussnamen politischer und wirtschaftlicher Art, die der „Westen“ lange Zeit ausgeübt hat. Da wurden Verträge geschlossen, die dazu dienen, dass bei uns Lebensmittel und Ressourcen billig zur Verfügung stehen. Es wurden Despoten eingesetzt, die diesem Ziel gerecht wurden.
Mit den Konseqeuenzen daraus sind wir heute konfrontiert.

Und zum Schluss hieß es, wir bräuchten uns nicht darüber zu wundern, dass uns heute so manche Länder, denen wir früher die Kalte Schulter gezeigt hatten, wie es darum ging, mit den Flüchtlingsströmen fertig zu werden (ich erinnere an die Türkei, an Griechenland und andere), uns heute auflaufen lassen.

Fazit:
Wir haben mit so manchen Ländern das getrieben, was wir getrieben haben, damit wir hier unseren Wohlstand steigern konnten. Sprich noch ein Auto, noch ein Kühlschrank, noch ein Fernseher. Und die obligatorischen Lohnerhöhungen nicht zu vergessen. Irgendwo muss dieses Geld ja herkommen. Und dass Kriege dort nicht auch den, zumindest billigend in Kauf genommenen, Hintergrund hatten, der Rohstoffe (Öl etc.), das glaubt ja wohl niemand mehr. Und wo unsere Waffen überall zum Einsatz kommen, die wir in alle Welt exportieren, das möchte ich gar nicht wissen.
Den Menschen dort geht es immer schlechter, uns geht es immer besser, Terror-Organisationen nutzen dies aus, und uns fällt nichts anderes ein,  als weitere Bomben dorthin zu schicken. Ich möchte nicht wissen, wieviele Tote in der Zivilbevölkerung das wieder kostet, und wieviele Menschen zusätzlich sich dazu entschließen, zerbombten und tödlichen Lebensumständen zu entfliehen.

Es gibt meines Erachtens nur EINEN Weg, den Menschen dort zu helfen in Ländern wie Syrien, Libanon, Lybien, Irak, Mali und wie sie alle heißen: Ihnen vernünftige Lebensumstände dort zu bieten, so dass Terror und Fluchtgedanken keinen Nährboden finden.
Mit Bomben wird dieses Ziel sicherlich nicht erreicht.
Ohne Frage müssen die Verantwortlichen für zig-fachen Mord in Paris oder sonstwo zur Rechenschaft gezogen werden.
Frieden, vernünftige Lebensumstände und ein Ende des Terrors wird sicherlich nicht erreicht, indem man die Länder dort immer mehr zerbombt, und die Straßen mit Toten pflastert. Rachegelüste und Gleiches mit Gleichem zu vergelten führt definitiv nur dazu, dass sich die Dinge hochschaukeln, und wir uns in immer kürzeren Abständen über noch schrecklichere Entwicklungen unterhalten.
Denen, die das nicht wahrhaben wollen, empfehle ich, einmal 1/2 Jahr in solchen Gebieten zu leben, wo die ganz normale Bevölkerung ständig der Gefahr des Todes ausgesetzt ist, und immer wieder ganze Familien ausgelöscht werden. Diejenigen, die den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben, wissen was ich meine.

Es wäre wesentlich sinnvoller, wenn die Bekämpfung von Fluchtursachen nicht nur Lippenbekenntnisse von Parteitagen blieben. In der heutigen Zeit kann ich gerne auf Parteiobere verzichten, die die beleidigte Leberwurst spielen, weil sie mit ihren Vorstellungen nicht durchkommen. Ebenso verzichten kann ich auf Politiker, die die Geschehnisse nur dazu verwenden, sich für die nächste Wahl zu positioneren.
Vielmehr braucht es verantwortliche Politiker, mit Weitsicht und Visionen. Auch für solche mit unangenehmen Konsequenzen. Wo sind die Politiker, die die Dinge wirklich anpacken, zum Wohle der Menschen, und ohne Rücksicht darauf, ob sie wiedergewählt werden. Und wohl gemerkt: Das Wohl der Menschen hat nichts damit zu tun, ob der Wohlstand gemehrt wurde.

