Glück braucht der Mensch

Gestern ……

Steh abends in der Küche und wasche das Geschirr ab.
Zum Schluss, lasse ich, so wie das üblich ist, das Wasser ab. Denke ich mir so … das hört sich aber komisch an! Höre ich genauer hin, merke ich, dass das Geräusch von nebenan aus dem Kellerraum kommt (meine Wohnung ist im Souterrain)

Gehe dem Geräusch nach, und sehe, dass das Wasser in einem Ablauf hochsteigt und überläuft. Der Ablauf dient normalerweise dem Wasser, das vom Überdruckventil der Heizung kommt und mündet in das normale Abwassersystem.

Wie auch immer, es scheint so, als würde mein Abwasser nicht problemlos ablaufen und sich zurückstauen.

Gottseidank war da nicht viel Wasser in der Küchenspüle, und so hielt sich das Ganze in Grenzen. Ich darf gar nicht dran denken, was gewesen wäre, wenn ich da endlos Wasser hätte laufen lassen, ohne das mitzubekommen.

Bei der Gelegenheit fiel mir ein, dass ich am morgen, wie ich duschen ging, wie üblich die Dusche solange laufen ließ, bis warm kam, und wie ich in die Dusche stieg, feststellte, dass, im Gegensatz zu sonst, Wasser in der Duschwanne stand und nur zögerlich ablief. Da dachte ich mir noch nix dabei.
Aber man sieht daran, dass man Dingen, die plötzlich anders sind, wie sonst, nachgehen sollte. Zumindest gedanklich.

Ich hab das heute dem Vermieter gemeldet, und der muss dem jetzt nachgehen, und sehen, was los ist. Normalerweise versuche ich immer, solche Dinge selber zu lösen, aber nachdem ich noch nicht lange hier wohne, und somit die Installationen hier im Haus nicht im Detail kenne, soll sich der darum kümmern.

Führt mich zu der Frage, ob es sowas wie „Glück“ gibt, das man haben kann? Man könnte jetzt auch das Wort „Zufall“ benutzen, wenn es darum geht, dass ich das Plätschern im Kellerraum gehört habe.
Aber ich hab schon vor Jahren für mich beschlossen, dass es sowas wie Zufall nicht gibt. Alles hat Ursache und Wirkung.

Aber bevor es jetzt philosophisch wird, bin ich einfach froh, dass ich gestern abend das Plätschern gehört habe.

Ich wünsche das allen Menschen, dass sie das „Plätschern“ hören …. in welcher Form auch immer.

Es grüßt,
das Smamap

Entschleunigen

Letztens in der Stadt. In Hof.

Ich schlenderte so dahin, weil ich auf jemand wartetet.

Plötzlich, laute Lautsprecheransagen, die ich aber nicht verstand.
Näher dran realisierte ich, dass der ADAC eine Oldtimer-Rundfahrt von der Rampe ließ

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Da war dann die Rede von den 30-er Jahren, von 17 PS. Man sah, dass der Fahrer Hand anlegte, um den Motor anzukurbeln. Man hörte (vermutlich) 2 Zylinder, die derart liefen, dass man ständig damit rechnete, dass der Motor nicht weiterläuft.

Man vernahm liebevolle Kosenamen, wie den Frosch.
Und ich hätte gerne noch gesehen, wie die Fahrzeuge in einem Affenzahn davonstürzten. Aber ich musste los. Mein Treffen war angekommen, und ich wollte sie nicht warten lassen.

Aber es war schön, in aller Gemütsruhe solche Gefährte zu betrachten, die für die 20 KM, die ich normalerweise in 15 Minuten zurückliege, weil es ja schon wieder „pressiert“, wohl eher eine Stunde veranschlagen. Und von Null auf Hundert ist da dann sowieso nicht die Rede.

Die „gute alte Zeit“ eben. Na ja, SO gut war sie dann auch nicht. Aber wohl ruhiger …..

Es grüßt
das Smamap