Der Lauf der Zeit

Nun habe ich mich in letzter Zeit hier etwas rar gemacht; der Lauf der Zeit brachte das mit sich.

Nun bin ich zwar einer, der relativ viel Zeit hat, jedoch blieb auch der Effekt vor mir nicht stehen, dass die Zeit, zum Jahresende hin, zu rasen scheint. Der Lauf der Zeit eben.

Zuerst wird man mal krank, unabhängig davon verspürt man Lust (oder auch nicht), mal im Krankenhaus vorbeizuschauen. Es gibt Freunde, die einen benötigen. Es gibt an allen Ecken und Enden mehr zu tun, als sonst.

Die Zeit läuft dahin; wohin auch immer.

Der Lauf der Zeit also.

Und dann kommen noch so die ganzen Aktivitäten, die sich um das Jahresende herumschaaren:
Der Christbaum der besorgt werden muss. Der Adventskranz (und auch alles andere), das in der häuslichen Umgebung nun vorkommt.
Dann zieht der Nachbar aus, und man muss sich drum kümmern, was da so an Hinterlassenschaften übrigbleibt etc etc etc

Der Lauf der Zeit, wo auch immer er hingeht, ist etwas, das saisonmäßig eine gewisse Eigendynamik entwickelt.

Und dann ist da noch etwas – ich gebe es offen zu – was auch so seine Rolle spielt: Ich hatte absolut keine Lust, weil auch keine Zeit, hier etwas zu schreiben.

Heute fiel mir dann ein, es wäre mal wieder höchste Eisenbahn. Im „Lauf der Zeit“ kommt nämlich der Gedanke immer öfter …. du solltest mal

Und so schreibe ich über das Thema, das mir „WordPress“ in Vergessenheit geraten ließ.

Es geht auch ohne. Dennoch fehlt einem irgendwie was.

Und plötzlich ist Weihnachten !!!! Völlig überraschend, in jedem Jahr, am 24. Dezember.

Heute war ich Einkaufen. Auch sowas, was sich immer wieder dazwischenschiebt.
Hab das heute ganz bewusst gemacht, weil die nächsten 1-2 Wochen braucht sich ein vernünftig denkender Mensch nirgendwo zu derlei Aktivitäten blicken lassen.

Es ist vermutlich wie jedes Jahr: Alle strömen sie …. weil sie naturgemäß nichts mehr zu beissen haben, und „zwischen den Tagen“ naturgemäß immer doppelt soviel benötigen, wie sonst. Oder schrumpft in der Zeit der Kühlschrank?

Irgendwann muss ich mal das Experiment machen, NICHT extra einkaufen zu gehen und in der Zeit von Weihnachten bis Heilig-3-Könige nur von dem zu leben, was Kühlschrank und Vorratsschrank ohnehin zu bieten haben.

Dieses Jahr, also heute, besorgte ich mir (bei mir Tradition), etliche Bratwürste, Sauerkraut dazu und etwas Bauchspeck. Das wird’s an Weihnachten geben.

Sollte ich, wider Erwarten, kurz vor dem Hungertod stehen, so habe ich schon die Feiertags-Öffnungszeiten des Bäckers (50 Meter die Straße lang) ausgekundschaftet. Der hat sogar an den Feiertagen offen, und würde mir, im Ernstfall, die Zeit überleben helfen.

Tja, so ist er, der Lauf der Zeit

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

…. alle Jahre wieder ….

…. ist es das gleiche Spiel; eben alle Jahre wieder.

Ich war heute nochmal Einkaufen. Es ging mir, ganz normal, nur um 2 Dinge, die mir ausgegangen waren. An der Kasse standen 3x soviel Leute, wie sonst (was mir nix ausmachte, denn schließlich hab ich Zeit).

alle Jahre wieder

Anschließend wollte ich noch zum Metzger. Denn der verkauft Schweinefleisch vom „Strohschwein“, d.h. von Schweinen, die in sehr positiver Art und Weise gehalten werden. Da kostet das Kilo zwar dann nicht 8€, so wie beim Discounter, sondern 12€, aber das is es mir geschmacklich alle mal wert, ganz zu schweigen von der anderen Motivation.

Aber beim Metzger standen, im Gegensatz zu sonst, und wie alle Jahre wieder, 10 Leute in dem kleinen Laden, d.h. unter einer halben Stunde wäre ich da nicht rausgekommen. Wär zwar kein Thema, weil ich, wie schon gesagt, Zeit habe, aber irgendwo länger zu stehen, das macht mein Kreuz nicht mit.

