Was uns Corona gibt

Freilich ist das Virus eine enorme Bedrohung, aber wenn man das Unabänderliche akzeptiert, dann kommt automatisch die Frage, was uns Corona bringen bzw. hinterlassen wird.

Zunächst wird man diese Frage beantworten müssen mit … Infektion, Krankheit, Schädigungen und Tod.

Jedoch ist da mehr!

Zunächst ermöglicht diese Bedrohung es uns, zu erkennen, was uns wichtig ist. Denn wenn man Vieles aktuell nicht machen kann, wird einem klar, wie sehr uns diese Dinge fehlen. Oder auch nicht. Anders gesagt, wie wichtig oder unwichtig sie für uns sind.

Jeder von uns kann all diese Dinge betrachten und entscheiden, ob sie ihm fehlen.

Nehmen wir als willkürliches Beispiel die Frau, die früher jede Wochen zum Shoppen fuhr. Das geht in der derzeitigen Situation nicht. Und diese Frau mag feststellen, dass ihr diese Einkaufstouren gar nicht fehlen. Ev. war das nicht von Beginn an so. Denn anfangs fehlte ihr das, um dann aber festzustellen, dass es ihr nicht als Inhalt fehlte, sonder als Zeitvertreib.

Und so suchte sie sich eine andere Beschäftigung. Fand eine, und das Shoppen fehlte plötzlich gar nicht mehr. Was, im angenommenen Fall den angenehmen Nebeneffekt haben würde, dass am Monatsende plötzlich sehr viel mehr Geld zur Verfügung steht. Wieder etwas, was uns Corona gibt.

Und so ließen sich wohl viele Beispiele finden, bei denen sich herausstellt, dass Dinge, die nicht getan werden können, eigentlich gar nicht fehlen.

Und dann gibt es da noch die Dinge, die einem zwar fehlen, die aber dadurch, dass man sie nicht tun kann, einen positiven Nebeneffekt bringen.

Als gutes Bsp. mag dienen, dass viele sehr viel weniger Auto fahren. Und plötzlich stellt man fest, dass die Luft viel besser ist. Und auch die Sicht. Ein Bekannter wohnt an einem Ort, von dem aus er früher an 2 oder 3 Tagen die Alpen sehen konnte. Jetzt ist es auf einmal so, dass er sie jeden Tag sehen kann. Etwas, was uns Corona gibt.

Er fragt sich, ob derlei positive Nebeneffekte es nicht wert wäre, ein (zwangsweise) geändertes Verhalten auch nach Corona beizubehalten. Zumal es der Gesundheit dienlich ist.

Und so gäbe es viele Dinge, die man derart sehen und/oder hinterfragen könnte.

Auch die Sache mit der Rücksichnahme bekommt ganz andere Dimensionen. Ich wage zu behaupten, dass gelebte Rücksichtnahmen durch Corona sehr zugenommen haben. Dadurch könnte Achtsamkeit gegenüber dem Mitmenschen eine bleibende Dimension erfahren haben. Nämlich durch die Erkenntnis, dass Rücksichtnahme und für den anderen dasein, manchmal sogar eine Frage auf Leben und Tod ist.

Bliebe nocht die Betrachtung, was wir daraus an Konsequenz ziehen, wenn dann einmal felsenfest fest steht, wie das Virus entstanden ist.

Es scheint ja heute bereits unstrittig, dass es entstand durch menschliches Fehlverhalten gegenüber der Natur, in Form der „Verwertung“ tierischen Lebens. Erste Untersuchungen in China deuten dies an.

Wobei es wenig Sinn macht, mit dem Finger nach China zu zeigen. Denn wenn überhaupt, so ist das nur ein Bsp. dafür, was passieren kann, wenn wir die Natur nicht achten. Und es gibt Beispiele zu hauf, was in unseren Breiten alles wider die Natur gemacht wird. Von jedem Einzelnen.

Man könnte dies als „Schuss vor den Bug“ sehen. Als Hinweis darauf, was noch alles passieren kann, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Insofern könnte „Corona“ nur ein müder Abklatsch dessen sein, was da sonst noch kommen könnte.

