Was hat sich geändert?

Die Frage, was hat sich geändert, ist vielschichtig. Gemeint ist natürlich, was hat sich geändert durch Corona?

Nun, das fängt mit ganz einfachen, naheliegenden Sachen an:
Jeder trägt und trug Maske. Dass dies nicht nur bzgl. Corona half, muss man sich erstmal vergegenwärtigen. Es ist nicht umsonst so, dass die Grippe dieses Jahr ausfiel.

Desweiteren sind die Menschen höflicher geworden. Es wurde klar, wie sehr man aufeinander angewiesen ist. Ich selbst stelle diese Höflichkeit alleine schon daran fest, wie oft ich heute gegrüßt werde. Von Menschen, die ich gar nicht kenne. Ich selbst hatte das immer schon so gehandhabt. Ein „guten Morgen“ oder schlicht ein „Hallo“ … kommt jetzt viel häufiger.

Oder das ‚einander ausweichen‚ … den anderen dadurch respektieren. Etwa indem man vom Gehweg auf die Straße ausweicht, um sich selbst , aber auch den anderen, zu schützen.

Geduld mit den Mitmenschen. Etwa im Laden oder an der Kasse. Oder sei es, indem man sich einfach Zeit nimmt. Die Hektik ist ein ganzes Stück zurück gegangen. JA, es gibt morgen auch noch Geld am Geldautomaten … ich MUSS das jetzt nicht unbedingt haben.

Achtsam sein!!! In allerlei Richtungen.

Sich Zeit nehmen für den anderen. Ein Gespräch führen, Smalltalk, sich nach dessen Befinden erkundigen.

UND … was ich besonders merke … gegenüber Menschen mit Behinderung ist eine ganz andere Achtsamkeit da.

Es ist dieser Effekt, dass man in Krisensituationen viel mehr für einander da ist. Das war immer schon so. Fragt sich nur, warum es erst immer Krisen braucht, damit die Menschen näher zusammenrücken. Ist zwar naheliegend, rein schon aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen gesehen … zusammen war es immer einfacher, zu überleben. Aber man würde sich wünschen, dass so ein Effekt bleibt.

Es gibt viel genug Egoismus und Rücksichtlosigkeit auf der Welt, als dass wir es uns leisten könnten, nicht füreinander da zu sein.

Und so hoffe ich, dass etwas davon bleibt.

Auch wenn es den allein fast 90.000 Toten in D nicht mehr hilft. Und so wünsche ich denen, die alles in Frage stellen, und nur sich selber in den Vordergrund schieben, dass sie dereinst, wenn sie den Zuspruch anderer benötigen, ihn auch bekommen.

Das Vermächtnis des Donald Trump

Das Vermächtnis des Donald Trump scheint vielfältig. Doch ich versuche mich auf das Wesentliche, weil Offensichtliche, zu beschränken.

Und recht viel wird ja (hoffentlich) nicht mehr dazukommen, da seine Präsidentschaft nur noch 1 Tag andauert.

Da wäre zunächst einmal die Mauer zu Mexiko. Nur teilweise erbaut, und deshalb kaum wirksam. Aber sein Prestigeobjekt, mit dem er sich ins Rampenlicht stellen wollte.

Da wären dann natürlich die 400.000 Toten durch Corona. Wobei es müßig ist, darüber zu spekulieren, wieviele davon er durch echte Maßnahmen hätte verhindern können. Wenn man mal von der Lage bei uns ausgeht, und eine 4-fache Bevölkerung ansetzt, so wären ev. 200.000 Tote zu verhindern gewesen. Wenn man denn gewollt hätte.

Jedoch das Credo des DT war immer gewesen „Was bringt mir das“. Und so fuhr er letzten Februar lieber zum Golfen, anstatt das zu tun, was seine Aufgabe gewesen wäre. Aber wie so oft, agierte er nur nach seinen eigenen Maßstäben. Und dazu könnte ein Psychologe so Einiges sagen. Dazu, was daran extrem narzistisch und egoistisch ist. Zumal er immer das getan hat, was er (auch als ImmobilienSpekulant) immer schon getan hat: Mit Macht all das beseite zu drücken, was seinem Image schadet. Oder zumindest es zu ignorieren. So wie die kleinen Kinder, die nicht aufräumen wollen. Erledigt sich meist von selbst.

Nur, da hat ihm das Virus was gehustet. Denn das Virus macht einfach, und kümmert sich nicht um einen DT.

Und DAS hat ihm das Genick gebrochen. Und noch etwas anderes … nämlich die Kraft der Demokratie.

Ersteres, nämlich die 400.000 Toten, haben das, was er am Besten konnte, nämlich „Wirtschaft“, bei weitem in den Schatten gestellt. Wenn man sich vorstellt, dass mit jedem Toten, sagen wir mal, 7 Familien verbunden sind (eigene Familie, Geschwisterfamilien, Elternfamilien, ev. Kinderfamilien etc), dann läuft das auf ca. 10 Mio. Wähler hinaus, die nicht gut auf ihn zu sprechen sind. Nimmt man die zig Millionen hinzu, die ihre Arbeit verloren haben (und das OHNE ein Sozial- und Gesundheitssystem, wie wir es kennen), dann kann man sich vorstellen, was ihm das gekostet hat.

