Seltsame EM

Nun ist sie also zuende, die Fußball-EM 2016 in Frankreich.


(Quelle: UEFA)

Im Finale standen 2 Mannschaften, die da nicht hin gehörten. Entsprechend unergiebig war das Endspiel auch. Meine Meinung.

Die eine Mannschaft hatte zuvor nur in einem einzigen Spiel innerhalb der jeweils 90 Minuten gewonnen. Und stand dennoch im Finale. Da fragt man sich, wie das sein kann.

Dass der andere Finalteilnehmer dort stand, kann man noch halbwegs nachvollziehen. Schließlich war es der Gastgeber, der als solches immer einen gewissen Heimvorteil hat.Doch auch da würde man sich wünschen, dass da noch mehr zu Buche stünde, was den Finalteilnehmer als solchen auszeichnet.

Das Bemerkenswerteste des Finales war dann auch (mal abgesehen vom Siegtreffer, der gottseidank dann doch noch vor dem Ende der Verlängerung fiel) die Verletzung/Auswechslung von Christiano Renaldo einerseits, und ein Pfostenschuss andererseits.
Ansonsten war es weitestgehend ein Herumgeschiebe.
Um nicht ungerecht zu sein, gab es zu Beginn des Spiels einen 10-minütigen Ansturm der Gastgeber, der einem noch Hoffnung machte, die allerdings dann auch immer mehr verflachte.

Ich verstehe das Endspiel einer EM als ein Spiel zwischen den beiden besten Mannschaften des Turniers. Wenn es allerdings darauf hinausläuft, dass die besten Mannschaften diejenigen sind, die mit Mitteln, die der Zweck heiligt, versuchen, ohne Rücksicht auf (spielerische) Verluste, dorthin zu gelangen, dann sollten sich die Verantwortlichen dringend ins stille Kämmerchen begeben, und so Einiges überdenken.
Zu allererst, wie man es hinbekommt, dass DIE Mannschaften in den einzelnen Runden jeweils weiterkommen, die das beste Spiel gezeigt haben.

Nach meiner Sicht der Spiele, die ich gesehen habe (und ich habe fast alle gesehen), hätte das Endspiel lauten müssen: Italien gegen Deutschland.

Deutschland nicht deswegen, weil ich die nationale Brille aufhabe, sondern weil Deutschland eine der beiden Mannschaften war, die die besten Spiele gezeigt haben. Wäre dem nicht so, würde ich auch eine andere Final-Paarung nennen.

Für mich hat Fußball sehr viel mit spielerischer Überlegenheit zu tun bzw. zumindest mit dem Streben danach.

Und für mich waren die beiden Mannschaften, die das am ehesten versuchten, eben Italien und Deutschland. Danach (mit etwas Einschränkungen) noch Belgien. Und danach, in Ermangelung von Mannschaften, die sich dieses Streben auf die Fahne geschrieben hatten, war für mich die 4.-beste Mannschaft Island. Island war ein Muster an Ehrgeiz und Kampfeswillen. Die haben nie aufgegeben. Ich fühlte mich stellenweise an 1992 erinnert, als völlig überraschend Dänemark Europameister wurde (gut, die spielerischen Mittel der Isländer waren natürlich durchaus beschränkt).

Diese 4 Mannschaften, also Italien, Deutschland, Belgien und Island waren für mich die Gewinner der EM.

Was insbesondere Portugal im Finale zu suchen hatte, ist mir völlig schleierhaft.

Trotz meiner Meinung, gönne ich den Portugiesen diesen Sieg und es soll ihnen diesen keiner nehmen, denn schließlich war der Ablauf der EM SO wie er war, weil eben zuvor so festgelegt.

Es grüßt,
das Smamap

HALBFINALE !!!!!!

Ich freue mich echt darüber, dass die Jungs weiter gekommen sind. Leider habe ich das Spiel nicht gesehen. Nur dann eine Zusammenfassung.

Was mir bei solchen Gelegenheiten immer in den Sinn kommt:
Wenn die Helden, gleich aus welcher Sportart, gewinnen, dann haben WIR gewonnen, und man hat es eh schon immer gewusst. Wenn sie aber verlieren, dann haben DIE verloren, und es werden Schuldige gesucht.

Der echte Fan definiert sich anders.

Abgesehen davon ist es ein schönes Gefühl, wenn viele viele Menschen sich im Daumendrücken und in der Freude zusammenfinden und eine Gemeinschaft bilden.

Das sollte viel öfter der Fall sein, und bei wesentlich mehr Gelegenheiten.
Auch bei solchen, deren positive Ausprägung eher weniger gegeben ist.

