Schilderwald

Gestern, wie ich DAS sah …..
2015-07-08 16.36.24
…. da ging mir auf, dass ich ohne Auto auch einen gewaltigen Vorteil habe, nämlich den, keine Schilder mehr interpretieren zu müssen.

Obiges bedeutet wohl, dass es keinen Sinn mehr macht, an der Stadtbibliothek zu halten, weil die Kommune kein Geld mehr für Bücher hat???
Schließlich müssen Rücklagen gebildet werden, für Griechenland, für das neue Raketenabwehrsystem, für jegliche Diäten und nicht zuletzt für irgendwelche Großprojekte, die wir alle brauchen.

Wenn dann das Schwimmbad geschlossen wird, wie in der Nachbargemeinde bereits geschehen, dann ist halt das Geld ausgegangen.

Aber wo kämen wir denn da hin, wenn die Bürger Anspruch auf ganz normale Einrichtungen erheben würden?

Die Alternative zur Stadtbibliothek wäre ja schon gefunden, nämlich …..
2015-05-29 19.10.16
….. da kann jeder ein Buch sich nehmen, wenn er gleichzeitig ein eigenes Buch dort reinlegt.
Im Ernst: Das ist ein Projekt der hiesigen Schule ….. man besorgte eine Telefonzelle, mit Unterstützung einer lokalen Firma, und startete das Projekt „offene Telefonzelle“.

Aber zurück zu den Verkehrsschildern. Wie ich noch Autofahrer war, da fragte ich mich schon desöfteren, wer diesen Wettbewerb gewonnen hat, den Wettbewerb nämlich, welches DIE Stadt in D ist, mit den meisten Verkehrsschildern? Ich behaupte mal, dass man in D die Hälfte aller Schilder bedenkenlos abschaffen kann. Warum ich in einer 70-er Zone auf einer Strecke von 5 KM 10x daran erinnert werden muss, dass ich nur 70 fahren darf, das hat sich mir nie richtig erschlossen. Und warum eine 70-er Zone zuende ist, und natürlich ein entsprechendes Schild darüber Auskunft gibt, nur damit 3 KM weiter die nächste 70-er Zone beginnt, dieses Pudels Kern hab ich auch nie so richtig begriffen.
Unsere Kommunen, Bezirke, Landkreise und was auch immer, haben kein Geld, aber sie haben Schilder!

Es steht zu vermuten, dass es der Schilder-Industrie recht gut geht.

Auch als Radfahrer bekommt man seine Schider ab! V.a. dann, wenn da ein Radweg ist. Ohne dieses Schild würde ich gar nicht wissen, dass da ein Radweg ist. Selbstverständlich würde ich ohne dieses Schild diesen Weg auch gar nicht als Radweg sehen, und auf der Straße weiterfahren. Und wenn ein Radweg zuende ist, dann informiert mich auch ein Schild darüber.

Letztens habe ich gar einen furchtbaren Frevel mir erlaubt: Ich hab einen Fußgängerweg mit dem Fahrrad befahren, weil es sehr viel sicherer war, als auf der Straße zu bleiben. Und das Ganze OHNE Schild. Man stelle sich vor! Na ja, ob es ein Fußgängerweg war, das kann ich eig. gar nicht so genau sagen, denn schließlich war ja kein Schild da, das darüber Auskunft gab. Und was soll ich sagen …. die Fußgänger und ich als Radfahrer, wir kamen wunderbar miteinander zurecht.

Es wär mal interessant, wenn sich eine Kommune fände, die alle Schilder abschafft, und nur die ABSOLUT notwendigen belässt, z.B. „Einbahnstraße“.
Vll könnte man dann ja auch eine ev. geschlossene Stadtbibliothek oder ein geschl. Bad wieder eröffnen.

Es grüßt,
das Smamap

Freu mich echt über jede Nachricht !!!