Hieroglyphen auf der Autobahn

Seit Neuestem gibt es auf Teilstücken von Autobahnen ein neues Verkehrszeichen, das wie Hieroglyphen anmutet ….

Hieroglyphen

Es ist ein Verkehrszeichen, bestimmt für selbstfahrende Autos.

Wo es das überall gibt, weiß ich nicht, jedenfalls hab ich gelesen, dass es auf dem Teilstück der A9 – Nürnberg/München – im Bereich der Anschlussstelle „Holledau“ anzutreffen sein wird.

Nun besitze ich ja kein Auto mehr, und werde deshalb auch nicht mehr in die Verlegenheit kommen, einmal auf so ein Schild zu treffen. Und vom Zug aus werde ich es wohl eher niemals sehen.

Es gab Zeiten, da war dieses Autobahnteilstück für mich quasi fast sowas wie ein Zuhause, sprich ich befuhr es desöfteren jede Woche.

Wenn ich mir so überlege, das wär immer noch so, und ich hätte Gesellschaft von selbstfahrenden Autos, dann würde mir schon etwas mulmig werden.

Die Frage ist – WARUM ?

Zweifelsohne sind da auch etliche menschliche Fahrer unterwegs, die eine gewisse Fehleranfälligkeit in sich tragen.

NUR – ein menschliches fehlerhaftes Verhalten im Straßenverkehr wäre für mich, so meine ich, noch irgendwo abschätzbar. Schließlich bin ich selbst ein Mensch, und meine deswegen beurteilen zu können, und sei es instinktiv, was so ein Mensch dort vorne so vor hat, wenn er sich plötzlich „etwas seltsam verhält“ im Straßenverkehr.

Was so ein Auto machen wird, das von Sensoren, Computern und allerlei gesteuert wird …. da bin ich mir nicht so sicher, ob ich das direkt oder instinktiv beurteilen könnte, was das Fahrzeug im Extremfall tun wird.

Und so kann ich der Tatsache, dass selbstfahrende Autos unterwegs sein werden, nichts Positives abgewinnen. Und ich bin zudem der Ansicht, dass die Bevölkerung, genauer gesagt – die Autofahrer – hätten gefragt werden müssen, ob sie damit einverstanden sind, dass solche Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs sind.

Unabhängig davon …. wozu brauchen wir selbstfahrende Autos überhaupt?

Sollen alle Tattergreise (zu denen ich auch mal gehören werde), auch noch auf den Straßen unterwegs sein? Wohl kaum – die werden, von sich aus, wohl eher zuhause bleiben wollen.

Soll man ganz entspannt fahren können, völlig ohne Stress? Das kann man schon – auch ohne Autos. Rein in den Zug und fertig.

Wozu also das Ganze?

Ich denke eher, das Ganze dient der Daseinsberechtigung der Autoindustrie. Es kommen die Zeiten, da wird der Individualverkehr sich immer mehr reduzieren. Schlicht und ergreifend, weil die Rohstoffe ausgehen, und es nicht mehr machbar und schon gar nicht bezahlbar ist, zig-Millionen Autos zu bauen und zu kaufen.
Also Kaufanreize schaffen, im Hier und Jetzt. Der Anfang sind die Hieroglyphen Schilder. Jedoch für den Otto-Normalverbraucher wird so ein Fahrzeug unerschwinglich bleiben. Zuerst, weil es noch nicht für die Massenproduktion machbar ist. Und wenn dann mal doch, dann sind wir schon längst mit den Rohstoffen zuende oder mit dem Klima.

Aber statt die Mrd. für Sinnvolles auszugeben, wird etwas gepuscht, wovon niemand etwas hat.

Außer Hieroglyphen und ein mulmiges Gefühl.

Es grüßt,
das Smamap

Lauter Büffel unterwegs

Wenn man so unterwegs ist, dann trifft man sehr häufig auf Büffel.

Büffel

Gemeint sind diejenigen Zeitgenossen, die es nicht nötig haben zu grüßen.

So auch heute wieder. Bei dem Wetter kann man ja gar nicht anders als raus zu wollen.

Meine Eltern hatten es mir gelernt, dass es ein Akt der Höflichkeit ist, andere Leute, egal ob bekannt oder nicht bekannt, zu grüßen.
Zumindest, wenn man in Gottes freier Natur unterwegs ist, und weit und breit kein anderer Mensch.

