Maßlose Übertreibungen

In meinem letzten Beitrag ging es darum, was bleiben wird, von der Coronazeit. Wobei ich da durchaus natürlich nicht vollständig war. ABER – es gibt auch etwas, was kein Mensch braucht. Nämlich den Hype der Medien, um völlig normale Dinge. Nachfolgend ein Link zu EINEM solchen Beispiel (dem ich noch viele andere Links zufügen könnte) für maßlose Übertreibungen:

https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/05/26/mondfinsternis-und-supermond-was-sich-zu-beobachten-lohnt-und-was-nicht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mondfinsternis-und-supermond-was-sich-zu-beobachten-lohnt-und-was-nicht

Um welches Thema auch immer es geht, ob Vollmond, Corona, Flüchtlinge, Flugzeugabstürze etc etc etc etc
Es wird in bestimmten Medien wieder und wieder gekaut. Buchstäblich bis zum Erbrechen.

Wobei man vorsichtig sein muss, weil „DIE MEDIEN“ gibt es nicht. Es gibt solche und solche. Ich habe mir jetzt zB angewöhnt, wieder die „Tagesschau“ um 20 Uhr zu schauen. Als sachliches informatives Medium. Und die Homepage von NTV habe ich abgeschafft als zentrales Infomedium auf meinem Tablet/Notebook

Da wird auf manchen Medien immer und immer und immer wieder dasselbe Zeug durchgeknetet. Und jegliches Gequatsche von angeblichen „Experten“ und „Fachleuten“ widergegeben. Alles möglichst marktschreierisch. Losgelöst von barer Sachinformation. Was macht es schon, wenn die Leute total verunsichert werden, weil sich die Dinge entweder teilweise widersprechen oder Ängste noch und nöcher geschürt werden.

Ich ziehe mich jedenfalls zurück von solchen Medien, die nur darauf aus sind, Aufmerksamkeit zu kreieren und Auflagen zu erhöhen bzw. Klickzahlen.

Sensationsgeilheit bzw. maßlose Übertreibungen mögen für Manche eine schöne Sache sein. Ich kann dem nichts (mehr) abgewinnen. Und so hätte jener rechtsradikale Koch keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, wenn es da nicht jene Medien gegeben hätte, die sich um jeden Buchstaben gerissen haben.

Gleiches gilt für die Querdenkerszene. Wen juckt es, wenn einige Wenige (was ihr gutes Recht ist), Verschwörungstheorien nachhängen und demonstrieren. WISSEN muss ich das nicht!!!

Was hat sich geändert?

Die Frage, was hat sich geändert, ist vielschichtig. Gemeint ist natürlich, was hat sich geändert durch Corona?

Nun, das fängt mit ganz einfachen, naheliegenden Sachen an:
Jeder trägt und trug Maske. Dass dies nicht nur bzgl. Corona half, muss man sich erstmal vergegenwärtigen. Es ist nicht umsonst so, dass die Grippe dieses Jahr ausfiel.

Desweiteren sind die Menschen höflicher geworden. Es wurde klar, wie sehr man aufeinander angewiesen ist. Ich selbst stelle diese Höflichkeit alleine schon daran fest, wie oft ich heute gegrüßt werde. Von Menschen, die ich gar nicht kenne. Ich selbst hatte das immer schon so gehandhabt. Ein „guten Morgen“ oder schlicht ein „Hallo“ … kommt jetzt viel häufiger.

Oder das ‚einander ausweichen‚ … den anderen dadurch respektieren. Etwa indem man vom Gehweg auf die Straße ausweicht, um sich selbst , aber auch den anderen, zu schützen.

Geduld mit den Mitmenschen. Etwa im Laden oder an der Kasse. Oder sei es, indem man sich einfach Zeit nimmt. Die Hektik ist ein ganzes Stück zurück gegangen. JA, es gibt morgen auch noch Geld am Geldautomaten … ich MUSS das jetzt nicht unbedingt haben.

Achtsam sein!!! In allerlei Richtungen.

Sich Zeit nehmen für den anderen. Ein Gespräch führen, Smalltalk, sich nach dessen Befinden erkundigen.

