Das kostenlose Konto

Heute war wieder mal zu lesen, diesmal vom Chef der Postbank (zuletzt vom Chef der Sparkasse), dass das Ende des kostenlosen Kontos bevorsteht.

Wenn derlei Autoritäten kund tun, dass dem so ist, so darf getrost davon ausgegangen werden, dass dies quasi beschlossen ist.
Dieses Geplänkel in der Öffentlichkeit dient lediglich dazu, den Verbraucher langsam daran zu gewöhnen.

Wenn ich mir das allerdings so durchlese, dann bekomme ich wieder einmal einen dicken Hals, und den Eindruck, dass wir erneut über den Tisch gezogen werden sollen.

Als Begründung für die Abschaffung hält zunächst einmal der aktuelle Zins der der europäischen Zentralbank her. Das wäre ja noch einigermaßen nachvollziehbar.

Aber dann geht’s los: Der Postbank-Chef vergleicht das Konto mit dem Strom. Beides diene der Versorgung der Verbraucher, also muss das Konto, genauso wie der Strom, bezahlt werden.
Dass der Strom erst hergestellt werden muss, also Geld kostet, und es sich bei einem Konto nur um ein fiktives Gebilde in den Computern handelt, bei dem Zahlen hin- und hergeschoben werden, darüber lässt er sich natürlich NICHT aus.

Ebenso wenig, wie über die Tatsache, dass über das betrügerische Verfahren (und das ist es für mich), in Sachen „Dispo-Zins“ dem Bankkunden Geld noch und nöcher aus der Tasche gezogen wird, während die Bank selbst für dieses Geld NIX bezahlt.

Der klitzekleine Unterschied zwischen 12% Dispozins und NULL Prozent Aufwand bei der Bank dafür, ist ja auch fast nicht erwähnenswert.

Aber von irgendwas müssen die Protzbauten der Banken und die Gehälter der Banker ja finanziert werden, bzw. die Unsummen, die mal eben wieder in den Sand gesetzt werden.

Der kleine Bankangestellte in der Filiale weiß sich nicht anders zu helfen, als auf die vielen Filialen zu verweisen, die ja von irgend etwas bezahlt werden müssten. Diese von oben verordnete Argumentation ist mittlerweile ziemlich abgegriffen.

Dass die meisten Filialbanken heute schon ziemlich fett bei den Kontogebühren hinlangen, das lässt man dabei meist unter den Tisch fallen. Genauso, wie den Punkt, dass man meist ein kostenloses Konto nur dann erhält, wenn da ein Mindestbetrag (z.B. 2.000 €) pro Monat eingehen.

Also verdient die Bank 3-fach: Zum einen durch Kontogebühren, wie sie die meisten Bankkunden heute schon bezahlen müssen, dann durch den Dispozins, der natürlich nur marginal über dem Beschaffungszinssatz der Banken liegt, und schließlich noch über das Geld, das auf den „Kostenlos-Konten“ liegt und mit dem eifrig gearbeitet wird.

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass die Banken Zusatzeinnahmen generieren möchten, und für die bisherigen kostenlosen Konten auch noch kassieren wollen.

Und der Gesetzgeber schaut zu und nickt ab.

Ich hoffe, mein dicker Hals ist spürbar.

Es grüßt,
das Smamap

Mag er mich nicht ?????

….. das hab ich mich heute gefragt.

Was war passiert???

Der DHL-Bote hatte mir eine Abholkarte in den Briefkasten geworfen. So weit, so gut.

NUR ….. jetzt weiß ich endgültig bescheid …. der mag mich nicht!!!!

Wie sonst könnte man das erklären, dass der jetzt zum 3. Mal so verfährt? Ich warte auf ein Paket, bin jedes Mal zu hause, aber er läutet nicht.

Nun ja, man könnte nun meinen, dass ihm der Weg ev. zu weit ist. Das Haus, in dem sich meine Wohnung befindet, ist nämlich ca. 30 m von der Straße zurückgesetzt. Da könnte man auf die Idee kommen, er will sich diesen langen Weg sparen und wirft einfach die Karte ein …… Fall erledigt!!!!

Es ist jetzt freilich kein Problem, ein kleines Paket von der Postagentur zu holen. Zwar erst am nächsten Tag möglich, aber ich werde ja nicht unglücklich, wenn der bestellte Einhebelmischer, der die Uralt-Bad-Armatur ersetzen soll, erst am nächsten Tag zu Verfügung steht. Oder das Headset, das sich dann eben erst tags darauf in meinen Händen befindet.
Und so habe ich bisher immer das Positive gesehen, wenn ich mich auf den Weg zur Postagentur machte. Bin in Bewegung, habe Kontakt zu Menschen, mache vll sogar eine klein Tour daraus (mit dem Rad).

Nur HEUTE fiel mir das etwas schwer, dieses Positive zu sehen. Denn ich erwartete so ein Back- und Grill-Gerät. Gab es bei Lidl für 30 €. Hab ich dann online bestellt, weil mangels Auto geht es SO am Besten. Und dann bekommst du statt des Pakets eine windige Karte, und hast schon mal vor Augen, dass du das Teil, das sicherlich so etliche Kilo auf die Waage bringt, von der Postagentur holen darfst. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und mein Kreuz sagt dann sowieso danke, wenn ich das morgen nach Hause schleppen darf. Und was mein Gleichgewicht dazu sagt, das möchte ich lieber gar nicht wissen.

Und das alles nur, weil der Paketfahrer mich nicht mag.

Und so hab ich dann heute bei DHL angerufen (selbstverständlich gibt es die vor Ort nicht mehr, sondern nur noch zentral) und hab dem Paketboten einen Liebesbrief zukommen lassen. Ev. gelingt es mir ja dadurch, zu erreichen, dass er mich wieder mag.

Das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben. Weil i-wie hatte ich einen dicken Hals. Ziemlich dick sogar.

Es grüßt,
das Smamap