Ich habe die Befürchtung, dass all dies in den Überlegungen der Staatenlenker keine Rolle spielt. Sollte dem so sein, dann werde ich die Konsequenzen daraus vermutlich (hoffentlich) nicht mehr miterleben. Meine Kinder aber wohl.

Es grüßt,
das Smamap

 

Ein typischer Samstag vormittag

Der ist natürlich von allgemeiner Wichtigkeit und sollte deshalb von jederman wahrgenommen werden. Also schreibe ich ihn hier für die Welt nieder.

Habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meinen Wecker am Wochenende auszustellen. Also habe ich ihn heute nicht gehört.
Sonst ist es so, dass ich den Wecker (=Smartphone; wie funktionierte das bloß früher?) weit weg lege, damit ich nicht, gaaaaanz aus Versehen, auf den Ausschalter komme, und mich später dann wundere.
Heute lag der Wecker auch weit weg, und trotzdem habe ich ihn nicht gehört.

Mein Wecker ist am Samstag immer der Parkplatz des nebenliegenden Marktes. Dorthin geht nämlich mein Schlafzimmerfenster raus. Nach etlichen zugeschlagenen Kofferraumdeckeln wache ich dann also in der Regel auf. So auch heute.

Stand also auf, wackelte zur Dusche, nachdem ich die Ventilation auf Stufe 10 gestellt hatte (=Schlafzimmerfenster ganz aufgerissen).

Nach Duschen und Rasieren zeigte mir ein aufmerksamer Blick in den Spiegel, dass ich mich SO sehen lassen konnte.

Dann in aller Ruhe gefrühstückt. Fällt bei mir zur Zeit immer kurz aus, weil ich seit einiger Zeit praktiziere, dass es nicht viel gibt. Dazu kommt, dass das Mittagessen jetzt meist ausfällt.
Der geneigte Leser mag daraus entnehmen, dass eine reduzierte Nahrungsaufnahme erfolgt, weil die Waage etwas anzeigt, womit ich nicht so ganz einverstanden bin.

Da fällt mir ein, dass ich unterschlagen habe, dass ich vor dem „zur Dusche wackeln“ immer erst noch woanders hin wackle, um eventuelle Reste zu entsorgen, die es dann der Waage ermöglichen könnten, einige Gramm weniger anzuzeigen.

Nach dem Frühstück, mal schnell an PC gesetzt (was eig gelogen ist, weil es ist ja kein herkömmlicher PC mehr, sondern eine Himbeere; was aber dann doch wieder stimmt, weil PC heißt ja ausgeschrieben „Personal Computer“, und die Himbeere ist ja durchaus solches).

Während ich da saß, lief nebenbei der Radio (was ja eig DAS Radio heißen muss). Und plötzlich hieß es „10 Uhr, hier sind die Nachrichten“. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. ZEHN UHR??? Das konnte doch gar nicht sein. Ich war doch zeitig aufgestanden.
Mir fiel ein, dass ich nach dem Aufstehen nicht auf die Uhr gesehen hatte. Es hätte also durchaus auch 6 Uhr sein können. Was aber auch weder nicht geht, weil um 6 wär es noch dunkel gewesen.

Egal.

Also mal kurz in die Ausgehklamotten gehüpft (was funktioniert, wenn das Aufstehen schon eine Weile zurückliegt), und mich nach draußen begeben.

Ich entschied alles zu fuß zu erledigen. Alternative wäre Fahrrad gewesen (Auto hab ich ja keins mehr). Aber bei 3° C war mir das zu kalt.

Ich entschied, zu dem Markt zu wollen, der etwa 2 KM entfernt ist. Dort wo ich hauptsächlich einkaufe, das wären nur 500 Meter, aber mir war heute nach Laufen.
Außerdem hatte im Baumarkt dort draußen eh was zu erledigen.

Gottseidank war ich so schlau, meine Mütze mitzunehmen. Wenn man nur noch wenig Haare hat, dann lehrt einen die Erfahrung, dass die Wärmedämmung dann zu wünschen übrig lässt. Ich möchte hier ganz offiziell dem Erfinder einer solchen Kopfbedeckung danken, und zwar im Namen aller Kopf-wenig-Behaarten.

