Intensivstationen am Limit

Vorhin las ich einen Artikel über „Intensivstationen am Limit“.

Was ich daraus mitgenommen habe, ist, dass all die Menschen unseres Landes gemeinschaftlich dafür verantwortlich sind, dass dem so ist.

Die Verantwortung liegt weder beim lieben Gott, noch beim Universum, bei irgendeinem Schicksal noch beim Zufall.

In jedem Einzelfall hat „einer von uns“ jenen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt, der dort um sein Leben kämpft.

Und dann sind da noch all Diejenigen, die auf den Intensivstationen ebenso um dieses Leben kämpfen, und ein um’s andere Mal verlieren. Und denen keiner wirklich dankt. Wir anderen sitzen zu Hause und überlassen diese Aufgabe den dort Beschäftigten.

Es gibt NICHTS womit wir den Schwestern, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten diesen Dienst an uns allen vergelten könnten.

Corona und die Menschen

Um „Corona und die Menschen“ zu beschreiben bzw. was ich damit meine, erstmal ein paar Situationsbeschreibungen.

  • Aktuell sterben fast 1.000 Menschen täglich
  • Die Infektionszahlen nehmen immer mehr zu
  • Das Erlaubte wird ausgereizt
  • Abgesehen vom Einzelhandel läuft die Arbeitswelt unverändert

Jeder tut so, als wäre „das alles“ weit von ihm weg. Is ja kein Problem, wenn man shoppen geht, am besten die ganze Familie zusammen. Is ja schließlich erlaubt. Wenn irgendwo in D, in Summe, 1000 Menschen sterben, dann wird das achselzuckend zur Kenntnis genommen. Betrifft einen ja nicht. Schuld sind ja die anderen. Man selbst trägt ja Mund-Nasen-Schutz und hält Abstand.

Seltsamerweise macht das jeder. Angeblich! Was nicht dazu passt, sind die Massen, die jeden Tag zusätzlich infiziert werden.

Das Problem ist, dass die Verantwortlichkeiten nicht nachvollziehbar sind. Soll heißen, wo die Infektionskette ihren Anfang nahm, an deren Ende einer „verreckt“, ist an keiner Stelle klar. Beim Autounfall ist das klar, wer schuld ist (wenn auch ev erst nach Untersuchung des Unfallhergangs). Bei Corona gibt es keinen Schuldigen. Zumindest nicht direkt.

Sprich, da ist ein relativ junger Mensch, der sich infiziert, ohne es zu merken, die Infektion weitergibt, und so nimmt alles seinen Lauf. Keiner ist verantwortlich, denn schließlich trägt man ja Maske und hält Abstand.

Meistens zumindest.

Dieser junge Mensch übersteht die Infektion unbemerkt oder jedenfalls relativ unbeschadet. Dass er mehrere angesteckt hat, die wiederum mehrere angesteckt haben, dir ihrerseits wieder mehrere angesteckt haben usw usf etc … merken die meisten nicht oder nur relativ wenig.

Jedenfalls liegt darin ein exponentielles Wachstum begründet.

Letztlich aber ist niemand schuld. Jedenfalls wird das SO empfunden. Allenfalls „wir alle“ sind schuld. Aber niemals der Einzelne.

Und so werden wohl bis Mitte 2021, wenn dann (hoffentlich) die Impfungen so wirklich gegriffen haben, geschätzt 100.000 Menschen gestorben sein, von denen jeder einzelne Tote von einem anderen Menschen angesteckt wurde.

Angesteckt wurde, obwohl das absolut vermeidbar gewesen wäre.

Entweder durch eigenes Handeln oder durch rigorose Maßnahmen seitens des Staates.

Und BEIDE genannten Seiten haben meines Erachtens absolut versagt.

Die Menschen, indem sie sich weigern, absolut konsequent Kontakte zu unterbinden, selbst wenn das bedeutet, dass Weihnachten ausfällt, und der Staat, indem er dort, wo dies nicht erfolgt, ohne Wenn und Aber dafür sorgt.

