Rugby

Eher zufällig habe ich mir letztens eine Übertragung angesehen, auf Eurosport, anlässlich der aktuell stattfindenden Rugby-Weltmeisterschaft.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Sport, so ganz generell, durchaus zugetan bin. Ich gehöre allerdings zur Mehrheit derer, die viele Sportarten nicht selbst aktiv betreiben, sondern sie eher betrachten.

Nachdem mir Rugby bisher eher fremd war, sah ich mir also mal so ein Spiel an, eher aus dem Ansinnen heraus, zu verstehen, um was es überhaupt geht. Neugierde halber quasi.

Und ich muss sagen: Ein sehr interessanter Sport.
AUCH deswegen, weil hier Fairness so hoch angesiedelt ist, und sich so manche Zeitgenossen durchaus eine Scheibe davon abschneiden könnten.

Der Sport ist ja durchweg durch handfesten Körperkontakt geprägt, aber eben auch dadurch, dass oberstes Gebot ist, den anderen zu schützen, zu respektieren und auch die Regeln haben zu allererst dieses Ziel.

Der Schiedsrichter ist dabei unangefochtene Autorität, er wird unterstützt durch einen „Fernseh“-Schiedsrichter, der häufiger im Spiel „angerufen“ wird, und sich bestimmte Szenen aus verschiedensten Blickwinkeln ansieht, um dem eigentlichen Schiri dann zu sagen, wie zu entscheiden ist.
Außer den beiden Kapitänen der Mannschaften, darf kein Spieler mit dem Schiri sprechen.

Nach Ende des Spiels stehen abwechselnd beide Mannschaften Spalier für die jeweils andere Mannschaft, beklatscht diese und deren Leistung. Eine Respektsbezeugung dem Gegner gegenüber, und zwar egal, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Wie gesagt, eine Verhaltensweise, von der sich so Manche eine Scheibe abschneiden könnten: Der Respekt dem anderen gegenüber, sollte stets Vorrang haben. Nicht nur im Sport.

Und AUCH in anderen Sportarten, könnten sich so Manche daran orientieren: Man stelle sich nur vor, ein Fußball-Schiedsrichter bekäme die Unterstützung eines „Kollegen“, der sich Strittiges nochmals am Bildschirm aus allen Richtungen anschauen kann. Und man stelle sich vor, ein Schiri hätte auch deswegen ein ganz anderen Ansehen, weil alles unternommen wird, damit er immer die richtige Entscheidung trifft. Und die Regel, dass nur der Kapitän mit ihm sprechen darf, täte ein Übriges.

JA, ich oute mich als ein Fan, egal in welchem Sport, für den faires Verhalten Priorität hat. Nicht zuletzt deshalb mag ich auch „Snooker“ sehr gerne. Wenn dort einer ein unbemerktes Foul begeht, ist es Ehrensache, von sich aus darauf hinzuweisen; wie überhaupt auch dort Fairness an vorderster Stelle steht.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!