Songs aufnehmen ?

Seit meinem Umstieg auf Linux hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich wieder die Möglichkeit realisieren wollte, Radio-Streams mitzuschneiden.

Bekanntlich ist es ja völlig legal, das zu tun.

Unter Windows hatte ich da ein riesen Programmpaket installiert, mit dem ich unendliche Möglichkeiten hatte irgendwelche Dinge aufzunehmen (von Filmen bis hin zu Musik; natürlich nur für mich privat, und ohne dass da ein Kopierschutz umgangen wurde; sprich – legal musste es sein).

Ich musste etwas suchen, um unter Ubuntu das zu finden, was ich wollte. Und selbstverständlich wollte ich nicht wieder ein Programmmonster auf meinem Rechner haben.

Die Lösung war letztlich ganz einfach:
Über das Ubuntu-Software-Center das Programm „Audacity“ installiert. Fertig.

Mit 7,2 MB war alles erledigt.

Zuerst wollte es nicht recht funktionieren. Ich startete auf antenne.de die Musikwiedergabe, startete Audacity, und klickte auf den Aufnahme-Button. Und es geschah – NICHTS.

GottSeiDank ist die User-Unterstützung für Ubuntu im Netz absolut klasse. Also kurz auf Google nachgelesen, und mitbekommen, dass man da, bei laufender Aufnahme, über die „PulseAudio-Lautstärkeregelung“ noch eine Einstellung vornehmen musste. Also in der Programmsuche (offiziel heißt das „Dash“) nach der PulseAudio-Lautstärkeregelung gesucht,

Bildschirmfoto vom 2016-03-14 12:34:45

mit Klick gestartet und auf der Registerkarte „Aufnahme“ umgestellt auf „Capture von ‚Monitor auf Interenes Audio Analog Stereo'“.

Das war’s – und schon sah ich bei Audacity die charakteristischen Ausschläge der Aufnahmeanzeige.

Der Rest ist eine bekannte Feinarbeit:
Also in Audacity die Songs im Aufnahmestream aussuchen, die man haben möchte, mit Einblendung/Ausblendung versehen und als MP3 exportieren. Fertig.

Genau das, was ich seit Jahren immer schon haben wollte. Und das Ganze rank und schlank.

Die Zeiten voluminöser Programm-Totschläger aus Windows-Zeiten gehören wohl auch endlich der Vergangenheit an.
Das äußert sich auch darin, dass ich früher eine Festplatte brauchte in der Größenordnung von etlichen hundert Gigabyte, um all die großen Programme und Daten unterzubringen. Unter Ubuntu benötige ich bisher, mit all dem, was ich früher auch hatte, 50 GB auf meiner 100 GB-Festplatte.
Das Ganze hat mich, sage und schreibe, 80 € gekostet. Den Rechner hatte ich gebraucht erworben (gut – ich kenne mich aus, und weiß, was nehmen), der Bildschirm war schon da, das Betriebssystem ist kostenlos.

PC-Herz, was willst du mehr.

Es grüßt,
das Smamap

 

8 Gedanken zu „Songs aufnehmen ?#8220;

  1. Ich kann natürlich nicht jegliche Sache beurteilen, die so gemacht wird. Ich kann nur sagen, dass die Qualität, die ich kenne, bei den Dingen, die ich mache, in keinster Weise Windows hinterher hinkt.
    Klar gibt es bei Linux, genauso wie bei Windows, Probleme, vor die manche Anwender gestellt sind. Wobei die Zahl der Probleme bei Windows weithaus höher liegt. Es ist nicht umsonst so, dass das Internet voll davon ist.
    Man kann PCs ohne Weiteres so einrichten, dass der NormalUser nicht erkennen kann, dass das jetzt Linux ist, und erstmal eine ganze Weile in dem Glauben ist, er hätte da Windows vor sich.
    Der Punkt ist der, dass man graphische Benutzeroberflächen geschaffen hat, damit der Anwender mit den Kommandozeilenbefehlen nichts zu schaffen hat. Sonst wären wir heute immer noch da, wo kryptische Befehle eingegeben werden müssen. Und wie sich das jetzt nennt, ob Windows oder Ubuntu oder sonstwie, das is völlig egal. Hauptsache die Kiste macht im Hintergrund das, was sie soll.
    Es gibt natürlich Dinge, in denen das eine besser ist, wie das andere: So würde ich als Spielekiste immer unbedingt Windows nehmen, und eine entsprechend ausgestattete Kiste. Für die zahlt man dann aber auch das 3-4-fache.
    Für Nicht-Spezialfälle würde ich immer Linux bevorzugen.
    Wobei ich weit davon entfernt bin, irgendwelche Philosophien zu knüppeln.
    Meine Werdegang war zu 100% Windows. Bin erst spät gewechselt.

  2. Hab ich schon vor geraumer Zeit verkauft. Wenn ich natürlich gewusst hätte …..
    Aber ich werde mir sicherlich den Pi 3 zulegen, sobald die Kinderkrankheiten beseitigt sind, und erste Berichte vorliegen.
    Sollte der dann auch nicht Vorstellungen entsprechen, dann weiß ich ja wohin

Freu mich echt über jede Nachricht !!!