Schwankenderweise ……

Es ist wieder mal soweit …….. ich schwanke

Nun wären ja diverse Gründe dafür denkbar. Aber um jetzt nicht die Spekulationen in´s Kraut schießen zu lassen:
Als ich seinerzeit meinen Schlaganfall hatte, der mein hirnseitiges Gleichgewichtszentrum in Mitleidenschaft zog, wurde mir anschließend offenbart, dass ich damit rechnen könne, dass mein vegetatives Nervensystem sich ebenfalls zu Wort melden würde, um seine Daseinsberechtigung einzufordern.

Und seitdem weiß ich, was ältere Semester immer meinten, wenn sie davon sprachen, dass sie das Wetter und dergleichen merken.

Und ich kann es voll bestätigen: Dieses NS existiert.

Im Moment spinnt der Blutdruck, trotz Tabletten, wieder total, mein innig geliebter Schwindel macht sich lautstark bemerkbar, und mein Gleichgewicht (der Bruder vom Schwindel) streckt mir noch mehr die Zunge raus, als sonst.

Ich wollte das ja immer nicht glauben, und verweigerte auch NACH meinem Schlaganfall zuerst noch die Zustimmung dazu, dass Derartiges existiert.
Heute weiß ich definitiv, dass ich für die Bestimmung eines Wetterwechsels kein „Barometer“ benötige.

Das Ganze hat quasi Geburtstag. Denn jedes Jahr, etwa zur gleichen Zeit, im Winter, spielt das System verrückt.

Das alles ist nicht so einfach, wie man es sich ev. denkt. Der Kerl hatte sicherlich auch schon in den ersten Jahrzehnten seines Lebens derartige Aussetzer. Aber da spielte das alles noch keine Rolle oder wurde verbucht unter „Normalitäten“.

Wenn man  schon mal einen Schlaganfall gehabt hat, und das Gefühl genießen durfte, dass es jetzt zuende ist, dann bekommen solche Gefühle, dass etwas verrückt spielt, eine andere Bedeutung, und es fällt nicht mehr so leicht, dies unter „Normalitäten“ zu verbuchen.

Abschließend juckt es mich zu schreiben …….
Aber das sind alles Dinge, die interessieren einen Paragraphenreiter bei irgendeiner Behörde natürlich nicht die Bohne.

Es grüßt,
das Smamap

Abenteuer hoch 10

Wie schon mal berichtet, ist es durchaus ein Erlebnis, hier bei mir auf der Hauptstraße mit dem Rad zu fahren.

Die emotionalen Gemütszustände, wenn ein PKW so ganz knapp an einem vorbeifährt sind ev. mitunter dazu geeignet, die Blutdruckwerte in neue Regionen emporklettern zu lassen.

Ich dachte immer, es gäbe keine Steigerung dazu.

Falsch gedacht !!!

Nach längerer Zeit fuhr ich heute besagte Straße mal wieder mit dem Rad. „Länger“ deswegen, weil ich „dort draußen“ schon etwas länger nix zu tun hatte, und mich zudem eig darauf eingestellt hatte, dass ich, ob der fortgeschrittenen Jahreszeit, wohl eher nicht mehr mit dem Rad unterwegs sein würde.
Dass es immer noch 10 Grad und mehr hat, so ca. Mitte November, damit rechnet ja keiner.

Jedenfalls war es heute mal wieder soweit.

Und wie ich da also so unterwegs bin, überholt mich ein Sattelzug nach dem anderen. Schon ein außergewöhnliches Gefühl, wenn da so Kolosse mit 20 m und mehr an einem vorbeiziehen. Über den Abstand, den die von einem halten, will ich lieber mal gar nicht reden.

Mann, was war ich froh, wie ich endlich den Punkt erreicht hatte, wo es möglich war, auf dem Geweg zu fahren.

Und wie ich das so überdachte, da wurde mir plötzlich klar, weshalb, ausgehend von der Innenstadt, die ganze Strecke seit einigen Tagen ein absolutes Halteverbot ausgeschildert ist: Dort wo die Straße am Ortsrand in die Bundesstraße mündet, ist gesperrt, weil dort eine Ampel gebaut wird. Deshalb müssen die LKWs zwangsweise ihren Weg durch den Ort suchen, denn anders kommen sie nicht ins Gewerbegebiet, bzw. wieder davon weg.

Keine Frage, dass sich das nicht anders lösen lässt. Das ist Fakt und auch in keinster Weise ironisch gemeint.

Und so werde ich morgen, nachdem mich mein Weg wieder dorthin führt, einen anderen Weg wählen, einfach, wel das Ganze zu gefährlich ist. Noch dazu für jemanden, bei dem es beim Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt ist.

Jedoch kann ich jedem, der einmal einen Streßtest für Herz und Kreislauf machen will, nur empfehlen, auf einer relativ engen Hauptstraße, die mit Schwerverkehr ausgestattet ist, mal ein ganzes Stück mit dem Fahrrad zu fahren.

Wirklich ein Erlebnis.

Eine Vermutung möchte ich allerdings schon äußern: Wie die Strecke mit absolutem Halteverbot versehen wurde, da hat mit Sicherheit niemand dran gedacht, die Strecke für Radfahrer zu sperren, weil zu gefährlich. Ev. auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass in der Umgebung etliche Schulen angesiedelt sind.
Und so werde ich anschließend wohl noch ein Fax zum Thema an die Stadtverwaltung schicken, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Denn wenn erst was passiert ist, dann brauch ich es nicht mehr schicken.

Alles Gute,
Euer Smamap