Und so ergibt es sich also auch dieses Jahr, wie alle Jahre wieder, dass Weihnachten völlig überraschend auf den 24. Dezember fällt …. nein, eig wollte ich schreiben, dass die Leute doppelt so viel einkaufen müssen, wie ansonsten.

Ich möchte gar nicht wissen, wie es dann am Weihnachtstag, also am Samstag-Vormittag in den Geschäften zugeht. Aber dann absolut ohne mich.

Ich werde da vermutlich zu Patrizio gehen, auf einen Capuccino und ein Stück Tiramisu, und mir das Treiben auf der Straße betrachten.

Und nächste Woche geht dieses Treiben dann in die nächste Phase. Denn schließlich ist durch die beiden Feiertage der Kühlschrank leer, und der nächste Feiertag steht unmittelbar ins Haus. Und die Woche drauf kommt dann Phase 3. Denn am 6 Januar ist wieder Feiertag.

Und wieder die Woche drauf …. tja, da werde dann, wie alle Jahre wieder, ICH wieder einkaufen gehen, denn dann ist auch mein Kühlschrank mal leer. Da kann ich dann in aller Ruhe einkaufen gehen.

Es grüßt,
das Smamap

Fett und Zucker

Nicht erst seit Tim Mälzer beschäftige ich mich mit diesen Inhaltsstoffen.

Grundsätzlich fällt mein Blick beim Einkauf immer auf die Nährwerttabelle, also darauf, was da an Fett, Zucker, Kohlenhydraten usw. drin ist. Damit brauche ich zwar 10 Minuten länger zum Einkaufen, aber das bekomme ich am Ende meines Lebens 10-fach zurück.
Primär interessieren mich da das Fett und der Zucker. Man könnte natürlich sein Augenmerk auf sehr viel mehr Bestandteile legen, aber für mich sind DIE beiden der Hauptverursacher von Problemen und darüber am Meisten zu erreichen. Zumindest dann, wenn die Hersteller sich an geltende Vorschriften halten, und die Gesundheitsbehörden ihren Aufgaben gerecht werden.

Fett macht, wie der Name schon sagt, FETT.
Und was die Auswirkungen angeht, so muss man sich nur mal vorstellen, was es bedeutet, wenn man unnötiges Fett auf Schritt und Tritt mit sich schleppt.

Wer etwa 10 kg an Fettmasse mit sich trägt, der wuchtet also 40 Packungen Butter mit jedem Schritt durch die Gegend. Was das Herz dazu sagt, wenn es das 20 Jahre, also 7.300 Tage oder ca. 125.000 Stunden (mal von 7 Stunden Schlaf ausgehend) lang zu bewältigen hat, das kann man sich unschwer vorstellen. Und ebenso, dass dies das Organ in seiner Lebensdauer erheblich reduziert …… und das ist nur mal das Herz.

Zucker macht, wie der Name NICHT sagt, EBENFALLS FETT.
Ohne jetzt auf die Details einzugehen, ist es schlicht so, dass Zucker sehr schnell in Fett umgesetzt wird. Den obigen Absatz jetzt hier zu wiederholen, macht sicher keinen Sinn ….

Das Problem bei Zucker ist, dass es versteckt in vielen Produkten enthalten ist. Und wer bestreitet, dass dies von so manchen Herstellern absichtlich gemacht wird, so als würden sie Werbung bei unseren Organen machen, der lügt sich selbst in die Tasche.

Mal ein paar Beispiele (kann jeder nachvollziehen):
Doppelkekse bestehen zu 35% aus Zucker.
Nutella besteht zu 55% aus Zucker
Honig (zumindest der vom Discounter) besteht zu 70% aus Zucker
Schokolade besteht zu mindestens zu 50% aus Zucker
….. noch ein paar „exotische“ Beispiele
Mein Knäckebrot besteht zu 8% aus Zucker
Mein geliebtes „Briosche“ (französisches Hefefeingebäck; quasi weiches Weißbrot) besteht zu 12% aus Zucker
Mein Toastbrot besteht zu 2% aus Zucker

Über diese Nahrungsmittel und mehr nimmt jeder Deutsche im Durchschnitt 36 kg Zucker im Jahr zu sich.

In einem Satz zusammengefaßt, nehmen wir über unsere Nahrung jedes Jahr Unmengen an Fett auf (Zucker wird ja letztlich auch überwiegend in Fett umgesetzt).

Und eines ist auch klar (und da zitiere ich den Ernährungsexperten aus meiner letzten Reha):
Alles was wir unterhalb der Nase mehr hineinschieben, als wir verbrauchen, das tragen wir unweigerlich als Rettungsringe mit uns herum.