Und so liegt es wieder einmal nur an uns selbst, die wir bestimmen, was sein wird. Und „Corona“ hat uns gezeigt, dass wir ab einem bestimmten Punkt nur Passagier sind und uns das Heft des Handelns vollständig aus der Hand genommen wird.

Deshalb sollte die „Krone der Schöfpung“ echt zum Nachdenken anfangen. Und die hier gestellten Fragen können ein echter Ansatz dazu sein.

Ein Weiteres, was uns Corona gibt!

Weiter so?

In diesen Zeiten wird allerorten die Frage gestellt, ob ein „Weiter so“ Sinn macht.

Wie kommt man auf die Frage?

Es gibt Vieles, was derzeit, aus gutem Grund, nicht möglich ist:

  • Shopping Tour
  • Autokauf
  • Urlaub
  • Möbelkauf
  • Essen gehen
  • Theater
  • Kino
  • Baumarkt
  • und diverses mehr

Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Offenbar gibt es auf dieser Liste so Einiges, das nicht lebensnotwendig ist. Jedenfalls leben alle noch, die sich kein neues Auto gekauft haben.

Auf der anderen Seite bringt uns diese Zeit des Verzichts einige gute Dinge:

  • Weniger Umweltbeeinträchtigungen
  • Klarere Luft
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Bewußtsein was wichtig ist
  • Geldersparnis
  • etc

Ganz grundsätzlich stellt man fest, was eigentlich gar nicht wichtig ist bzw. worauf man auch so manches Mal getrost verzichten kann.

Bleibt zu hoffen, dass dann, wenn die „Zeit nach Corona“ anbricht, die Sicht nicht verloren geht, was lebenswichtig ist, und was nicht.

Denn ein „weiter so“, also zurück zu all dem, was wir in unserem früheren Leben bedenkenlos zelebrierten, sollte es nicht geben.

Vielmehr sollte der Menschen auch aus der Pandemie lernen. Lernen, was Sinn macht. Sehen, was wir speziell uns selbst, der Natur und der Umwelt antun, mit dem, was wir früher so taten.

Insofern könnte man die Pandemie als etwas sehen, das wir nicht wirklich ändern konnten, jedoch indem wir sie als vorhanden akzeptieren, das Positive, das dieses Unabänderliche hervorbrachte, mitzunehmen.

Und sei es nur das, sich öfter mal in der Natur zu bewegen, und das Auto stehen zu lassen. Oder etwa sich zu fragen, welchen Sinn es macht, sich die Wohnung mit noch ein paar Möbelstücken vollzustellen. Oder das Auto noch ein paar Jahre zu nutzen, denn wenn man weniger damit fährt, hält es auch entsprechend lange.

Zusammenfassend:
Es wäre doch eine gute Sache, wenn Menschen, die während der Pandemie auf einmal wieder die Berge „ganz da hinten“ sehen konnten, dies auch weiter tun könnten.
Jedoch mit „weiter so“ wäre diese Zeit dann schnell wieder vorbei, wenn die Schornsteine der Fabriken wieder Volllast laufen.

Solange bis die Natur erneut zurückschlägt.

Oder glaubt jemand allen Ernstes, dass das Corona Virus deswegen entstand, weil wir uns alle naturgemäß verhalten haben?

Impfpflicht

Im Zusammenhang mit Corona war ja auch das Thema „Impfpflicht“ ein solches.

Das Thema ist ja insofern nicht neu, als es zB für Masern eine solche Impfpflicht gibt. Bei Masern deshalb, weil dieses Virus noch weitaus infektiöser ist, als beim Covid19-Virus. Diese Impfpflicht gibt es auch deshalb, weil Masern ebenso zum Tod führen können, und auch wenn nicht, so doch erhebliche Nebenwirkungen hinterlassen (Stichwort: Hirnhautentzündung)

Damit das Masern-Virus sich nicht mehr verbreiten kann, ist eine Immunität in der Bevölkerung von 95% nötig.

Bei Corona geht man von 60 bis 70% aus.

Nun war ja, wie erwähnt, eine solche Diskussion  auch für Corona geführt worden, wobei man sich gegen eine Impfpflicht entschieden hat.

Ich frage mich nun, ob dies die richtige Entscheidung war. Zwar kann ich das nicht entscheiden, denn dazu fehlen mir schlicht die Kenntnisse (ganz im Gegensatz zu anderen, die sich zu Impfexperten ausgerufen haben). Jedoch kann man sich ein paar Gedanken dazu machen.