UND … was ich besonders merke … gegenüber Menschen mit Behinderung ist eine ganz andere Achtsamkeit da.

Es ist dieser Effekt, dass man in Krisensituationen viel mehr für einander da ist. Das war immer schon so. Fragt sich nur, warum es erst immer Krisen braucht, damit die Menschen näher zusammenrücken. Ist zwar naheliegend, rein schon aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen gesehen … zusammen war es immer einfacher, zu überleben. Aber man würde sich wünschen, dass so ein Effekt bleibt.

Es gibt viel genug Egoismus und Rücksichtlosigkeit auf der Welt, als dass wir es uns leisten könnten, nicht füreinander da zu sein.

Und so hoffe ich, dass etwas davon bleibt.

Auch wenn es den allein fast 90.000 Toten in D nicht mehr hilft. Und so wünsche ich denen, die alles in Frage stellen, und nur sich selber in den Vordergrund schieben, dass sie dereinst, wenn sie den Zuspruch anderer benötigen, ihn auch bekommen.

Von den vielen wichtigen Fragen

Derzeit werden die vielen wichtigen Fragen gestellt. Von Menschen, von Firmen, von Politikern, von Parteien, von Wissenschaftlern, von Experten etc etc etc etc

Aber tatsächlich gibt es derzeit nur EINE wichtige Frage!!

Nämlich was ganz konkret zu tun ist, um die vielen vielen Toten zu verhindern.

Es ist völlig uninteressant, ob ein Geschäft wieder aufmachen darf, wer Kanzlerkandidat wird, wie Wahlchancen aussehen, wie stark ein Lockdown sein soll, wer zuerst geimpft wird, ob man reisen darf, ob Modellregionen installiert werden, welche Grundrechte wie lange eingeschränkt werden, Gerichtsverfahren gegen Einschränkungen etc etc etc etc

All diese Fragen werden mit Inbrunst diskutiert.

Tatsächlich sind diese Fragen völlig unerheblich, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.

Oder sollten es zumindest sein.

Letztlich geht es nicht nur darum, sich einzig auf DIESE Frage zu konzentrieren, sondern auch um die Frage, was mit einer Gesellschaft los ist, die dazu bereit ist, 100.000 Tote schulterzuckend in Kauf zu nehmen?

Wenn man die Zeitung liest (oder was auch immer), ist alles Mögliche wichtig. Im Nebensatz steht dann auch immer, dass „seit gestern“ wieder 250 Menschen auf Intensivstationen infolge Corona gestorben sind. Dass das 1.750 Tote pro Woche sind, folglich also 7.500 pro Monat und 45.000 im halben Jahr, das ist doch egal im Vergleich dazu wenn der Einzelne darauf verzichten muss seinen egoistischen Bedürfnissen nachzugehen??????????

Ich wünsche JEDEM, der diesen Egoismen fröhnt, im Alter auf die Rücksichten und Hilfen von anderen angewiesen zu sein. Darauf, dass die Gesellschaft alles dafür tut, um sein Leben zu erhalten.

Geimpft !!!

Es hat mich erwischt … aus heiterem Himmel … ich wurde geimpft. Und hatte nicht damit gerechnet.

Anruf vom Hausarzt bekommen. Urplötzlich! Die ersten Impfdosen wären da und ich wäre bei denen, die zuerst drankämen.

Ein paar Stunden später war ich das 1. Mal geimpft. Nun, ich bin schon 60, habe einige Vorerkrankungen, die hier in’s Gewicht fallen, und insofern war ich dran. Alle anderen, die noch vor mir dran gewesen wären (und damit hatte ich gerechnet), waren schon über das Impfzentrum geimpft worden. Ich war der Nächste auf der Liste.

Ich muss sagen, ein gutes Gefühl die erste Impfung bekommen zu haben. Mein Risiko und auch das Risiko, das ich für andere darstelle, ist auf einmal wesentlich geringer. Was man so liest habe ich in Kürze einen bis zu 70%-igen Schutz. Was bedeutet, so habe ich mir erklären lassen, dass das Risiko, sich zu infizieren, um 70% reduziert ist. Es bezieht sich NICHT auf das Risiko von schweren Verläufen oder gar Tod. Das hat mit dieser Zahl GAR nichts zu tun bzw. darüber wird mit einer solchen Prozentzahl gar keine Aussage getroffen.

