Risikogruppen und Abschottung

Zum Thema Abschottung heißt es heute: „Die britische Regierung fordert Menschen aus Risikogruppen auf, sich für ein Vierteljahr selbst in häusliche Quarantäne zu begeben.“

So sehr ich den Kopf bisher darüber geschüttelt habe, was die britische Regierung in Sachen Corona unternimmt, so sehr stimme ich dieser Meldung bzgl. Abschottung zu.

DIES ist die Maßnahme, die mir von Anfang an in D gefehlt hat.

Wenn es da besondere Risikogruppen gibt, dann muss ALLES, aber wirklich ALLES dafür getan werden, sie zu schützen. Und die effektivste Maßnahme ist die der Abschottung dieser Risikogruppen (ich gehöre dazu!).

Freilich ist das nicht einfach und ein enormer Eingriff in deren Freiheitsrechte. Doch es geht um Leben und Tod!!!!!!!!!

Was es bedeutet, wenn es schief geht, sieht man in jenem Seniorenheim in Würzburg. Zugegeben, eine enorme Konzentration dort, an sehr alten Menschen mit Vorerkrankungen. Aber es zeigt extrem intensiv, um was es geht! EIN Mensch bringt das Virus dorthin, und kurze Zeit später sind 9 Menschen tot.

DAZU GIBT ES KEINE 2 MEINUNGEN !!!!!!!

Ich verstehe das nicht ….. die Riskogruppen abschotten, und den Rest der Bevölkerung SO behandeln, wie das aktuell geschieht. Das ist doch naheliegend.

Wobei ich weit davon weg bin, die Politiker an den Pranger stellen zu wollen. Die machen aktuell einen sehr sehr guten Job. Einen Job, den ich ihnen nicht zugetraut habe.

Ich möchte mit niemandem dort tauschen wollen. Bei diesen Entscheidungen dort geht es um Leben und Tod. Und von allen Seiten prasselt es auf die ein. Angefangen von den Virologen, über die Wirtschaft, Privatpersonen und weiß Gott noch wem. Und wenn etwas schief geht, dann zeigt jeder mit dem Finger auf die Politik.

Allerdings muss es in einer solchen Situation auch möglich sein, schwerwiegende Entscheidungen neu zu denken. Das geschieht derzeit in vielen Fällen. Aber eben nicht an dem Punkt, an dem es um den Schutz der Risikogruppen geht.

Da wird viel gemacht, aber das Entscheidende nicht gedacht. Nämlich die weitestgehende Abschottung der Risikogruppen.

Das bleibt denen, die dazugehören, weitgehend selbst überlassen, diese Abschottung umzusetzen. Aber es bleiben schlicht zuviele Wege, wie das Virus es trotzdem dorthinein schafft … hinein in die Risikogruppen. Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit, Zufall. Und das, finde ich, ist enorm gefährlich. Denn wenn die Todeszahlen so ansteigen werden, wie die Experten das voraussagen, dann werden sehr sehr hohe Prozentzahlen der Toten aus diesen Risikogruppen stammen.

Ich bin kein gläubiger Mensch, sage es aber trotzdem mit den Worten: Ich bete darum, dass dieser Krug an unseren Alten und Vorerkrankten vorbeigehen möge.

… to be continued

Tag 2 der Ausgangsbeschränkungen

Heute um 9 eine halbe Stunde spazieren, an Tag 2 der Ausgangsbeschränkungen.

Niemand zu sehen. Insgesamt vll 3 Autos. Das war’s.

Wenn man es mal schafft, die aktuelle Situation beiseite zu drücken, dann war da strahlender Sonnenschein und ordentlich kalt. Hat was!

Hab dann auch gleich wieder die Pflanzen rausgestellt, dorthin wo sie etwas Sonne erwischen. Heute Nacht hatte es ordentlich Minus, und grad vorhin Null Grad.

Es gibt immer noch einzelne Vollpfosten, die nicht verstehen (wollen), um was es geht … heut Nacht hatte jemand im Haus Besuch von Freunden. Dass die das Virus ins Haus schleppen könnten, das is denen und dem Gastgeber offenbar scheißegal.