Es gibt nur 2 Dinge, die man dagegen tun kann:
Weniger essen und bewußter einkaufen

Man kann es nicht optimal hinbekommen, aber wenn es gelingt auch nur die Hälfte von dem, was man so zu sich nimmt, durch Sachen zu ersetzen, die wesentlich weniger Fett und/oder Zucker enthalten, als bisher, dann ist schon viel gewonnen. Manches kann man auch ganz weglassen.

Auch hier einige Beispiele (aus meiner eigenen Erfahrung):
Geflügelbierschinken hat nur 11% Fett (statt der gewohnten ca. 25%)
Kochhinterschinken hat nur 3% Fett
Mineralwasser (ich bevorzuge stilles) löscht den Durst genauso wie irgendwelche Teegetränke, die vor Zucker nur so strotzen.
Blanker Joghurt (mit immerhin noch 6,5% Zucker und etwas Honig (vom Imker), mit Chiasamen, taugt sehr viel besser als Frühstück, wie eine Nutellasemmel (wobei man nach Letzterer spätenstens nach 1 Stunde wieder Hunger hat)

Ganz klar, man kann immer diskutieren, was NOCH besser wäre, und was ökologisch ist usw usf.
Jedoch kann man mit Wenig und Bewußtsein so Einiges erreichen, ohne sich groß umstellen zu müssen.

Es liegt einzig in Jedermans eigener Hand, wie alt man wird, also wieviel man letztlich vom Leben haben wird.
Und dass jemand, der 30-50 Jahre lang Übergewicht mit sich herumschleppt, die Wahrscheinlichkeit erheblich erhöht hat, dass er nicht älter als 60-70 werden wird, liegt glasklar auf der Hand.
Und deshalb erleben so Manche das Rentenalter nur ansatzweise.

Es grüßt,
das Smamap

Ein Schnippchen schlagen

Nachdem mein Wohnort wohl die höchste Dichte an Discountern und Supermärkten in der Umgebung hat, ist, wie gewohnt, am morgigen Gründonnerstag und am Ostersamstag wieder einmal Ausverkaufsstimmung überall anzutreffen.

Deswegen habe ich dem ganzen Treiben ein Schnippchen geschlagen, und bin am gestrigen Dienstag schon einkaufen gegangen. Nicht wegen Ostern, sondern einfach, weil mein Kühlschrank mich angegähnt hat.

Und am heutigen Mittwoch war ich dann nochmal, weil ich die Möglichkeit hatte, Getränke per Auto zu transportieren. Zu Fuß gestaltet sich das in aller Regel eher schwierig.

Gottseidank machte ich diese Besorgungen abends um 7.

Man glaubt es nicht, was um diese Zeit dort los war.
Hätte ich es nicht genau gewusst, so hätte ich wohl vermutet, es sei nachmittags um 4.

Gut … ich hab also alles, was mein Kühlschrank so brauchte, und verdursten werd ich demnächst also auch nicht.

Und so kann für den Rest der Bevölkerung die Schlacht am heißen Buffet beginnen.

Ach nein, die Schlacht an den Regalen und an den Kassen …. das trifft es wohl besser.

Und wenn mir dann doch das Essen ausgehen sollte, sagen wir am Ostersonntag, dann hätte ich noch eine Dose Ravioli, eine Dose Tomatenfisch, ein Kräuterbaguette und auch noch ein paar Eier, um die Feiertage einigermaßen unverhungert zu überstehen.

Und wenn alle Stricke reissen, dann habe ich auch noch ein paar Fettreserven am Leib, die mir dabei helfen würden, zu überleben.

😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Kasse – die 375ste

Heute beim Einkauf mal wieder ein „Kassenerlebnis“ gehabt:

Stehe so an der Kasse, und es ereignet sich, dass 5 Kunden vor mir ein Artikel der Kasse unbekannt war.

Für solche Fälle hat die Kassiererin ein Telefon vor sich, über das sie jemanden (wohl im Büro) anrufen kann, um über den Barcode den Preis ausfindig zu machen.

Zu der Zeit waren aber scheinbar alle Ansprechpartner nicht erreichbar. Und so zog sich das ziemlich in die Länge.

Das Erstaunliche war, dass ich in der Schlange immer weiter nach vorne rutschte, obwohl sich ja gar nichts tat.