Mit der 2. Impfung verringert sich dieses Risiko um 95% (stand zu lesen). Mittlerweile ist der Stand der Daten jener, das man einen völligen Schutz vor schweren Verläufen hat, und dass das Virus von Geimpften nicht mehr übertragen wird.

Und ich muss sagen, dies war mir immer schon ein wesentlicher Punkt: Sicher ging es mir darum, mich nicht zu infizieren. Das Risiko, dies nicht zu überleben, wäre in meinem Fall enorm gewesen. ABER – mir war es auch immer ein Anliegen, und mehr als das, andere nicht zu infizieren. Va nicht Angehörige der sog. „vulnerablen“ Gruppen.

Wir haben hier in meiner Gegend bisher 121 Tote, was ich zuletzt gelesen habe. Sehr viele in Senioren-Unterkünften. Von denen, die „nur“ am Virus erkrankten, und langwierige Schäden davontragen (Long-Covid), gar nicht zu reden. Ich hätte es mir nie verzeihen können, jemanden infiziert zu haben, weil ich unachtsam gewesen wäre.

Und so bin ich momentan dabei, d.h. mein Körper, einen Schutz für mich und andere aufzubauen. Und in 4 Wochen … nein stop, in 6 Wochen wird dieser Schutz maximal sein (in 4 Wochen erhalte ich voraussichtlich die 2. Impfung, und dann dauert es noch 2 Wochen).

Ich werde dann die Möglichkeiten, die auf mich zukommen, maximal nutzen. Geimpft zu sein wird neue Möglichkeiten eröffnen. Sich komplett zurück zu ziehen, wie in den letzten 1 1/2 Jahren, das wird zuende gehen. Ich werde meine Grundrechte komplett zurückerhalten. Und dort wo ich sie von Rechts wegen leben kann, werde ich das auch tun.

Denn wie sagte letztens ein Mitglied des Ethikrates sinngemäß: Das wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein; die nächste werden wir noch erleben. Und nachdem ich nicht mehr so unbedingt der Jüngste bin, also die Zeit die verbleibt, alles zu (er)leben, begrenzt sein wird, werde ich das SO tun.

Und ich werde mir dazu auch kein schlechtes Gewissen machen lassen. Manche meinen ja jetzt schon, wer geimpft sei, müsse sich zurückhalten, denn schließlich könne es nicht sein, dass Nichtgeimpfte einen Nachteil daraus hätten, sich noch nicht impfen lassen zu können.

NUR – einen Nachteil hat man nicht, denn ein Jeder kann sich über einen Schnelltest eine negative Bescheinigung besorgen, und ist dann dem Geimpften gegenüber gleichberechtigt, wenn er eine solche aktuelle Bescheinigung vorlegen kann. Und ganz ehrlich gesagt, ist mir das auch so ziemlich WURSCHT, ob das jemand anderem nicht gefällt. Denn DA bin ich dann einmal Egoist in Reinkultur (was mir ansonsten fremd wäre): Ich nehme das wahr, was ein Verfassungsrechtler letztens dahingehend formuliert hat, dass Grundrechte auf die Person bezogen seien, und es bei Geimpten keinen Grund mehr gäbe, der Person ihre Grundrechte vorzuenthalten, zumal mittlerweile ein jeder über eine Testbescheinigung dasselbe erlangen könne. Und WURSCHT ist es mir auch deswegen, weil ich lange genug auf alles verzichtet habe, um MICH und ANDERE zu schützen.

Und offen gesagt, das musste ich nur deshalb machen, weil es zu vielen ziemlich egal war, ob sie mir das Virus übertragen. JA, das waren nicht viele die eine solche Einstellung bisher hatten, aber eben ZU viele.

Und die 80.000 Toten, die wir bisher hatten, die kamen ja auch nicht deswegen zustande, weil ein jeder sich zu allen Zeiten an die Regeln gehalten hätte.