Zu einer dickeren Jacke hatte ich mich ja schon vor einer Woche durchgerungen, so dass ich also heute relativ warm von meinem Ausflug wieder zurück kam.

Besonderes gab es dort nicht zu erleben. Wahrscheinlich waren so sämtliche Spaßvögel noch zuhause. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nicht mal jemand da war, der an der Kasse fein säuberlich seine Sachen stapelte, und genau darauf achtete, dass seine Sachen auch  durch Begrenzungen gegenüber den anderen Einkäufern abgetrennt waren.

Aber halt, EINS war dann doch. Fällt mir ein, weil ich von „Spaßvögeln“ redete: Den Vogel hatte nämlich jener Audi-Fahrer abgeschossen, der mit 75 in die 30-er-Zone einfuhr (zu sehen auf der inoffiziellen Geschwindigkeitsuhr, die dort stand). Aber nein, es waren nur 73, um der Wahrheit die Ehre zu geben.
Aber dem wirds wurscht gewesen sein, und Tote gab’s keine.

Als ich dann wieder zurück war, stellte ich fest, dass ich nun auch zum erlauchten Kreis derjenigen gehöre, die samtags ein Paket an Werbeprospekten in den Briefkasten geworfen bekommen.
Scheinbar hat der Zusteller gewechselt (jedenfalls sah ich einen auf meinem Rückweg, den ich nicht kannte), und so kann ich nun auch jeweils am Wochenende, die Prospekte durchsehen, um ev. Angebote zu erspähen.
Ich muss sagen, ich sehe das durchaus positiv. Mittlerweile habe ich die Preise im Kopf (zumindest für das, was ich so brauche). Und so kann ich schon abschätzen, ob es etwas irgendwo günstiger gibt. Mein Vorteil: Ich kaufe nur das, was ich wirklich benötige, und zudem habe ich kein Auto, was mich dazu verleiten könnte, für 2,50€ Fahrtkosten irgendwo hin zu fahren, um etwas zu kaufen, was es dort um 20 Cent günstiger gibt. Bei mir geht es nur zu Fuß.

Und nachdem ich das jetzt fertig geschrieben habe, kommt just in dem Moment die Sonne raus und spiegelt sich in meinem Bildschirm.

Also „Ende im Gelände“.

Schönes We für alle.

Gruß
Smamap

 

Die Zeichen der Zeit

Windows wird heute 30.

Vor 30 Jahren gab es Windows 1.0

Es ist schon Wahnsinn, was sich seit damals getan hat.

Jetzt könnte man sagen, der Unterschied besteht nur in einem Punkt.
Damals: Windows 1.0
Heute: Windows 10

Aber es hat sich natürlich sehr viel mehr getan. Nicht nur bei Windows. Auch in vielen anderen Bereichen.
Der Unterschied ist, dass es sehr viele andere Dinge, die mal Bestandteil unseres Lebens waren, nicht mehr gibt.

Beispiele dafür?
Bittesehr?

  • Kassettenrekorder
  • Walkman
  • Wählscheibentelefon
  • Analoge Filmkamera (mit Bandkassette)
  • tragbarer CD-Spieler
  • 3,5″ Zoll Diskettenlaufwerk (PC)
  • ZIP-Laufwerk (PC)
  • VHS-Recorder (und alle anderen Video-Systeme, die es gab)

Und die Zyklen werden immer kürzer, in denen die Dinge sich überholen.

Ich wage die Behauptung, dass es in 10 Jahren keine PCs mehr gibt. Ev. sogar auch keine Notebooks mehr.

Die Frage die sich mir stellt: Soll ich versuchen, mit den Entwicklungen wissenmäßig und praktisch schritt zu halten oder nur die Dinge, die mir wichtig erscheinen, aus dem Strom herausgreifen (wie auch immer ich das bewerkstellige)?

Bin ich dann weniger zufrieden oder gar glücklich, wenn Letzters der Fall ist?

Ich denke da an eine alte Dame, die ich kenne. Sie hatte bisher nie ein Handy. Erst jetzt bekam sie eines, mit großen Tasten und einem kleinen Display. Für den Notfall.
Die ganze Ära von Handy/Smartphone/Tablet/PC/etc. ging an ihr vorbei.
Hatte sie deshalb ein ärmeres Leben?

