Es ist nicht alles Gold, was glänzt (Fotos die 2.)

Im ersten Beitrag (also HIER) zur Smartphone App „Fotos“ hatte ich geschildert, wofür ich diese nutzen wollte, und was sich da so abspielt, wenn man sie nutzt.

Fotos

Mittlerweile habe ich die App öfter genutzt (und das Pendant „Google Drive“), und kann schon ein wenig mehr dazu sagen.
Zur Erinnerung:
Fotos ist, vereinfacht gesagt, die App, die auf dem Smartphone nötig ist, um sich die, in der Cloud, vorhandenen Fotos aufzurufen.
Drive ist die App, die man braucht, um direkt auf die Cloud zu wechseln (so als würde man auf die externe Festplatte wechseln), und dort zB Ordner anzulegen. Drive benötigt man, rein zum „Aufrufen“ der Fotos, nicht.

Man kann das, was ich (für mich) festgestellt habe, aufteilen in 2 Bereiche: Was geht, und was nicht geht.

Was geht, ist, dass Fotos, die ich mit der Smartphone Kamera mache, automatisch in die Cloud gesichert werden (sprich „synchronisiert“).
Wenn ich also zB mit meinem Tablet ein Foto schieße, dann landet dieses automatisch in der Google-Cloud, und wenn ich dann auf meinem Unterwegs-Smartphone die Fotos-App öffne, dann finde ich dieses Foto dort vor, weil die App über mein Google-Konto ebenfalls eine Verbindung zur Cloud herstellt. Wenn ich dann unterwegs ein tolles Motiv finde, und mache mit dem Smartphone eine Aufnahme, dann wird das ebenso in die Cloud synchronisiert, so dass ich es dann zuhause auch auf dem Tablet vorfinde.
Die Zeiten, in denen ich ein benötigtes Foto immer jeweils auf dem anderen Gerät hatte, sind vorbei. Alle Fotos befinden sich (theoretisch) in der Cloud, als zentralem Speicher, und den habe ich quasi immer bei mir (wie eine Wolke, die mit mir zieht; womit das Wort „Cloud“ vollste Berechtigung erfährt).

Soweit, so gut.

Was NICHT geht, ist Folgendes: Wenn das Foto gemacht wurde, ist es auf dem betreffenden Gerät gespeichert. Zusätzlich wird es, wie oben beschrieben, auch in die Cloud transportiert. Man würde nun meinen, wenn es doch in der Cloud vorhanden ist, dann könnte man es ja auf dem mobilen Gerät löschen und sich damit diese Doppelspeicherung sparen. Kann man auch. Jedoch muss man das Löschen manuell anstoßen. Geht nicht automatisch.
Das läuft dann über die Funktion „Speicherplatz freigeben“, die man höchstpersönlich über das Menü starten muss.

Hat man das gemacht, so ist es so, wie ich es erwarten würde, dass nämlich das Foto sich in der Cloud befindet, und NUR dort. Ich bin der Meinung, das Konzept von „Fotos“ ist an dieser Stelle nicht so ganz durchdacht, wenn ein Foto zunächst doppelt existiert.

Das Konzept (wenn es denn eines ist) hat scheinbar weitere Inkonsistenzen:

  • Wenn über Google Drive Ordnerstrukturen in der Cloud angelegt werden, in die die Fotos dann verschoben werden (zB „Urlaub“, „privat“, „Familie“), dann hat man diese ganzen Fotos weiterhin in der Fotos-App zur Verfügung (die App holt sich das nach wie vor aus der Cloud, dann eben aus besagten Ordnern). Die Ordnerstrukturen bleiben allerdings unsichtbar. Dh die Ordner sehe ich nur direkt in der Cloud, nicht aber auf meinem mobilen Gerät in der Fotos-App.
  • Wenn man ein Foto auf dem mobilen Gerät bearbeitet (zB Ausschnitts-Vergrößerung), dann hat man das NUR auf dem Gerät. In der Cloud bleibt die ursprüngliche Version erhalten. Dagegen wäre ja nix zu sagen (das wär sogar gut so), wenn denn das Urkonzept nicht eine Synchronisation der Fotos vorsähe. Eine solche findet im Falle von Fotobearbeitungen nicht mehr statt. Was ich meine, ist, dass WENN schon Synchronisation, DANN auch diejenige von Fotobearbeitungen. Sicher gibts da dann so einige Fallstricke, die man berücksichtigen müsste. Zudem war mir nicht so recht klar, WO sich die Änderungsversion befindet. Lt. Aussage auf dem Smartphone. Jedoch lt Datei-Info ev auch in der Cloud. So ganz logisch war mir das Ganze nicht.
  • Der Anwender muss, so wie es jetzt ist, ständig darüber nachdenken, ob irgendwelche Änderungen sich nun in der Cloud befinden oder nicht. Denn sonst könnte es passieren, dass man an einem Foto etliche Änderungen vornimmt, und dann das Foto auf dem Gerät löscht, weil es sich ja auch in der Cloud befindet …. ja ja, die Ursprungsversion, aber NICHT die Änderungsversion !!!!!!!!!!
  • Ich habe es sogar zustandegebracht, dass ich mich nicht mehr auskannte, vor lauter hin und her …. etwa, Foto bearbeitet – ist damit nur auf dem Gerät – das dann gelöscht, also Änderung verloren – seltsamerweise war dann, in einem Fall, die Urversion in der Cloud auch verloren (wie immer ich das zustande gebracht hatte). Und damit war ALLES weg.

Alles ein klein wenig verwirrend, finde ich. Der Meinung muss sich zwar niemand anschließen, jedoch für mich stellte es sich so dar.

„Cloud“ heißt für mich immer …. DORT sind meine Daten. Und diese Eindeutigkeit lässt das „Fotos“-Konzept, meiner Meinung nach, an der ein oder anderen Stelle vermissen.

Mal sehen, was da, in dieser Hinsicht, noch so kommt, von Google.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Meine Fotos organisieren

Fotos organisieren war für mich immer schon eine unlösbare Aufgabe. Deshalb dachte ich bisher, dass es das auch bleiben würde.

Wie es dazu kam?
Früher, als es noch keine Fotos vom Handy gab oder als es sie dann gab, aber noch nicht von so sonderlicher Qualität, da spielte sich das immer SO ab:
Ich fotographierte mit der kleinen Digitalcamera, und wenn deren Speicher voll war, wurde die per USB-Kabel an den PC gestöpselt und die Fotos auf den PC verschoben. Fotos organisieren – die Zeit, die gab es meist nicht.

Und so waren dann irgendwann einmal unzählige Ordner auf dem PC vorhanden, namens „FotosXYZ“, wobei XYZ eine Nummerierung war oder ein Datum oder ein Begriff.

Die Zeit reichte meist nur zum Überspielen der Fotos. Alles andere blieb auf der Strecke.

Soweit zur Vergangenheit.

Mittlerweile ist es so, dass alles das, was es datenmäßig zu tun gibt, über das Tablet läuft (bei mir zumindest). Der PC fristet ein Notfall-Dasein.

Dh also, alles was so läuft bzgl. Kommunikation und auch bzgl. Fotos, findet ausschließlich über EIN Gerät statt.

Und jetzt ist etwas außergewöhnliches passiert:
Ich habe mich, infolge eines gelesenen Artikels, mit Googles‘ App „Fotos“ beschäftigt.

Jene, die meinen Blog verfolgen, wissen, dass ich kein großer Freund von Google bin. Warum, das habe ich schon verschiedentlich formuliert und muss ich nicht wiederholen.

Was ich so las, von dieser App „Fotos“, schien allerdings eine Lösung für mein Problem „Fotos organisieren“ sein zu können. Die App würde nämlich, so hieß es, alle Fotos, die von der Tablet-Camera gemacht werden (und auch alle anderen Fotos), aufgreifen, sie in die Google-Cloud abspeichern (also per Datenleitung auf einen Google-Server verschieben), und dort wären die Fotos dann eben.