Was uns Corona gibt

Freilich ist das Virus eine enorme Bedrohung, aber wenn man das Unabänderliche akzeptiert, dann kommt automatisch die Frage, was uns Corona bringen bzw. hinterlassen wird.

Zunächst wird man diese Frage beantworten müssen mit … Infektion, Krankheit, Schädigungen und Tod.

Jedoch ist da mehr!

Zunächst ermöglicht diese Bedrohung es uns, zu erkennen, was uns wichtig ist. Denn wenn man Vieles aktuell nicht machen kann, wird einem klar, wie sehr uns diese Dinge fehlen. Oder auch nicht. Anders gesagt, wie wichtig oder unwichtig sie für uns sind.

Jeder von uns kann all diese Dinge betrachten und entscheiden, ob sie ihm fehlen.

Nehmen wir als willkürliches Beispiel die Frau, die früher jede Wochen zum Shoppen fuhr. Das geht in der derzeitigen Situation nicht. Und diese Frau mag feststellen, dass ihr diese Einkaufstouren gar nicht fehlen. Ev. war das nicht von Beginn an so. Denn anfangs fehlte ihr das, um dann aber festzustellen, dass es ihr nicht als Inhalt fehlte, sonder als Zeitvertreib.

Und so suchte sie sich eine andere Beschäftigung. Fand eine, und das Shoppen fehlte plötzlich gar nicht mehr. Was, im angenommenen Fall den angenehmen Nebeneffekt haben würde, dass am Monatsende plötzlich sehr viel mehr Geld zur Verfügung steht. Wieder etwas, was uns Corona gibt.

Und so ließen sich wohl viele Beispiele finden, bei denen sich herausstellt, dass Dinge, die nicht getan werden können, eigentlich gar nicht fehlen.

Und dann gibt es da noch die Dinge, die einem zwar fehlen, die aber dadurch, dass man sie nicht tun kann, einen positiven Nebeneffekt bringen.

Als gutes Bsp. mag dienen, dass viele sehr viel weniger Auto fahren. Und plötzlich stellt man fest, dass die Luft viel besser ist. Und auch die Sicht. Ein Bekannter wohnt an einem Ort, von dem aus er früher an 2 oder 3 Tagen die Alpen sehen konnte. Jetzt ist es auf einmal so, dass er sie jeden Tag sehen kann. Etwas, was uns Corona gibt.

Er fragt sich, ob derlei positive Nebeneffekte es nicht wert wäre, ein (zwangsweise) geändertes Verhalten auch nach Corona beizubehalten. Zumal es der Gesundheit dienlich ist.

Und so gäbe es viele Dinge, die man derart sehen und/oder hinterfragen könnte.

Auch die Sache mit der Rücksichnahme bekommt ganz andere Dimensionen. Ich wage zu behaupten, dass gelebte Rücksichtnahmen durch Corona sehr zugenommen haben. Dadurch könnte Achtsamkeit gegenüber dem Mitmenschen eine bleibende Dimension erfahren haben. Nämlich durch die Erkenntnis, dass Rücksichtnahme und für den anderen dasein, manchmal sogar eine Frage auf Leben und Tod ist.

Bliebe nocht die Betrachtung, was wir daraus an Konsequenz ziehen, wenn dann einmal felsenfest fest steht, wie das Virus entstanden ist.

Es scheint ja heute bereits unstrittig, dass es entstand durch menschliches Fehlverhalten gegenüber der Natur, in Form der „Verwertung“ tierischen Lebens. Erste Untersuchungen in China deuten dies an.

Wobei es wenig Sinn macht, mit dem Finger nach China zu zeigen. Denn wenn überhaupt, so ist das nur ein Bsp. dafür, was passieren kann, wenn wir die Natur nicht achten. Und es gibt Beispiele zu hauf, was in unseren Breiten alles wider die Natur gemacht wird. Von jedem Einzelnen.

Man könnte dies als „Schuss vor den Bug“ sehen. Als Hinweis darauf, was noch alles passieren kann, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Insofern könnte „Corona“ nur ein müder Abklatsch dessen sein, was da sonst noch kommen könnte.