Es machte sich nämlich einer nach dem anderen vor mir aus dem Staub, sprich, man suchte sich eine andere Schlange, weil es offenbar zu lange dauerte. Schließlich hat man es am Samstag vormittag ja eilig. Und völlig überraschender Weise sind am Samstag vormittag viele Menschen beim Einkaufen. Es hat sich scheinbar auch noch nicht herum gesprochen, dass wenn man am Samstag vormittag keine Zeit hat, man auch nicht einkaufen gehen sollte.

Wie auch immer, ich war in meiner Schlange – schwuppdiwupp – von Platz 5 auf Platz 2 gerückt. Und auch die Schlange hinter mir, hatte sich ziemlich rasch ins Nirwana aufgelöst.

Und wieder einmal hatte sich die Verfahrensweise als sehr förderlich erwiesen, dass man einfach in seiner Schlange bleibt.

Es grüßt,
das Smamap

Einkaufen macht Spass

War heut vormittag bei Kaufland einkaufen.

Die haben jetzt eine neue Optik, was die Preisaushänge/Beschriftungen/Farben angeht.

Vielleicht trügt der Eindruck oder aber man hat die Gunst der Stunde genutzt, und versucht, etwas mit dem Optischen zu überdecken. Ich vermag es nicht zu beurteilen.

Jedenfalls …… meinen Roibusch-Tee gibt es nicht mehr. Stattdessen einen vom anderen Hersteller, der statt 25 Teebeutel nur noch 20 enthält (was man auch nur nach langem Suchen im Kleingedruckten entdeckt), und somit relativ gesehen 3x so teuer ist.

Meinen Frischkäse aus Ziegenmilch gab’s auch nicht. Auch hier einen vom anderen Hersteller, mit 20% weniger Inhalt, und somit doppelt so teuer.

Meinen bevorzugten Wein, von dem ich ab und an ein Glas trinke, den gibt’s auch nicht mehr. Hatte der schon seinen Preis, was ich für guten Wein auch zu zahlen bereit bin, aber für einen Ähnlichen dann nochmal 20% mehr zahlen, das wollte ich dann auch nicht.

Und so hätte ich heute, wenn ich mir die Dinge nicht immer ganz bewusst ansehen würde, relativ gesehen erheblich mehr ausgegeben als sonst.

Die Teuerungsrate weist für Januar einen Prozentsatz von 0,5 aus. Mal abgesehen davon, dass diese Zahl ohnehin Augenwischerei ist, weil da viele Dinge dämpfend einfließen, die der Einzelne gar nicht hat/kauft, so würde mich gar nicht wundern, wenn meine persönliche Rate i-wo bei 5% liegt. Aber das interessiert staatlicherseits natürlich niemanden. Genauso wenig, wie die Tatsache, dass Wohnungen zu einer Miete lt. Mietspiegel gar nicht zu bekommen sind (aber das ist ein anderes Thema).

Es grüßt,
das Smamap

Überbevölkert

Als heute mal die Sonne raus kam, hat es mich nach draußen gezogen.

Ich hatte eh was auf der Bank zu erledigen, und so ging ich gleich weiter Richtung Supermarkt. Nicht etwa zum Einkaufen, denn ich bin ja nicht verrückt, heute was einkaufen zu wollen 😉

Nein, ich wollte dort nur im Tabakladen nebenan meinen Lottoschein aktualisieren. War kein Problem; hatte Glück und es war nur ein Mensch vor mir.

Was ich zuvor auf dem Parkplatz gesehen hatte, war besonders. Man muss dazu wissen, dass der Parkplatz, für unsere Verhältnisse, riesig ist, zumal es hier der zentrale Supermarkt ist. Und er war absolut ausgebucht. Ich habe keinen einzigen freien Parkplatz gesehen. Ich schätze da standen ca. 200 Autos auf dem Parkplatz (ja, ich weiß, im Vergleich zu großen Städten ist das fast nix).

Und so im Vorbeigehen habe ich mal einen Blick in’s Innere geworfen:

Der absolute Horror !!!!!

Aber war ja klar: Nach der Rush-Hour der letzten Woche, musste man ja spätestens heute wieder einkaufen, weil ja sämtliche Kühlschränke, die zuvor vollgestopft waren, innerhalb von 4-5 Tage wieder ratzekahl leer waren.

Also nahm ich meinen Lottoschein, erstand beim Metzger noch eine Fleischkäs-Semmel, weil da grad niemand stand, ich Hunger hatte, und es eh Mittag war, und zog von dannen.

Der Verkehr auf der Hauptstraße entsprach dem Andrang im Markt. Wie ich dann, 200 Meter weiter, abbog, in eine Seitenstraße, da empfing mich

Ruhe !!!