Ein Gedanke sei auch den Verlierern von gestern abend gewidmet: Ich kenne ein paar italienische Mitbürger in meiner Umgebung. Da wird mit Herzblut unterstützt, und so sehr das der Fall ist, so abgrundtief ist dann die Enttäuschung. Gefühlsmäßig.

In gleicher Weise wünsche ich unseren Jungs, dass die Reise noch weiter geht.

Es grüßt,
das Smamap

Teamwork macht´s

Das war wieder eine Paradebeispiel dafür.

Wales hat Belgien bei der Fußball-EM rausgeworfen.

Ja ja, die Belgier seien die weitaus bessere Mannschaft. Deren Umschaltverhalten von Defensive auf Angriff sei unerreicht. Die Geschwindigkeit mit der diese überfallartigen Angriffe vorgetragen würden, sei einzig.


(….. ja ja, ich weiß schon ….. ein älteres Bild)

Und dann kam da eine Mannschaft, die hat das nicht interessiert. Die haben nicht nur beharrlich die Organisation der angeblich überlegenen Mannschaft bearbeitet, sondern auch mit Leidenschaft als Team funktioniert, und darin nicht nachgelassen. Gleichzeitig konnte die Mannschaft aus Wales auch spielerische Akzente setzen und hatte Spieler in ihren Reihen, die über sich hinauswuchsen
Und es zeigte sich wieder einmal, dass es nicht so sehr wichtig ist, fantastische Einzelspieler in seinen Reihen zu haben, sondern dass es das Team macht, die Fähigkeit als Einheit zu funktionieren.
Und diese Fähigkeit hatten die Belgier nicht. Was auch am Organisator liegen kann, also dem Trainer.

Davon sollten sich so manche eine Scheibe abschneiden ….. auch im wirklichen Leben.

Es grüßt,
das Smamap

David gegen Goliath

Es ist kaum zu glauben, die Isländer haben die Engländer rausgeworfen.

Wer sich nicht für Fußball interessiert, der wird sagen „na und?“. Is ja auch ok!

Für alle anderen:
Schon der Hammer! Wie auf der einen Seite eine Mannschaft mit einer Leidenschaft kämpft, die die andere Mannschaft scheinbar nur vom Hörensagen kennt.

Intuitiv ist man immer auf Seiten des nominal Unterlegenen. Zumindest als neutraler Beobachter.

Letztlich gilt: Der bessere soll gewinnen. Und wenn man es noch weiter runterbricht: Wer mehr Tore erzielt, der gewinnt.

Und genau DAS ist in dem Fall passiert.
Als Interessierter findet man es natürlich umso schöner, wenn das dergenige ist, der mehr für´s Spiel getan und bis zum Umfallen mit Leidenschaft gekämpft hat.

Ok, und ganz ehrlich gesagt, und das ist jetzt unfair, ich weiß: Nach dem Referendum vom Donnerstag sagte ich gestern ….. ÄTSCH !!!!
Aber gut, das sollte man dann vielleicht doch trennen.

Es grüßt,
das Smamap

Schönheit oder Sieg ?

Gestern die ersten Achtelfinals bei der EM.

Schweiz gegen Polen, das war noch ein sehr ansehnliches Spiel. Und am Schluss dann Spannung pur, als es an das Elfmeterschießen ging. Das find ich zwar immer absolut besch….. wenn ein Sieger durch Münzwurf ermittelt wird, denn was anderes is es nicht. Aber irgendwann muss man dann mal zu einem Ergebnis kommen. Oder noch stundenlang weitermachen?

Dann kam Wales gegen Nordirland. Da durfte man dann aber schon fragen, was das noch mit Fußball zu tun hat? Eine Hin- und Hergeschiebe, mit dem Zufall, dem Glück oder was auch immer, als 13. Mann!
Da wäre es besser gewesen, auch gleich mal das Elferschießen anzusetzen. Jedenfalls hab ich mich maßlos geärgert, fast 2 Stunden in den Sand gesetzt zu haben, um dann am Schluss EINEN (zugegeben) tollen Angriff zu sehen, den die Waliser vortrugen, und mit Tor abschlossen. Na ja, es passte zum Spiel, dass es ein Eigentor war.
Was diese beiden Mannschaften im Achtelfinale einer EM zu suchen haben, wollte sich mir absolut nicht erschließen.
Bleibt zu hoffen, dass die Entscheider beim nächsten Mal gründlicher überlegen, was den Austragungsmodus angeht, sprich, ob es Sinn macht, Mannschaften mit allerlei Rechnereien und Regeln, zwangsweise eine Runde weiter kommen zu lassen.
Dass sich der Sieger dieser Partie enorm gefreut hat, steht außer Frage.