Wer daran zweifelt braucht nur in einer größeren Stadt in ein großen Einkaufszentrum gehen, und sich jetzt, kurz vor Weihnachten, ansehen, was dort, trotz „Lockdown“, los ist. Weder die Menschen noch der Staat haben dafür gesorgt, dass Kontakte konsequent unterbunden werden.

Von der Arbeitswelt möchte ich gar nicht erst reden. Wieviele Mitarbeiter sich in einer Firma, die ganz normal weiterarbeitet, aktuell zu nahe kommen, das möchte ich gar nicht wissen.

Aber verantwortlich ist ja keiner. Denn jeder trägt Maske und hält Abstand. Offensichtlich ist dies ungenügend, was jeder so tut. DENN das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Es ist also eindeutig, wo der Grund dafür liegt, dass aktuell jeden Tag 1000 Menschen sterben.

Ich frage mich, was von einer Gesellschaft zu halten ist, die billigend in Kauf nimmt, dass letztlich 100.000 Menschen sterben, ohne wirklich konsequent etwas dagegen zu tun.

Was GENAU zu tun wäre, kann ich nicht sagen, denn ich bin weder Verantwortlicher beim Staat, noch Wissenschaftler.

Woher kommt das?

An allen Ecken und Enden wird die Frage gestellt „Woher kommt das?“.

Gemeint sind die ganzen Infektionen mit dem Corona Virus und deren enorm steigende Zahl.

Gemeint sind die Infektionen, die zB. in den Landkreisen Rottal-Inn und Berchtesgaden-Land zu Shutdowns führen. Woher kommen diese immensen Infektionszahlen?

Und dabei ist die Antwort darauf sehr einfach:
Die Infektionen kommen von den Menschen, die dort leben. Menschen, die sich gegenseitig infizieren, und dabei mit Sicherheit die Abstands-/Masken- und Hygieneregeln nicht beachten.

Würden sie das tun, dann würden keine Infektionen stattfinden. SO einfach ist das.

Wer meint, den Abstand nicht einhalten zu müssen, egal bei welcher Gegebenheit, die Maske nicht tragen zu müssen, gleichzeitig noch auf Feiern mit vielen Teilnehmern gehen zu müssen, der wird zum Empfänger und auch Verteiler des Virus.

Würde JEDER sich an die Regeln halten, würde das Virus nicht mehr übertragen. PUNKT!!!!

Und so ist ein jeder, der so tut, als wüsste er nicht „Woher kommt das?“ ein Schaumschläger vor dem Herrn. Tut so, als wäre ihm das unbegreiflich.
Dabei ist eines so klar wie eine saubere Glasscheibe:
Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen.
Folglich muss das Dankeschön für die jetzigen Zahlen Denjenigen gelten, die die Regeln nicht konsequent eingehalten haben.

Und eines ist ganz genauso klar:
Jeder, der mit Corona auf einer Intensivstation liegt, wurde von einem anderen angesteckt!!!

Zu einfach gemacht

Ich muss zugestehen, dass ich es mir kürzlich zu einfach gemacht habe.

Ich bin auf einen Zeitgenossen getroffen, der die aktuellen Infektionszahlen in Abrede stellte, die ganzen Coronamaßnahmen als übertrieben und alle die, die darauf etwas geben, als „Systemhörige“ darstellte.

Mir platzte der Kragen.

Statt ihm kund zu tun, dass ich seine Meinung als Meinung zwar akzeptiere, aber sie keinesfalls zu meiner mache, weil sie bzgl. der Tatsachen total daneben liegt, und mich nicht mit ihm darüber zu unterhalten wünsche, hieß ich ihn einen Menschenverachter, der in Kauf nimmt, dass Menschen sterben, nur um sich als jemand darzustellen, der zu den „Wissenden“ gehört. Forderte ihn dazu auf seine Pseudofakten für sich zu behalten, und fuhr ihm ein paar Mal über den Mund, mit den Worten „das interssiert mich nicht“.