Während der Phase, die es dauert, um alle Menschen zu impfen, die sich impfen lassen wollen, wird es so sein, dass die Corona-Regeln weiterhin gelten. Um zu verhindern, dass Menschen sich anstecken können, solange das Impfen noch nicht abgeschlossen ist. Sei es mangels Impfstoff oder wegen der schieren Masse an Menschen (bis 50 Millionen Menschen geimpft sind, das dauert).

Nun wird es wohl so sein, dass jemand, der seine 2 Impfungen schon hinter sich hat, und der deshalb immun ist, sich wohl eher nicht mehr an Maske und Abstand halten will.

Wie aber soll man unterscheiden, ob jemand geimpft ist oder schlicht keine Lust mehr dazu hat, die Regeln einzuhalten. Denn schließlich würden ja diejenigen, die das nicht mehr tun, weil geimpft, immer mehr werden. Da gibt es dann sicher nicht wenige, die auch ohne Impfung meinen, sie könnten nichts dazu, dass sie noch nicht dran gewesen seien.

Ergo steigt die Zahl der Infektionen. Das wird erst dann anders, wenn das Virus keine Menschen mehr findet, die es anstecken kann, weil eben schon über besagte 60% geimpft sind.

Was also tun, wenn man in einer Gaststätte sitzt, und es kommt eine Gruppe Menschen rein, ohne Maske? Davon ausgehen, die werden schon geimpft sein? Sich darauf verlassen, wenn die das so sagen? Angenommen diese Gruppe wären relativ junge Menschen. Könnte ja sein, dass die beschlossen haben, die Regeln sein zu lassen, und selbst wenn sie angesteckt würden, wäre der Verlauf wohl nur schwach ausgeprägt.

Für mich als 59-jährigen Vorerkrankten, gilt das womöglich nicht. Und Impfung, so wie sich das jetzt absehen lässt, werde ich wohl eher erst Mitte des Jahres erhalten.

Und so sehe ich auf uns als Gesellschaft Probleme zukommen, wenn es darum geht, die nicht Geimpften vor denen zu schützen, die ohne Impfung in ihr altes Leben zurück wollen, und dies unter Inkaufnahme von „Nebenwirkungen“ für andere.

Was also tun???

Ich vermute, dass eine Impfpflicht irgendwann kommen wird. Spätestens dann, wenn allen Menschen klar geworden ist, dass die von Manchen befürchteten Nebenwirkungen der Impfung, nicht vorhanden sind. Dass es also tatsächlich SO ist, wie die Wissenschaft, die Impfstoffentwickler und auch die Zulassungsbehörden dies von Beginn an festgestellt haben. Auf Basis vielfacher Untersuchungen. Und ich denke dass diese Impfpflicht deshalb dann kommen wird, weil die Akzeptanz der Impfung in der Bevölkerung, zu dem Zeitpunkt, enorm sein wird, und es nicht zu vermitteln sein wird, dass sich die Gesellschaft dem Diktat von Wenigen unterwirft. Noch dazu wenn diese Wenigen ihren Standpunkt nicht effektiv begründen können, und damit ein erhebliches Risiko für diejenigen darstellen, die sich noch nicht habe impfen lassen können.

An dieser Stelle finde ich auch noch eine Sache sehr bemerkenswert: Es gibt, wie beschrieben, Menschen, die vor Nebenwirkungen der Impfung Angst haben. Auch wenn alle, die damit zu tun haben, dies verneinen. Gleichzeitig aber tun diese Menschen so, als wären die „Nebenwirkungen“ durch das Virus zu vernachlässigen (und DIESE Nebenwirkungen existieren TATSÄCHLICH).

Zum Schluss: Aktuell haben wir fast 35.000 Tote die durch das Virus gestorben sind. Ohne die verordneten Maßnahmen hätten wir bisher weit über 200.000 Corona-Tote (eben WEIL kein Impfmittel vorhanden war). Das sind Zahlen, die sind in zahlreichen seriösen Studien nachzulesen. Was passiert, wenn man nichts tut oder weitaus zu wenig, kann man „wunderbar“ in den USA sehen. Dort sind die Todeszahlen, umgerechnet auf die Bevölkerungszahl, ca. 3x so hoch. D.h. es ist dort so, als hätten wir fast 100.000 Tote.