Und zum Schluss gab´s noch Kroatien gegen Portugal.
Tja und DA scheiden sich jetzt die Geister. Kurz zusammengefaßt hat da eine Mannschaft mit einem ausgeklügelten Verhalten (man nennt das Taktik), die bis dahin im Turnier bessere Mannschaft aus dem Spiel genommen. Anders gesagt, eine Mannschaft hat das Spiel der anderen zerstört. Da hab ich jetzt so ein gewisses Problem ob ich das als „Leistung“ der einen Mannschaft loben soll, die eine solche Taktik über die ganze Zeit aufrecht erhalten hat, um dann am Schluss, durch einen sehr schönen Spielzug, das Spiel zu gewinnen.

Die letzte WM hab ich noch im Kopf als ein Turnier mit sehr vielen Spielen, in denen das Spiel nach vorne, das Suchen und Erspielen von Torchancen, das Mittel der Wahl war. Völlig unabhängig davon, dass D Weltmeister wurde.

Und dieses Mal?
Ich bin mir absolut unschlüssig, ob ich ein Turnier als schön klassifizieren soll und kann, bei dem in den meisten Spielen die Defensive das Allheilmittel war. Anders gesagt …. der Sieg heiligte die Mittel.

Es bleibt zu hoffen, dass die noch ausstehenden 10 Spiele diesem Turnier noch ein anderes Bild zu geben vermögen.

Meine Meinung.

Es grüßt,
das Smamap

Fußball bis der Arzt kommt

Das ist bei mir zur Zeit das Motto.

Das einzige Spiel, das ich nicht sehen konnte, war gestern das 0:0 der deutschen Mannschaft. Wobei ich das ja nicht wirklich was verpasst habe.

Nachdem jetzt etliche Spiele gelaufen sind, fallen, mir ganz persönlich so einige Dinge auf.
Ich möchte jetzt nicht mir anmaßen, ein Urteil abzugeben, über die EM. Ich hab zwar Ahnung, aber ein Fachmann bin ich sicherlich nicht. Und zu den tausenden von Bundestrainern, die zuhause schauen, gehöre ich auch nicht.

Was mir auffällt, sind die durchaus guten Leistungen der Schiedsrichter. Eine Diskussion über Fehlentscheidungen gibt es fast gar nicht.

Was mir zudem auffällt, sind die Schauspielerreien so etlicher Spieler. Wenn sie berührt werden, fallen so Manche wie vom Blitz getroffen, und geben dann den sterbenden Schwan.

Ganz abgesehen davon, dass so manche schauspielerische Leistungen wirklich grausam sind, hat das mit Fairness und „Respect“, wie das die UEFA in den Einspielern im TV bewirbt, absolut überhaupt nichts zu tun.

Ich finde, so etwas gehört mit einer gelben Karte bestraft.

Auch sogenannte „taktische Fouls“, wie sie z.B. die Italiener sehr gut beherrschen, gehören weitaus mehr geahndet, als das aktuell geschieht. Einer Mannschaft den Erfolg zu stehlen, indem man einen von hinten umsenst, das empfinde ich als eine Frechheit ohnegleichen. Nur dann Rot zu zeigen, wenn es sich um den letzten Mann handelte, der das Foul begeht, das ist zuwenig.

Was noch auffällt, sind die kämperischen Leistungen der „kleinen“ Mannschaften. Wenn ich mir allein die Isländer betrachte, mit welcher Leidenschaft die kämpfen, das ist schon besonders.
Natürlich schaue auch ich lieber ein solch gutes Spiel, wie es die Italiener in ihrem ersten Match gezeigt haben. Das verhindert aber nicht meinen Respekt für andere Leistungen.

Soweit mal bis hierhin.
Es gäbe bestimmt noch viel zu sagen. Ev. die wenigen Tore betreffend, den Austragungsmodus, die Schwalbensucht, die Schummeleien usw usf.
Aber wer weiß, was die EM sonst noch alles bringen wird.

Es grüßt,
das Smamap

It´s raining again ……

….. nicht nur ein Song-Text.

Nein, auch Realtität.

Die Art meiner Nebenbeschäftigung bringt es mit sich, dass es dazu schönes Wetter braucht. Also derzeit nur punktuell möglich.

Der positive Nebeneffekt (zumindest für mich) …… ich hab relativ viel Zeit Fußball zu schauen.

Man gönnt sich ja sonst nichts 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Ein Spiel dauert 90 Minuten

Es gibt so geflügelte Worte, die (fast) jeder kennt.