Mir war es endgültig zu viel geworden.
Immer wieder erfährt man von Menschen, die alles, was das Leben kompliziert macht, ignorieren. Einfachen Philosophien fröhnen, um sich das Leben einfach zu machen, sich nicht mit den Komplexitäten des tatsächlichen Lebens auseinander setzen zu müssen. Und sich als jemand von Denjenigen darzustellen, die zum erlauchten Kreis derjenigen gehören, die „Bescheid wissen“ und damit endlich einmal eine Rolle im Leben spielen.
Und das Ganze bar jeglicher Faktenlage, nur gefüllt mit einer Kiste von Behauptungen.

Im vorliegenden Fall bzgl. Infektionszahlen und Coronavirus gehen diese Menschen über Leichen. Ich habe noch von Niemandem aus diesen Kreisen gehört, der sich einmal die Mühe gemacht hatte, sich im Krankenhaus zu informieren, über die Situation Schwerstbetroffener, und was mit den Menschen geschieht, die daran sterben.

Stattdessen wird darüber „gefachsimpelt“, ob jemand AN Corona oder MIT Corona gestorben sei. Als ob das eine Rolle spielte.

Fakt ist, dass diese Menschen alle noch leben würden, wenn sie nicht von jemand anders infiziert worden wären. Ob jemand völlig gesund weitergelebt hätte oder weiterhin mit seinen Vorerkrankungen (Zucker, Immunschwäche, Atemwegserkrankung etc), das wäre völlig einerlei gewesen. AN oder MIT, das wäre sowas von unerheblich gewesen.

ER HÄTTE AUF JEDEN FALL WEITERHIN NOCH GELEBT.
Wenn ihn nicht irgendein Vollpfosten angesteckt hätte.

Sich mit solchen Menschen zu unterhalten oder gar zu diskutieren, hat absolut keinen Sinn. Selbst dann nicht, wenn man sämtliche Behauptungen nach Strich und Faden widerlegen könnte.
Es hätte keinen Sinn, es würde nicht gelten gelassen.

Ja, ich hatte es mir zu einfach gemacht.

So bleibt nur, das Seine dazu zu tun, sich selbst und andere zu schützen.
Und immer schön höflich zu bleiben. Auch denjenigen gegenüber, die auf Kosten anderer leben; und sei es auf Kosten derer Leben.

Herr Lehrer ICH weiß es

Derzeit ist wieder ewiges Hervortun angesagt, a la „Herr Lehrer ICH weiß es„.

Es geht wieder mal um Corona, und um Halbwahrheiten und Falschinformationen allenthalben.

Nicht wenige Menschen tun sich hervor, als die Alleswisser, zu denen alle anderen aufsehen müssten.

Folgendes Gespräch:
„Was soll das Gejammere wegen diesem sch…. Corona. Bei Grippe haben wir auch weit über 10.000 Tote“.

Man sah es dem Sprecher so ganz direkt an, wie stolz er darauf war, auch einmal die erste Geige zu spielen. Hoffentlich würden die anderen endlich mal erkennen, wie überlegen er an dieser Stelle war, und also ihn als Chef anerkennen, mit allen Vorteilen, die das mit sich brächte.

Das Problem war nur … er lag total daneben.

Hätte er sich einmal die Mühe gemacht sich auch nur einigermaßen genau zu informieren, hätte er gewusst, dass ein Durchschnittsjahr etwa 600 – 800 Grippetote zeigt. Ausgehend von den Fällen, die offiziell gemeldet werden.

Bei Corona liegen wir da aktuell bei ca. 9.500. Wobei das Jahr (=12 Monate) noch lange nicht zuende ist.

WENN man schon Zahlen vergleicht, dann auch DIE, die WIRKLICH vergleichbar sind.

Wenn dann mal hinterher die sog. „Übersterblichkeit“ berechnet wird, also wieviel mehr Tote es gab, als üblicherweise zu einer Jahreszeit, dann ergibt das nochmal andere Zahlen. Bei o.g. Grippebsp. kann sowas auch das x-fache sein (zB 3.000). In der Grippesaison 2017/18, die absolut extrem war, kam man da auf etwa 25.000.