Und so liegt es wieder einmal nur an uns selbst, die wir bestimmen, was sein wird. Und „Corona“ hat uns gezeigt, dass wir ab einem bestimmten Punkt nur Passagier sind und uns das Heft des Handelns vollständig aus der Hand genommen wird.

Deshalb sollte die „Krone der Schöfpung“ echt zum Nachdenken anfangen. Und die hier gestellten Fragen können ein echter Ansatz dazu sein.

Ein Weiteres, was uns Corona gibt!

Weiter so?

In diesen Zeiten wird allerorten die Frage gestellt, ob ein „Weiter so“ Sinn macht.

Wie kommt man auf die Frage?

Es gibt Vieles, was derzeit, aus gutem Grund, nicht möglich ist:

  • Shopping Tour
  • Autokauf
  • Urlaub
  • Möbelkauf
  • Essen gehen
  • Theater
  • Kino
  • Baumarkt
  • und diverses mehr

Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Offenbar gibt es auf dieser Liste so Einiges, das nicht lebensnotwendig ist. Jedenfalls leben alle noch, die sich kein neues Auto gekauft haben.

Auf der anderen Seite bringt uns diese Zeit des Verzichts einige gute Dinge:

  • Weniger Umweltbeeinträchtigungen
  • Klarere Luft
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Bewußtsein was wichtig ist
  • Geldersparnis
  • etc

Ganz grundsätzlich stellt man fest, was eigentlich gar nicht wichtig ist bzw. worauf man auch so manches Mal getrost verzichten kann.

Bleibt zu hoffen, dass dann, wenn die „Zeit nach Corona“ anbricht, die Sicht nicht verloren geht, was lebenswichtig ist, und was nicht.

Denn ein „weiter so“, also zurück zu all dem, was wir in unserem früheren Leben bedenkenlos zelebrierten, sollte es nicht geben.

Vielmehr sollte der Menschen auch aus der Pandemie lernen. Lernen, was Sinn macht. Sehen, was wir speziell uns selbst, der Natur und der Umwelt antun, mit dem, was wir früher so taten.

Insofern könnte man die Pandemie als etwas sehen, das wir nicht wirklich ändern konnten, jedoch indem wir sie als vorhanden akzeptieren, das Positive, das dieses Unabänderliche hervorbrachte, mitzunehmen.

Und sei es nur das, sich öfter mal in der Natur zu bewegen, und das Auto stehen zu lassen. Oder etwa sich zu fragen, welchen Sinn es macht, sich die Wohnung mit noch ein paar Möbelstücken vollzustellen. Oder das Auto noch ein paar Jahre zu nutzen, denn wenn man weniger damit fährt, hält es auch entsprechend lange.

Zusammenfassend:
Es wäre doch eine gute Sache, wenn Menschen, die während der Pandemie auf einmal wieder die Berge „ganz da hinten“ sehen konnten, dies auch weiter tun könnten.
Jedoch mit „weiter so“ wäre diese Zeit dann schnell wieder vorbei, wenn die Schornsteine der Fabriken wieder Volllast laufen.

Solange bis die Natur erneut zurückschlägt.

Oder glaubt jemand allen Ernstes, dass das Corona Virus deswegen entstand, weil wir uns alle naturgemäß verhalten haben?

Impfpflicht

Im Zusammenhang mit Corona war ja auch das Thema „Impfpflicht“ ein solches.

Das Thema ist ja insofern nicht neu, als es zB für Masern eine solche Impfpflicht gibt. Bei Masern deshalb, weil dieses Virus noch weitaus infektiöser ist, als beim Covid19-Virus. Diese Impfpflicht gibt es auch deshalb, weil Masern ebenso zum Tod führen können, und auch wenn nicht, so doch erhebliche Nebenwirkungen hinterlassen (Stichwort: Hirnhautentzündung)

Damit das Masern-Virus sich nicht mehr verbreiten kann, ist eine Immunität in der Bevölkerung von 95% nötig.

Bei Corona geht man von 60 bis 70% aus.

