Windows95 – was ist das ???

HIER kann man sich betrachten, wie Jugendliche der heutigen Generation auf dieses alte Betriebssystem reagieren (wer etwas Englisch kann, dem kann ich das nur empfehlen, sich das anzuschauen).

Ich bin mit diesem Betriebssystem aufgewachsen. Nun gut – eigentlich bin ich mit MS-DOS aufgewachsen. Win95 war das erste OS mit graphischer Benutzeroberfläche.
Die Inhalte sind für mich nach wie vor etwas Selbstverständliches. Es käme mir nie in den Sinn, dass man nicht wissen könnte, wie dieses OS und die zugehörige Hardware funktioniert.

Ich hab sogar noch einen PC aus dieser Zeit hier stehen, und auch ein Win95; und überlege mir grade, ob ich das nicht nochmal installieren sollte. Einfach um mal dieses damalige Gefühl nochmal nachzuvollziehen.

Wenn ich mir überlege, warum die heutige Jugend Vieles von dem nicht mehr kann/kennt, was damals war, dann erscheint mir das, nach etwas Nachdenken, durchaus plausibel.
Was ist HEUTE „normal“?

Normal ist, dass man auf dem Smartphone/Tablet eine Taste drückt, und das System ist verfügbar. Normal ist, dass die Teile oder ein PC/Notebook sofortigen Internet-Zugang haben, weil WLAN jederzeit verfügbar ist. Wenn es nicht WLAN ist, dann eben das Mobilfunk-Netz. Normal ist, dass Bildschirm und PC eine Einheit bilden; oft eben in Form eines Notebooks oder eines Tablets/Smartphones.

Was ein Modem ist, das wissen die Wenigsten (ich hab noch eins hier). Internet-Zugang per ISDN und Modem bzw. ISDN-Karte im PC, ist Steinzeit. Den Browser zu konfigurieren, so dass er per Zugangsdaten sich beim Provider einwählen konnte, ist etwas völlig Unbekanntes. Minuten-Preise für die Internet-Verbindung zu zahlen …. wo gab es denn SOWAS?

Oder gar ein PC ohne jegliches Internet – das wäre doch völlig unvorstellbar.

Und so geht es schon damit los, dass immer mehr Menschen es nicht mehr kennen, dass PC und Monitor getrennte Einheiten sind, die man eben auch getrennt einschalten muss.

Muss man das wissen, was früher war?

Eindeutige Antwort: NEIN.

Aber man kann es mal versuchen, nachzuvollziehen, was früher war, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass heutige Dinge nicht selbstverständlich sind, und wie lang der Weg war, um zu Prozeduren zu gelangen, die heute als selbstverständlich angesehen werden.
Und um auch ein Gefühl dafür zu bekommen, dass DAS, was HEUTE ist, von den Generationen geschaffen wurde, die vor einem waren.

Aber das gilt ja nicht nur für den IT-Bereich.

Es grüßt,
das Smamap

Durch die Hintertüre ……

Seit Kurzem ist ja jetzt Linux mein OS der Wahl.

Und, so im Nachhinein betrachtet, hat mir, und nicht nur mir, Microsoft im Lauf der letzten Jahre, so nach und nach „das Kraut ausgeschüttet“.

Immer wieder haben sie es verstanden, die Anwender „vor den Kopf zu schlagen“. Und i-wann bringt sowas halt das Fass zum Überlaufen.

Also mache ich jetzt in Ubuntu 🙂 🙂 🙂

Aber so ganz kann ich die Finger noch nicht von Windows lassen. Also habe ich mir VirtualBox auf Ubuntu installiert, einfach gesagt eine Software, die einen Container in Ubuntu einrichtet, in dem dann z.B. Windows7 laufen kann. Völlig unabhängig vom Wirts-System (also Ubuntu).
Ich musste das deshalb machen, weil ich noch 2 Programme habe, die nicht unter Linux laufen.

Alles in allem fühle ich mich schon sehr heimisch auf Ubuntu. Es ist vom Feeling und von der Verfahrensweise her, nicht sehr viel anders, als das, was ich bisher gewohnt war. Eine graphische Benutzeroberfläche ist überall in etwas dasselbe.

Und so ganz nebenbei lerne ich auch.
So habe ich früher nie begriffen, was eine erweiterte Partition ist. Ubuntu hat mir da jetzt zu einem Verständnis verholfen (zwar nur indirekt, weil das wär auch in anderem Zusammenhang wohl so gekommen, aber der Umstieg führte eben dazu).
Und man glaubt es nicht, aber VirtualBox hatte ich früher schon ein paar Mal installiert, damals halt noch unter Windows, und ich brachte es nie zustande die „Guest-Additions“ so zu installieren, dass das auch funktionierte. Jetzt unter Ubuntu, läuft das. Da kann zwar auch Ubuntu nix dafür, dass ich auf ein YouTube-Video gestoßen bin, dass das für Ubuntu SO erklärte, dass es lief, aber mal sehen, was sonst noch so alles sich klärt, im Zusammenhang mit dem Ubuntu-Umstieg.

Was mich ziemlich fasziniert, ist die Art und Weise, wie man sehr einfach über ein Terminal (ganz früher hätte man DOS-Ebene gesagt), Vieles bewerkstelligen kann, ohne großartige graphische Benutzeroberflächen installieren zu müssen. Da winkt vermutlich meine Anfangszeit hinter den Bäumen hervor, als ich zu Beginn, sowohl privat als auch beruflich im PC-Bereich mit MS-DOS zugange war (von Windows sprach damals noch lange niemand).

Und diese Terminal-Funktionen vertiefen das Verständnis von dem, was da wirklich abläuft. Denn ein Programm installieren, in dem man einen Klick nach dem anderen mit der Maus ausführt, das kann jeder, ohne wirklich eine Ahnung davon zu haben, wie das alles funktioniert. Und das ist z.T. heute auch das Problem: Die Leute klicken da rum, egal unter welchem OS, und vertrauen auf die Unfehlbarkeit der Software, eben WEIL sie keine Vorstellung davon haben, was das Alles eig tut.

Genug der OS-Philosophie.

Ich denke, ich bin angekommen.

Lange genug hat es ja gedauert.

Es grüßt,
das Smamap