Was sich, rein rechnerisch, im jetzigen Jahr, bei Corona als „Übersterblichkeit“ ergeben wird, das kann man derzeit überhaupt noch nicht sagen. Denn, wie gesagt, das Jahr läuft noch.

Wenn man also vergleicht, dann bitteschön schon auch das, was wirklich vergleichbar IST!

Mangels bekannter Zahlen, kann man im Moment nur die Zahl der Verstorbenen vergleichen, die offiziell gemeldet wurden. Und da liegen wir, sehr grob gesagt, bei der Grippe etwa bei 1.000 und bei Corona beim bis zu 20-fachen.

Sich also mit Falschinformationen hervor zu tun, ist, schlicht gesagt, lebensgefährlich. Solche Menschen implizieren, dass Schutz und Maßnahmen nicht erforderlich seien.

Die Infektionszahlen steigen rund um D rasant an. Und auch hier bei uns kommt es langsam an. Wir haben nicht mehr nur 100 neu gemeldete Infizierte jeden Tag, wie noch vor 2 Monaten, sondern 3.000 und mehr.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies wieder bei den Risikogruppen ankommt, und auf den Intensivstationen.

Dabei ist der Zusammenhang absolut offensichtlich:
Je mehr und intensivere Kontakte es zwischen den Menschen gibt, umso mehr Infizierte gibt es als Folge. Das Virus hat dann wesentlich leichteres Spiel.

Und was ist ein wesentliches Merkmal von Reisen, Feiern und kalter Jahreszeit ?????

EBEN !!!!!!

Und so sollte es unser aller Bestreben sein, gute Voraussetzungen für das Virus zu verhindern. Zumindest solange es kein Mittel dageben gibt.

Denn jeder Mensch hat das Recht zu leben. Auch jeder Mensch über 60 !!!

Herr Lehrer ICH weiß es, hilft uns da genau NICHTS weiter. Die „Herr Lehrer ICH weiß es – Typen, die konnten die meisten auch früher schon nicht ausstehen. Denn wenn es drauf ankam, dann hielten sich die immer fein raus.

Sie haben Recht

Sie haben Recht, die Demonstranten gegen die Corona-Regeln gestern in Berlin.

Sie haben dieses Recht, dagegen zu demonstrieren. Genauso wie sie das Recht hätten, dagegen zu demonstrieren, das Kranke in Krankenhäusern behandelt werden.

Wir leben in einem freien Land, mit freier Meinungsäußerung und Demonstrationsrecht. Denn wir haben gelernt aus den dunklen Zeiten unserer Geschichte.

Und wenn den Demonstranten dieses Recht vorenthalten werden würde, dann würde ich dagegen auf die Straße gehen. Ich würde dafür eintreten, dass die Bürger in unserem Land diese Rechte ausüben können.

Das heißt allerdings noch lange nicht, dass ich das teile, wofür die Menschen eintreten. Ganz im Gegenteil … ich halte dies für menschenverachtend, wofür sie demonstrieren.

ABER … sie haben das Recht dazu. Ohne Wenn und Aber.

Lediglich … mich interessiert das nicht, was ein halbes Promille unserer Gesellschaft gerne hätte. Menschen, die man nach Berlin karrt und ruft, um sie dort für bestimmte Zwecke zu instrumentalisieren.

Mich interessiert es nicht, wenn Menschen meinen, die Erde sei eine Scheibe. Oder wir wären nie auf dem Mond gewesen. Oder es würden Substanzen durch Flugzeuge ausgebracht, um die Menschen chemisch zu manipulieren. Das alles interessiert mich nicht.

Mich interessiert nur, dass die Menschen das Recht ausüben dürfen, für das einzutretten, was sie meinen.

Und mich interssiert, dass die Staatsgewalt dort, wo Gesetze mißachtet werden, dies auch ahndet. AUCH bei Demonstrationen. Wer andere an Leib und Leben gefährdet, indem er Abstände und Mund-Nasen-Schutz ignoriert, der hat daraus die Konsequenzen zu tragen.

