WER braucht eig eine Stromtrasse, außer Aktionären und Konzernen?

Jüngst habe ich mich etwas mit dem Thema „Stromtrasse“ beschäftigt.

Sicherlich nicht in alle Tiefen, aber halt so, dass ich mitreden kann.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Wort „Stromtrasse“ für mich mit den Überlandleitungen verbunden, die da quer bzw. längs durch D zusätzlich gezogen werden sollten, um benötigten Strom in den Süden zu transportieren.

Als es dann hieß, das Ganze werde va unterirdisch verlegt, da war das Thema für mich gestorben.

Wenn man sich allerdings etwas damit beschäftigt, dann kommt das Thema „Stromtrasse“ automatisch wieder hoch.

Bisher meinte ich, die Gegner des Projekts absolut nicht zu verstehen, denn schließlich brauchen wir diesen Strom.

Und genau DAS ist NICHT der Fall (meiner Meinung nach).

Es gibt auch andere Argumente, die man anführen könnte.
So zB dass auch bei unterirdischer Verlegung, oberirdisch Schneisen entstehen; auch durch die Erwärmung die diese Erdkabel mit sich bringen, die Natur und die Böden geschädigt werden; wir alle das über die Strompreise erheblich zahlen, was da an Geldern ausgegeben wird, während Aktionäre und Konzerne den Rahm abschöpfen; elektromagnetische Felder ihren Tribut fordern etc etc.

Stromtrasse

Das mag alles richtig sein.

Was in der ganzen Diskussion oft vergessen wird, ist die Frage, ob wir das Ganze überhaupt brauchen?

Geht man nach den Stromkonzernen, gingen durch Abschaltungen der Atommeiler schon seit Jahren im Winter regelmäßig die Lichter aus (Stichwort „Blackout“); glaubt man der Politik und deren Vorhersagen, wird der Strom, dort wo er hintransportiert werden soll, künftig dringend benötigt.

Fakt ist, dass D, auch und va im Winter, immer noch ein Stromexporteur ist. Fakt ist, dass vor 2025 kein Strom über die Trasse fließen wird, schlicht weil nicht fertig. Fakt ist auch, dass das so eine Sache ist mit den Vorhersagen der Politik.

Va Letzteres versucht uns zu sagen, dass wir OHNE nicht auskommen. Und dabei ist das größte aller Potentiale noch in keinster Weise ausgeschöpft worden. Nämlich das Sparpotential. Durch geeignete Maßnahmen könnten Unmengen an Strom in den Haushalten eingespart werden. Auch ist in keinster Weise berücksichtigt, dass über Windkraft, Gaskraftwerke und Photovoltaik wesentliche Anteile an Strom hinzukommen (dort wo sie benötigt werden).

Trotzdem wird uns gesagt, dass wir diese Trassen brauchen.

Mich erinnert das Ganze an den Donauausbau bei Straubing (ich lebte dort viele Jahre). Der Bevölkerung wurde dort politischerseits eingebläut, dass dieser unbedingt benötigt werde.
Letztlich war der Widerstand in der Bevölkerung so groß, dass die Politik auf ihren Ausbau verzichtete. Und siehe da …. er war nicht nötig!

Seitdem mißtraue ich Behauptungen der Politik, was Großprojekte angeht. Es gibt immer Interessen dahinter. Va finanzieller Art.

Und wenn man dann noch logisch nachvollziehen kann, dass etwas unnötig ist, und trotzdem wird immer noch das Gegenteil behauptet, dann schrillen bei mir die Alarmglocken.

Die Frage ist, warum Mrd. und Aber-Mrd. von Euro ausgegeben werden sollen, wenn das Projekt nicht benötigt wird?

Die ganzen Nachteile, die so ein Projekt mit sich bringt, sind dann nur noch ein zusätzliches Argument.

Und schließlich soll das Alles auch ablenken vom Versagen der Politik. Einem möglichen Stromengpass hätte man schon seit vielen Jahren entgegenwirken können. Wenn man denn gewollt hätte.

Es ist wie mit den Elektroautos:
Wir könnten sie schon lange in echten Stückzahlen haben, wenn die Politik nicht geschlafen und nur nach dem gehandelt hätte, was die Wirtschaft gerne möchte. Oslo macht es vor: Die Stadt hat heute wesentlich mehr Elektroautos und die Infrastruktur dazu, als es das in ganz D gibt.
Es darf geraten werden, woran das liegt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Freu mich echt über jede Nachricht !!!