Insofern war das Corona Virus ein Beschleuniger. Vieles von dem, was er getan hat, hat immense Kollateralschäden produziert. Noch nicht überall sichtbar, wäre jedoch im Lauf der Zeit immer sichtbarer geworden. Ob das jetzt die Kürzung der Sozialausgaben war, oder die Erhöhung von Steuern und Zollabgaben, das alles hatte sicherlich keine Auswirkungen auf die Wohlhabenden. Jedoch hat das Virus all diese Dinge an die Oberfläche getrieben.

Und das andere, was ihm das Genick gebrochen hat, waren die Scharen an Wähler, die dieses Mal wählen konnten. Bisher war es so gewesen, dass man es den einfachen Leuten sehr erschwert hat, am Wahltag im Wahllokal zu wählen (man musste sich vorher erst registrieren, was viele davon abhielt mitzuwählen). DAS war einer der Gründe, warum DT vor 4 Jahren gewann. ABER dieses Mal machte man die Menschen darauf aufmerksam und ermöglichte es ihnen, per Brief zu wählen. Etwas, das bei uns schon länger selbstverständlich ist. Endlich konnten alle Wahlberechtigten mitbestimmten.

Und eine weitere Rolle spielte wohl, dass DT immer nur DAS machte, was er immer schon gemacht hatte:
Er setzte das durch, was IHM etwas brachte, sprich Glanz und Gloria, beseitigte die, die nicht mitmachten (die Zahl derer, die er gefeuert hat, war enorm), und setzte das, was er wollte, mit der Macht, die er hatte, durch. Weltweit.

Das Alles garniert mit Lug und Betrug, und v.a. mit FakeNews, die v.a. ER SELBST produziert.

Das Corona Virus hat all das brutal und frühzeitig zutage gefördert – ins Bewusstsein der Menschen befördert. All das was ansonsten ev. erst in einigen Jahren offenbar geworden wäre.

Ausgrenzung, Spaltung, Armut.

Es gibt den Spruch, dass man am Ende sieht, wie ein Mensch wirklich ist. Bei DT ist das noch viel ausgeprägter. Würde man heute die Wahl nochmal durchführen wäre das Ergebnis noch viel eindeutiger. Die offentsichtliche Lüge des Wahlbetrugs, sein angezettelter Sturm auf’s Kapitol, seine Machenschaften noch schnell so viel Geld als möglich beiseite zu schaffen, das hat sicherlich so Manchen die Augen geöffnet.

Und so schlimm das klingt … die Pandemie und ihre furchtbar vielen Toten in den USA, haben letztlich dazu geführt, dass es ab Übermorgen einen Präsidenten gibt, der nicht mehr Donald Trump heißt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Welt dadurch ruhiger werden kann, und eine Entwicklung nimmt, in eine Richtung, die zeigt, dass man mit anderen Mitteln sehr viel weiter kommt. Mit so Mitteln wie Consens, Miteinander, Fürsorge, Verständnis, Handeln für die die nach uns kommen.
Jedoch wird die neue Regierung erst einmal viel damit zu tun haben, die Schäden des DT zu glätten. Sprich, das Vermächtnis des Donald Trump zu neutralisieren, und die Gesellschaft in den USA zu befrieden.

Trumps Amerika

Was mich am Meisten überrascht hat an den letzten Ereignissen in Trumps Amerika, waren nicht die Ereignisse an sich, sondern die angebliche Schockiertheit der „Experten“, Kommentatoren und Politiker.

Hat denn allen Ernstes jemand etwas anderes erwartet?

Wenn da ein Mann an der Spitze des Staates sitzt, und 4 Jahre lang lügt und betrügt, dass sich die Balken biegen, sich die Wahrheit nach seinem Gustus zurechtzimmert … anders gesagt, extreme Meinungen vertritt, und den, teils extremen Anhängern, die ihm zujubeln Honig ums Maul schmiert, sie verbal unterstützt, Verträge bricht, und noch so Einiges mehr, von dem wir sicher gar nichts wissen … wenn alles das passiert, ist es da überraschend, dass sich diejenigen, die sowas gut heißen, das als Antrieb dazu verwenden, zu tun, was immer ihnen angebracht erscheint?

Dieser Mann in Washington hat den Boden dafür bereitet, dass Extreme an die Oberfläche kommen, indem er sie vorlebte. Dies kann dann auch bedenkenlos überall geschehen, denn die Akteure haben ja einen Unterstützer an oberster Stelle, der sie beschützt.

Das wäre ungefähr so, wie wenn ein AfD-Mann Bundeskanzler wäre, der dann natürlich versucht, die Ansichten und Vorhaben seiner Partei, durchzusetzen. Welcher Art diese Dinge wären, muss nicht weiter ausgeführt werden.

