Passwortmanager – die Dritte

Manche werden sich erinnern, dass ich kürzlich einen Passwort-Manager mir „anlachte“. Es handelte sich dabei um

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Auf dem PC erledigte das Teil einen wunderbaren Job. Wenn ich im Browser auf eine Seite ging, auf der ich mich einzuloggen hatte, holte sich das System die Login-Daten aus dem Passwort-Safe. Eine absolut coole Sache.

Dann erhielt ich mein neues Tablet. Ich installierte die LastPass-App, meldete mich mit meinem langen Passwort an, und hatte auch dort wieder alle meinen Login-Daten zur Verfügung.

Und DANN gingen die Probleme los.
Kurze Version: Ich konnte meinen Firefox nicht dazu bringen (bzw. den Passwort-Mananger), meine Login-Daten auf irgendeiner Login-Seite einzublenden.
3 Tage und reichlich Support-Kontakt später, mussten die Support-Menschen in den Staaten leider zugestehen, dass es bei Android offenbar doch einige Integrationsprobleme gibt, und deshalb besagte Funktion dort nicht das gewünschte Resultat bringt.

Es gibt allerdings einen „Workaround“: LastPass bringt einen eigenen integrierten Browser mit, der Firefox sehr ähnlich ist. In jenem läuft es problemlos.

Und so habe ich auf meinem Tablet den „großen“ Browser verbannt, und arbeite jetzt erstmal mit jenem internen Browser, um für mich zu sehen, ob er das bringt, was ich aus dem sonstigen Browser-Alltag so gewohnt bin. Falls ja, würde ja nix dagegen sprechen.
Der Firefox, so schön, schnell und auch elegant er ist, so ist er doch mittlerweile ziemlich aufgebläht mit Funktionen, die man nur höchst selten braucht. Mal sehen, ev. tut´s ja auch jener integrierte Browser, womit LastPass für mich dann weiterhin das bliebe, was es bisher war: Eine rundum gelungene Software, die es mir abnimmt, Passworte selbst managen zu müssen.

Es grüßt,
das Smamap

Was gehen ebay meine Bilder an?

Wie kürzlich berichtet, habe ich auf meinem PC im Browser die Cookies abgeschalten, weil ich nicht einzusehen vermag, dass irgend jemand meine Daten speichert, sich holt und Dinge damit „fabriziert“, von denen ich nicht einmal etwas weiß.

Bisher hatte ich dadurch nur den einen Effekt, von dem ich ja auch berichtete, dass ich die Site der BILD nicht mehr mir ansehen kann. Das war natürlich ein enormer Verlust 😉

Jetzt bin ich drauf gestoßen, nachdem ich nach längerer Zeit mal wieder was über ebay verkauft habe, dass es ohne Cookies nicht mehr möglich ist, in einem Angebot ein Bild hoch zu laden. Nachdem ein Angebot ohne Bild heute nicht mehr möglich ist, wäre ich also nicht mehr dazu in der Lage, dort was zu verkaufen.

WAS, so frage ich mich, hat ebay mit meinen Bildern zu schaffen? Wozu ist es notwendig, ein Cookie auf meinem Rechner abzulegen, das mit meinen Bildern zu tun hat?

Nun, soll mir egal sein. Ich hab dann gestern kurzzeitig die Cookies wieder zugelassen, um mein Angebot einstellen zu können. Danach habe ich dann beschlossen mir einen kleinen Browser zu installieren, NUR für die Dinge, die ohne Cookies nicht gehen (was nicht heißen soll, dass BILD für mich ein Thema sein wird 😉 ).
Ich werde jenen Zweit-Browser dann so einstellen, dass jedesmal beim Schließen des Browsers sämtliche Chroniken/Cookies wieder gelöscht werden.

Man sieht auch an diesem kleinen Bsp. was die Seitenbetreiber so alles an Daten auf PCs ablegen, um mit ihnen was zu „fabrizieren“, ohne dass man dies weiß.

Das alles hat nichts mit Paranoia zu tun. Ich bin mittlerweile schlicht der Ansicht, dass ich schon wissen möchte, was mit meinen Daten angestellt wird. Zumindest aber, DASS ÜBERHAUPT etwas mit meinen Daten angestellt wird.
Und wenn ich das nicht zu wissen bekomme, dann soll auch niemand meine Daten haben.
Ich würde ansonsten, und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, über kurz oder lang „schauen wie die Schwalbe wenn’s blitzt“, was so alles damit getrieben wird (und die Einblendung von irgendwelchen Werbungen ist da noch die leichteste aller Übungen).

Man möge sich in dem Zusammenhang nur mal überlegen, dass Google Mrd. damit verdient.