Verdammt noch mal, da hat es uns aber dieses Virus ganz schön gezeigt. Frei nach dem Motto: Ihr könnt euch schützen, durch Maske/Abstand oder durch Impfung, aber überall wo ich euch zu fassen bekomme, da gehört ihr mir. Und dabei ist noch überhaupt nicht davon die Rede, welche Nachwirkungen die Genesenen davon tragen werden. Und viele der Genesenen sind die Erwachsenen bzw. die Alten von morgen.

MEINE unmaßgebliche Meinung …….

Intensivstationen am Limit

Vorhin las ich einen Artikel über „Intensivstationen am Limit“.

Was ich daraus mitgenommen habe, ist, dass all die Menschen unseres Landes gemeinschaftlich dafür verantwortlich sind, dass dem so ist.

Die Verantwortung liegt weder beim lieben Gott, noch beim Universum, bei irgendeinem Schicksal noch beim Zufall.

In jedem Einzelfall hat „einer von uns“ jenen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt, der dort um sein Leben kämpft.

Und dann sind da noch all Diejenigen, die auf den Intensivstationen ebenso um dieses Leben kämpfen, und ein um’s andere Mal verlieren. Und denen keiner wirklich dankt. Wir anderen sitzen zu Hause und überlassen diese Aufgabe den dort Beschäftigten.

Es gibt NICHTS womit wir den Schwestern, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten diesen Dienst an uns allen vergelten könnten.

Corona und die Menschen

Um „Corona und die Menschen“ zu beschreiben bzw. was ich damit meine, erstmal ein paar Situationsbeschreibungen.

  • Aktuell sterben fast 1.000 Menschen täglich
  • Die Infektionszahlen nehmen immer mehr zu
  • Das Erlaubte wird ausgereizt
  • Abgesehen vom Einzelhandel läuft die Arbeitswelt unverändert

Jeder tut so, als wäre „das alles“ weit von ihm weg. Is ja kein Problem, wenn man shoppen geht, am besten die ganze Familie zusammen. Is ja schließlich erlaubt. Wenn irgendwo in D, in Summe, 1000 Menschen sterben, dann wird das achselzuckend zur Kenntnis genommen. Betrifft einen ja nicht. Schuld sind ja die anderen. Man selbst trägt ja Mund-Nasen-Schutz und hält Abstand.

Seltsamerweise macht das jeder. Angeblich! Was nicht dazu passt, sind die Massen, die jeden Tag zusätzlich infiziert werden.

Das Problem ist, dass die Verantwortlichkeiten nicht nachvollziehbar sind. Soll heißen, wo die Infektionskette ihren Anfang nahm, an deren Ende einer „verreckt“, ist an keiner Stelle klar. Beim Autounfall ist das klar, wer schuld ist (wenn auch ev erst nach Untersuchung des Unfallhergangs). Bei Corona gibt es keinen Schuldigen. Zumindest nicht direkt.

Sprich, da ist ein relativ junger Mensch, der sich infiziert, ohne es zu merken, die Infektion weitergibt, und so nimmt alles seinen Lauf. Keiner ist verantwortlich, denn schließlich trägt man ja Maske und hält Abstand.

Meistens zumindest.

Dieser junge Mensch übersteht die Infektion unbemerkt oder jedenfalls relativ unbeschadet. Dass er mehrere angesteckt hat, die wiederum mehrere angesteckt haben, dir ihrerseits wieder mehrere angesteckt haben usw usf etc … merken die meisten nicht oder nur relativ wenig.

Jedenfalls liegt darin ein exponentielles Wachstum begründet.

Letztlich aber ist niemand schuld. Jedenfalls wird das SO empfunden. Allenfalls „wir alle“ sind schuld. Aber niemals der Einzelne.

Und so werden wohl bis Mitte 2021, wenn dann (hoffentlich) die Impfungen so wirklich gegriffen haben, geschätzt 100.000 Menschen gestorben sein, von denen jeder einzelne Tote von einem anderen Menschen angesteckt wurde.

Angesteckt wurde, obwohl das absolut vermeidbar gewesen wäre.