Aber wie gesagt, sehr viele Büffel unterwegs.

Also quasi Dickhäuter und Dickköpfe, die was Besonderes sind. Höflichkeit – Fehlanzeige.

Da wird dann ganz offentsichtlich in eine andere Richtung geschaut. Oder das Gespräch mit der Begleitung gesucht. Vielleicht auch grade in dem Moment die Brille gereinigt oder am Rad etwas überprüft.

Ich kann es mir dann öfter mal gar nicht verkneifen, laut und vernehmlich „BÜFFEL“ zu äußern. Vielleicht ist es aber tatsächlich die Angst, die so Manche vor anderen haben. Könnte ja sein, das derjenige plötzlich eine Maschinenpistole aus der Jackentasche zieht, und einen mit vorgehaltener Waffe entführt.

Es gibt auch die ganz anderen Zeitgenossen, die, als Autofahrer unterwegs, sich zwischen einem Radfahrer und dem Gegenverkehr hindurchquetschen, und dabei billigend das Risiko in Kauf nehmen, dass der Radfahrer, als schwächstes Glied, nicht unbeschadet daraus hervorgeht. Das ist dann eine ganz andere Art von Büffel.

Ich konnte heute nicht umhin, einem solchen Autofahrer, quasi laut und vernehmlich den Stinkefinger zu zeigen. Er verschwand dann recht schnell um’s Eck.

Um mich von all den Büffel zu erholen, gönnte ich mir, in der Nachbargemeinde angekommen, dort einen Döner. Hatte da letztens einen Döner-Laden gesehen, erstmalig, und beschlossen den doch mal testen zu müssen.
Hätte ich schon früher tun sollen, denn der Döner war echt klasse.

War zwar erst 14 Uhr, und ein klein wenig ein schlechtes Gewissen hatte ich schon, ob der zusätzlichen Nahrungsaufnahme (ich dachte da an meine Waage), aber ich genehmigte es dann doch, als vorgezogenes Abendessen.

Es grüßt,
das Smamap

Selbstfahrer

(Quelle: Reuters)

Eben in den Nachrichten: In den letzten Tagen gab es 2 schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos. Einer davon mit tödlichem Ausgang (gemeint ist nicht das Auto auf dem Foto).

Die Reaktion unseres Ministers: Es müsse so sein, dass für den Schaden der Hersteller haftet, und es müsse eine Ethik-Kommission geben, die festlegt, wie so ein Auto im Ernstfall reagieren muss. Z.B. wenn ein Kind auf die Straße läuft und nur noch ein Ausweichen in den Gegenverkehr möglich ist. Dabei müsse Sachschaden immer vor Personenschaden kommen.

Meine Frage: GEHT´S NOCH ??????

Wozu braucht die Menschheit einen selbstfahrenden Individual-Verkehr? Damit NOCH mehr Autos gebaut werden und unterwegs sind. Damit NOCH mehr Abgase in die Umwelt geblasen werden? Damit NOCH mehr Rohstoffe sinnlos verbraucht werden? Damit NOCH mehr Risiken auf den Straßen unterwegs sind? etc etc etc

Statt Mrd. in die Entwicklung solcher Autos zu stecken, wäre es an der Zeit, die ganzen Ressourcen, die dafür aufgewendet werden, endlich verantwortungsbewußt in die Entwicklung schadstofffreier Autos zu stecken, die wir schon längst haben könnten, wenn die Industrie frühzeitig dementsprechend gehandelt hätte.

Wie sie handelt, nämlich kurzsichtig und allenfalls gewinnorieniert, das kann man exemplarisch am VW-Skandal begutachten. Und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: In dieser Hinsicht kann man ALLE Hersteller dieser Welt in einen Sack stecken und draufschlagen …. man trifft IMMER den Richtigen.

Und was machen unsere Politiker: Die schauen zu und auf ihren eigenen Vorteil bzw. den ihrer Partei !!!!!

