Vorgeschmack auf das, was kommt

Ein Vorgeschmack …. kaum war er im Amt, da hat sein Pressesprecher nichts Eiligeres zu tun, als den Medien zu drohen, weil diese angeblich die Besucherzahl seiner Vereidigungsfeierlichkeiten falsch wiedergegeben hätten.

Freilich gibt es nichts Wichtigeres!

Der Wahlkampf, der uns bevor steht, wird ganz häufig auch durch solche Wesentlichkeiten geprägt sein. Vorgeschmack eben.

Ist nur zu hoffen, dass die Medien standhaft bleiben, und das berichten, was recherchiert wurde. Denn es gab mal eine dunkle Zeit, da waren alle Medien gleichgeschalten, und freie Meinungsäußerung ein Fremdwort.

Wehret den Anfängen dachte ich mir, als die AfD jetzt diesen Kongress hatte, und nur die Medienvertreter zuließ, die zuvor „genehm“ berichtet hatten.

Frei nach dem Motto „gegensätzliche Ansichten unerwünscht“.

Es grüßt,
das Smamap

Wir sind das Volk

Österreich hat gewählt.

Und ein gemäßigter Kandidat wurde zum Bundespräsidenten gewählt.

Wie immer redet sich jeder das Ergebnis zurecht, und zieht sich das heraus, was ihn am Besten aussehen lässt.

Für mich hat dort die Demokratie gewonnen. Der Kandidat mit den meisten Stimmen erhält das Amt. Denkbar knapp, aber doch. Und der unterlegene Kandidat gratuliert zum Sieg (oder gesteht die Niederlage ein; wie immer auch die Formulierung lautet).

So gehört sich das in einer Demokratie.

Der Souverän, das Volk, hat entschieden.

Und immerhin haben über 50% der Wähler diese Entscheidung getragen.

Man hätte sich vll gewünscht, dass das Ergebnis eindeutiger ausgefallen wäre. Denn SO heißt das immerhin, dass sehr viele mit dem unzufrieden sind, was bisher gelaufen war.

Und z.T. war das deshalb sicherlich auch eine Protestwahl.

Es wird jeder Politiker, jede Partei, alle Institutionen, alle werden sie ihre Konsequenzen daraus zu ziehen haben. Denn das Ergebnis sagt NICHT, dass ein „weiter so“ praktiziert werden kann.

Aber auch DAS nennt man Demokratie. Das Volk sagt den Regierenden Bescheid.

Die Frage ist nur, ob die Regierenden die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Eines, so finde ich, haben diese Wahlen in Österreich gezeigt: Nämlich dass trotzdem ein Rechtspopulist noch sehr viel mehr, als andere, Forderungen und Behauptungen in den Raum stellt, deren Hintergrund/Wahrheitsgehalt unterdimensioniert ist, es dennoch sehr viele Menschen gibt, die, ev. auch aus dem Bauch heraus, wissen, wie sie dies beurteilen. Sprich das Potential gegen Rechts ist immens.

Und noch eines hat die Wahl gezeigt: Trotzdem die Rechten in Österreich mittlerweile Jahrzehnte zugange sind (ich denke zurück an die Hochzeiten eines Jörg Haider), haben sie es nicht geschafft, den Menschen eine andere Realität einzureden, als diejenige, die die Menschen erleben.
Da überlege man sich nur mal, wie es wäre, wenn die sog. „Etablierten“ nur halbwegs ihre Hausaufgaben gemacht hätten.

Wollte man einen Vergleich von der FPÖ zur AfD ziehen, dann müsste man sagen, dass die AfD noch nicht einmal ansatzweise soweit ist, denn eine Diskussionkultur die so aussieht, dass man ein Gespräch abbricht, wenn einem das nicht gefällt, was der andere sagt, das hat mit Demokratie schon gleich gar nichts zu tun.

Es grüßt,
das Smamap

verarschen – aber bitte gründlich

Heute las ich, was die AfD so als Parteiprogramm vorsieht …. und ich war mir nicht so sicher, welches Menschenbild die Herrschaften sich da so zurechtgelegt haben.

2 Hauptthesen scheinen da zu tragen:

  • Wir sind nicht Teil des Systems
  • Die Menschen müssen befreit werden von der Politikerkaste, den Medien, und v.a. auch vom Islam und den Arbeitsscheuen.