Eine Wohltat.

Es grüßt,
das Smamap

Männer sind anders wie Frauen

Ich sprech da nicht von dem „gewissen“ Unterschied, und auch nicht von Mario Barth.

Und insgeheim glaube ich da auch gar nicht so sehr dran, an große Unterschiede.

Aber an EINER Stelle ist mit Sicherheit ein Unterschied da.

BEIM EINKAUFEN!!!

Dran gedacht habe ich wieder mal an Hand eines Beitrags von „Dampfbloque“, der HIER nachzulesen ist.

Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich damit in meiner Kindheit/Jugend konfrontiert worden, wie ich mit meiner Oma immer mal einkaufen fuhr, in die nächste größere Stadt (ich verbrachte bei ihr meist meine Sommerferien).

Da passierte es nämlich Desöfteren, dass ich meine Oma verlor.
Das geschah SO, dass wir so nebeneinander gingen, ich mit ihr sprach, und dann auf einmal keine Reaktion mehr kam. Ich stellte dann jeweils überrascht fest, dass sich meine Oma in Luft aufgelöst hatte.

Mitunter dauerte es dann etliche Minuten, bis ich sie wieder fand. Sie hatte sich nämlich dann urplötzlich dazu entschieden, ohne Kommentar abzubiegen, weil sie irgendwas von Interesse in einem Geschäft gesehen hatte. Je nachdem, wie bald ich das bemerkte, dass sie nicht mehr da war, konnte das schon ganz schön schwierig werden, sie wieder zu finden.
Und man kann sich bestimmte den Schreck verstellen, den so ein Knirps hat, wenn er feststellt, dass seine Bezugsperson in der großen Stadt nicht mehr vorhanden ist.
Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt, aber der Schreck war dann momentan immer vorhanden, doch ich wusste zumindest, dass ich sie immer in irgendeinem Geschäft wiederfinden würde.

Häufig bin ich mit derlei Sonderarten des Einkaufens nicht konfrontiert worden. Meine Mutter erledigte Einkaufen immer in den Zeiten, in denen ich gut im Kindergarten oder der Schule aufgehoben war.
Die Mutter meiner Kinder beschränkte die gemeinsamen Familien-Einkäufe immer auf das zeitlich Notwendige, weil Einkaufen mit Kindern doch immer leicht anstrengend ist.

Und so kam ich, NACH meiner Oma, erst wieder mit den Besonderheiten des Einkaufens in Kontakt, als ich, es muss etwa 3 Jahre her sein, dazu „eingeladen“ wurde, eine gute Bekannte beim Einkaufen im Einkaufszentrum zu begleiten. „Einkaufszentrum“ ist dabei das Riesengebilde, in dem sich Geschäft an Geschäft reiht.

Was ich damals NICHT wusste: Sie liebt es, in Klamotten-Geschäften zu stöbern, Sachen anzuprobieren, und zu kaufen. Geschäfte namhafter Modemarken.
Man muss dazu jetzt wissen, dass jene Bekannte gesundheitliche Einschränkungen hat (auf die ich hier nicht näher eingehen will), die es ihr nicht erlauben an normalen Aktivitäten des Lebens in größerem Maß teilzunehmen. Ich habe es dann für mich so interpretiert, dass sie in ihren Einkaufsaktivitäten einen gewissen Ausgleich gesehen hat.

Jedenfalls können derartige „Aktivitäten“ dann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Ich gehöre zu der Spezies, die Einkaufen auf das beschränkt, was notwendig ist. Ich weiß, was ich brauche, gehe hin und hol mir das, und gut is. Mehrere Hosen anprobieren ist schon etwas, was ich nicht unbedingt haben muss.

Und so beschränken sich meine Aufenthalte in Bekleidungsfach-geschäften, Baumärkten, Supermärkten usw usf, immer auf das zeitlich notwendige.

Und so begleite ich also besagte Bekannte immer dorthin, wo sie hin möchte, verabschiede mich dann ins nächstgelegene Café oder in einen Bücherladen, wo sie ohne Probleme hingelangen kann, und vertiefe mich dort in Cappu, Kuchen, Buch, Zeitung oder was auch immer.

Ich hatte damals EINMALIG den Fehler gemacht, sie durch die Geschäfte zu begleiten. Meinen Zustand kann ich da nur mit „zunehmender Verzweiflung“ beschreiben. Geduld war ab einem gewissen Zeitpunkt schlichtweg ein nicht mehr vorhandener Bestandteil meines Wesens.