Entweder durch eigenes Handeln oder durch rigorose Maßnahmen seitens des Staates.

Und BEIDE genannten Seiten haben meines Erachtens absolut versagt.

Die Menschen, indem sie sich weigern, absolut konsequent Kontakte zu unterbinden, selbst wenn das bedeutet, dass Weihnachten ausfällt, und der Staat, indem er dort, wo dies nicht erfolgt, ohne Wenn und Aber dafür sorgt.

Wer daran zweifelt braucht nur in einer größeren Stadt in ein großen Einkaufszentrum gehen, und sich jetzt, kurz vor Weihnachten, ansehen, was dort, trotz „Lockdown“, los ist. Weder die Menschen noch der Staat haben dafür gesorgt, dass Kontakte konsequent unterbunden werden.

Von der Arbeitswelt möchte ich gar nicht erst reden. Wieviele Mitarbeiter sich in einer Firma, die ganz normal weiterarbeitet, aktuell zu nahe kommen, das möchte ich gar nicht wissen.

Aber verantwortlich ist ja keiner. Denn jeder trägt Maske und hält Abstand. Offensichtlich ist dies ungenügend, was jeder so tut. DENN das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Es ist also eindeutig, wo der Grund dafür liegt, dass aktuell jeden Tag 1000 Menschen sterben.

Ich frage mich, was von einer Gesellschaft zu halten ist, die billigend in Kauf nimmt, dass letztlich 100.000 Menschen sterben, ohne wirklich konsequent etwas dagegen zu tun.

Was GENAU zu tun wäre, kann ich nicht sagen, denn ich bin weder Verantwortlicher beim Staat, noch Wissenschaftler.

Woher kommt das?

An allen Ecken und Enden wird die Frage gestellt „Woher kommt das?“.

Gemeint sind die ganzen Infektionen mit dem Corona Virus und deren enorm steigende Zahl.

Gemeint sind die Infektionen, die zB. in den Landkreisen Rottal-Inn und Berchtesgaden-Land zu Shutdowns führen. Woher kommen diese immensen Infektionszahlen?

Und dabei ist die Antwort darauf sehr einfach:
Die Infektionen kommen von den Menschen, die dort leben. Menschen, die sich gegenseitig infizieren, und dabei mit Sicherheit die Abstands-/Masken- und Hygieneregeln nicht beachten.

Würden sie das tun, dann würden keine Infektionen stattfinden. SO einfach ist das.

Wer meint, den Abstand nicht einhalten zu müssen, egal bei welcher Gegebenheit, die Maske nicht tragen zu müssen, gleichzeitig noch auf Feiern mit vielen Teilnehmern gehen zu müssen, der wird zum Empfänger und auch Verteiler des Virus.

Würde JEDER sich an die Regeln halten, würde das Virus nicht mehr übertragen. PUNKT!!!!

Und so ist ein jeder, der so tut, als wüsste er nicht „Woher kommt das?“ ein Schaumschläger vor dem Herrn. Tut so, als wäre ihm das unbegreiflich.
Dabei ist eines so klar wie eine saubere Glasscheibe:
Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen.
Folglich muss das Dankeschön für die jetzigen Zahlen Denjenigen gelten, die die Regeln nicht konsequent eingehalten haben.

Und eines ist ganz genauso klar:
Jeder, der mit Corona auf einer Intensivstation liegt, wurde von einem anderen angesteckt!!!

Zu einfach gemacht

Ich muss zugestehen, dass ich es mir kürzlich zu einfach gemacht habe.

Ich bin auf einen Zeitgenossen getroffen, der die aktuellen Infektionszahlen in Abrede stellte, die ganzen Coronamaßnahmen als übertrieben und alle die, die darauf etwas geben, als „Systemhörige“ darstellte.

Mir platzte der Kragen.

Statt ihm kund zu tun, dass ich seine Meinung als Meinung zwar akzeptiere, aber sie keinesfalls zu meiner mache, weil sie bzgl. der Tatsachen total daneben liegt, und mich nicht mit ihm darüber zu unterhalten wünsche, hieß ich ihn einen Menschenverachter, der in Kauf nimmt, dass Menschen sterben, nur um sich als jemand darzustellen, der zu den „Wissenden“ gehört. Forderte ihn dazu auf seine Pseudofakten für sich zu behalten, und fuhr ihm ein paar Mal über den Mund, mit den Worten „das interssiert mich nicht“.

