SO retten wir unsere Umwelt

Dies klingt so, als hätte ich einen Plan, aber mitnichten, denn ‚SO retten wir unsere Umwelt‘ soll nur zeigen, was wir derzeit tun!

Wir bauen zB Elektroautos. Mal abgesehen davon, dass es nichts Schädlicheres für diesen Planeten gibt, als den Individualverkehr mittels Auto, sind die Rohstoffe (Stichwort ’seltene Erden‘), nicht mal ansatzweise in den Mengen vorhanden, die es bräuchte, um massenhaft E-Autos/Akkus zu produzieren. Das ist kein Geheimnis, aber die maßgeblichen Leute halten damit hinterm Berg.

Wieder einmal wird gelogen, dass sich die Balken biegen, um den ‚return of invest‘, sprich höchstmögliche Gewinne, so schnell als möglich zu realisieren. SO retten wir unsere Umwelt?

Das mit den erneuerbaren Energien ist auch so eine Sache. Zwar haben wir Windräder und Fotovoltaik-Anlagen, die keine Schadstoffe produzieren. Jedoch sie ersetzen lediglich die Atomkraftwerke, die ähnlich schadstoffarm sind/waren. Das soll nicht für Atomkraftwerke plädieren, sondern schlicht zeigen, dass NICHTS passiert ist, um den Schadstoffeintrag unseres Landes in die planetare Umwelt signifikant zu reduzieren. SO retten wir unsere Umwelt?

Dazu wäre die Abschaltung der Kohlekraftwerke ein probates Mittel. Doch das wurde verschoben, um Jahre und Jahrzehnte. SO retten wir unsere Umwelt.

Auch die sofortige Einführung von Abgasreinigungsanlagen für Wohnhäuser hätte einen Soforteffekt globalen Ausmaßes. Getan wird NICHTS.

Es gäbe viele Beispiele bei denen die Politik ebenso versagt. Eine Politik, der es darum geht, Wahlen zu gewinnen. Darum geht es solange, bis alles zu spät ist.

Im Vergleich zu dem, was getan werden müsste, ist das, was tatsächlich passiert, blanke Augenwischerei. Die Katastrophe zeichnet sich am Horizont schon ab, d.h. sie ist schon da. Und immer noch wird so getan, als gäbe es sie nicht.

So getan von der Industrie, von der Politik, die oft als reiner Erfüllungsgehilfe der Industrie erscheint. So getan wird auch von den Menschen allüberall. Von den Menschen, die die Umwelt verpesten und diesen Planeten ausbeuten, indem sie so leben, wie sie leben.

Und dabei ist es keine Entschuldigung, den schwarzen Peter dem Staat zuzuschieben, der doch die Aufgabe habe, solche Vorgaben festzulegen, dass die Menschen jetzt und künftig sicher leben können. Aber letztlich sind es die Menschen selbst, die tun was sie tun oder eben nicht tun, was sie nicht tun. Und die Politik zieht den Schwanz ein, aus bekannten Gründen.

Es heißt, wir leben im „Kapitalozän“, also im Zeitalter des Kapitals. Nur das Geld zählt also.

Und das zu erhalten, heiligt alle Mittel.

Führt zurück zum E-Auto. Dafür braucht man zB Kobalt. Wer sich die Mühe macht, das nachzulesen, wird sehen, unter welchen Bedingungen dieses, hauptsächlich in Afrika, abgebaut wird. Wobei die Frage bleibt, was wohl eher zuende geht, das Kobalt oder das Erdöl. Vermutlich Ersteres. Aber das hängt natürlich keiner an die große Glocke, denn was zählt ist der ‚return of invest‘.

Es ist 5 vor 12. Und immer noch tut jeder das, was er immer getan hat. Die Industrie, die Politik, der Bürger, die Interessenverbände, die Lobbyisten. Jeder schielt auf seinen (finanziellen) Vorteil. Die Umwelt bleibt dabei total auf der Strecke.

WANN steht endlich jemand auf, und stemmt sich gegen die fast schon unausweichliche Katastrophe, die möglicherweise alles hinwegbläst, was wir heute unser Leben nennen. Oder glaubt da jemand, unsere diversen Systeme würden das überleben, was da kommt, wenn wir immer so weiter machen.

Ja, ich gebe zu, ich sehe das alles sehr schwarz. Aber die Tatsachen sprechen für sich. Und diese werden nicht anders, weil man sie nicht sehen will oder weil per Definition nicht sein kann, was nicht sein darf.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, und nicht kurzfristig gravierend umsteuern, wird uns das Klima überrennen. Ebenso wie die Flüchtlinge, der Mangel an Energie, Nahrung und sauberem Wasser.

OB es so kommt, bestimmen wir selbst. Wenn wir nicht ganz gewaltig gegensteuern, ist das aber so sicher, wie das Amen in der Kirche. Denn mit dem Klima kann man nicht diskutieren oder Kompromisse schließen. Es ist einfach so, wie es ist und richtet sich nach den Größen, die es bestimmen. Also zB Temperatur und Luftverschmutzung.

Der Mensch ist da nur ein unwichtiger Nebenfaktor. Zugegeben, er hat das Klima an seinen Kipppunkt gebracht. Irgendwas hat der Mensch da aber falsch verstanden, als es hieß, er solle sich die Erde untertan machen. Es scheint eher so, als würde sich die Erde anschicken, ihren Diktator zu vernichten.

Es sei hier auch noch an den Satz von Professor Lesch erinnert, der um Verzeihung dafür bittet, dass seine Generation versagt habe. Es spricht auch Bände dass eine schwedische Schülerin eine Klimabewegung ins Leben rufen muss, und sich viele Jugendliche ihr anschließen, um eine lebbare Zukunft einzufordern. Sie tut dies, weil von den Erwachsenen nichts kommt. Sie sagt dabei: „Wir müssen uns Sorgen machen, wir sollten in Panik sein, wir sollten uns aus unserer Komfortzone herausbewegen. Wir haben ein gemeinsames Ziel. Wir wollen eine Zukunft.“

Es grüßt das Smamap

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Ein Gedanke zu „SO retten wir unsere Umwelt

  1. Pingback: Das Klima schließt keine Kompromisse - Was(keine)FreudeMacht

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