Wie ein Mensch derart andauernd von Kleidungsstück zu Kleidungsstück wandern kann, und immer neue Ideen hat, was man alles miteinander kombinieren kann, ist mir völlig schleierhaft.
Das Verlassen eines Etablissements gestaltete sich dabei immer als äußerst zeitaufwendig, je nachdem, wieviele Kleidungsstücke sich auf dem Weg von der Kasse bis zum Ausgang noch im Weg befanden.
Ich glaube der Rekord lag damals bei 5-maligem nochmaligem Aufsuchen der Kasse.

Es kommt der Spruch zur Anwendung „SO kann man seine Zeit auch rumbringen“.

Wie gesagt, ich fand dann durchaus Verständnis dafür, was sie da für sich zelebrierte und offenbar auch brauchte, aber ich fand keinerlei Zugang dazu, mich dort einzubringen.
Ich muss zwar damit rechnen, dass ich, falls sie dies hier jemals lesen sollte, eine auf den Deckel bekomme, aber das ist dann halt so. Aber kann auch sein, dass der Krug an mir vorübergeht, weil sie, wenn ich so recht überlege, mich seit Neuestem immer von sich aus irgendwo absetzt.
Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich genieße diese Zeit, und das sind immer schöne Nachmittage.

Wie soll man das alles interpretieren? Kann es sein, dass „Einkaufen“ bestimmte Vorgänge im Gehirn auslöst? Bei Männlein UND bei Weiblein?

Im Gesamtzusammenhang denke ich da immer an meinen Dad, der immer wieder einmal sagte (sinngemäß), dass Männer einander das sagen, was es zu sagen gibt. Kurz und Knapp eben, und Fall erledigt. Wie man stundenlang miteinander telefonieren kann, das entzog sich ihm immer völlig. Und doch war seine Partnerin diejenige, die das Telefon zu 99,99% mit Beschlag belegte.

Ev. hat das Ganze ja auch etwas mit Genen zu tun.

Es grüßt,
das Smamap

Ein typischer Samstag vormittag

Der ist natürlich von allgemeiner Wichtigkeit und sollte deshalb von jederman wahrgenommen werden. Also schreibe ich ihn hier für die Welt nieder.

Habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meinen Wecker am Wochenende auszustellen. Also habe ich ihn heute nicht gehört.
Sonst ist es so, dass ich den Wecker (=Smartphone; wie funktionierte das bloß früher?) weit weg lege, damit ich nicht, gaaaaanz aus Versehen, auf den Ausschalter komme, und mich später dann wundere.
Heute lag der Wecker auch weit weg, und trotzdem habe ich ihn nicht gehört.

Mein Wecker ist am Samstag immer der Parkplatz des nebenliegenden Marktes. Dorthin geht nämlich mein Schlafzimmerfenster raus. Nach etlichen zugeschlagenen Kofferraumdeckeln wache ich dann also in der Regel auf. So auch heute.

Stand also auf, wackelte zur Dusche, nachdem ich die Ventilation auf Stufe 10 gestellt hatte (=Schlafzimmerfenster ganz aufgerissen).

Nach Duschen und Rasieren zeigte mir ein aufmerksamer Blick in den Spiegel, dass ich mich SO sehen lassen konnte.

Dann in aller Ruhe gefrühstückt. Fällt bei mir zur Zeit immer kurz aus, weil ich seit einiger Zeit praktiziere, dass es nicht viel gibt. Dazu kommt, dass das Mittagessen jetzt meist ausfällt.
Der geneigte Leser mag daraus entnehmen, dass eine reduzierte Nahrungsaufnahme erfolgt, weil die Waage etwas anzeigt, womit ich nicht so ganz einverstanden bin.

Da fällt mir ein, dass ich unterschlagen habe, dass ich vor dem „zur Dusche wackeln“ immer erst noch woanders hin wackle, um eventuelle Reste zu entsorgen, die es dann der Waage ermöglichen könnten, einige Gramm weniger anzuzeigen.

Nach dem Frühstück, mal schnell an PC gesetzt (was eig gelogen ist, weil es ist ja kein herkömmlicher PC mehr, sondern eine Himbeere; was aber dann doch wieder stimmt, weil PC heißt ja ausgeschrieben „Personal Computer“, und die Himbeere ist ja durchaus solches).

Während ich da saß, lief nebenbei der Radio (was ja eig DAS Radio heißen muss). Und plötzlich hieß es „10 Uhr, hier sind die Nachrichten“. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. ZEHN UHR??? Das konnte doch gar nicht sein. Ich war doch zeitig aufgestanden.
Mir fiel ein, dass ich nach dem Aufstehen nicht auf die Uhr gesehen hatte. Es hätte also durchaus auch 6 Uhr sein können. Was aber auch weder nicht geht, weil um 6 wär es noch dunkel gewesen.