Mir war es endgültig zu viel geworden.
Immer wieder erfährt man von Menschen, die alles, was das Leben kompliziert macht, ignorieren. Einfachen Philosophien fröhnen, um sich das Leben einfach zu machen, sich nicht mit den Komplexitäten des tatsächlichen Lebens auseinander setzen zu müssen. Und sich als jemand von Denjenigen darzustellen, die zum erlauchten Kreis derjenigen gehören, die „Bescheid wissen“ und damit endlich einmal eine Rolle im Leben spielen.
Und das Ganze bar jeglicher Faktenlage, nur gefüllt mit einer Kiste von Behauptungen.

Im vorliegenden Fall bzgl. Infektionszahlen und Coronavirus gehen diese Menschen über Leichen. Ich habe noch von Niemandem aus diesen Kreisen gehört, der sich einmal die Mühe gemacht hatte, sich im Krankenhaus zu informieren, über die Situation Schwerstbetroffener, und was mit den Menschen geschieht, die daran sterben.

Stattdessen wird darüber „gefachsimpelt“, ob jemand AN Corona oder MIT Corona gestorben sei. Als ob das eine Rolle spielte.

Fakt ist, dass diese Menschen alle noch leben würden, wenn sie nicht von jemand anders infiziert worden wären. Ob jemand völlig gesund weitergelebt hätte oder weiterhin mit seinen Vorerkrankungen (Zucker, Immunschwäche, Atemwegserkrankung etc), das wäre völlig einerlei gewesen. AN oder MIT, das wäre sowas von unerheblich gewesen.

ER HÄTTE AUF JEDEN FALL WEITERHIN NOCH GELEBT.
Wenn ihn nicht irgendein Vollpfosten angesteckt hätte.

Sich mit solchen Menschen zu unterhalten oder gar zu diskutieren, hat absolut keinen Sinn. Selbst dann nicht, wenn man sämtliche Behauptungen nach Strich und Faden widerlegen könnte.
Es hätte keinen Sinn, es würde nicht gelten gelassen.

Ja, ich hatte es mir zu einfach gemacht.

So bleibt nur, das Seine dazu zu tun, sich selbst und andere zu schützen.
Und immer schön höflich zu bleiben. Auch denjenigen gegenüber, die auf Kosten anderer leben; und sei es auf Kosten derer Leben.

Herr Lehrer ICH weiß es

Derzeit ist wieder ewiges Hervortun angesagt, a la „Herr Lehrer ICH weiß es„.

Es geht wieder mal um Corona, und um Halbwahrheiten und Falschinformationen allenthalben.

Nicht wenige Menschen tun sich hervor, als die Alleswisser, zu denen alle anderen aufsehen müssten.

Folgendes Gespräch:
„Was soll das Gejammere wegen diesem sch…. Corona. Bei Grippe haben wir auch weit über 10.000 Tote“.

Man sah es dem Sprecher so ganz direkt an, wie stolz er darauf war, auch einmal die erste Geige zu spielen. Hoffentlich würden die anderen endlich mal erkennen, wie überlegen er an dieser Stelle war, und also ihn als Chef anerkennen, mit allen Vorteilen, die das mit sich brächte.

Das Problem war nur … er lag total daneben.

Hätte er sich einmal die Mühe gemacht sich auch nur einigermaßen genau zu informieren, hätte er gewusst, dass ein Durchschnittsjahr etwa 600 – 800 Grippetote zeigt. Ausgehend von den Fällen, die offiziell gemeldet werden.

Bei Corona liegen wir da aktuell bei ca. 9.500. Wobei das Jahr (=12 Monate) noch lange nicht zuende ist.

WENN man schon Zahlen vergleicht, dann auch DIE, die WIRKLICH vergleichbar sind.

Wenn dann mal hinterher die sog. „Übersterblichkeit“ berechnet wird, also wieviel mehr Tote es gab, als üblicherweise zu einer Jahreszeit, dann ergibt das nochmal andere Zahlen. Bei o.g. Grippebsp. kann sowas auch das x-fache sein (zB 3.000). In der Grippesaison 2017/18, die absolut extrem war, kam man da auf etwa 25.000.