Nun war ja, wie erwähnt, eine solche Diskussion  auch für Corona geführt worden, wobei man sich gegen eine Impfpflicht entschieden hat.

Ich frage mich nun, ob dies die richtige Entscheidung war. Zwar kann ich das nicht entscheiden, denn dazu fehlen mir schlicht die Kenntnisse (ganz im Gegensatz zu anderen, die sich zu Impfexperten ausgerufen haben). Jedoch kann man sich ein paar Gedanken dazu machen.

Während der Phase, die es dauert, um alle Menschen zu impfen, die sich impfen lassen wollen, wird es so sein, dass die Corona-Regeln weiterhin gelten. Um zu verhindern, dass Menschen sich anstecken können, solange das Impfen noch nicht abgeschlossen ist. Sei es mangels Impfstoff oder wegen der schieren Masse an Menschen (bis 50 Millionen Menschen geimpft sind, das dauert).

Nun wird es wohl so sein, dass jemand, der seine 2 Impfungen schon hinter sich hat, und der deshalb immun ist, sich wohl eher nicht mehr an Maske und Abstand halten will.

Wie aber soll man unterscheiden, ob jemand geimpft ist oder schlicht keine Lust mehr dazu hat, die Regeln einzuhalten. Denn schließlich würden ja diejenigen, die das nicht mehr tun, weil geimpft, immer mehr werden. Da gibt es dann sicher nicht wenige, die auch ohne Impfung meinen, sie könnten nichts dazu, dass sie noch nicht dran gewesen seien.

Ergo steigt die Zahl der Infektionen. Das wird erst dann anders, wenn das Virus keine Menschen mehr findet, die es anstecken kann, weil eben schon über besagte 60% geimpft sind.

Was also tun, wenn man in einer Gaststätte sitzt, und es kommt eine Gruppe Menschen rein, ohne Maske? Davon ausgehen, die werden schon geimpft sein? Sich darauf verlassen, wenn die das so sagen? Angenommen diese Gruppe wären relativ junge Menschen. Könnte ja sein, dass die beschlossen haben, die Regeln sein zu lassen, und selbst wenn sie angesteckt würden, wäre der Verlauf wohl nur schwach ausgeprägt.

Für mich als 59-jährigen Vorerkrankten, gilt das womöglich nicht. Und Impfung, so wie sich das jetzt absehen lässt, werde ich wohl eher erst Mitte des Jahres erhalten.

Und so sehe ich auf uns als Gesellschaft Probleme zukommen, wenn es darum geht, die nicht Geimpften vor denen zu schützen, die ohne Impfung in ihr altes Leben zurück wollen, und dies unter Inkaufnahme von „Nebenwirkungen“ für andere.

Was also tun???

Ich vermute, dass eine Impfpflicht irgendwann kommen wird. Spätestens dann, wenn allen Menschen klar geworden ist, dass die von Manchen befürchteten Nebenwirkungen der Impfung, nicht vorhanden sind. Dass es also tatsächlich SO ist, wie die Wissenschaft, die Impfstoffentwickler und auch die Zulassungsbehörden dies von Beginn an festgestellt haben. Auf Basis vielfacher Untersuchungen. Und ich denke dass diese Impfpflicht deshalb dann kommen wird, weil die Akzeptanz der Impfung in der Bevölkerung, zu dem Zeitpunkt, enorm sein wird, und es nicht zu vermitteln sein wird, dass sich die Gesellschaft dem Diktat von Wenigen unterwirft. Noch dazu wenn diese Wenigen ihren Standpunkt nicht effektiv begründen können, und damit ein erhebliches Risiko für diejenigen darstellen, die sich noch nicht habe impfen lassen können.

An dieser Stelle finde ich auch noch eine Sache sehr bemerkenswert: Es gibt, wie beschrieben, Menschen, die vor Nebenwirkungen der Impfung Angst haben. Auch wenn alle, die damit zu tun haben, dies verneinen. Gleichzeitig aber tun diese Menschen so, als wären die „Nebenwirkungen“ durch das Virus zu vernachlässigen (und DIESE Nebenwirkungen existieren TATSÄCHLICH).