Es ist vielfach belegt (etwa durch eine Studie in Großbritannien), dass ohne jegliche Maßnahmen wir eine Todeszahl von über 500.000 zu schultern gehabt hätten. Dass wir „nur“ 9.000 Tote bisher hatten, das hat seinen Grund. Was passiert, wenn man andere Dinge wichtiger nimmt, das kann man exemplarisch in den USA verfolgen, mit fast 200.000 Toten bisher.

Und so meine ich, sie haben Recht, die Menschen, die da demonstrieren. Nämlich das Recht, für ihre Meinung einzutreten. Aber sie haben nicht das Recht, das Leben anderer mit Füßen zu treten. Etliche von Ihnen sollten auch insofern eine Konsequenz zu tragen haben, als sie in einem Krankenhaus Covid19-Patienten pflegen müssen, die mit dem Tode ringen.

Ev. verstehen sie dann den Sinn von Corona-Maßnahmen. Und auch, dass ein demokratisches Grundrecht nicht nur Rechte beinhaltet, sondern auch Pflichten. Etwa die Pflicht, für das Recht anderer einzutreten.

Etwa das Recht auf Leben

Risikogruppen und Abschottung

Zum Thema Abschottung heißt es heute: „Die britische Regierung fordert Menschen aus Risikogruppen auf, sich für ein Vierteljahr selbst in häusliche Quarantäne zu begeben.“

So sehr ich den Kopf bisher darüber geschüttelt habe, was die britische Regierung in Sachen Corona unternimmt, so sehr stimme ich dieser Meldung bzgl. Abschottung zu.

DIES ist die Maßnahme, die mir von Anfang an in D gefehlt hat.

Wenn es da besondere Risikogruppen gibt, dann muss ALLES, aber wirklich ALLES dafür getan werden, sie zu schützen. Und die effektivste Maßnahme ist die der Abschottung dieser Risikogruppen (ich gehöre dazu!).

Freilich ist das nicht einfach und ein enormer Eingriff in deren Freiheitsrechte. Doch es geht um Leben und Tod!!!!!!!!!

Was es bedeutet, wenn es schief geht, sieht man in jenem Seniorenheim in Würzburg. Zugegeben, eine enorme Konzentration dort, an sehr alten Menschen mit Vorerkrankungen. Aber es zeigt extrem intensiv, um was es geht! EIN Mensch bringt das Virus dorthin, und kurze Zeit später sind 9 Menschen tot.

DAZU GIBT ES KEINE 2 MEINUNGEN !!!!!!!

Ich verstehe das nicht ….. die Riskogruppen abschotten, und den Rest der Bevölkerung SO behandeln, wie das aktuell geschieht. Das ist doch naheliegend.

Wobei ich weit davon weg bin, die Politiker an den Pranger stellen zu wollen. Die machen aktuell einen sehr sehr guten Job. Einen Job, den ich ihnen nicht zugetraut habe.

Ich möchte mit niemandem dort tauschen wollen. Bei diesen Entscheidungen dort geht es um Leben und Tod. Und von allen Seiten prasselt es auf die ein. Angefangen von den Virologen, über die Wirtschaft, Privatpersonen und weiß Gott noch wem. Und wenn etwas schief geht, dann zeigt jeder mit dem Finger auf die Politik.

Allerdings muss es in einer solchen Situation auch möglich sein, schwerwiegende Entscheidungen neu zu denken. Das geschieht derzeit in vielen Fällen. Aber eben nicht an dem Punkt, an dem es um den Schutz der Risikogruppen geht.

Da wird viel gemacht, aber das Entscheidende nicht gedacht. Nämlich die weitestgehende Abschottung der Risikogruppen.