… to be continued

Tag 1 der Ausgangsbeschränkungen

Seit heute 0 Uhr gelten die Ausgangsbeschränkungen hier in Bayern.

Wir müssen zuhause bleiben. Im Prinzip nur noch raus, zur Selbstversorgung und zum Luftschnappen.

War heute früh beim Bäcker. Niemand zu sehen auf den Straßen. Keine Menschenseele. Zumindest nicht zu Fuß. Paar Autos, aber das war’s schon.

Beim Bäcker 3 Leute drin (mehr dürfen auf einmal sowieso nicht in den Laden). Sonst ist der Laden voll um die Zeit.

Was ich so sehe und im TV auch mitbekomme greift das Ganze. Auch in anderen Bundesländern. Einzelne Verstöße kommen vor und werden mit Bußgeldern geahndet.

Las vorhin, dass die Polizei irgendwo einen Bauwagen vorfand, in dem eine Gruppe Jugendlicher Geburtstag feierte. Ich hoffe, dass die ordentlich eins aufgebrummt bekommen; zusätzlich sollten die ganz hautnah in den Krankenhäusern mit Sterbenden konfrontiert werden. DIE Menschen, die dort sterben, tun dies nicht freiwillig, sondern haben das Virus von jemand übertragen bekommen.

Ich möchte nicht wissen, wieviele zusätzliche Tote es gab/gibt/geben wird, weil Unbelehrbare das Virus weiterverbreitet haben.

Man muss in allem allerdings auch das Positive sehen. Es ist da, egal ob man dazu bereit ist, es zu sehen oder nicht. Also kann es ja nicht schaden, nachzuschauen. Ich sehe da, als Erstes, die Ruhe und Langsamheit, mit der alles abläuft.

Wir sollten ein Stück davon aufbewahren für alle Zeit.

…. to be continued

Was tun gegen das Virus?

DAS ist die zentrale Frage … WAS tun gegen das Virus?

Wenn man sich die ganzen Verlautbarungen, Diskussionen und Meinungsäußerungen ansieht/anhört, dann gibt es teilweise doch Meinungsunterschiede dazu.

Mir scheint das wesentlichste Problem zu sein, dass es zum einen unheimlich schwer ist, abzuschätzen, was die beste Maßnahme wäre, und gleichzeitig es enorm wichtig ist, Maßnahmen in der Bevölkerung auch durchzusetzen. „Durchsetzen“ heißt dabei, dass die Bevölkerung auch mit Überzeugung mitmacht.

Ich bin überzeugt davon, dass schon zu einem sehr frühen Stadium in D die Meinung bei den Verantwortlichen da warj bzgl der Frage, was tun gegen das Virus. Nämlich, man müsse totale Ausgangssperren verhängen. NUR – derlei wäre in der Bevölkerung niemals durchzusetzen gewesen.

Man stelle sich vor, es gibt nur eine begrenzte Zahl an Infizierten und eine sehr kleine Zahl an Toten. Die Virologen wüßten dann sehr genau, wo das alles hinläuft und was tun gegen das Virus. Dass es nämlich zu exponentiellem Wachstum in den Zahlen kommt, und dass totale Abschottung unvermeidlich ist. Jedoch gegen komplette Ausgangssperren wäre die Bevölkerung Sturm gelaufen. Und nicht nur die.

Also musste man versuchen „angemessen“ zu reagieren, um sicher zu stellen, dass die Bevölkerung mitmacht. Wenn „angemessen“ zu spät kommt, dann haben wir allerdings italienische Verhältnisse, sprich immense Infiziertenzahlen und 10% Tote.

Was es wirklich gebraucht hätte, wäre gewesen, die Älteren und Alten vollständig zu isolieren, ebenso die Menschen mit „Vorerkrankungen“. Und für den Rest der Bevölkerung komplette Abschottung. Man hätte dann gleichzeitig auch die Unbelehrbaren im Griff behalten.

Jedoch ist das in einer Demokratie nur wahnsinnig schwer umzusetzen. Es geht deshalb nur so, wie es jetzt in Europa reihum, mehr oder weniger ähnlich, gemacht wird.

Das führt zu der Frage, was man aus derlei für die Zukunft mitnimmt?