Was sich, rein rechnerisch, im jetzigen Jahr, bei Corona als „Übersterblichkeit“ ergeben wird, das kann man derzeit überhaupt noch nicht sagen. Denn, wie gesagt, das Jahr läuft noch.

Wenn man also vergleicht, dann bitteschön schon auch das, was wirklich vergleichbar IST!

Mangels bekannter Zahlen, kann man im Moment nur die Zahl der Verstorbenen vergleichen, die offiziell gemeldet wurden. Und da liegen wir, sehr grob gesagt, bei der Grippe etwa bei 1.000 und bei Corona beim bis zu 20-fachen.

Sich also mit Falschinformationen hervor zu tun, ist, schlicht gesagt, lebensgefährlich. Solche Menschen implizieren, dass Schutz und Maßnahmen nicht erforderlich seien.

Die Infektionszahlen steigen rund um D rasant an. Und auch hier bei uns kommt es langsam an. Wir haben nicht mehr nur 100 neu gemeldete Infizierte jeden Tag, wie noch vor 2 Monaten, sondern 3.000 und mehr.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies wieder bei den Risikogruppen ankommt, und auf den Intensivstationen.

Dabei ist der Zusammenhang absolut offensichtlich:
Je mehr und intensivere Kontakte es zwischen den Menschen gibt, umso mehr Infizierte gibt es als Folge. Das Virus hat dann wesentlich leichteres Spiel.

Und was ist ein wesentliches Merkmal von Reisen, Feiern und kalter Jahreszeit ?????

EBEN !!!!!!

Und so sollte es unser aller Bestreben sein, gute Voraussetzungen für das Virus zu verhindern. Zumindest solange es kein Mittel dageben gibt.

Denn jeder Mensch hat das Recht zu leben. Auch jeder Mensch über 60 !!!

Herr Lehrer ICH weiß es, hilft uns da genau NICHTS weiter. Die „Herr Lehrer ICH weiß es – Typen, die konnten die meisten auch früher schon nicht ausstehen. Denn wenn es drauf ankam, dann hielten sich die immer fein raus.

Sie haben Recht

Sie haben Recht, die Demonstranten gegen die Corona-Regeln gestern in Berlin.

Sie haben dieses Recht, dagegen zu demonstrieren. Genauso wie sie das Recht hätten, dagegen zu demonstrieren, das Kranke in Krankenhäusern behandelt werden.

Wir leben in einem freien Land, mit freier Meinungsäußerung und Demonstrationsrecht. Denn wir haben gelernt aus den dunklen Zeiten unserer Geschichte.

Und wenn den Demonstranten dieses Recht vorenthalten werden würde, dann würde ich dagegen auf die Straße gehen. Ich würde dafür eintreten, dass die Bürger in unserem Land diese Rechte ausüben können.

Das heißt allerdings noch lange nicht, dass ich das teile, wofür die Menschen eintreten. Ganz im Gegenteil … ich halte dies für menschenverachtend, wofür sie demonstrieren.

ABER … sie haben das Recht dazu. Ohne Wenn und Aber.

Lediglich … mich interessiert das nicht, was ein halbes Promille unserer Gesellschaft gerne hätte. Menschen, die man nach Berlin karrt und ruft, um sie dort für bestimmte Zwecke zu instrumentalisieren.

Mich interessiert es nicht, wenn Menschen meinen, die Erde sei eine Scheibe. Oder wir wären nie auf dem Mond gewesen. Oder es würden Substanzen durch Flugzeuge ausgebracht, um die Menschen chemisch zu manipulieren. Das alles interessiert mich nicht.

Mich interessiert nur, dass die Menschen das Recht ausüben dürfen, für das einzutretten, was sie meinen.

Und mich interssiert, dass die Staatsgewalt dort, wo Gesetze mißachtet werden, dies auch ahndet. AUCH bei Demonstrationen. Wer andere an Leib und Leben gefährdet, indem er Abstände und Mund-Nasen-Schutz ignoriert, der hat daraus die Konsequenzen zu tragen.