Schon allein als ich DAS gelesen habe, musste ich mir verwundert die Augen reiben:

Da wird eine Partei gegründet, so mit allem was so dazugehört, also Parteimitglieder, Parteiobere, Parteiprogramm, Wahlkampf, Parteichefs, die sich die Köpfe einschlagen, Werbe-Kampagnen, Parteispenden, Medien, usw usw ….. Also allem, was so dazu gehört, und so wie das alle anderen auch machen ……. Aber selbstverständlich gehört man nicht zum System. Man zieht in Parlamente ein, hat Abgeordnete, kassiert Gelder; aber selbstverständlich gehört man nicht zum System.

Und die fertigen Feindbilder stehen auch schon parat: An vorderster Stelle all jene Politiker, die gegen einen sind. Und damit verschworen natürlich die Medien. Schließlich sind die auch gegen einen.

Natürlich ist Manches, was da heute so läuft nicht das Gelbe vom Ei. Aber wo ist es das schon? Da macht man eben aus der Not eine Tugend, und versucht sich all jene an Board zu holen, für die die Dinge des Lebens nicht so sind, wie sie sich das vorstellen. Am Einfachsten geht das über Feindbilder. Das war schon in der Urzeit so: Gemeinsame Feinde fügen zusammen.

Irgendwie erinnert mich das an Zeiten, die liegen jetzt wohl so ca. 90 Jahre zurück. Da gab es auch solche Feindbilder. Waren eine schöne und einfache Sache. Einfach blieb es nicht. Und schön schon gleich gar nicht.

Der Unterschied zu damals ist, dass es heute nicht mehr so einfach ist, die Leute für dumm zu verkaufen. Für dumm verkaufen kann man sie schon noch, aber die Menschen haben heute viel mehr Möglichkeiten, sich Informationen zu besorgen.
Schon damals gelang es den Braunen nur mit Mühe und Not, eine Mehrheit zu erreichen. Heute wäre das nicht mehr möglich.

Wohl möglich ist es aber, so EINIGE einzusammeln !!!

Die Methoden sind dieselben (wohl weil den Rattenfängern nix anderes einfällt): Vereinfachungen, (meist unbewiesene) Behauptungen, Feindbilder.

Und so wird eine solche Partei IMMER Zulauf haben. Zum einen durch solche Menschen, die mit den Methoden zu ködern sind, zum anderen durch solche Menschen, die sich persönlich etwas davon versprechen.

Und so müsste man eben das Vorhandensein einer solchen Partei und den Einzug in Parlamente, damit erkaufen, dass es einen Vorteil gibt: DIE Menschen, die (vorsichtig gesagt) der Gemeinschaft nicht viel zu geben haben, sind dann wenigstens gut aufgehoben !!!

Und so geht es eigentlich darum, möglichst vielen Menschen die Augen zu öffnen, was die Methoden einer solchen Partei angeht:
Vereinfachungen, Behauptungen, Feindbilder; und sich selber das Beste vom Kuchen abschneiden, bzw. sich in gemachte Nester setzen und zum Teil vom System werden, das man vorgeblich bekämpfen will.

Meine  Meinung

Es grüßt, das Smamap

Alles ist relativ

Das meinte schon Einstein.

Kürzlich sagte Bernhard Hoëcker …… wer ist das ?????

Das ist ……
bernhard-hoecker-relativiert-die-fluechtlingskrise-
dieser Mensch ….. (Quelle: Imago, Whigglesworth)

Er hat, nicht als erster, jene ad absurdum geführt, die behaupten, dass uns die Horden von Flüchtlingen überrollen.

Er stand in einer Talk-Show auf, ging ins Publikum (das waren ca. 120 Menschen), bat 2 Zuschauer, doch mal kurz aufzustehen,
und sagte sinngemäß:

„Angenommen, unsere Zuschauer wären Deutschland. Dann wären DIESE beiden Menschen hier, die Flüchtlinge, die unser Land überrollen. Man sieht, es ist überhaupt kein Problem.“

Und ich füge hinzu: Man sieht daran auch, für wie blöd uns AfD, Pegida und all jene verkaufen, denen nur daran gelegen ist, Panik zu schüren, und das für ihre Zwecke auszunutzen. Man sieht daran, wie kurz manche Menschen denken, bevor sie zur Wahl gehen.