Nun ja, man könnte jetzt leichthin meinen, es müssten halt für solche Fälle ganz rigorose Maßnahmen festgeschrieben werden. Allerdings beinhaltet das die ganz große Gefahr, dass sich das dann mal gewisse Gruppierungen in der Gesellschaft zu Nutze machen könnten. Mit Demokratie und Freiheit hätte das dann nicht mehr viel zu tun. Jedoch ohne Lehren und deren Umsetzung haben wir es im Wiederholungsfall mit ganz anderen Zahlen zu tun. Stichwort „Ebola“.

Ich weiß spontan keinen Lösungsansatz dazu. Aber das ist jetzt ja auch nicht die Zeit für solche Überlegungen.

Ich wohne hier nicht allzuweit weg von jener bayrischen/fränkischen Stadt „Mitterteich“, für die gestern der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, mit allem was so dazu gehört. Man hatte urplötzlich 30 Infizierte und eine ganze Reihe von Menschen die beatmet werden musste. Man hat sich dann zu dieser ultimativen Maßnahme entschlossen, um den Rest der Bevölkerung zu schützen. Heute hört man, gerüchteweise, es habe sich um eine Ansteckungswelle gehandelt, ausgehend von einer festzeltartigen Veranstaltung vor einiger Zeit, und man befürchtete eine Lawine an Infizierten. Deshalb die Maßnahme.

Ganze generell wird, nach dem Virus, eine Zeit auf uns zu kommen, die sich mit der Frage beschäftigt, was wir ändern wollen. Nicht nur bzgl. solcher Virus-Gefährdungen, sondern grundsätzlich. Mir fällt da zB ein, ob es wirklich nötig ist, überall auf der Welt hin zu reisen; alle möglichen Verköstigungen zu genießen, wo auch immer sie herkommen mögen; 10x mehr zu haben, als man wirklich braucht (egal ob jetzt Klopapier oder Autos); ob wir wirklich DEN Lebensstandard brauchen, den wir haben.

Denn eines ist klar … dieses „alles haben wollen“ macht es sehr sehr schwer, plötzlich alles zurück zu fahren. Oder um ein (zugegeben) sehr krasses Bsp zu bringen: Meine Großeltern hatten ein Plumps-Klo, eine kleine Wohnung und nur 1x in der Woche Fleisch; sie wurden 80 Jahre alt und führten ein glückliches Leben.

„Was tun gegen das Virus?“ ist also u.U. eine viel umfassendere Frage.

… to be continued

Corona als Gefahr

Wie schon in meinem ersten Beitrag erwähnt, ist das ja eine gute Sache, dass starke Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Man macht sowas ja, um die Gefährdung von Menschen auszuschließen. Das wäre ja schon mal ein Erfolg, weilt man dann ja Corona als Gefahr wahrgenommen hätte …….. ABER

Dabei meine ich natürlich die Lebensgefahr. Wenn es nur so wäre, dass die Menschen sich infizieren, dann 2 Wochen im Bett liegen, und das Ganze ist erledigt, dann bräuchten wir uns nicht weiter darüber unterhalten.

ABER SOO IST ES NUN HALT MAL NICHT.

Es gibt Tote!

Man könnte nun fragen: Wieviele? Aber diese Frage ist nicht zulässig. So sehe ich das.

Da werden viele Prozentzahlen genannt. Fakt ist, es sterben Menschen. Und deshalb muss alles dafür getan werden, damit GENAU DAS nicht passiert. Es muss viel mehr dafür getan werden, dass Corona als Gefahr echt wahrgenommen wird ….

Ich kann jetzt doch nicht umhin, ein paar Zahlen zu nennen. Die Virologen gehen davon aus, dass die Menschen bis 50 Jahre, NUR auf Grund des Alters, zu 0,2% der Infizierten sterben werden. Ab diesem Alter geht das hoch. Sie sprechen zB. von 1,3% bei Menschen mit einem Alter von 50-60 Jahren. Bis hin zu 20-25% bei Menschen über 80. Wenn dann zB ein 60-jähriger noch Bluthochdruck hat bzw. Diabetiker ist, dann steigt das entsprechend an.

