Die Stromrechnung naht

Es ist mal wieder soweit, dass die nächste Stromrechnung ansteht.

Der geneigte Leser hat es in der Vergangenheit immer mal wieder mitbekommen, dass ich durch die ein oder andere Maßnahme meinen Stromverbrauch reduziert habe, ohne auf etwas zu verzichten.

Damit habe ich meinen Stromverbrauch halbiert.

Die letzte Aktion war, meinen Stand-PC durch ein Notebook zu ersetzen. Der Stand-PC verbrauchte etwa 130 Watt. Das Notebook nur noch 50. Die Ersatzbeschaffung war aus anderen Gründen erforderlich, und so hat mich niemand daran gehindert, das Nützliche mit dem sparsamen zu verbinden.

In meiner Wohnung gibt es all das, was es überall anders auch gibt. Sei es ein Flachbildfernseher, ein WLAN-Router, ein Wasserkocher, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine etc etc.

Jedoch habe ich mir bei jeder Neuanschaffung Zeit gelassen. Die Werte verglichen. Als Bsp. mag dienen, dass ich mich letztlich für einen Kühlschrank entschieden habe, mit Gefrierfach, der keine 95 KWh im Jahr verbraucht … UND er war auch noch relativ günstig in der Anschaffung.

Es ist eine ganze Menge möglich, und ein paar Tricks und Kniffe gibt es auch noch … etwa indem das Wasser für den Wasserkocher aus der Heißwasserleitung kommt. Ev. nicht grade das Optimum, aber allemal wesentlich günstiger, als kaltes Wasser mit Strom aufzuheizen.

Fazit ist, dass es meinen Jahresstromverbrauch auf der Vergleichsseite im Internet, als Vorauswahl gar nicht gibt. Die gehen davon aus, das so ein Haushalt normalerweise das 3-fache verbraucht. Aber es ist halt nun mal so, dass der billigste Strom auf der Stromrechnung derjenige ist, den man gar nicht verbraucht.

Experiment mit Überraschung

Gestern ging ich im Sonderpostenbaumarkt an einem Angebot für LED-Birnen vorbei.

Waren so Kerzen-Birnen mit 4 Watt, kosteten 2,20 €.

Nun ja, man hat natürlich immer noch im Hinterkopf, was so herkömmliche Glühbirnen seinerzeit kosteten. Aber gibt´s eben nicht mehr, und jeder weiß auch, dass die zwar billig waren, wenn man sie gekauft hat, aber eben vergleichsweise Unmengen an Strom verbrauchten.
Aber 2,20 € ???

Im Vergleich zu LED-Birnen, wie man sie sonst bekommt, waren die rel. günstig. Also hab ich mal eine mitgenommen, eher aus dem Grund, um zu testen, wie sich die so machen. Denn nur immer zu meinen, die seien so teuer, und dann auch noch im Hinterkopf zu haben, dass das Licht nicht so recht das Wahre sei, das bringt einen nicht weiter, solange man es nicht mal versucht hat.

Und ich muss sagen, ich bin absolut überrascht und verblüfft.

Ich hab nämlich im Wohnzimmer eine Lampe mit 3 so Kerzen-Birnen. Das waren bisher die herkömmlichen Energiesparlampen, so wie man sie schon lange kennt. Jede dieser „Birnen“ (ich nenn sie mal weiterhin so) hat 6 Watt. Die LED, die ich da jetzt gekauft hatte, hat, wie gesagt, 4 Watt, spart also 1/3 des Stroms ein.

Die LED verbraucht also wesentlich weniger Strom und hat dennoch eine sehr viel höhere Leuchtkraft, obwohl „nur“ 4 Watt. Und das Licht ist total angenehm.
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Auch wenn das mit Handy nicht so klar rauskommt, aber ich denke, es ist sichtbar, dass die mittlere Birne die LED ist.

Ich werde also die 3 bisherigen Energiesparlampen durch ZWEI LED-Birnen ersetzen. Das reicht von der Leuchtkraft dicke.

Ich hab mir das mal ausgerechnet: Letztlich ist es so, dass ich darüber ca. 11 € an Kosten im Jahr einspare (und da ist die Anschaffung schon mit drin). Wenn ich das für alle meine Lampen in der Wohnung so durchführe, dann spart mir das im Jahr über 50 € ein.

Und das ist doch schon was.

Letztlich zeigt mir das, dass eine 4 W LED-Birne absolut ausreichend ist. Früher brauchte man eine 40 Watt Birne. Heute bekommt man das mit einem Zehntel des Stromverbrauchs hin.

Und um es mal klar zu sagen, weil viele das nicht einschätzen können oder wollen: Watt ist gleichbedeutend mit Stromverbrauch und somit mit Stromkosten.

Es grüßt,
das Smamap
NS: Hab jetzt alle meine Lampen in der Wohnung mit LED ausgestattet. Passt EINWANDFREI, hab helleres Licht wie zuvor, das Ganze mit wesentlich weniger Stromverbrauch (auch die großen alten „Energiesparbirnen“ mit 15 W haben jetzt nur noch 7 W), und der Effekt, dass die Lampen nach Einschalten erst eine Weile brauchen, bis sie max. Helligkeit erreichen, ist weg (einschalten und Maximum).

Eigentum ist günstiger als Miete !

…. so stand es vorhin im Schaufenster der Bank.

Nun …. er hatte sich auch mal, seinerzeit, von diesem Slogan blenden lassen, und echt daran geglaubt. Um dann von der Realität eines Besseren belehrt zu werden.

Dabei ist die Rechnung ganz einfach, und doch will sie keiner so recht nachvollziehen:
Angenommen heute nimmt einer 100.000 € auf, dann zahlt er pro Monat ca. 350 € an die Bank zurück. Und das ist DAS, was manche andere ganz normal als Miete zahlen. Die 2. Miete des Eigentümers, die der für die Instandhaltung seines Eigentums berappen muss, ist da natürlich noch nicht enthalten.

Und wozu das Alles? Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen. Und diejenigen, denen man das weitergeben könnte, haben sehr oft eine andere Lebensplanung, als die Eltern sich das so gedacht hatten.

Und im Ende wird das „Eigentum“ dann irgendwann verkauft, und das, was da alles reingehängt wurde, an Geld, an Herzblut, an Zeit und an Energie, das findet seinen Niederschlag nicht. Die Zeiten sind eben vorbei, als ein „Hof“ über Generationen hinweg, an die Nachkommen weitergegeben wurde.

Letztlich gibt es nur einen, dem so ein „Eigentum“ etwas bringt: Die Bank.

Und so haben viele eine kleine Mietwohnung, ihr Leben wird nicht bestimmt durch Bank, durch Instandhaltung und durch die Sorge um die Zukunft; die Kids gehen ihren eigenen Weg; und wenn die Zeit dann mal gekommen ist, dann muss sich niemand darüber Gedanken machen, wie alles abzuwickeln wäre.

Ja, so manche hatten mal Eigentum, und haben der Bank über einen Zeitraum von 20 Jahren z.B. 100.000 € an Zinsen überwiesen. Sie bekamen quasi von der Bank alles umsonst, sprich kostenlos. Dieses Geld alternativ sinnvoll angelegt, könnten sie ihren Kindern viel Geld in die Hand drücken. JA, Geld ist nicht alles, aber sie könnten es gut gebrauchen, denn sie leben JETZT.

Im Rückblick erkennen manche hie und da einen grundlegenden Fehler, den sie gelebt haben. In vielen Fällen war das: Eigentum anschaffen.

Es grüßt,
das Smamap