Dazu gehört auch der Ausspruch von Sepp Herberger „der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“.

V.a. Letzteres war gestern wieder einmal zu erfahren.

Da spielten bei der EM die Nationalmannschaften Englands und Russlands gegeneinander, und nach der Vorberichterstattung und dem Spielgeschehen der ersten Halbzeit, schien es so, als würden die Engländer die Russen in Grund und Boden spielen.
Allein, ein Tor fehlte. Ich dachte mir zur Halbzeit noch, dass sich das für die Engländer noch rächen könnte.

Irgendwann schossen sie dann doch ein Tor, und so lief das Spiel dahin, und kurz vor Ende ging ich dann doch dorthin, wo ich die ganze Zeit schon hin musste.

Und just dann schlug Sepp Herberger zu.

Gut, er hatte jetzt insofern nicht so ganz recht, als ein Spiel heutzutage meist länger dauert als 90 Minuten. In der 92. Minute erzielten die Russen nämlich noch den Ausgleich.

Auch wenn ich das Tor im Original nicht mitbekam, so war das Spiel doch höchst interessant.
Die Mittel der russischen Mannschaft waren beschränkt. Und dennoch taten sie alles, um sich der spielerischen Überlegenheit der Engländer zu erwehren; der Trainer hatte sie sehr gut eingestellt, und speziell in der Halbzeitpause offenbar nochmals entsprechend Einfluss genommen.

Und so muss ich sagen, dass allein mit Jugend und Schnelligkeit ein Spiel nicht zu gewinnen ist. Es gehört noch mehr dazu. Vielleicht stehen die Engländer ja auch erst am Anfang einer Entwicklung. Mal sehen.

Gestern jedenfalls habe ich als neutraler Zuschauer den Hut vor den Russen gezogen: Sie gaben nie auf, glaubten immer an ihre Chance, und haben durch Kampf und indem sie alles in die Waagschale warfen, was sie hatten, ein Unentschieden erreicht, mit dem fast niemand gerechnet hätte.

Ein Spiel dauert 90 Minuten.

Es grüßt,
das Smamap.

Die EM hat begonnen

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Und so werde ich wieder zahllose Stunden vor dem Fernseher verbringen.

Doch halt …… so ganz stimmt das ja nicht.

Ich werde nicht vor dem Fernseher sitzen, sondern die Spiele per Stream über das Internet genießen.

Damit bekomme ich all das, was ich brauche, und noch sehr viel mehr.

Mein Fernsehgerät habe ich abgeschafft, genauer gesagt, verschenkt.

Und so lief also auf meinem Tablet gestern das Eröffnungsspiel.

Einwandfrei kann ich da nur sagen.

Auch das Spiel ….. es war spannend, und nicht so einseitig, wie man das vermutet hätte.
Man hat ganz deutlich gemerkt, wie sehr der Druck auf den Schultern der Franzosen gelastet hat, eine gute EM zu spielen, und dem Land ein Erfolgserlebnis zu geben, in den schweren Zeiten, die es momentan durchlebt.

Den Rumänen hätte man das Unentschieden gegönnt. V.a. auch, weil sie doch ihre Chancen hatten. Für die EM ist der Sieg der französischen Mannschaft sicherlich eine gute Sache.

Persönlich habe ich ja die Einstellung, dass der Beste gewinnen möge.
Allerdings sind da immer auch so ein paar Unwägbarkeiten im Spiel.
Gestern z.B. gab es ein Tor und einen Elfmeter, die es gar nicht hätte geben dürfen. Im gegebenen Fall glich sich das zwar wieder aus, weil jede der beiden Mannschaften in gleicher Weise bevorteilt wurde.
Jedoch finde ich es immer sehr schade und zweifelhaft, wenn sportliche Entscheidungen auf unsportliche Weise getroffen werden.

Und so bleibt zu hoffen, dass es wirklich so kommt, dass die beste Mannschaft des Turniers auch Europameister wird.

Auf jeden Fall werde ich die Spiele ohne deutsche Beteiligung sehr genießen. Denn die kann ich mir in aller Ruhe ansehen, und die Darbietungen der beteiligten Mannschaften schätzen, ohne subjektive Beeinflussungen.

Selbstverständlich werde ich bei den Spielen „unserer Jungs“ diesen ganz speziell die Daumen drücken, jedoch auch da ohne die Objektivitäts-Bank zu verlassen. Sollten die anderen besser sein, dann wäre das zu akzeptieren.

In diesem Sinne: Möge der Beste gewinnen !!!!!

Es grüßt,
das Smamap