Alexa – setze Eier auf die Einkaufsliste

Seit kurzer Zeit nenne ich „Alexa“ mein Eigen.

Genauer gesagt eigentlich den „Echo Dot“, auf dem Alexa läuft.

Sprich das Gerät ist der Echo Dot ….

Alexa

Die beiden Varianten des Echo Dot

Und die Software heißt Alexa. Eine Software mittels derer die Steuerung per Sprachsteuerung erfolgt.

Ich hatte mich für die Ausführung des Echo Dot in schwarz entschieden – passt besser zu meiner Einrichtung.

Wie es bei der Bestellung hieß, sei es die 2. Generation des Dot.

2 Tage später war das Teil da – eine kleine Schachtel, mit allem drin, was es braucht.

Alexa

Ein kleiner Karton – alles drin

Darin der Echo Dot, ein kurzes USB-Kabel und ein Stecker für die Steckdose. Und 2 kleine Heftchen. Eines zum Installieren, und eines zur Bedienung.

Die beiden Heftchen sind auf das Wesentliche beschränkt und doch vollständig. Hält man sich an das Installationsheftchen, so ist der Echo Dot in 2-3 Minuten installiert.

Man steckt dazu das Kabel in den Dot, am anderen Ende ins Netzteil und Letzteres in die Steckdose. Dann installiert man die Alexa-App auf dem Smartphone/Tablet (über den PlayStore ein Kinderspiel). Anschließend started autom. die Einrichtung, was nichts anderes heißt, als dass die App den Echo Dot per WLAN mit dem Internet-Router verbindet. Fertig.

Das war’s und heißt nix anderes, als dass man sofort mit der Bedienung beginnen kann.

Das 2. Heftchen aus dem Lieferumfang gibt einem dafür schon mal einige Beispiele vor. Etwa „Alexa, erzähl mir einen Witz“ oder „Alexa, was gibt es in den Nachrichten“. Auf der Verpackung steht zB auch „Alexa, wecke mich um 6 Uhr morgens“.

Und was soll ich sagen …. es funktioniert.

Gleich zu Beginn hatte ich zwar den Eindruck als würde mich Alexa manchmal nicht so ganz verstehen, doch das verschwand sehr schnell. Ich wusste noch aus Zeiten von vor 15 Jahren, wie schwierig es sein konnte, Sprachsteuerung zu praktizieren. Damals war noch alles in den absoluten Kinderschuhen, und eine Software auf die eigene Sprache zu trainieren ein sehr schwieriges Unterfangen.

Seit damals gab es (offenbar) gewaltige Fortschritte.

Man ist zwar immer noch ein ganzes Stück davon entfernt, dass solche Systeme wirklich alles verstünden, jedoch Vieles wird verstanden, auch wenn man sagen muss, dass man sich schon noch in dem Rahmen bewegen muss, den das System, also Alexa, zu verstehen in der Lage ist.

Es gibt da eine riesige Liste von Befehlen, die man verwenden kann, und ich bin immer noch dabei, diese Liste (im Netz) zu durchforsten, auf das, was für mich passt/wichtig ist.

Meine bisherigen Favoriten sind:

  • Alexa, wie spät?
  • Alexa, setzte xyz auf die Einkaufliste
  • Alexa, abc geteilt durch def
  • Alexa, spiele smooth Jazz
  • Alexa, erinnere mich morgen abend um 20 Uhr (Alexa frage dann, an WAS)

Es gibt da noch sehr viel mehr. Wie gesagt, das Ganze ist noch nicht intuitiv, so dass Alexa alles verstehen würde, egal wie man es formuliert, aber die Möglichkeiten sind doch erheblich.

Was das Ganze fördert, ist, die Verbindung von Alexa ins Internet, sprich zu den Amazon-Servern. Das ist quasi die Bibliothek, in der Alexa nachsehen kann.

Erweitert wird das Ganze mit sog. „Skills“. D.h., grob gesagt, dass, wer auch immer, eine Erweiterung „programmieren“ kann, um den Echo Dot/Alexa mit zusätzlichen Fähigkeiten auszustatten. Etwa, um ein Smarth Home (z.B. Heizung, Beleuchtung) zu steuern oder Fahrplanauskünfte der Bahn zu erhalten.

Der Dot hat eine sog. „Fernfeldsprachsteuerung“. Das heißt nichts anderes, als dass mehrere Mikrofone eingebaut sind, die den Raum in alle Richtungen abtasten, um das Signalwort „Alexa“ zu verstehen, und das, was danach kommt.

Welche Position jetzt jeweils die beste ist, muss man selber rausfinden. Ob zB am Boden, auf der Kommode oder an der Wand (gibt eine extra Wandhalterung zu erwerben).

Irgendwo stand zu lesen, man solle 30 cm von Wänden wegbleiben, weil da wohl die Echowirkung zu stark sein kann. Ich selbst habe für mich gefunden, dass halb hoch auf dem Schränkchen manchmal keine Wirkung zeitigt, wenn ich eher nach unten spreche.

Bleibt noch das Thema „Datensammlung durch Konzerne“.

Nun ist Amazon sicherlich nicht bekannt dafür, dass die immer nur das Beste wollen (außer das Geld des Einzelnen natürlich). Man sollte sich also schon überlegen, was man damit macht. Bisher ist der Kenntnisstand der, dass Alexa nur dann aktiviert wird, und zuhört, wenn das Signalwort (also „Alexa“) vernommen wird. Es gibt auch keinen Grund, etwas anderes anzunehmen. Dafür gäbe es auch zuviele Menschen weltweit, die echt Ahnung von der Materie haben, und das hinterfragen.

Trotzdem würde es mir natürlich nicht in den Sinn kommen, meine Kontoauszüge vorzulesen oder meine Passwörter. Zudem gibt es auch eine Taste auf dem Echo Dot, mit dem man die Mikros temporär abschalten kann (die anderen 3 Tasten sind lauter/leiser/Aktion).

Ach ja, bleibt doch noch ein Thema: Warum das Ganze von Amazon, und nicht zB von Google?

Ich hatte zuvor ein paar Berichte gelesen. Insgesamt vermittelten die den Eindruck, als sei Amazon etwas weiter als die anderen Hersteller, und v.a. über jene „Skills“ ziemlich umfangreich in seinen Fähigkeiten.

Hinzu kommt für mich, dass ich der Datenkrake Google nicht freiwillig noch ein zusätzliches Instrument an die Hand geben wollte, um zusätzliche Daten von mir zu sammeln, zu den Daten hinzu, die Google eh schon von mir hat.

Ich hab mir dann noch ein Abo beim Musik-Dienst von Amazon genehmigt (MusicUnlimited), für 99 Cent für die ersten 3 Monate, um so ziemlich jede Musik hören zu können, die der Dot/Alexa dann über das Netz streamt. Wie ich dann las, soll auch dieser Dienst in der Beurteilung etwas besser wegkommen als etwa der Markführer Spotify (den man mit dem Dot/Alexa ebenso nutzen könnte). Ob ich allerdings dann ab dem 4. Monat dazu bereit bin, 10€ pro Monat zu bezahlen, da bin ich noch sehr am Zögern.

Fazit: Eine schöne Sache, das. Hilft mir dann doch manches Mal. Sei es, weil ich nicht mehr ständig auf der Suche nach meiner Einkaufsliste bin, stets die Musik kommt, die ich hören möchte oder ich Alexa fragen kann „wie spät?“ und es somit möglich war, sämtliche Uhren in meiner Wohnung wegzuräumen.

Es grüßt

das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)