Egal.

Also mal kurz in die Ausgehklamotten gehüpft (was funktioniert, wenn das Aufstehen schon eine Weile zurückliegt), und mich nach draußen begeben.

Ich entschied alles zu fuß zu erledigen. Alternative wäre Fahrrad gewesen (Auto hab ich ja keins mehr). Aber bei 3° C war mir das zu kalt.

Ich entschied, zu dem Markt zu wollen, der etwa 2 KM entfernt ist. Dort wo ich hauptsächlich einkaufe, das wären nur 500 Meter, aber mir war heute nach Laufen.
Außerdem hatte im Baumarkt dort draußen eh was zu erledigen.

Gottseidank war ich so schlau, meine Mütze mitzunehmen. Wenn man nur noch wenig Haare hat, dann lehrt einen die Erfahrung, dass die Wärmedämmung dann zu wünschen übrig lässt. Ich möchte hier ganz offiziell dem Erfinder einer solchen Kopfbedeckung danken, und zwar im Namen aller Kopf-wenig-Behaarten.

Zu einer dickeren Jacke hatte ich mich ja schon vor einer Woche durchgerungen, so dass ich also heute relativ warm von meinem Ausflug wieder zurück kam.

Besonderes gab es dort nicht zu erleben. Wahrscheinlich waren so sämtliche Spaßvögel noch zuhause. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nicht mal jemand da war, der an der Kasse fein säuberlich seine Sachen stapelte, und genau darauf achtete, dass seine Sachen auch  durch Begrenzungen gegenüber den anderen Einkäufern abgetrennt waren.

Aber halt, EINS war dann doch. Fällt mir ein, weil ich von „Spaßvögeln“ redete: Den Vogel hatte nämlich jener Audi-Fahrer abgeschossen, der mit 75 in die 30-er-Zone einfuhr (zu sehen auf der inoffiziellen Geschwindigkeitsuhr, die dort stand). Aber nein, es waren nur 73, um der Wahrheit die Ehre zu geben.
Aber dem wirds wurscht gewesen sein, und Tote gab’s keine.

Als ich dann wieder zurück war, stellte ich fest, dass ich nun auch zum erlauchten Kreis derjenigen gehöre, die samtags ein Paket an Werbeprospekten in den Briefkasten geworfen bekommen.
Scheinbar hat der Zusteller gewechselt (jedenfalls sah ich einen auf meinem Rückweg, den ich nicht kannte), und so kann ich nun auch jeweils am Wochenende, die Prospekte durchsehen, um ev. Angebote zu erspähen.
Ich muss sagen, ich sehe das durchaus positiv. Mittlerweile habe ich die Preise im Kopf (zumindest für das, was ich so brauche). Und so kann ich schon abschätzen, ob es etwas irgendwo günstiger gibt. Mein Vorteil: Ich kaufe nur das, was ich wirklich benötige, und zudem habe ich kein Auto, was mich dazu verleiten könnte, für 2,50€ Fahrtkosten irgendwo hin zu fahren, um etwas zu kaufen, was es dort um 20 Cent günstiger gibt. Bei mir geht es nur zu Fuß.

Und nachdem ich das jetzt fertig geschrieben habe, kommt just in dem Moment die Sonne raus und spiegelt sich in meinem Bildschirm.

Also „Ende im Gelände“.

Schönes We für alle.

Gruß
Smamap

 

Einkaufen die 357ste (eine Sammlung von Erlebnissen)

Es ist immer wieder erfrischend wie herrlich doch der Tiergarten des Herrn ist.

Man kann dies beim Einkaufen immer wieder auf’s Neue feststellen.

Es geht schon los, beim Vorfahren am Supermarkt. Am Liebsten würde Mancher direkt reinfahren, und quasi die Gaben direkt über’s Fenster ergattern.
Ok, geht nicht. Aber ein Parkplatz so direkt vor dem Eingang wäre dann schon schön.
Und hat man einen erspäht, dann sollte der Einkäufer, der eben aus dem Supermarkt kommend, richtung Auto wandelt, seine Augen ganz weit offen haben, denn in Abwägung eines „super“ Parkplatzes, erscheint manchen die Sicherheit von Fußgängern eher zweitrangig.