Es grüßt,
das Smamap

Hoffentlich nicht nur ein Versehen!

Wie zu lesen ist, hat Donald Trump die Vorwahlen in Iowa gestern „krachend“ verloren.

Bleibt zu hoffen, dass sich das so fortsetzt, und man letztlich den Amerikanern dann doch ein Lob aussprechen darf, dass sie sich nicht von einem Sprücheklopfer und Vorurteilsprediger haben vergackeiern lassen.

************

Bleibt zu hoffen, dass Selbiges auch für die AfD gilt, und deren Schusswaffen an unseren Grenzen lediglich ein Ausrüstungsgegenstand bleiben.

Es grüßt,
das Smamap

Die Vergangenheit holt mich ein

Ich war früher (SEHR viel früher) ein Fan von Konstantin Wecker. Er sagte und sang schon sehr früh sehr richtige und wahre Sachen. Manchmal etwas extrem, aber ich denke, Manches MUSS man extrem sagen, damit es uns durch unsere Hornhaut überhaupt erreicht.

Ich habe mich nie von ihm abgewendet, aber ihn irgendwie dann mal „aus den Augen verloren“.

Jetzt bin ich wieder mal, nach vielen Jahren, auf einen Text von ihm gestoßen, und möchte ihn hier wiedergeben

und zwar unter dem Motto WEHRET DEN ANFÄNGEN

#########################################

(Zitat)
Die meisten von uns haben ein geheiztes Zimmer, eine Bettstatt, eine warme Decke und zu essen und zu trinken.
Wie kann man in diesen kalten Tagen nicht daran denken, wie es den hunderttausenden von heimatlosen Menschen an unseren Aussengrenzen jetzt wohl ergehen mag, die durchnässt und zitternd vor Angst auf ein wenig Zuneigung und christliche Nächstenliebe hoffen?
Wie kann man das abfackeln, was ihnen etwas Schutz bieten könnten?
In Hannover tagen gerade die Brandstifter von der AfD: Der Staat müsse das „Asylrecht beschränken“, die „nationale Identität“ schützen, heisst es da in einem Beschluss, und „wehrhaft und kraftvoll dem Entstehen von Parallelgesellschaften entgegentreten.“ Gefährliches, völkisches Gebrabbel von Menschen, die sich vermutlich Christen nennen und an Weihnachten von sich selbst entzückt fromme Lieder singen.
Liebe Freunde, wir müssen uns vorsehen und zusammenstehen, denn sonst wird man eines Tages, des bin ich mir sicher, mit Entsetzen auf eine barbarische Zeit zurückblicken. Eine Zeit, in der ein sogenanntes zivilisiertes und vermögendes Europa Millionen Hungernden und Frierenden, Gestrandeten, Geflüchteten, Gejagten und Versehrten, Verfolgten und Missbrauchten – darunter unzählige Kinder – die Tore verschlossen hat, sie in Käfige sperrte, hinter Stacheldraht verbarrikadierte, anstatt sie zu wärmen, zu betten und sie mit Geschenken und offenen Armen zu empfangen. Man wird berichten, dass es auch viele BürgerInnen gab, die sich helfend und mit viel Mitgefühl der Unmenschlichkeit widersetzen wollten, aber dass der Markt und seine ihm hörige Politik nichts anderes im Sinn hatte, als Gewalt mit Gewalt zu beantworten, neuen Terror zu züchten und sich am Elend der Ärmsten zu bereichern. Und man wird mit Schaudern erkennen, dass alle kulturellen Werte und Errungenschaften dieses Europa aus nackter Gier in den Wind geschossen wurden.
„Als zum ersten mal das Wort »Friede« ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: „Wir haben verdient! Laßt uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!“
(Karl Kraus)
(Zitat ende)

Ich möchte dem nur an einer Stelle widersprechen:
„Man wird berichten….“ wird dann nicht mehr möglich sein, denn wenn das alles schief geht, womit wir heute konfrontiert sind, dann wird es nichts mehr geben, worüber berichtet werden könnte.