Zum Schluss: Aktuell haben wir fast 35.000 Tote die durch das Virus gestorben sind. Ohne die verordneten Maßnahmen hätten wir bisher weit über 200.000 Corona-Tote (eben WEIL kein Impfmittel vorhanden war). Das sind Zahlen, die sind in zahlreichen seriösen Studien nachzulesen. Was passiert, wenn man nichts tut oder weitaus zu wenig, kann man „wunderbar“ in den USA sehen. Dort sind die Todeszahlen, umgerechnet auf die Bevölkerungszahl, ca. 3x so hoch. D.h. es ist dort so, als hätten wir fast 100.000 Tote.

Verdammt noch mal, da hat es uns aber dieses Virus ganz schön gezeigt. Frei nach dem Motto: Ihr könnt euch schützen, durch Maske/Abstand oder durch Impfung, aber überall wo ich euch zu fassen bekomme, da gehört ihr mir. Und dabei ist noch überhaupt nicht davon die Rede, welche Nachwirkungen die Genesenen davon tragen werden. Und viele der Genesenen sind die Erwachsenen bzw. die Alten von morgen.

MEINE unmaßgebliche Meinung …….

Intensivstationen am Limit

Vorhin las ich einen Artikel über „Intensivstationen am Limit“.

Was ich daraus mitgenommen habe, ist, dass all die Menschen unseres Landes gemeinschaftlich dafür verantwortlich sind, dass dem so ist.

Die Verantwortung liegt weder beim lieben Gott, noch beim Universum, bei irgendeinem Schicksal noch beim Zufall.

In jedem Einzelfall hat „einer von uns“ jenen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt, der dort um sein Leben kämpft.

Und dann sind da noch all Diejenigen, die auf den Intensivstationen ebenso um dieses Leben kämpfen, und ein um’s andere Mal verlieren. Und denen keiner wirklich dankt. Wir anderen sitzen zu Hause und überlassen diese Aufgabe den dort Beschäftigten.

Es gibt NICHTS womit wir den Schwestern, Pflegern, Ärztinnen und Ärzten diesen Dienst an uns allen vergelten könnten.

Corona und die Menschen

Um „Corona und die Menschen“ zu beschreiben bzw. was ich damit meine, erstmal ein paar Situationsbeschreibungen.

  • Aktuell sterben fast 1.000 Menschen täglich
  • Die Infektionszahlen nehmen immer mehr zu
  • Das Erlaubte wird ausgereizt
  • Abgesehen vom Einzelhandel läuft die Arbeitswelt unverändert

Jeder tut so, als wäre „das alles“ weit von ihm weg. Is ja kein Problem, wenn man shoppen geht, am besten die ganze Familie zusammen. Is ja schließlich erlaubt. Wenn irgendwo in D, in Summe, 1000 Menschen sterben, dann wird das achselzuckend zur Kenntnis genommen. Betrifft einen ja nicht. Schuld sind ja die anderen. Man selbst trägt ja Mund-Nasen-Schutz und hält Abstand.

Seltsamerweise macht das jeder. Angeblich! Was nicht dazu passt, sind die Massen, die jeden Tag zusätzlich infiziert werden.

Das Problem ist, dass die Verantwortlichkeiten nicht nachvollziehbar sind. Soll heißen, wo die Infektionskette ihren Anfang nahm, an deren Ende einer „verreckt“, ist an keiner Stelle klar. Beim Autounfall ist das klar, wer schuld ist (wenn auch ev erst nach Untersuchung des Unfallhergangs). Bei Corona gibt es keinen Schuldigen. Zumindest nicht direkt.

Sprich, da ist ein relativ junger Mensch, der sich infiziert, ohne es zu merken, die Infektion weitergibt, und so nimmt alles seinen Lauf. Keiner ist verantwortlich, denn schließlich trägt man ja Maske und hält Abstand.

Meistens zumindest.

Dieser junge Mensch übersteht die Infektion unbemerkt oder jedenfalls relativ unbeschadet. Dass er mehrere angesteckt hat, die wiederum mehrere angesteckt haben, dir ihrerseits wieder mehrere angesteckt haben usw usf etc … merken die meisten nicht oder nur relativ wenig.