Anders getrimmt ist der Autofahrer, der in Ermangelung entsprechender Abstandshalter einfach mal stehen bleibt, wenn 20 Meter voraus jemand aus der Parklücke stößt. Könnte ja was passieren. Das Extremum solcher Verhaltensweisen ist dann schon mal ein Rückstau bis auf die Hauptstraße hinaus.

Deswegen, und natürlich auch aus dem Grund, dass ich kein Auto mehr mein Eigen nenne, geh ich mittlerweile gerne zu Fuß einkaufen. Bis andere einen Parkplatz erkurvt haben, stehe ich mit meinem Einkaufswagen schon in der Obstabteilung.

Halt! Ich vergaß, dass auf dem Weg dorthin ja noch die Rückgabeautomaten für die Plastikflaschen herumlungern. Manchmal ist keiner da, und man kann seine 10 Flaschen quasi direkt in den Höllenschlund stopfen. An anderen Tagen scheinen all Diejenigen ein Kaffeekränzchen vereinbart zu haben, die säckeweise Flaschen abzugeben haben. Also geht man dann erstmal einkaufen.

Im Markt, da gibt es verschiedene Typen. Einmal den Rumpler. Der rumpelt nur so durch Markt, wohl weil draußen jemand mit der Stoppuhr steht, und prüft, ob der Einkauf in neuer Rekordzeit erledigt wurde.
Dann gibt es den Schlenderer (zu welchen ich gehöre). In aller Gemütsruhe wandelt dieser durch den Markt, sieht sich dieses und jenes an, schlendert durch die Gänge, und versucht den innernen Einkaufszettel abzuarbeiten. Dergestalt, dass einem die Einkaufsregale schon sagen, was man braucht.
Und natürlich gibt es auch noch den Meckerer. Der meutert von vorne bis hinten. Zunächst, weil er keinen Parkplatz bekommen hat. Damit meint er natürlich, dass er nicht direkt vor der Türe parken konnte, denn einer der 200 Parkplätze war mit Sicherheit frei. Dann ist es natürlich so, dass alles das, was er braucht, nicht da ist, was selbstverständlich eine Unverschämtheit ist, und nur für ihn so gehandhabt wurde. Von den 30 Artikeln, die schon in seinem Einkaufswagen schlummern, spricht er natürlich nicht. Und selbstverständlich ist es ein Wahnsinn, was schon wieder alles teurer geworden ist. Und überhaupt, die Massen von Leuten, die wieder mal einkaufen sind. Dass er zu dieser Masse gehört, sieht er natürlich nicht. Aber der nächste Wahnsinn wartet schon auf ihn; nämlich an der Kasse. Denn wieder einmal ist da keine Kasse, die extra nur für ihn öffnet, damit er ohne Zeitverzug zahlen kann. Wenn sich ein solcher Meckerer vor mir an der Kasse ausgiebig darüber ausläßt, dann habe ich immer den Spruch parat „wer keine Zeit hat, der darf nicht einkaufen gehen“.

Letztere sind dann auch die Leute, die sich über die Heerscharen von „Idioten“ auslassen, die heute alle auf der Autobahn unterwegs sind (ich denk mir dann immer „und DU mittendrin“; mein Exschwiegervater war ein solcher).

Aber wir waren ja im Supermarkt.

An der Kasse, dass ist ohnehin immer ein schönes Bild. So Manche stapeln ihre Waren geometrisch exakt auf dem Band. Jeder qcm muss ausgenutzt werden. Und wehe es liegt kein Begrenzer dort, wo er hingehört. Am liebsten würde er das ganze Band ablaufen, und für die exakte Abgrenzung der Kundenbereiche auf dem Band sorgen. Muss schon alles seine Ordnung haben.

Ich mache mir immer einen Spass daraus, meinen Einkauf, mit etwas Abstand zum Vordermann, auf dem Band zu plazieren, um dann darauf zu warten, wie lange es wohl dauern wird, bis der Vordermann sich mir gegenüber abgrenzt. Aber vll hat das ja auch damit zu tun, dass die Kassiererin vermutlich blöd ist, und das nicht merken würde. Wie gesagt …. muss schon alles seine Ordnung haben.

Und wenn dann diejenigen, die ihren Parkplatz direkt vor der Hütte gefunden hatten, alles im Auto verstaut haben,  dann braucht es mitunter Ewigkeiten, bis sie ihre Luxuskarre wieder aus dem viel zu engen Parkplatz rausmanövriert haben.
In der Zwischenzeit habe ich mich mit Rucksack und Tasche schon längst auf den Weg gemacht.

….. wenn ich nicht noch beim Bäcker für einen Cappuccino hängengeblieben bin.

Es grüßt,
das Smamap