Weniger ist mehr

Selten habe ich meinen Wahlspruch „Weniger ist mehr“ SO bestätigt gefunden, wie in der Effektivität von Smartphone-Apps.

Tatsächlich ist mein Wahlspruch „Weniger ist mehr“ gleichzeitig Lebensphilosophie und lässt sich in den verschiedensten Bereichen erkennen/umsetzen/leben.

Im App-Bereich kann man es sogar zahlenmäßig festmachen.

ZB:
Bisher hatte ich eine App namens „Runkeeper“ im Einsatz, um meine Weglängen zu protokollieren. Für mich ist das wichtig, um meine Grenzen auszuloten, zu berücksichtigen und auch gewisse Geh-Umfänge zu realisieren.

Wie auch immer …. Runkeeper vereinnamte phantastische 85 MB auf meinem Android-Tablet. Die minimalistische App „Trackbook“ macht dasselbe für mich mit gut 4 MB, also etwa 5% davon.

Weniger ist mehr

Trackbook

Der Punkt ist, dass ich das ganze Gedöns und den Schnickschnack, den eine Wuchtbrumme von App mitbringt, ganz zu schweigen von den ständigen Werbeeinblendungen, nicht brauche. Ich möchte mich bitte auf das beschränken können, was ich wirklich benötige!

Angenommen, ich kann etwa 10 Apps durch entsprechend schlanke Anwendungen ersetzen, dann könnte ich mich durchaus Richtung 1 GB bewegen, das ich damit an verbratenem Speicher einspare.

Gut – ich habe hier 32 GB, bräuchte also nichtmal so besonders auf sowas achten. Aber jeder weiß, wie schnell Speicher eng wird. Hier sind es über 100 Apps auf dem Tablet. Und dann wird es doch erheblich, ob so manche App jetzt 5 MB verbrät oder das 10-fache. „Weniger ist mehr“ lässt sich dann auf sehr konkrete Zahlen herunterbrechen.

Anderes Bsp. wäre die App „Transistor“ (aus derselben Feder wie „Trackbook“). Ist eine Radio-Streaming-App. Wie sagt der Entwickler so schön: „Es gibt keine „Einstellungen“, weil es nichts einzustellen gibt!“

Weniger ist mehr

Transistor

Auch DIESE App benötigt schlanke 4 MB.

Ich streame seit jeher Antenne-Bayern und gelegentlich Bayern3. Habe mir dort die Streaming-Links nachgelesen/kopiert, in „Transistor“ eingefügt, und gut war.

Tut genau DAS, was es soll, und das perfekt.

Ich finde, es sollte viel mehr solche Programme geben, in denen ein Hauptaugenmerk darauf gelegt wird, wieviele Ressourcen verwendet werden, und natürlich auch, wie mit MEINEN Ressourcen umgegangen wird, also mit MEINEM Eigentum.

Diese Einstellung mag aus meinen „Urzeiten“ kommen, als ein PC mit 256 KB (KILOBYTE !!!!!) Arbeitsspeicher normal war, und es absolut darauf ankam, sparsam zu sein.

Es kommt aber sicherlich auch von daher, dass man mit wenig VIEL erreichen kann. Oder anders gesagt, man kann mit wenig genausoVIEL erreichen.

Und DAS ist etwas, was sich auf sehr sehr viele Lebensbereiche übertragen ließe, das Leben damit zufriedensteller sein könnte (was könnte man nicht alles mit dem erreichen, was man eingespart hätte).
Und zudem würde das Zusammenleben auf diesem Planeten DANN ein anderes sein.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu)

PC fuer lau …… die 2.

Nun habe ich ihn also hier, den RASPBERRY PI 2 – Einplatinen PC.

Um es gleich vorwegzunehmen …… ES FUNKTIONIERT !!!!!!!!!!!!

Ich schreibe diesen Beitrag bereits auf dem Teil. Ich trau mich ja gar nicht, das Ganze einen „PC“ zu nennen, so klein, wie es ist.

Das war naemlich die erste Ueberraschung, nach dem Auspacken: Die Platine ist etwa 8 x 6 cm gross.

2015-10-05 16.41.15

(hier mal vergleichsweise zu einem Teelicht gesehen)

Und was soll ich sagen: Ich hab das Betriebssystem auf die SD-Karte kopiert, noch auf dem Windows-PC, die Karte eingesteckt, Maus, Tastatur, Netzwerkkabel und Bildschirm angesteckt. Und nach Strom einschalten ist das Ganze hochgefahren und lief.

Es sind noch Feinarbeiten noetig. So muss ich z.B. noch die Tastatur auf deutsch umstellen. Momentan kann sie noch keine Umlaute. Aber das sind Kleinigkeiten.

Das Ding hat nicht die Leistungsfaehigkeit eines PC.
Aber wenn ich das Surfen im Internet mit meinem Windows-PC vergleiche, dann ist da nicht allzuviel Unterschied. Die Seiten brauchen ein klein bisschen laenger. Der Bildaufbau macht natuerlich auch nicht ZACK. Dauert halt 2 Sek. laenger.

Aber er ist flott. Hat schliesslich 4 Prozessorkerne und 1 GB Arbeitsspeicher. Und das macht schon Dampf.

Und die Lautlosigkeit ist eine absolute Wohltat. Keine Festplatte, kein Ventilator, und keine Grafikkarte, die da am surren sind. Und die 4 Watt Leistungsaufnahme sind eine Wohltat fuer den Geldbeutel.

Die wichtigen Programme sind im Betriebssystem enthalten. Hab also diesen Browser hier, hab einen eMail-Client, in den ich die Daten eingegeben hab, um Verbindung zu meinem Postfach herzustellen. Libre-Office ist drauf, also  hab ich was zum Briefeschreiben, eine Tabellenkalkulation, und was ich nicht habe, das kann ich mir uebers Netz nachinstallieren.

USB-Maus und USB-Tastatur hatte ich noch hier liegen, ein Netzwerkkabel auch, und das Netzteil ist das von meinem Handy, also Standard.

Alles, was ich also brauchte, war der Rechner, sprich die Platine, und das Bildschirmkabel zum Anschluss der DVI-Buchse meines Bildschirms an der Platine. Effektiv hat es mich 40 Euronen gekostet.

Was man braucht, in meinem Fall also Platine und Bildschirmkabel, bekommt man alles aus einer Quelle. Sprich Internetseite, dort ankreuzen, bestellen, mit PayPal zahlen, und gut is.

Was ich mir noch goennen werde, ist ein kleines Gehaeuse, in das die Platine eingebaut wird.

Und so wird es also in den naechsten Tagen darum gehen, die Dinge, die ich auf dem Windows-PC nutzte, auch hier zu haben, also etwa eine Moeglichkeit meine Bilder zu bearbeiten (was ich, wie man sieht, nachträglich in diesem Beitrag schon realisiert habe, sprich oben Bild eingefügt).

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das Ganze nur empfehlen.

Ich werde weiter berichten.

Es gruesst,
das Smamap

Edit: Eins hab ich vergessen, was mich noch durchaus begeistert: Das Ganze braucht 15 Sekunden zum Hochfahren. Also ….. ZACK und ich kann loslegen.