Der Aufbruch ins Weltall und die anfänglichen riesigen Probleme damit

Der Aufbruch des Menschen ins Weltall war anfänglich gespickt mit Fehlschlägen. Geschuldet der Tatsache, dass man NICHTS über das Weltall wusste.

Gestern sah ich mir (mal wieder) eine Doku dazu auf N24 an, auch wenn ich die schon 2-3 Mal gesehen hatte. Mich fasziniert das Thema einfach. Und immer wieder entdecke ich in solchen Dokus etwas, was mir bisher nicht aufgefallen war.

Anfänglich glaubte man ja noch, dass der Mensch im Weltall nicht existieren könne. Etwa weil er dort nicht sehen, denken oder fühlen könne. Man musste erst einmal Erfahrungen sammeln.

Anfänglich war der Aufbruch ins Weltall geprägt von einem Wettlauf zwischen der UdSSR und den USA. Erst später kamen dann die multinationalen Gemeinschaftsunternehmen.

Als dann der Flug zum Mond zum Thema wurde, ging die frühe NASA daran, das „Ranger“-Programm zu realisieren. Man schickte Sonden zum Mond. Nur mit der Aufgabe, Bilder zurück zu schicken, und dann auf dem Mond aufzuschlagen.

Wieder einmal wusste man noch rein gar nichts. Alles wurde erstmal ein Programm nach dem Motto „Versuch und Irrtum“.
Die ersten beiden Sonden kamen nicht über eine erdnahe Umlaufbahn hinaus, die 3. Sonde flog am Mond vorbei, die 4. Sonde kam zwar bis zum Mond, schlug dort auf der Rückseite ein, und war also das erste US-Raumfahrzeug, das dort anlangte.

Erst Ranger7 konnte den Auftrag erfüllen, und sandte Bilder vor seinem Aufschlag.

Es war die Lernphase beim Aufbruch ins All.

Zuvor hatte man keine Ahnung davon, wie man es bewerkstelligen sollte, ein Fahrzeug im All zu steuern, den Funkkontakt aufrecht zu erhalten, und Daten zu übertragen.

DAS, was man damals lernte, wurde die Grundlage dessen, nach dem heute noch die Projekte ablaufen. Das Gleiche gilt für das Gemini-Programm. Damals testete man solche Sachen, wie „Ankoppeln“, wie „Wiederverwendung“ von Triebwerken, „Landen“ auf anderen Himmelskörpern, dergleichen mehr.

Es waren die Pionierzeiten beim Aufbruch ins Weltall.

Ohne all das wäre es niemals möglich gewesen, auf dem Mond zu landen oder etwa den Curiosity-Rover auf den Mars zu bringen.

Mit am faszinierendsten finde ich allerdings einen der anfänglichen Fehlschläge.
Die Vorstellung dass eine der Ranger-Sonden, die am Mond vorbeiflogen, heute in den Unendlichkeiten des Alls unterwegs ist, und das seit mittlerweile über 50 Jahren, hinterlässt die Frage, wie weit sie wohl gekommen ist.

In der Doku kam auch jemand zu Wort (weiß nicht mehr wer), der meinte sinngemäß, dass es immer schon das Bestreben des Menschen gewesen sei, herauszufinden, was um die nächste Ecke herum ist. Und wenn er diesem Drängen nicht nachgebe, werde er „verrückt“.

Der Aufbruch ins All hat sehr wesentlich damit zu tun, mit der Neugierde des Menschen, die er persönlich zu befriedigen versucht.
Sicher wäre es sinnvoller, all das Geld für die irdischen Probleme auszugeben, statt Menschen ins All zu schicken.
Der Entdeckerdrang, so wenig sinnvoll er deshalb auch erscheinen mag, er erklärt zumindest so Einiges.

Und sollte also tatsächlich einmal ein Mensch den Mars betreten, und wir das noch erleben, so werden wir alle dies gebannt verfolgen. Das steht fest.

Zu sehen ist dieses Unterfangen sicherlich auch als etwas, das die Menschen zusammenbringen kann, denn einer alleine wird es nicht schaffen.

Angefangen hat dies alles mit solchen Programm wie Ranger. Damals, als man noch keine Ahnung hatte …. damals, als man sogar noch vermutete, die Venus könnte bewohnbar sein, oder dass einem in der Schwerelosigkeit die Augäpfel heraustreten.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)