Es grüßt,
das Smamap

…. mit etwas mehr Tempo bitte !!!

Hab heute an etwas gedacht, was mir jetzt eine Zeit lang entfallen war.

Wie schon berichtet, ist mein Obst hier ein  wenig langsamer, als man das von einem PC gewohnt ist. Aber auch nicht SO langsam, dass man das jetzt als negativ werten müsste.

ABER … es gibt die Möglichkeit, den Raspberry zu übertakten.

Bevor jetzt jemand schreit, dass das ja eine gefährliche Sache wäre, muss man dazu sagen, dass ein Übertakten in Maßen vielmehr eine gängige Sache ist, die sogar vom Hersteller angeboten wird. Das ist auch der Grund dafür, dass das Übertakten im Einstellungsmenü der Himbeere enthalten ist. Dass das völlig normal ist, das Overclocking, hat auch damit zu tun, wie ein Prozessor hergestellt wird. Aber das würde jetzt zu weit führen.

Von Haus aus ist der Pi auf 700 MHZ eingestellt. Das ist quasi so, als würde man den A3 immer nur mit 130 KM/h fahren.

Über besagtes Einstellungsmenü kann man nun auswählen, dass der Prozessor mit 800, 900, 950 oder gar 1000 MHZ gefahren wird. Als so, als würde man besagten A3 mit 150, 180 oder 200 KM/h fahren.

Und genauso wenig wie man ein Auto immer bis zum Anschlag fährt, wird auch die eingestellte Maximal-Frequenz nur bei Bedarf gefahren.

Ich hab jetzt zu Beginn des Übertaktens, mir immer im Hintergrund 2 Anzeigeprogramme mitlaufen lassen, die mir anzeigen, mit welcher Frequenz der Pi läuft und welche Temperatur die CPU hat.

Ich hab dann als erstes mal die CPU auf 900 MHZ gestellt, wodurch auch die Taktfrequenz mit der der Arbeitsspeicher läuft, entsprechend hoch geht.

Bei den Dingen, die ich hier mache, also z.B. diesen Beitrag schreiben, komme ich nicht mal auf 50° C. Zuvor, mit der Standardeinstellung von 700 MHZ hatte ich selten mehr wie 45° C.

Es kommt drauf an, was man so macht. Eben wie beim PC auch. Wenn ich dauernd Filme ansehe, was einen Rechner sehr belastet, dann geht das sicherlich in die Höhe.

Aber das kann man ja beobachten.
Zudem gibt es eine Sicherheitseinrichtung, die dafür sorgt, dass das System bei 85° C abschaltet, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Das hat der Hersteller bewußt so eingebaut.

Ganz klar ist es so, dass je höher eine Betriebstemperatur von etwas ist, sich dies auf die generelle Lebensdauer eines Systems auswirkt. Das ist beim Auto so, bei der Glühbirne, und bei jedem anderen System auch, das mit Wärme zu tun hat.

So …. ich werde jetzt an dieser Stelle mal eine Pause einlegen, und das System auf 950 MHZ hochtakten, um zu sehen, welche Unterschiede sich ergeben.

…….

Etwa 30 Sekunden später (15 Sek. für die Änderung der Einstellung und 15 Sek. zum wieder hochfahren des Systems), bin ich also wieder hier.

Ganz brav zeigt mir mein Hintergrundprogramm die 950 MHZ an. Die Temperatur ist zu Beginn immer noch unter 50° C. Mal sehen, wo sie hinläuft.

Wie schon ausgeführt, hat eine höhere Betriebstemperatur immer die Auswirkung einer reduzierten Lebensdauer. Wenn sich also die Temperatur in bescheidenem Maße erhöht, dann reduziert sich die Lebensdauer nur wenig.
Angenommen eine Lebensdauer, die normalerweise bei 20 Jahren sich bewegt, reduziert sich auf etwa 18 Jahre, dann würde man das wohl noch unter „absolut OK“ vermerken.

Und genau von solchen Szenarien schreibe ich hier.

Und so habe ich meinem Pi jetzt also eine Leistungsspritze verpasst, um den Leistungsabfall gegenüber dem PC möglichst gering zu halten
….. und bin schlicht begeistert.