Das bleibt denen, die dazugehören, weitgehend selbst überlassen, diese Abschottung umzusetzen. Aber es bleiben schlicht zuviele Wege, wie das Virus es trotzdem dorthinein schafft … hinein in die Risikogruppen. Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit, Zufall. Und das, finde ich, ist enorm gefährlich. Denn wenn die Todeszahlen so ansteigen werden, wie die Experten das voraussagen, dann werden sehr sehr hohe Prozentzahlen der Toten aus diesen Risikogruppen stammen.

Ich bin kein gläubiger Mensch, sage es aber trotzdem mit den Worten: Ich bete darum, dass dieser Krug an unseren Alten und Vorerkrankten vorbeigehen möge.

… to be continued

Tag 2 der Ausgangsbeschränkungen

Heute um 9 eine halbe Stunde spazieren, an Tag 2 der Ausgangsbeschränkungen.

Niemand zu sehen. Insgesamt vll 3 Autos. Das war’s.

Wenn man es mal schafft, die aktuelle Situation beiseite zu drücken, dann war da strahlender Sonnenschein und ordentlich kalt. Hat was!

Hab dann auch gleich wieder die Pflanzen rausgestellt, dorthin wo sie etwas Sonne erwischen. Heute Nacht hatte es ordentlich Minus, und grad vorhin Null Grad.

Es gibt immer noch einzelne Vollpfosten, die nicht verstehen (wollen), um was es geht … heut Nacht hatte jemand im Haus Besuch von Freunden. Dass die das Virus ins Haus schleppen könnten, das is denen und dem Gastgeber offenbar scheißegal.

… to be continued

Tag 1 der Ausgangsbeschränkungen

Seit heute 0 Uhr gelten die Ausgangsbeschränkungen hier in Bayern.

Wir müssen zuhause bleiben. Im Prinzip nur noch raus, zur Selbstversorgung und zum Luftschnappen.

War heute früh beim Bäcker. Niemand zu sehen auf den Straßen. Keine Menschenseele. Zumindest nicht zu Fuß. Paar Autos, aber das war’s schon.

Beim Bäcker 3 Leute drin (mehr dürfen auf einmal sowieso nicht in den Laden). Sonst ist der Laden voll um die Zeit.

Was ich so sehe und im TV auch mitbekomme greift das Ganze. Auch in anderen Bundesländern. Einzelne Verstöße kommen vor und werden mit Bußgeldern geahndet.

Las vorhin, dass die Polizei irgendwo einen Bauwagen vorfand, in dem eine Gruppe Jugendlicher Geburtstag feierte. Ich hoffe, dass die ordentlich eins aufgebrummt bekommen; zusätzlich sollten die ganz hautnah in den Krankenhäusern mit Sterbenden konfrontiert werden. DIE Menschen, die dort sterben, tun dies nicht freiwillig, sondern haben das Virus von jemand übertragen bekommen.

Ich möchte nicht wissen, wieviele zusätzliche Tote es gab/gibt/geben wird, weil Unbelehrbare das Virus weiterverbreitet haben.

Man muss in allem allerdings auch das Positive sehen. Es ist da, egal ob man dazu bereit ist, es zu sehen oder nicht. Also kann es ja nicht schaden, nachzuschauen. Ich sehe da, als Erstes, die Ruhe und Langsamheit, mit der alles abläuft.

Wir sollten ein Stück davon aufbewahren für alle Zeit.

…. to be continued

Was tun gegen das Virus?

DAS ist die zentrale Frage … WAS tun gegen das Virus?

Wenn man sich die ganzen Verlautbarungen, Diskussionen und Meinungsäußerungen ansieht/anhört, dann gibt es teilweise doch Meinungsunterschiede dazu.

Mir scheint das wesentlichste Problem zu sein, dass es zum einen unheimlich schwer ist, abzuschätzen, was die beste Maßnahme wäre, und gleichzeitig es enorm wichtig ist, Maßnahmen in der Bevölkerung auch durchzusetzen. „Durchsetzen“ heißt dabei, dass die Bevölkerung auch mit Überzeugung mitmacht.

Ich bin überzeugt davon, dass schon zu einem sehr frühen Stadium in D die Meinung bei den Verantwortlichen da warj bzgl der Frage, was tun gegen das Virus. Nämlich, man müsse totale Ausgangssperren verhängen. NUR – derlei wäre in der Bevölkerung niemals durchzusetzen gewesen.