Jedenfalls liegt darin ein exponentielles Wachstum begründet.

Letztlich aber ist niemand schuld. Jedenfalls wird das SO empfunden. Allenfalls „wir alle“ sind schuld. Aber niemals der Einzelne.

Und so werden wohl bis Mitte 2021, wenn dann (hoffentlich) die Impfungen so wirklich gegriffen haben, geschätzt 100.000 Menschen gestorben sein, von denen jeder einzelne Tote von einem anderen Menschen angesteckt wurde.

Angesteckt wurde, obwohl das absolut vermeidbar gewesen wäre.

Entweder durch eigenes Handeln oder durch rigorose Maßnahmen seitens des Staates.

Und BEIDE genannten Seiten haben meines Erachtens absolut versagt.

Die Menschen, indem sie sich weigern, absolut konsequent Kontakte zu unterbinden, selbst wenn das bedeutet, dass Weihnachten ausfällt, und der Staat, indem er dort, wo dies nicht erfolgt, ohne Wenn und Aber dafür sorgt.

Wer daran zweifelt braucht nur in einer größeren Stadt in ein großen Einkaufszentrum gehen, und sich jetzt, kurz vor Weihnachten, ansehen, was dort, trotz „Lockdown“, los ist. Weder die Menschen noch der Staat haben dafür gesorgt, dass Kontakte konsequent unterbunden werden.

Von der Arbeitswelt möchte ich gar nicht erst reden. Wieviele Mitarbeiter sich in einer Firma, die ganz normal weiterarbeitet, aktuell zu nahe kommen, das möchte ich gar nicht wissen.

Aber verantwortlich ist ja keiner. Denn jeder trägt Maske und hält Abstand. Offensichtlich ist dies ungenügend, was jeder so tut. DENN das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Es ist also eindeutig, wo der Grund dafür liegt, dass aktuell jeden Tag 1000 Menschen sterben.

Ich frage mich, was von einer Gesellschaft zu halten ist, die billigend in Kauf nimmt, dass letztlich 100.000 Menschen sterben, ohne wirklich konsequent etwas dagegen zu tun.

Was GENAU zu tun wäre, kann ich nicht sagen, denn ich bin weder Verantwortlicher beim Staat, noch Wissenschaftler.

Woher kommt das?

An allen Ecken und Enden wird die Frage gestellt „Woher kommt das?“.

Gemeint sind die ganzen Infektionen mit dem Corona Virus und deren enorm steigende Zahl.

Gemeint sind die Infektionen, die zB. in den Landkreisen Rottal-Inn und Berchtesgaden-Land zu Shutdowns führen. Woher kommen diese immensen Infektionszahlen?

Und dabei ist die Antwort darauf sehr einfach:
Die Infektionen kommen von den Menschen, die dort leben. Menschen, die sich gegenseitig infizieren, und dabei mit Sicherheit die Abstands-/Masken- und Hygieneregeln nicht beachten.

Würden sie das tun, dann würden keine Infektionen stattfinden. SO einfach ist das.

Wer meint, den Abstand nicht einhalten zu müssen, egal bei welcher Gegebenheit, die Maske nicht tragen zu müssen, gleichzeitig noch auf Feiern mit vielen Teilnehmern gehen zu müssen, der wird zum Empfänger und auch Verteiler des Virus.

Würde JEDER sich an die Regeln halten, würde das Virus nicht mehr übertragen. PUNKT!!!!

Und so ist ein jeder, der so tut, als wüsste er nicht „Woher kommt das?“ ein Schaumschläger vor dem Herrn. Tut so, als wäre ihm das unbegreiflich.
Dabei ist eines so klar wie eine saubere Glasscheibe:
Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen.
Folglich muss das Dankeschön für die jetzigen Zahlen Denjenigen gelten, die die Regeln nicht konsequent eingehalten haben.

Und eines ist ganz genauso klar:
Jeder, der mit Corona auf einer Intensivstation liegt, wurde von einem anderen angesteckt!!!