Es grüßt,
das Smamap

Nichts geht über Windows?

Wer meinen Blog verfolgt, hat mitbekommen, dass ich seit kurzem ein Stück weit andere Wege gehe.

Zumindest was das Betriebssystem meines „PC“ angeht, das ich nutze.

Bisher war ich immer bei Windows geblieben. Ich hatte schon früher gelegentlich mal Linux versucht. Allerdings stets mit eher mäßigem Erfolg. Immer war es reichlich kompliziert, sowas wirklich an’s Laufen zu bringen. Mal hatte ich kein Internet. Mal erkannte es die Grafikkarte nicht. Und meist musste man doch so Einiges darüber wissen, wie so ein Linux funktioniert, um dann die ein oder andere Änderung vornehmen zu können (z.B. einen anderen Browser installieren).

Jedenfalls scheiterte ich immer an der intuitiven Benutzung des Ganzen, und blieb dann doch lieber beim gewohnten und einfach zu bedienenden Windows.

Anders JETZT!

Mich nervte mittlerweile der Geräuschpegel meiner Windows-Kiste. Die war zwar, relativ gesehen, ziemlich leise, aber subjektiv wurde das im Lauf der Zeit immer lauter. Dann realisierte ich den Stromverbrauch meines Systems. Und letztlich durfte ich immer wieder nachrüsten, wenn es darum ging, eine halbwegs aktuelle Hardware am Start zu haben, auf der auch das neueste Windows laufen würde (sprich Windows10).

Und dann kam mir eben der Raspberry zu Ohren. Ich las etwas darüber. Und ich dachte mir, wenn sowas funktionieren würde, das wär’s eigentlich.

Eine Software, sprich Betriebssystem, die das umfasst, was es braucht, mit Augenmerk auf Ressourcen-Verbrauch und eine Hardware, die alles das zur Verfügung stellt, was wirklich benötigt wird.

Meine Herangehensweise war nicht, wie früher, Linux, sondern erst einmal die Neugierde auf die Hardware, die endlich einmal „reduziert“. Unter Windows war es bisher immer so gewesen, dass die Harware immer leistungsfähiger wurde, immer schneller. Immer leistungsfähiger sein MUSSTE, weil Microsoft das so vorschrieb

Der Raspberry Pi 2 (Aussprache: Pei) kommt daher mit einem Quad Core Prozessor mit 900 MHZ, einem Gigabyte Arbeitsspeicher, und einer Festplatte (sprich SD-Karte) mit 4 GB Kapazität (es ginge sogar mit 2 GB). Und das Ganze läuft erstaunlich flott.
Ein PC hat heute einen 3000 MHZ (also 3 GHZ) Prozessor, und braucht für ein aktuelles Windows 4 GB Arbeitsspeicher und mehr, und eine Festplattenkapazität von ca. 20 GB, nur für Windows. Also ein Mehrfaches dessen, mit was der Pi 2 daher kommt.

Auf dem Raspberry läuft ein Linux namens Raspbian (gibt auch andere Linux-Distributionen).

Es beinhaltet im Wesentlichen einen Browser, ein eMail-Programm, ein Office-Paket und etliches an Zubehör-Programmen. Z.B. einen Bildbetrachter, einen PDF-Viewer, Editor etc.

Nach Einschalten braucht der Raspberry 15 Sekunden, bis er komplett hochgefahren ist. Windows braucht das 3-4 fache an Zeit, bis es da ist, mitunter sogar über eine Minute.

Das Ganze läuft völlig lautlos, mit weniger als 5% des Stromverbrauchs eines PC und hat mich 40 € gekostet. Spätestens innerhalb eines Jahres habe ich es über die Stromkosten wieder hereingebracht.

Ja, klar, ich kann damit nicht alles machen, was anfällt, aber das weitaus Meiste.

Gelegentlich werde ich sicher den PC anwerfen müssen. Aber eben nur gelegentlich. Und im Laufe der Zeit habe ich möglicherweise genug Neugierde, Forscherdrang, Technikbegeisterung, und was man sonst noch dazu braucht, um den PC völlig überflüssig zu machen.

Und offen gesagt, wenn dann Winzigweich ein weiteres Mal vorgibt, wie die Dinge zu sein haben, welche Ausstattung man haben muss, und was es kostet, dann hätte ich mich schon beizeiten anders orientiert.

Oder anders gesagt:
WENIGER IST MEHR

Es grüßt,
das Smamap
Nachtrag (weil gefragt wurde): Die Installation des Betriebssystems auf der SD-Karte ist total simpel. Dauert etwa 10 Minuten, und keine Stunde, so wie aktuell bei Windows.