Es ist vielfach belegt (etwa durch eine Studie in Großbritannien), dass ohne jegliche Maßnahmen wir eine Todeszahl von über 500.000 zu schultern gehabt hätten. Dass wir „nur“ 9.000 Tote bisher hatten, das hat seinen Grund. Was passiert, wenn man andere Dinge wichtiger nimmt, das kann man exemplarisch in den USA verfolgen, mit fast 200.000 Toten bisher.

Und so meine ich, sie haben Recht, die Menschen, die da demonstrieren. Nämlich das Recht, für ihre Meinung einzutreten. Aber sie haben nicht das Recht, das Leben anderer mit Füßen zu treten. Etliche von Ihnen sollten auch insofern eine Konsequenz zu tragen haben, als sie in einem Krankenhaus Covid19-Patienten pflegen müssen, die mit dem Tode ringen.

Ev. verstehen sie dann den Sinn von Corona-Maßnahmen. Und auch, dass ein demokratisches Grundrecht nicht nur Rechte beinhaltet, sondern auch Pflichten. Etwa die Pflicht, für das Recht anderer einzutreten.

Etwa das Recht auf Leben

Risikogruppen und Abschottung

Zum Thema Abschottung heißt es heute: „Die britische Regierung fordert Menschen aus Risikogruppen auf, sich für ein Vierteljahr selbst in häusliche Quarantäne zu begeben.“

So sehr ich den Kopf bisher darüber geschüttelt habe, was die britische Regierung in Sachen Corona unternimmt, so sehr stimme ich dieser Meldung bzgl. Abschottung zu.

DIES ist die Maßnahme, die mir von Anfang an in D gefehlt hat.

Wenn es da besondere Risikogruppen gibt, dann muss ALLES, aber wirklich ALLES dafür getan werden, sie zu schützen. Und die effektivste Maßnahme ist die der Abschottung dieser Risikogruppen (ich gehöre dazu!).

Freilich ist das nicht einfach und ein enormer Eingriff in deren Freiheitsrechte. Doch es geht um Leben und Tod!!!!!!!!!

Was es bedeutet, wenn es schief geht, sieht man in jenem Seniorenheim in Würzburg. Zugegeben, eine enorme Konzentration dort, an sehr alten Menschen mit Vorerkrankungen. Aber es zeigt extrem intensiv, um was es geht! EIN Mensch bringt das Virus dorthin, und kurze Zeit später sind 9 Menschen tot.

DAZU GIBT ES KEINE 2 MEINUNGEN !!!!!!!

Ich verstehe das nicht ….. die Riskogruppen abschotten, und den Rest der Bevölkerung SO behandeln, wie das aktuell geschieht. Das ist doch naheliegend.

Wobei ich weit davon weg bin, die Politiker an den Pranger stellen zu wollen. Die machen aktuell einen sehr sehr guten Job. Einen Job, den ich ihnen nicht zugetraut habe.

Ich möchte mit niemandem dort tauschen wollen. Bei diesen Entscheidungen dort geht es um Leben und Tod. Und von allen Seiten prasselt es auf die ein. Angefangen von den Virologen, über die Wirtschaft, Privatpersonen und weiß Gott noch wem. Und wenn etwas schief geht, dann zeigt jeder mit dem Finger auf die Politik.

Allerdings muss es in einer solchen Situation auch möglich sein, schwerwiegende Entscheidungen neu zu denken. Das geschieht derzeit in vielen Fällen. Aber eben nicht an dem Punkt, an dem es um den Schutz der Risikogruppen geht.

Da wird viel gemacht, aber das Entscheidende nicht gedacht. Nämlich die weitestgehende Abschottung der Risikogruppen.

Das bleibt denen, die dazugehören, weitgehend selbst überlassen, diese Abschottung umzusetzen. Aber es bleiben schlicht zuviele Wege, wie das Virus es trotzdem dorthinein schafft … hinein in die Risikogruppen. Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit, Zufall. Und das, finde ich, ist enorm gefährlich. Denn wenn die Todeszahlen so ansteigen werden, wie die Experten das voraussagen, dann werden sehr sehr hohe Prozentzahlen der Toten aus diesen Risikogruppen stammen.

Ich bin kein gläubiger Mensch, sage es aber trotzdem mit den Worten: Ich bete darum, dass dieser Krug an unseren Alten und Vorerkrankten vorbeigehen möge.

… to be continued