Zum Abschluss lasse ich mal einen Film laufen, genauer gesagt, ich streame ihn aus dem Netz. Habe ich mir kürzlich erst angesehen. Wird also sozusagen ein Stresstest bzgl der Temperatur.

…. PASST !!! Die Temp stand zunächst gleichbleibend bei 49° C, und nachdem ich auf Vollbildmodus gegangen war, was das System noch mehr beansprucht, waren es dann sage und schreibe 51° C.

Ergo …. es kommt dann mal der Zeitpunkt, zu dem ich zum meinem bisherigen Windoes-PC sage …… Pffffffff / ätsch-bätsch

Es grüßt,
das Smamap

Geht doch !!!!

Von Zeit zu Zeit veröffentliche ich unter „Tips & Tricks“ einen Beitrag, wie ich sparsam lebe bzw. umweltgerecht. Manche kennen das ja schon.

Und so kann ich vermelden, dass es mir mittlerweile gelungen ist meinen Stromverbrauch entschieden zu reduzieren.

Ich hatte früher einen Verbrauch von ca. 50 KWh im Monat, um in meiner neuen Wohnung dann festzustellen, dass ich hier plötzlich bei 75 KWh mich befinde. Und da wollte ich natürlich schon wieder hinkommen, wo ich schon mal war.

Es ist ja schon ein Unterschied, ob ich im Jahr für 600 KWh bezahle oder 50% mehr, also für 900 KWh.

Und ich habe es tatsächlich geschafft:

Ein sparsamer Kühlschrank, eine sparsame EDV, und der Umstieg auf LED-Leuchtmittel, und schon passte es wieder.

Der hauptsächliche Punkt dabei war der Kühlschrank.

Vll kann ich ja den einen oder anderen dazu animieren, sich auch ein paar Gedanken dazu zu machen. Denn es ist mit relativ wenig Einsatz möglich, relativ viel zu erreichen.

Eig ist es nur eine Frage des Wollens.

Liebe Grüße,
Euer Smamap

Die Himmbeere – ein weiterer Zwischenbericht

Zuerst mal ein Bild wie das Ganze jetzt aussieht

2015-11-19 20.21.01

Hab das gute Stück jetzt an der Seite meines PC-Tisches befestigt. Zum Größenvergleich hab ich oben eine normale SD-Karte draufgestellt.

Um es nochmal zu sagen: Die kleine schwarze Schachtel ist mein PC !!!!

Zugegeben, die Befestigung ist nicht so elegant, wie wenn jemand seinen iMac auf einem Schwebearm an der Wand balanciert. Aber es hat trotzdem eine gewisse Eleganz.

Wie schon angedeutet, läuft die „Kiste“ auf Grund ihrer etwas schmäleren Ausstattung etwas langsamer wie ein PC. Etwas mehr Geduld muss man schon mitbringen.
Aber wenn man die dabei hat, läuft er doch recht flott.

Ich hab mir letztens einen Artikel durchgelesen, was man jetzt in einen PC investieren muss, wenn man einerseits Windows10 flott nutzen möchte, und gleichzeitig für zukünftige Techniken, ausgerüstet sein möchte. Soll heißen, was in einem PC verbaut sein sollte, damit man dann auch die Speicher und sonstige Peripherie einbauen kann, die für die nächsten Monate erwartet wird.
Dafür muss man dann schon mal ein paar hundert Euro beiseite legen.

Für mich der absolute Wahnsinn, was einem da schon wieder aufgezwungen wird, um auf der Höhe zu bleiben.
Gleichzeitig habe ich heute gelesen, dass das neueste Update für Windows10 (5511), ohne Rückfrage bestimmte Programme löscht/abschaltet, die, natürlich aus Sicht von Microsoft, nicht mehr kompatibel mit Windows10 sind. Einfach so.

Ich hab dann zwar das Update heute auf meinem Windows-PC durchlaufen lassen, um für die Dinge, die ich noch auf ihm bewältige, gewappnet zu sein, war aber dann ganz froh, wie ich wieder auf meinem Obst zugange war, in dem Bewußtsein, hier nicht vergewaltigt zu werden, zu Dingen, die ich überhaupt nicht will.

