Lee Child / Jack Reacher

Lee Child bei Wikipedia

Habe angefangen, diese Reihe zu lesen. Eher zufällig, weil ich auf der Suche nach neuem Lesestoff war. Und Thriller haben es mir nun mal angetan.

Das ist wieder mal KEINE Rezension (sowas kann ich nicht).

Mir gefallen die Bücher. Sind spannend geschrieben, haben (meist, nicht immer) keine Längen, und mir gefällt der Protagonist.

Was mir an ihm gefällt, ist, dass er sich befreit von all den Lasten, die der Normalbürger sich auflädt.
Nun bin ich sicherlich nicht einer, der sich als Vagabund sein Leben vorstellen könnte. Aber es hat schon seinen Reiz, zumindest für mich, sich zu befreien von all den Gütern a la „Haus, Auto, Boot“, die einem nur Lasten bringen

Und so weigert sich der Protagonist, Beschäftigungen nachzugehen, die ihm nichts geben, um Gelder zu verdienen, die dann Abgaben dienen, Versicherungen, Instandhaltungen und dergleichen mehr. Er weigert sich, den ganzen Behördenkram erledigen zu sollen, die sowas mit sich bringt. Er hat nur seinen Namen, keinen Besitz, keinen Wohnsitz und kein Eigentum.

Und so besitzt er das, was er am Leib trägt, hat ein kleines Guthaben von seiner Abfindung, die er einst erhielt, als er als Major aus dem Militärdienst ausschied, hat noch seine zerlegbare Zahnbürste, und wandert so durch die Vereinigten Staaten, lebt den Tag und das, was auf ihn zukommt.

Offen gesagt, ich beneide ihn, der sich von dem ganzen MUSS losgesagt hat, und dem folgt, was ihm sein Inneres auferlegt, ohne dabei Moral und gesunden Menschenverstand hinter sich zu lassen.

Und so wird mich diese Reihe wohl noch lange begleiten (zumal sie nicht gerade kurz ist).

Es grüßt,
das Smamap

Eigentum ist günstiger als Miete !

…. so stand es vorhin im Schaufenster der Bank.

Nun …. er hatte sich auch mal, seinerzeit, von diesem Slogan blenden lassen, und echt daran geglaubt. Um dann von der Realität eines Besseren belehrt zu werden.

Dabei ist die Rechnung ganz einfach, und doch will sie keiner so recht nachvollziehen:
Angenommen heute nimmt einer 100.000 € auf, dann zahlt er pro Monat ca. 350 € an die Bank zurück. Und das ist DAS, was manche andere ganz normal als Miete zahlen. Die 2. Miete des Eigentümers, die der für die Instandhaltung seines Eigentums berappen muss, ist da natürlich noch nicht enthalten.

Und wozu das Alles? Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen. Und diejenigen, denen man das weitergeben könnte, haben sehr oft eine andere Lebensplanung, als die Eltern sich das so gedacht hatten.

Und im Ende wird das „Eigentum“ dann irgendwann verkauft, und das, was da alles reingehängt wurde, an Geld, an Herzblut, an Zeit und an Energie, das findet seinen Niederschlag nicht. Die Zeiten sind eben vorbei, als ein „Hof“ über Generationen hinweg, an die Nachkommen weitergegeben wurde.

Letztlich gibt es nur einen, dem so ein „Eigentum“ etwas bringt: Die Bank.

Und so haben viele eine kleine Mietwohnung, ihr Leben wird nicht bestimmt durch Bank, durch Instandhaltung und durch die Sorge um die Zukunft; die Kids gehen ihren eigenen Weg; und wenn die Zeit dann mal gekommen ist, dann muss sich niemand darüber Gedanken machen, wie alles abzuwickeln wäre.

Ja, so manche hatten mal Eigentum, und haben der Bank über einen Zeitraum von 20 Jahren z.B. 100.000 € an Zinsen überwiesen. Sie bekamen quasi von der Bank alles umsonst, sprich kostenlos. Dieses Geld alternativ sinnvoll angelegt, könnten sie ihren Kindern viel Geld in die Hand drücken. JA, Geld ist nicht alles, aber sie könnten es gut gebrauchen, denn sie leben JETZT.

Im Rückblick erkennen manche hie und da einen grundlegenden Fehler, den sie gelebt haben. In vielen Fällen war das: Eigentum anschaffen.

Es grüßt,
das Smamap