Alles Fielmann oder was ???

Hier mal wieder ein Beitrag zur Rubrik „Tips & Tricks“.

Normalerweise bin ich ein Gegner dieser Konzerne, die groß und breit Werbung für ihre Produkte machen.
Schlicht deswegen, weil es sich in der Praxis sehr oft erweist, dass man über den Tisch gezogen wird, die Produkte häufig nicht das halten, was sie versprechen und es nur darum geht, den Gewinn zu maximieren, häufig auf Kosten der Verbraucher.

Das ist auch der Grund dafür, warum ich Werbung im TV meist nicht beachte, umschalte oder dergleichen.

Eine Ausnahme habe ich jetzt bzgl. Fielmann gemacht. Schlicht testweise.

Seit ein paar Jahren habe ich eine Lesebrille. Weil es ohne nicht mehr ging, wenn eher kleine Schrift zu lesen ist. Eine Abhilfe habe ich ja bei eBooks, weil ich auf meinem Reader/Tablet die Schrift größer stellen kann. Wenn ich aber zB ein klein geschriebenes Rezept lesen soll, dann ist Ende im Gelände.

Na ja, man wird halt nicht jünger.

Was ich ebenfalls schon länger brauchte, war eine PC Brille. Zwar kann ich auch am PC die Schrift größer stellen oder die Darstellung im Browser zoomen, aber erstens hält das immer auf, zweitens geht das auch nicht immer und drittens gibt es auch andere Anwendungsfälle, bei denen man mit einer PC Brille weiter käme (die Lesebrille deckt eben nur den nahen Entfernungsbereich ab, und ein PC steht halt einfach etwas weiter weg; auch ein Tablet braucht man sich damit nicht mehr vor die Nase halten).

Ich war schon mal beim örtlichen Optiker, um mich zu informieren, aber die Preise dort sind jenseits von gut und böse. Die Qualität ist dort sicherlich hervorragend, aber manche Menschen können sich eben Brillen für 200 € nicht leisten.

Also ging ich mal zu Fielmann. Lange Rede, kurzer Sinn: Absolut zuvorkommende Bedienung, ein Seetest für lau, und die PC-Brille ebenso.

Wie kommt´s? Wählt man ein normales Gestell, und Gläser ohne Besonderheiten, so kann man für eine Brillenversicherung in Höhe von 10 € eine solche Brille für umsonst bekommen, also letztlich für 10€.

Die Brille ……

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……. wurde fix und fertig vermessen und gleich online bestellt. Ich bat um Zusendung, weil ich mangels Auto nicht nochmals extra vorbeikommen könnte, zur Abholung.
Kein Problem hieß es, und innerhalb 1 Woche sollte sie eintreffen.

ZACK ….. innerhalb von 3 Tagen hatte ich die Brille in Händen.

Die Versicherung kann ich jetzt, wenn ich das möchte, kündigen, und damit bleibt es bei den 10 € für die Brille (die ansonsten 17,50 € gekostet hätte).
Oder aber ich behalte sie, was dann jährlich 10 € macht, wobei Verlust/Beschädigung dabei versichert sind, und ich alle 2 Jahre eine neue Brille gleicher Art erhalten kann.

Letzteres werde ich wohl auch machen, denn ich kenne mich: Mal kurz auf die Brille draufgesetzt, und das wars´s ……

Offen gesagt, wenn Geld für mich keine Rolle spielen würde, dann wäre ich zum örtilichen Optiker gegangen, und hätte mir eine hochwertige Brille gekauft, mit Entspiegelung und PiPaPo…

Jedoch reicht das, was ich bei Fielmann bekommen habe, für meine Zwecke voll aus und einen Schönheitswettbewerb möchte ich mit der Brille ohnehin nicht gewinnen.
Wobei ….. ich finde sie absolut ok, und weit weg von jenen „Kassengestellen“, wie man sie früher mal kannte.

Wer also jeden Euro umdrehen muss, dem kann ich sowas nur empfehlen.

Es grüßt,
das Smamap

Arztbesuche sind manchmal Erlebnisse

Heute hab ich mal wieder meinen Orthopäden beglückt.