Die Fotos-App diente quasi nur als Wiedergabemedium, sprich würde mir anzeigen, welche Fotos sich dort in der Cloud, also auf dem Server, befinden.

Ein typischer Vorgang wäre also zB der, dass, in WhatsApp, ein Foto gemacht wird. Selbiges wird auf demselben Gerät an jemanden geschickt (heut heißt das „geteilt“), und gleichzeitig noch von der Fotos-App in die Google-Cloud verschoben. Alles auf einmal und über ein und dasselbe Gerät.

OHNE den lästigen/unnötigen Zeitaufwand von früher. Kein lästiges Rumstöpseln, Übertragen etc.

Und so überlegte ich, was denn dagegen spräche, mir dies zunutze zu machen?

Meine Fotos wären auf Google-Servern …. hmmmm
Ich hätte keine Kontrolle darüber, was damit passiert …. hmmmm
Allerdings, was spräche dagegen, wenn Google weiß, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einem Volksfest war (hab ja Fotos dazu gemacht)? Was spräche dagegen, wenn Google weiß, was ich dort gegessen habe. Was spräche dagegen, wenn Google weiß, wann meine Arzttermine sind (hab ein Foto der Terminliste gemacht)? Usw usf etc etc.

Sollte Google tatsächlich meine Fotos organisieren UND auswerten, kämen dabei Dinge heraus, die ohnehin bekannt sind. Und solange ich nicht meine Rechnungen und Zahlungen per Foto zur Verfügung stelle, sehe ich kein Problem.
Zumal mein GPS normalerweise ausgeschalten ist, es also in vielen Fällen schwerlich nachzuvollziehen wäre, WO ich war.

Also die Fotos-App wieder aktiviert (dämmerte seit einem Jahr ‚deaktivert‘ vor sich hin), und mal zu experimentieren begonnen.

Fotos organisieren

Um nachvollziehen zu können, was da so genau passiert, braucht es gleichzeitig noch die App „Google Drive“. Das ist nichts anderes als die Software, mit der man den Inhalt besagter Cloud auf dem Google-Server einsehen kann. Also auch die wieder aktiviert.

Und es funktioniert wunderbar:
Ein mit der Camera App gemachtes Foto wird von „Fotos“ automatisch in die Cloud verschoben. Sieht man mit „Google Drive“ nach, so befindet sich das Foto dort. Mit „Fotos“ sehe ich alle meine Fotos, auch wenn sie physisch irgenwo auf der Welt auf einem Server liegen.
Selbstverständlich ist das Ganze so eingerichtet, dass diese Übertragung in die Cloud nur dann stattfindet, wenn WLAN vorhanden ist (was man natürlich auch anders einstellen kann).

Für die eigene Vorstellung: Die „Cloud“ (=Datenwolke), ist nichts anderes als ein Speicherplatz auf einem Server (also so etwas wie eine externe Festplatte). Und „Fotos“ ist nichts anderes als eine Software, mit der ich Zugriff auf meine Fotos habe. Geregelt wird das alles über mein Google-Konto. (Fast) Jeder mit einem Android-Smartphone hat ein solches Konto (Benutzername = <abcxyz>@gmail.com und zugehöriges Passwort). Über dieses Konto wird der Zugriff gesteuert, und sichergestellt, dass auch nur der Eigentümer des Kontos Zugriff hat.

Ganz grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob man mit einem Server verbunden ist, der im eigenen Keller steht (Datenleitung ca. 10 m) oder mit einem Server, der 20.000 KM weit weg steht. Das Internet ist im Prinzip nichts anderes als eine sehr lange Leitung (positiv gemeint). Nachdem sich sehr viele diese Leitung teilen, braucht es natürlich Software und Zugriffskonten/-rechte, um alles korrekt ablaufen zu lassen.

Wenn ich dann mal eine Weile mit diesem Fotos-System zugange war, wird es noch einen Beitrag geben, mit meinen Erfahrungen. Denn Fotos organisieren ist ja nicht nur hochladen in die Cloud. Damit allein ist es ja nicht getan. Angeblich hilft „Fotos“ hierbei aber auch.

Bis dahin ….

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)