Wenn die beizeiten eine langsame Entwicklung in die Richtung angeschoben hätten, dass es pro Haushalt/Familie allenfalls EIN Auto gäbe, und der öffentliche Nahverkehr Priorität erhalten hätte, dann hätte sich unsere Wirtschaft darauf einstellen können. Und dass Soetwas durchaus positiv für Wirtschaft und Arbeitsplätze sein kann, wenn man es entsprechend gestaltet, das haben viele andere Entwicklungen gezeigt. Zudem hätten beizeiten enorme Mittel für andere Dinge verwendet werden können, als für Straßenbau und alle sonst mit dem Individualverkehr zusammenhängenden Ausgaben.
Horrorszenarien, die im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsmodellen an die Wand gemalt werden, sind zudem in aller Regel gegenstandslos.

Und ein Punkt ist absolut klar: Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit unserer Politik, für eine, im Sinne der Menschen und künftiger Generationen, gute Entwicklung zu sorgen.

Die negative Entwicklung wird allerdings ohnehin einsetzen, auch ohne vernünftige Entscheidungen von Politik und Wirtschaft. Spätestens dann wenn die Umwelt umkippt oder aber die Rohstoffe zur Neige gehen. Spätestens DANN kann sich niemand mehr ein Auto leisten.
Nur DANN ist der Zug in vielerlei Hinsicht schon längst abgefahren. Und dazu braucht es keinerlei Verschwörungstheorien …. das ist die blanke, zwangsläufige Entwicklung.
Der Unterschied ist nur, dass wir Menschen dann keinerlei Optionen mehr haben werden. Und unsere Nachkommen schon gleich gar nicht.

Es grüßt,
das Smamap

Neues vom Auto

Heute 2 Artikel gelesen (zufällig) über Neuigkeiten beim Auto.

In dem einen ging es darum, dass Audi einen A-irgendwas mit diversen Laser- und Radar-Sensoren ausgestattet hat, und den Kofferraum voller Elektronik/Computer, um damit das Auto auf der Autobahn (bei Ingolstadt) alleine fahren zu lassen.

Beifahrer ist zur Not dabei, und hat ein Bremspedal zur Verfügung. Aber funktioniert soweit ganz gut.

Warum ich dabei immer einen dicken Hals bekomme, wenn sowas lese, ist, wegen der Tatsache, dass es sich immer noch nicht herumgesprochen hat, dass wir mit dieser abenteuerlichen Betonung des Individual-Verkehrs unseren Planeten immer noch ein Stück mehr kaputt machen. Und woher all die Rohstoffe kommen sollen, die es erfordert, immer mehr Autos für immer mehr Menschen zu bauen, die Frage bleibt unbeantwortet.

Die Umwelt wird zu-asphaltiert, es werden immer mehr Abgase hinausgeblasen, und das Ganze mit dem Ziel, unseren Wohlstand auf Kosten anderer immer noch größer werden zu lassen. Denn diese Techniken haben ja AUCH das Ziel, dass immer mehr Fahrzeuge problemlos auf unseren Straßen unterwegs sein können.

Meine Meinung: Dieser Weg führt genau in die entgegengesetzte Richtung, in die es eigentlich gehen müsste. Das Fernziel muss sein, den Individualverkehr abzuschaffen. Unsere Umwelt und unser Planet verträgt nichts anderes. Und unsere Nachkommen schon gar nicht.

Ich sprach von 2 Artikeln.

Im anderen Artikel ging es um Elektroautos.

So gut der Ansatz auch ist, so wird uns dabei doch nach Strich und Faden in die Tasche gelogen. Da werden Autos als E-Autos vermarktet, und tatsächlich sind sie mit einem Mini-E-Motor ausgestattet, grade mal für 30 KM, und dann setzt der herkömmliche Verbrennungsmotor ein. Es wird ein Verbrauch von 1,8 Liter vorgegaukelt, der in der Realität niemals eingehalten wird (die Labor-Verbrauchswerte herkömmlicher Autos lassen grüßen). Und dieser fiktive Wert wird auch nur dann (rein rechnerisch), erreicht, wenn der E-Antrieb immer dann, wenn der Akku leer ist, auch schnellstmöglich wieder aufgeladen wird (was niemand macht). Und warum das Ganze? Ganz einfach ….. die Hersteller wollen nur soviel E als nötig, denn sonst müssten viele Werkstätten geschlossen werden (ein reines E-Auto sehen die Werkstätten kaum noch, weil alles wegfällt zur Instandhaltung, was mit dem Verbrennungsmotor zu tun hat).
Dazu passt auch, dass es sich um einen japanischen Hersteller handelt.