Zunächst war ich eine halbe Stunde zu früh dran, aber ich wollte mich eh nur anmelden, und Auskunft einholen, wie lange wohl die Wartezeit wäre, um dann weiter zum Bäcker zu wandern.

Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten an der Anmeldung, weil nämlich oben die Handwerker am Arbeiten waren, einigte man sich auf eine halbe Stunde.

Bei Rückkehr, meldete ich mich artig zurück, und begab mich in den Wartebereich.

Und dann gings los …… ein Handwerker hatte wohl eine neue Hilti bekommen. Jedenfalls legte er da oben los (unsichtbar, weil der Bereich abgeschottet war), als gäbe es kein Morgen. Der Kollege wollte sich nicht lumpen lassen, denn sobald Hilti eine kurze Pause einlegte, maulte er mit seinem Baby-Geräte (so hörte es sich zumindest an) zurück.

Das Problem ….. das ganze ist ein Ärztehaus, und es ist dort gut eingeübte Praxis, dass die Sprechstundenhilfen meines Orthopäden (eigentlich sind es drei), von ganz hinten immer lautstark den Namen rufen, damit klar ist, wer den nun kommen soll.

Mangels Ruhephasen, blieben die Rufe aus.

Wenn dann doch mal eine Minipause entstand, war ein kurzer trockener Ruf zu hören, dessen Nachhall schon wieder in der Hilti unterging. Die Patienten waren aber offenbar alle mit gutem Gehör ausgestattet. Hatte aber auch damit zu tun, was ich feststellte, als MEIN Name aufgerufen wurde, dass man auf seinen eigenen Namen akkustisch ganz besonders getrimmt ist.

Jedenfalls saß ich dann im Sprechzimmer, und als mein Arzt kam (ich kenne ihn immer schon als lustigen und humorvollen Menschen), meinte ich nur, wie lange er das denn schon aushalten müsse. Er meinte 2 Wochen. Und das alles nur deswegen, so seine Erläuterung, weil lt. neuer Gesetzeslage jetzt ganz besondere Hygienevorschriften einzuhalten seien, und deshalb müssten jetzt längjährig hervorragend bewährte Verfahren über den Haufen geworfen werden (die machen ambulante Eingriffe), was sich in entsprechenden Umbauten niederschlagen würde. Wer das alles bezahlt, würde natürlich keinen interessieren.

Mein Besuch war ansonsten recht kurz gehalten, und diente nur der Bestandsaufnahme, und der Erstellung einer Verordnung, und anschließend war ich ganz froh, dass ich das Etablissement eilenden Schrittes wieder verlassen könnte. Die Begleitmusik war dann doch etwas stöhrend.

Ich war dann noch kurz bei der Krankenkasse (liegt nur einige Hundert Meter entfernt), um die Vorordnng dort genehmen zu lassen.

Das ging natürlich nicht sofort, sondern erfordert extra Bearbeitung, und man würde es mir zusenden. Auf dem Weg dorthin, stellte ich fest, dass meine Sonnenbrille im Eimer ist (Gestell gebrochen).

Auf dem Rausweg traf ich die Patientin wieder, die in der Praxis mir genau gegenüber gesessen hatte. Wir waren uns einig, dass es erholsam sei, dort wieder raus zu sein. Auf die Frage, wie lange sie denn dort gewesen wäre, meinte sie „1 Stunde“.

Wäre für mich unvorstellbar gewesen, diesen Lärm 1 Stunde auszuhalten. Die 20 Minuten, die ich dort war, waren für mich schon grenzwertig. Nun gut, ich muss dazu sagen, dass ich, was Lärmmonströsitäten angeht, immer schon sehr empfindlich war.

Und so hatte ich also viel Lärm, eine kaputte Sonnenbrille, keine Verordnung und einen netten Plausch mit jener Dame (vermutlich zu jung für mich), als Ergebnis dieses Nachmittags.

Man könnte auch sagen: Viel Lärm um Nichts.

Es grüßt,
das Smamap