Nehmen wir also mal 2% als Sterblichkeitsrate an. ZB in der Altersgruppe mit 60-65 Jahren leben lt. Statistik etwa 5,5 Mio Mitbürger in unserem Land. Man geht allgemein letztlich von einer Infiziertenrate von über 60% aus, wenn dann alles mal zum Ende gekommen ist. Bei 5,5 Mio wären das also ca. 3,3 Mio Infizierte. Macht bei einer Sterblichkeitsrate von 2% über 60.000 Tote.

Man kann jetzt trefflich darüber diskutieren, wie hoch die Rate tatsächlich ist bzw. sein wird. Aber das ist ja letztlich auch völlig egal. Denn es wird ja keiner darüber zu diskutieren anfangen wollen, ob 40.000 Tote gewichtiger sind als 60.000. Es geht einfach nur darum, Corona als Gefahr wahrzunehmen.

Wo ich hin will, ist, dass es keine Möglichkeit gibt, zu verhindern, dass Menschen sterben. Etwa indem man alle Risikopatienten abschottet. Denn es wird IMMER zahlreiche Tote geben. Und nachdem letztlich JEDER gefährdet ist, wenn auch in unterschiedlichem Maße, laufen draußen viel zu viele gefährdete Menschen herum.

ES SEI DENN …

… man unterbindet in absolut gravierendem Ausmaß die sozialen Kontakte, und sorgt dafür, dass die Menschen zuhause bleiben.

Und das Einzige, was mir dazu einfällt, ist die Ausgangssperre. In abgemilderter Form, denn Spazierengehen oder das Nötigste zum Essen einkaufen, das sollte noch möglich sein.

Man mag nun von China halten, was man will, und vom dortigen System. Die haben jedoch GENAU DAS gemacht. Und bis jetzt sieht es nach Erfolg aus.

Ob der bleibend sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Auch, ob man das früh genug gemacht hat (wohl eher nicht, wenn man sich die Zahl der Toten ansieht). In D haben wir den Vorteil des zeitlichen Abstands.

Trotzdem frage ich mich, ob wir früh genug und radikal genug vorgehen.

JA, wir haben im Moment 17 Tote. NUR? Na ja … 17 Tote sind genau 17 zuviel.

GUT … ich bin jetzt nicht weltfremd, und weiß auch, dass eine gewisse Zahl von Toten nicht zu vermeiden sein wird. Das Problem könnte nur sein, dass wir zu spät und zu wenig radikal dran sind, um ganz andere Zahlen zu vermeiden.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, mich abzuschotten, also, in meinen Augen, die einzig mögliche Maßnahme zu befolgen, um das beschriebene Szenario zu verhindern. Denn Abschottung schließt Gefährdung anderer aus. JA, das ist etwas sehr extrem gedacht. NUR – was bleibt denn, wenn am anderen Ende der mögliche Tod steht (bei anderen, wenn ich das Virus aufschnappe und weitergebe, ohne dass es mich betrifft) … das extremst Denkbare.

Sicher, wenn die jetzigen Maßnahmen greifen, und die Zahl der Infizierten noch im erträglichen Rahmen bleibt (erträglich zB für unser Gesundheitssystem), dann wird man das als „Erfolg“ feiern. Es bleibt dann nur die Frage, wieviele Tote dann unter dem Strich stehen werden. Und wenn das dann eine erhebliche Zahl ist, dann bliebe mir das Wort „Erfolg“ im Halse stecken.

Ich hoffe ich liege falsch …

Jedenfalls hätte ich dann, von meiner Seite aus, alles das gemacht, was ich machen konnte, um die Gefährdung anderer zu verhindern. Und so ganz nebenbei hätte ich dann auch meine eigene Gefährdung weitestgehend ausgeschlossen.

… to be continued

Corona ist nicht nur ein Bier

Klarerweise geht es natürlich um das Thema Nr. 1, also das Corona Virus.

Ich hab schon eine ganze Weile nix mehr geschrieben, schlicht weil ich sehr mit Beschlag belegt war. Aber wegen der aktuellen Ereignisse brennt es mir unter den Nägeln.