Und im selben Artikel wurde dann noch ein reines E-Auto beschrieben (auch von einem japanischen Hersteller), dessen Reichweite jetzt erhöht wurde auf 250 KM. Im nächsten Satz stand dann, dass im echten Straßenbetrieb nur 200 KM erreicht würden. Es scheint nach wie vor normal und selbstverständlich, dem Verbraucher Werte vorzusetzen, die mit der Realiät nichts zu tun haben. Sondern nur im Labor erreicht werden.

Dann wird noch daran herumgemäkelt, dass es 11 Sekunden dauere, bis 100 KM/h erreichen seien. NA UND !!!! Wen stört denn das? Wo liegt das Problem, wenn man sein Ziel 2 Min später erreicht?

Ich finde, es gibt keine Branche, in der mehr gelogen, betrogen und getrickst wird, als der Automobilbau. Und das Ganze auch noch staatlich legitimiert.

Wenn alle Diejenigen, die dafür zuständig und verantwortlich sind (in Industrie und Politik), nach gesundem Menschenverstand in Verbindung mit Recht und Gesetzt beurteilt würden, dann müssten etliche Gefängnisse zusätzlich gebaut werden.
Und das ist nichts, was jetzt irgendeiner Verschwörungstheorie entspringt, sondern blanke Realität.

Es grüßt,
das Smamap

Dahingeschmolzen …..

Am Freitag waren hier 30 Grad. Abends um 8 waren es immer noch 25.

Ich hatte leichtsinnigerweise spekuliert, dass es gegen Abend kühler wird, und noch schnell zugesagt, dass ich dann vorbeikomme und noch kurz 2 Stunden im Autohaus aushelfe.

Gelegentlich hab ich dort die Aufgabe, ca. 25 Autos zu rangieren, um sie auf dem Ausstellungsgelände in Reih und Glied zu positionieren, so dass potentielle Kunden die Fahrzeuge sortiert nach Neu- und Gebrauchtwagen vorfinden, und die PKWs nicht querbeet stehen.

Dass meine Zusage, das am Freitag noch schnell zu machen, ein Fehler war, merkte ich spätestens, als ich ins erste Auto einstieg. Da drinnen waren es gefühlte 40 Grad.

Nachdem ich das mit allen 25 Karren gemacht hatte, war ich dem Ende nahe. Wahrscheinlich hätte mir ein geschickter Verkäufer einen Haarföhn, zu dem Zeitpunkt, als Klimaanlage verkaufen können.

Nachdem mein Kreislauf solche Sachen, seit meinem Schlaganfall, nimmer so recht mitmacht, kann man sich vermutlich vorstellen, wie ich mich hinterher fühlte.
Das Ganze war wieder einmal ein Wahrnsignal, darauf zu hören, was geht. Eigentlich hätte ich mittendrin aufhören müssen. Einfach aus Selbstschutz. Aber was tut klein Doofi ….. er macht weiter, aus Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Chef.

Und so hatte ich jetzt 2 Tage zu tun, um mich wieder ins Lot zu bringen. Aber das glaubt einem sowieso keiner. Von den bekannten Behörden und Kassen sowieso niemand.

Es grüßt,
das Smamap

Selbstbetrug

Ein Thema, das mich immer wieder umtreibt, ist der Klimawandel.

Letztens wieder einen Bericht gesehen, in dem es um die Zusammenhänge ging, zwischen dem weltweiten Klimawandel und den Extremwetterlagen, die wir zur Zeit in Deutschland erleben.

Ein“Chefmeteorologe“ eines namhaften Instituts stellte da in einem Interview u.a. die Frage, wie lange wir es uns den noch erlauben wollen, uns in die eigene Tasche zu lügen, und einen Zusammenhang zwischen Wetterphänomenen und dem Klimawandel zu verleugnen.

Eingehende Untersuchungen zeigten in jedem Fall, dass diese Zusammenhänge ganz eindeutig gegeben wären, aber die Menschen es als angenehmer, bequemer und beruhigender empfänden, das auf Meinungen zu reduzieren wie „das hat es immer schon gegeben“ oder „es gibt auch andere Untersuchungen“.