Man stelle sich vor, es gibt nur eine begrenzte Zahl an Infizierten und eine sehr kleine Zahl an Toten. Die Virologen wüßten dann sehr genau, wo das alles hinläuft und was tun gegen das Virus. Dass es nämlich zu exponentiellem Wachstum in den Zahlen kommt, und dass totale Abschottung unvermeidlich ist. Jedoch gegen komplette Ausgangssperren wäre die Bevölkerung Sturm gelaufen. Und nicht nur die.

Also musste man versuchen „angemessen“ zu reagieren, um sicher zu stellen, dass die Bevölkerung mitmacht. Wenn „angemessen“ zu spät kommt, dann haben wir allerdings italienische Verhältnisse, sprich immense Infiziertenzahlen und 10% Tote.

Was es wirklich gebraucht hätte, wäre gewesen, die Älteren und Alten vollständig zu isolieren, ebenso die Menschen mit „Vorerkrankungen“. Und für den Rest der Bevölkerung komplette Abschottung. Man hätte dann gleichzeitig auch die Unbelehrbaren im Griff behalten.

Jedoch ist das in einer Demokratie nur wahnsinnig schwer umzusetzen. Es geht deshalb nur so, wie es jetzt in Europa reihum, mehr oder weniger ähnlich, gemacht wird.

Das führt zu der Frage, was man aus derlei für die Zukunft mitnimmt?

Nun ja, man könnte jetzt leichthin meinen, es müssten halt für solche Fälle ganz rigorose Maßnahmen festgeschrieben werden. Allerdings beinhaltet das die ganz große Gefahr, dass sich das dann mal gewisse Gruppierungen in der Gesellschaft zu Nutze machen könnten. Mit Demokratie und Freiheit hätte das dann nicht mehr viel zu tun. Jedoch ohne Lehren und deren Umsetzung haben wir es im Wiederholungsfall mit ganz anderen Zahlen zu tun. Stichwort „Ebola“.

Ich weiß spontan keinen Lösungsansatz dazu. Aber das ist jetzt ja auch nicht die Zeit für solche Überlegungen.

Ich wohne hier nicht allzuweit weg von jener bayrischen/fränkischen Stadt „Mitterteich“, für die gestern der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, mit allem was so dazu gehört. Man hatte urplötzlich 30 Infizierte und eine ganze Reihe von Menschen die beatmet werden musste. Man hat sich dann zu dieser ultimativen Maßnahme entschlossen, um den Rest der Bevölkerung zu schützen. Heute hört man, gerüchteweise, es habe sich um eine Ansteckungswelle gehandelt, ausgehend von einer festzeltartigen Veranstaltung vor einiger Zeit, und man befürchtete eine Lawine an Infizierten. Deshalb die Maßnahme.

Ganze generell wird, nach dem Virus, eine Zeit auf uns zu kommen, die sich mit der Frage beschäftigt, was wir ändern wollen. Nicht nur bzgl. solcher Virus-Gefährdungen, sondern grundsätzlich. Mir fällt da zB ein, ob es wirklich nötig ist, überall auf der Welt hin zu reisen; alle möglichen Verköstigungen zu genießen, wo auch immer sie herkommen mögen; 10x mehr zu haben, als man wirklich braucht (egal ob jetzt Klopapier oder Autos); ob wir wirklich DEN Lebensstandard brauchen, den wir haben.

Denn eines ist klar … dieses „alles haben wollen“ macht es sehr sehr schwer, plötzlich alles zurück zu fahren. Oder um ein (zugegeben) sehr krasses Bsp zu bringen: Meine Großeltern hatten ein Plumps-Klo, eine kleine Wohnung und nur 1x in der Woche Fleisch; sie wurden 80 Jahre alt und führten ein glückliches Leben.

„Was tun gegen das Virus?“ ist also u.U. eine viel umfassendere Frage.

… to be continued