So also hier mal der 1. Teil meiner Corona Serie …

Um es kurz zu machen: Das alles, was jetzt unternommen wird (oder eben nicht mehr unternommen wird), finde ich absolut ok. Es MUSS darum gehen, die Gefahr von denen fern zu halten, die besonders gefährdet sind. Und das sind halt nun einmal die Alten und die Menschen mit Vorerkrankungen. Und es MUSS darum gehen, unser Gesundheitssystem arbeitsfähig zu erhalten.

Und es kann natürlich nicht darum gehen, durch teilweise Untätigkeit, eine erhebliche Zahl an Toten, achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. Gott spielen, und entscheiden wer leben darf und wer nicht, das kann es nicht sein.

DAS aber führt mich ganz direkt zu anderen Betrachtungen und Fragen.

Wer haben jedes Jahr viele Tote im Straßenverkehr, denen ohne eigenes Verschulden das Leben genommen wird. Wir haben jedes Jahr viele Tote (man schätz 3.000), denen durch Passivrauchen das Leben genommen wird. Wir haben jedes Jahr 10.000 bis 20.000 Tote, denen durch Krankenhauskeime das Leben genommen wird. Wir haben jedes Jahr tausende von Toten durch das Grippe-Virus, weil sie nicht geimpft sind.

Diese Liste ließe sich verlängern.

Wo bitteschön bleiben da die Maßnahmen der Gesellschaft und des Staates???

Nochmal: Das, was jetzt unternommen wird, wegen Corona, ist absolut gut und richtig (über Einzelheiten kann man sicher reden/streiten).

Aber wer gibt uns und den Verantwortlichen das Recht, in allen anderen Fällen einfach NICHTS zu tun? Diese Dinge müssen, wenn Corona einmal vorbei ist, angegangen werden.

MIT DER GLEICHEN KONSEQUENZ !!!!!

Schließlich erinnere ich mich noch an jene „Schweinegrippe“ von 2009. Ich habe es nochmals nachgelesen, denn man vergisst ja so schnell! Damals kamen in D ungefähr 300 Menschen um’s leben. Das Virus wurde als epidemisch angesehen. Es war also klar, was kommen würde.

Ich kann mich aber nicht erinnern, dass damals gravierende Maßnahmen abgerufen wurden … so wie jetzt.

Frage: Waren die Menschenleben damals weniger wert, als diejenigen, die heute auf dem Spiel stehen? Oder ist der (finanzielle) Aufwand, den man abruft, davon abhängig, um wieviele Leben es geht? Wer gibt uns das Recht, Gott zu spielen? Wer gibt uns das Recht, Menschenleben davon abhängig zu machen, ob Geld in die Hand genommen wird?

Dazu fällt mir grad noch ein, dass ich vor einigen Wochen das Noro-Virus in mir hatte. Gegen dieses Virus gibt es kein Medikament. Und zwar deswegen, weil es meist von selbst wieder verschwindet, und kein Pharmaunternehmen es für wirtschaftlich tragbar erachtet, ein Medikament zu entwickeln, weil die Menschen, die es tatsächlich bräuchten, wenn sie echte Probleme durch das Virus bekommen, an der Zahl zu wenige sind, um daran wirklich verdienen zu können. Wenn dann also tatsächlich mal jemand dran stirbt, an dem Noro-Virus, dann is das halt dumm gelaufen. Wo bitteschön ist hier die Fürsorge des Staates, der sich darum kümmert?

Und so stehe ich da, und frage mich, mit welchen Meßlatten da gemessen wird? Bzw. ob ich einfach Glück haben muss, um mich darauf verlassen zu können, dass wenn ich mal zu den echt Betroffenen gehöre, dann bitteschön auch alles unternommen wird, damit ich überlebe?

Aber zurück zum Corona Virus. Ich habe jetzt für mich beschlossen, dass ich mich in freiwillige Quarantäne begebe. Zumindest weitgehend. Zwar wohne ich nicht in einem Risikogebiet, und in meinem Wohnort gibt es noch keinen „Fall“.

Aber ich möchte unbedingt verhindern, dass ich derjenige bin, der, ohne es zu merken, das Virus irgendwo aufschnappe, und an andere weitergebe. Die Konsequenz daraus, kann erheblich sein.

… to be continued