Schadware die 2.

Mein gestriger Beitrag zum Thema Schadware und Cyberattacke beschrieb die eigentliche Problematik hinter dem Vorgang.

Dazu heute ein Zitat eines Fachmanns:

Glauben Sie, dass die Attacke als Weckruf dient und Unternehmen und Verbraucher gewissenhafter Updates laden werden, um Sicherheitslücken zu schließen?

Dass man Updates zum Stopfen der Schwachstellen einspielen muss, das weiß man eigentlich. Aber schon 2008 war es so, dass sich Computer zum Teil noch zwei Jahre später mit dem Wurm ansteckten, weil die Patches immer noch nicht eingespielt worden waren. Einen gewissen Lerneffekt wird es jetzt sicher geben. Aber wer es bisher nicht verstanden hat, der wird das auch durch so eine Attacke nicht lernen

Das Problem ist und bleibt, dass sich die Betreiber von EDV-Systemen, egal ob jetzt beruflich oder privat, nicht wundern dürfen, wenn etwas passiert, wenn man beim Losfahren leichtsinnigerweise die Autotüre offen lässt.

Wenn es einem also die Autotüre wegreisst, muss man sich nicht wundern.

Das mit der Autotüre passiert in der Realität nicht, weil jeder weiß, dass man sich selbst damit Schaden zufügt. Sei es finanziell oder persönlich.

Das Bewusstsein dafür, dass man sich mit teilweise ungeschützten EDV-Systemen selbst Schaden zufügt, ist offenbar immer noch nicht genügend vorhanden. Dazu bedarf es erst einmal eines Schadens, den man selbst erlitten hat.

Dabei hilft es auch nicht, wenn das eigentliche Problem zu Schadware woanders liegt, also z.B. bei Microsoft oder einem anderen Softwarehersteller.

Um die Parallele wieder zu ziehen: Man wird ja auch dann nicht mit geöffneter Autotüre losfahren, wenn jemand anders die Türe offen gelassen hat???

Was es offenbar braucht, ist ein Bewusstsein, wie schädlich ein ungeschütztes System im IT-Bereich ist.

Aber Computer, das sind abstrakte Dinge. Ebenso wie die Tatsache, dass die Informationen, die über einen selbst in solchen Systemen gespeichert sind, einem auch Schaden zufügen können.

Die Verbindung zwischen solch Abstraktem und dem persönlichen tatsächlichen Empfinden, muss erstmal hergestellt werden.

Und das geht offenbar nur über direkte Erfahrung.

NUR – eine solche Erfahrung, die kann extrem sein ….
Angefangen damit, dass jemand mit Schadware das eigene Bankkonto leerräumt, bis dahin, dass das EDV-System eines Betriebes verschlüsselt/vernichtet wird, und dieser Betrieb deshalb bankrott geht.
Nicht umsonst gibt es in Firmen ganze Abteilungen, die dafür zuständig sind, dass derlei nicht passiert.
Im Privatbereich ist das immer der Einzelne selbst.

Es grüßt,
das Smamap

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