Mitunter muss ich zwar Ausschau halten noch Methoden, die etwas weniger Ressourcen benötigen.
Heute z.B. hab ich festgestellt, dass WordPress den Editor verändert hat. Das macht sich bei wenig Arbeitsspeicher und schmalerer CPU sofort im Tempo bemerkbar. Also werde ich morgen mal sehen, ob es i-wie möglich ist, den bisherigen Editor weiter zu verwenden.

Aber es ist eben doch ein gutes Gefühl, sich „ungezwungen“ bewegen zu können, und das Ganze mit 3-4 Watt statt 100.

Auch habe ich festgestellt, dass sich mein Browser nicht mit meinem Online-Banking verträgt. Also heute einen alternativen Browser installiert, den ich dann in diesem Fall starte (nennt sich Iceweasel, und ist praktisch Firefox).

Man muss also etwas experimentieren, um das Optimum zu erreichen.
Aber das macht gleichzeitig auch Spass, und verbreitert die Wissensbasis.

Also hab ich in die „neue Technik“ ca. 50€ investiert, einiges an Zeit, und den schon vorhandenen Bildschirm mit Maus und Tastatur, sowie ein kostenloses Betriebssystem aus dem Internet, und das war’s.

Damit hab ich jetzt für die nächsten 10-15 Jahre Ruhe. Dann bin ich 70 und ob ich dann noch großartig IT benötige, das wird sich dann zeigen.

Den PC, den ich jetzt mit Windows10 noch sporadisch benötige, der ist dann fast 20 Jahre alt und hat seinen Dienst getan. Jedenfalls werde ich nicht mehr in die Situation kommen, dass ich für ein Windows oder einen PC oder ein Office x-hundert Euro ausgeben und mich dem beugen muss, wass Winzigweich mir vorschreibt.

In diesem Sinne: Nieder mit den Alpen …. freie Sicht auf’s Mittelmeer.

Es grüßt,
das Smamap

Wehret den Anfängen

Habe vorhin folgenden Text gelesen:

Wenn niemand die Welt zerstört, muss sie auch niemand retten. Wenn niemand andere Länder zerbombt und Kriege munitioniert, verlieren Menschen nicht ihre Heimat. Wenn niemand andere Länder wirtschaftlich ausbeutet, gibt es überall eine lebenswerte Zukunft!

Ich habe den Text etwas gekürzt (in der Länge). Es spielt auch keine Rolle, WER das von sich gegeben hat. Wichtig ist nur, dass es stimmt. Es fehlt zwar in meinen Augen was (sowas wie „wenn niemand andere tötet, kann man friedlich zusammenleben“), aber es steckt schon sehr viel Wahres drin.

Ich hatte jüngst schon mal zum Ausdruck gebracht, dass auf der Welt Kreisläufe im Gange sind bzw. Spiralen.

Keiner kann mehr sagen, wer angefangen hat.

Überall sterben Mensch. In Paris, in Beirut, in Damaskus, in der Ukraine, in Tel Aviv, in Bagdad, in der Türkei, über dem Sinai. Und von denen, die wegen Hunger sterben, wegen Brandrodungen, wegen Bandenrivalitäten oder gar unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, ist hier noch gar nicht die Rede.

Und überall ist es das Gleiche: Keiner kann sagen, wer eigentlich angefangen hat, und in den seltensten Fällen, worum es überhaupt geht. Und überall gibt es welche, die Kapital schlagen aus den Ereignissen oder sie ev. sogar angezettelt haben, um Kapital draus schlagen zu können.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sagen, es sei wie bei Kindern im Sandkasten:
DER IST SCHULD
NEIN, DER IST SCHULD
NEIN, DER DA HAT ANGEFANGEN
STIMMT JA GAR NICHT …….

Einer nimmt dem anderen was weg, der zahlt es dem heim, der rächt sich dafür usw usf und am Ende weiß keiner mehr, wo alles seinen Anfang nahm.

Darf man den Vergleich ziehen, dass heutzutage das Gleiche abläuft, nur mit anderen Mitteln?