Dabei sei eindeutig nachgewiesen, dass die Ereignisse immer extremer und absonderlicher würden, und der Zusammenhang mit dem Klimawandel sich immer mehr aufzwinge. Auch wissenschaftlich und datenmäßig gesehen.
So sei das Phänomen, dass Gewitterzellen in Scharen auftreten und an Ort und Stelle bleiben, neu. Klar habe es Einzelfälle früher auch schon gegeben, aber eine derartige Häufung sei absolut neu.

Ganz generell könne wohl niemand, der sich ernsthaft mit den Daten beschäftigt, annehmen, dass etwa das ständige massenhafte Schädigen der Erdatmosphäre bei gleichzeitigem Vernichten des Regenwaldes, verbunden mit dem Aufheizen der Atmosphäre und dem Abschmelzen der Eismassen, um nur ein paar Beispiele zu nennen, so völlig ohne Auswirkungen sei.

Ich füge hinzu, dass es natürlich sehr viel bequemer ist, erstaunt die Augen aufzureissen, wenn man wieder von neuen Unwettern und Starkregen im Radio vernimmt, und dann weiter zu machen wie gewohnt, sich ins Auto zu setzen, und für jegliche Besorgungen Schadstoffe in die Luft zu blasen, obwohl man es sehr gut auch zu Fuß erledigen könnte (um auch hier nur EIN Bsp zu nennen).

Und so wird der Mensch weiter so tun, als könne er zu all dem nichts, was da passiert. Und das Ganze solange, bis die Naturgewalten vor seiner Haustüre stehen.

Um dann zu sagen „Egal, das hat es immer schon gegeben“ ???

Und was tun diejenigen, die für unser aller Schutz verantwortlich sind? NICHTS!
D.h., doch die tun schon was ……. den Wohlstand mehren, auf Kosten anderer auf der Welt, um zu gewährleisten, dass man sich das nächste Auto noch mehr leisten kann, als das bisherige. Um dann ganz überrascht zu tun, wenn die nächsten Unwetter und Hochwasser noch gewaltiger werden, als die Bisherigen.
Allerdings können die sich damit trösten, dass sie dann, wenn es wirklich ernst wird, schon längst unter der Erde liegen.
Doch in Wirklichkeit liegt es an uns allen; jedem Einzelnen von uns. Die Verantwortung und die Schuld auf andere abzuschieben, ist Selbstbetrug.

Es grüßt,
das Smamap

Liebe Autofahrer

NEHMT RÜCKSICHT !!!!!!!!

Warum ich das schreibe?
Na ja, heute scheint der besondere Tag zu sein, an dem einzelne Autofahrer es nicht so genau nehmen, wenn es darum geht, Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen ….. im speziellen Fall auf meinereiner.

Phase 1: Mein Rad läuft bergab, auf eine Einmündung zu. Ich fahre in der Mitte der Fahrspur, da ich „unten“ links abbiegen will. Ich zeige dies per Hand an, so dass es jedem klar sein muss. Ungefähr 5 Meter vor der Haltelinie überholt mich ein Van und scheert vor mir wieder ein (die durchgezogene Linie ist für ihn selbstverständlich nicht vorhanden). Ich habe es grade noch so eben erbremst, um dem Kameraden nicht hinten auf´s Heck zu knallen. Es war ein Balance-Akt zwischen „auf´s Heck knallen“ und „Fahrrad-Überschlag“.

Phase 2: Endlich am Heimatort angekommen, schiebe ich mein Rad über den Platz, an der Häuserfront entlang. Wie ich da so am Schieben bin, kommt mir rückwärts ein Van entgegengerollt. Ich bleib stehen, um ihn vorbeirollen zu lassen. Kann eh nicht weiter, weil mir kurz darauf ein Werbeaufsteller die Weiterfahrt verwehrt. Als die Fahrerin auf meiner Höhe ist, bleibt sie stehen, steigt aus, und schaut mich an. Ich darauf „…. und jetzt?“. Antwort: „Ja ich muss jetzt hier einladen!“.
Spricht´s, und schreitet von dannen. Mein Einwurf „Sie hätten mich ja schon vorher durchlassen können“, ist wohl zu hochstehend formuliert, als dass man darauf reagieren könnte.
Ich steh da, und weiß nicht so recht, ob es jetzt an der Sonne liegt, an der Luftfeuchtigkeit am HIRN oder an was sonst.
Ich nehme also mein Rad, schieb wieder zurück, und nehm die andere Straßenseite.