Und in den USA, ist so ein Populist an die Macht gewählt worden. Noch dazu einer, der an Narzissmus und Egoismus Seinesgleichen sucht. Ein Kranker eben. Der Mann auf der Straße, der sich so verhält, würde psychiatrisch untersucht werden.

Und dort steht dieses Land jetzt: An einem Punkt, an dem bestimmte Verhaltens- und Verfahrensweisen salonfähig gemacht wurden. Schlimmer noch … die Partei, die hinter ihm steht, hat nichts getan, um auch nur das Geringste zu verhindern. Zu sehr war man dem Bestreben verhaftet, die eigenen Chancen zu maximieren.

Das Schlimmste, finde ich, ist, dass ein politisches Handeln zelebriert wurde, bei dem etwas völlig Unwahres behauptet wird, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu liefern, und dies durch ständiges, wiederholtes Behaupten zur Tatsache hochzustilisieren. Weiterhin ohne den geringsten Beleg zu liefern.

Es bleibt nur zu hoffen, und darauf hoffe ich sehr, dass diesem Menschen der gerechte Lohn für sein Handeln zuteil wird. Durch sein Amt genoss er praktisch Immunität. Diese endet am 20.01.2021. Es gibt da so Einiges, was ihn einholen könnte. Und das amerikanische Justiz-System hat sich, einmal mehr, als unabhängig erwiesen. Es täte diesem Land gut, wenn es sich selbst und der Welt zeigt, dass es anders ist, als „Trumps Amerika“.

Oder um mit Trump zu sprechen: Justice will surely do a great job.

Schizophren ist …………

Es gibt viele Dinge, die man als schizophren bezeichnet, doch heutzutage drängen sich einem ein paar Dinge förmlich auf ….

  • Der Hausbesitzer, der alle Schadstoffe kräftig und ungefiltert beim Schornstein hinausheizt, und sich darüber beschwert, wie schlecht die Luft an seinem Wohnort sei, und wie dramatisch sich das Klima entwickelt.
  • Der Bürger, der jede Semmel mit dem Auto holt, und sich darüber beschwert, wie teuer ihn sein Auto komme, und wie schlecht es um das Klima bestellt sei.
  • Der Mensch, der zum Einkaufen geht und jedes Sonderangebot des Discounters nutzt, egal wie schadstoffintensiv erzeugt und herbeigekarrt, und gleichzeitig darüber Klage führt, wenn der örtliche Einzelhandel schließt oder die Flüchtlinge ins Land drängen, denen man über Billigprodukte die Existenz genommen hat.
  • Der Kaffeetrinker, der sich täglich seinen Coffee-to-go holt, damit mehrere hundert Becher im Jahr wegwirft, und meutert ob der gestiegenen Müllgebühren.
  • Der Mitmensch, der einen anderen „anraunzt“, und es so gar nicht verstehen kann, dass es SO aus dem Wald zurückhallt, wie man hineinruft.
  • Der Wähler, der eine radikale Partei wählt, und sich über den Unfrieden im Land wundert.
  • Der Verbraucher, der immer nur das Billigste kauft, und sich wundert, dass „das Zeug nicht hält, was es verspricht“.
  • Die Eltern, die sich darüber aufregen, dass ihre Kinder es genau so machen, wie es ihnen vorgelebt wird.
  • Der Chef, der immer nur Druck auf seine Mitarbeiter ausübt, und es nicht begreift, dass er nicht geliebt wird bzw. man es ihm abspricht, zu verstehen, was das Wort „MITarbeiter“ überhaupt bedeutet.
  • Der Politiker, der nur auf den eigenen Vorteil aus ist bzw. den seiner Partei, und damit letztlich alles Vertrauen verspielt.
  • Das Jobcenter, das den „Kunden“ mit allen Mitteln unter Druck setzt, und kein Verständnis dafür aufbringt, das Letzterer sich wehrt.
  • ……. diese Liste ließe sich endlos verlängern ….

und WEIL dies so (schizophren) ist, so frage ich mich, warum nicht endlich Vernunft, Logik und Verständnis bei den Verursachern einzieht, und erkannt wird, welch unermessliche Energien dabei auf der Strecke bleiben, wenn derlei Irrsinn praktiziert wird, der letztlich an einem selber hängen bleibt.

Dieser Welt könnte es sowas von gut gehen, wenn nur etwas Vernunft walten würde. Oder anders gesagt, wenn die Menschen nicht so oft schizophren handeln würden.

Eine These:
Die Tatsache, dass dem nicht so ist, lässt nur EINEN Schluss zu:

„Egoismus“ kommt zu Allererst, der „Eigennutz“ also. Und um die Folgen daraus braucht man sich nicht kümmern, denn wenn die Folgen einsetzen, sieht man sich die Grasnarbe schon längst von unten an (wenn sich da so Manche nur nicht täuschen, denn zumindest die Natur schlägt schneller zurück, als die Meisten das glauben).

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)