Jeder sieht es aus seiner Warte. Derjenige, dessen ganze Familie um’s Leben kam, bei einem Bombenabwurf, der schwört Rache. Diejenigen, die dieser Rache ausgesetzt sind, schwören ihrerseits wieder Rache. Und so führt eines zum anderen. Und immer wieder gibt es jemanden, der diese Gewalt-Schaukel, diese Gewalt-Spirale für seine Zwecke benützt.

JA, das alles ist menschlich.

Aber wo soll es hinführen?

Und wie soll es gelingen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

Aus meiner Sicht sehe ich nur die Möglichkeit, von Gewalt abzulassen und in Frieden und Gleichgerechtigung zusammen zu leben.

Wenn alle Menschen gleichberechtigt wären, und sich die Ressourcen teilen, und niemand dem anderen etwas aufzuzwingen versucht, keinen Glauben, keine Lebensweise ……
Wäre das das Ende des Tötens?

Image …………

Interessen

Es passiert so Furchtbares auf der Welt.

Und so Vieles davon mit Gewalt.

Ich weiß nicht, ob irgendetwas davon schlimmer ist als irgendwas anderes.

Da gibt es den Terroranschlag in einer russischen Schule.
Da gibt es den Terroranschlag auf einen Wolkenkratzer.
Da gibt es die fast völlige Auslöschung eines Stammes in Afrika.
Da gibt es die Terrorisierung ganzer Bevölkerungen in Afrika.
Da gibt es den Anschlag auf eine Zeitung.
Da gibt es Tote Tag für Tag im Nahen Osten.
Es gibt täglich die Toten von Bombardements.
Es gibt fast täglich die Enthauptungen derer, die nicht dem „wahren“ Glauben folgen.
…. und diese Liste ließe sich absolut endlos fortsetzen, AUCH in die Vergangenheit.

Rechtfertigt das eine, das andere?
Sind 15 Tote weniger schlimm, als 120?
Rechtfertigt der eine Mord den nächsten Mord?
Wo ist die Grenze zwischen Verteidigung und Mord? Ist es Interpretationssache? Ist es eine Frage des Standpunkts oder des Wohnorts?
Wie sieht ein Mann eine Racheaktion, die seine ganze Familie auslöscht? Vermag er es als gerechtfertigte Verteidigung zu sehen, der seine Familie zum Opfer gefallen ist?
Ist es ein Unterschied, ob dieser Mann in Paris wohnt oder in Damaskus?

Ist nicht die eine Gewalt der Nährboden für die nächste Gewalt?

Kann man nicht vermuten, dass das Entstehen eines IS, die Folge von etwas anderem ist; es also etwas gab, was seine Entstehung gefördert hat? Wäre dabei die Annahme gerechtfertigt, dass es so manche Mächtige oder Führer einer Bewegung gibt, die versuchen Kapital aus einer Situation zu schlagen?

Kann man aus dem allen den Schluss ziehen, dass Gewalt ständig nur Gegengewalt erzeugt, und am Ende keiner mehr weiß, wer überhaupt angefangen hat, und um was es eigentlich geht?

Sicherlich, wenn man die Ereignisse von Paris sich vor Augen führt, dann schreit unmittelbar nach den Anschlägen alles nach Rache. Und wenn ich betroffen wäre, dann würde ich ganz genauso empfinden.

Mit Abstand könnte das jedoch schon wieder etwas anders sich darstellen: Es erfolgen Gegenaktionen, deren Leidtragende den Nährboden darstellen für die nächsten Anschläge.

Ich vermag nicht zu sehen, wo uns diese Gewaltspirale hinbringen soll. Es wird zwangsläufig immer diejenigen geben, die Rache üben wollen.

Auf der Strecke bleibt dabei das Leben. Wer womit angefangen hat, ist dann völlig belanglos.

Und wo ist bei dem allen die Grenze?
Es wird immer jemanden geben, der eine Möglichkeit findet, noch radikaler zu antworten.
Und wenn wir Pech haben, dann wird eines Tages die Menschheit ausgelöscht, weil irgendjemand Mittel in die Finger bekommen hat, die dies ermöglichen.

Und das alles dann im Namen von Interessen, Freiheit, Rechtsstatt, Glauben, Rache und was auch immer.

Auf dem nicht vorhandenen Grabstein würde dann vermutlich stehen:

Sie konnten nicht in Frieden und gleichberechtigt leben