Ich denke, ich habe heute genug vom Radfahren.

Es grüßt,
das Smamap

Ohne Auto – mein Einjähriges

Vor etwa einem Jahre hatte ich den Entschluss gefasst, mein Auto abzuschaffen.

Das hatte diverse Gründe. In der Reihenfolge ihrer Wesentlichkeit: Gesundheit, Kosten, Umwelt.

Um es kurz anzureissen, schien es mir nicht mehr verantwortbar, mich im Straßenverkehr mit einem Auto zu bewegen, ich kann es mir zudem nicht mehr leisten, und auch der Umwelt gegenüber nicht mehr verantworten.

Warum auch immer, ich lebe also seit ca. einem Jahr ohne Auto.

Gut, ich gebe zu, manchmal bin ich Chauffeur, und fahre eine Bekannte mit ihrem Auto zu Terminen, und verbinde damit dann auch immer eigene Erledigungen (z.B. Wertstoffhof, „gewichtige“ Besorgungen).
Aber ansonsten, alles ohne Auto.

Und was soll ich sagen …… es funktioniert!

Es braucht natürlich ein paar Voraussetzungen, so dass es nicht für jedermann eine Lebensweise sein kann.
MEINE Voraussetzungen sind …… leben in einer Kleinstadt, Anbindung an den ÖPNV, Fahrrad, einigermaßen gut zu Fuß, als Single leben.

Und so habe ich Arzt, Supermarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Physioterapeuth, Baumarkt usw usf alles fußläufig im Umkreis von 1 KM erreichbar.

Ich kann mir alle meine Notwendigkeiten so einrichten, dass ich nach und nach die Dinge erledigen kann, die anstehen. Nichts muss SOFORT sein.

Und so Manches lässt sich heute über das Internet erledigen, so dass ich z.B. die Beschaffung eines Kühlschranks vor ca. einem 3/4 Jahr komplett darüber abgewickelt habe.

Die Ausrede, dass ich für dieses und jenes ein Auto benötige, gibt es nicht mehr.

Die Effekte:
Ich spare pro Monat etwa 100 bis 150 € an Ausgaben (was auch beinhaltet, dass ich mich nicht mehr nötigen lassen muss, haufenweise Geld rauszuschmeissen für Sprit und Steuer etc etc, und dabei mit dickem hals zusehen muss, wie mir das Geld absolut unverschämt aus der Tasche gezogen wird).
Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich damit KEIN Gramm CO2 mehr aus dem Auspuff blase und auch sonst die Umwelt nicht mehr mit einem Auto belaste.
Und es ist auch ein gutes Gefühl, das Risiko auszuschalten, dass mir meine Gesundheit mal einen Streich spielt, und ich andere damit gefährden würde.

Und manchmal ist es sogar lustig, wenn ich Autofahrer beobachte:
Der eine regt sich fürchterlich auf hinter dem Steuer, wegen nichts und wieder nichts. Die Meisten fahren als Einzelfahrer durch die Gegend, mit einem riesen Auto, in dem eben nur ein einziger Mensch sitzt. Gleichzeitig fahren, mal abgesehen von den Schulzeiten, fast leere Buse durch die Gegend. Ein Verkehrskonzept sieht für mich anders aus.

Ich mache in Gesprächen die Erfahrung, dass sich die Ansichten langsam aber stetig ändern. Aber es braucht Zeit. Und solange Autofahren immer noch so billig ist, v.a. auch bei den massiv gesunkenen Spritpreisen, wird es noch sehr lange Zeit dauern, bis hier mal ein weitergehendes Umdenken statt findet.
Aber das Bewußtsein ändert sich. Es ändert sich langsam, denn Industrie und Staat haben natürlich ein Interesse daran, alles SO weiterlaufen zu lassen wie bisher. Aber es ändert sich.

Mal ein Gedankenexperiment:
Angenommen, nur mal angenommen, Autofahren wäre TOTAL kostenlos. Zunächst! Also man bekäme ein Auto hingestellt, müsste keinerlei Steuern, Sprit, Instandhaltung zahlen. Einmal im Jahr aber, wird die Fahrleistung abgerechnet, nämlich, so wie das jetzt sich auch rechnet, mit 30 Cent pro gefahrenen Kilometer. Der klassische Autofahrer, der im Monat 1000 KM fährt, müsste dann schlappe 3.600 € auf den Tisch legen. Jahr für Jahr.

Das komische daran ist, dass das jeder Autofahrer macht. Der eine mehr, der andere weniger. Eben nicht auf einen Schlag, sondern KM für KM für KM.

Es braucht ein Umdenken. Und es braucht Konzepte. V.a. im ÖPNV. Andere Länder machen es uns vor.

Und immer mehr Menschen, so zumindest meine Erfahrung, denken zumindest darüber nach, und lassen das Auto immer häufiger stehen.

Zumindest ein Anfang.

Es grüßt,
das Smamap

Entlarvend ……

Heute eine höchst bemerkenswerte Umfrage gesehen:

Da wurde gefragt, ob man für die blaue Plakette wäre, die regeln soll, dass nur noch sehr schadstoffarme PKWs in die Innenstädte fahren dürfen.

Und da haben sich über 80% dagegen ausgesprochen.

Mit Verlaub ….. sich einen „Dreck“ drum scheren, was das neue Fahrzeug, das man sich kauft, an Schadstoffen in die Umwelt schleudert, aber als Autofahrer auf das Recht pochen, den Dreck vor der Haustür der anderen abladen zu dürfen.
Schließlich hat man ja viel genug für das Gefährt bezahlt.

Keine Einstellung ist auch eine Einstellung !!!

Ich weiß, das ist etwas arg formuliert. Aber ich bekomme mittlerweile einen sehr dicken Hals, wenn Menschen darauf pochen, alles zu dürfen, ohne Rücksicht auf andere oder die Umwelt. Frei nach dem Motto …. „mit Geld kann man sich alles kaufen (erlauben)“.

Ich hab mir heut mal so überlegt, was denn dagegen sprechen würde, dass jeder Käufer eines neuen Autos sich bei Kauf 1/2 Stunde unter den Auspuff legen muss (bei laufendem Motor versteht sich). Überlebt er es, dann ist das Auto umweltgerecht. Überlebt er es nicht, hat sich das Thema ohnehin erledigt.

Warum wir heute noch nicht soweit sind, dass es nur noch E-Autos gibt, die über die Solaranlage auf der Garage aufgeladen werden müssen, ist kein Geheimnis:
Die Autoindustrie blockiert enorm, weil damit natürlich weder Ersatzteile für Verbrennungsmotoren (vom Motor selbst, über Lichtmaschine, Zündkerzen, Vergaser etc etc) verkauft werden könnten, noch Sprit und Öl. Zudem müsste die Hälfte aller Werkstätten zusperren, weil die Instandhaltungen für E-Motoren wesentlich weniger wären.
Mit an vorderster Stelle der Blockieren sind natürlich die Mineralölkonzerne, die Förderländer und nicht zuletzt, der Fiskus.

Und darum wird sich nie etwas daran ändern, dass radikal die Schadstoffe zurückgefahren werden.

Und wie sollten da die Verbraucher sich gezwungen fühlen, etwas dafür zu tun.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wie sich etwas ändern wird:
Entweder die Schadstoffe haben derartige Auswirkungen, dass es nicht mehr anders geht (Gesundheit oder Klima) oder aber das Öl versiegt.

Es grüßt,
das Smamap

Der einsame Mensch

Heute hatte ich die Aufgabe, ein paar Autos im Vorfeld einer Ausstellung, zum Ausstellungsgelände zu fahren.

Einen Kleinwagen, einen Mittelklasse-Wagen und einen SUV.

Der „Kollege“, mit dem ich das organisatorisch erledigte, und ich, waren einer Meinung: In den allermeisten Fällen sind die Autos unterwegs, lediglich mit einer Person besetzt.

Das nennt man effizient.

Es grüßt,
das Smamap