Die Zukunft

Gestern ein interessantes Gespräch mitverfolgt im TV. Ein Professor einer Uni sprach da über unsere Konsumgesellschaft.

Der zentrale Satz, der bei mir hängenblieb, war:
„Wenn alle Menschen so leben würden, wie wir in Europa, dann bräuchten wir mehrere Erden, um die Rohstoffe dafür zur Verfügung zu stellen. Damit ist klar, dass wir absolut über unsere Verhältnisse leben.“

In dem Gespräch ging es auch um die Alternativen.
Die einzige Alternative wäre, so wurde gesagt, unseren Konsum, und unsere Wirtschaft zurück zu fahren.

Ich bin der Meinung, dem ist nicht zu widersprechen.

Es sieht so aus, als lebten wir nach dem Motto „haben haben haben, ohne Rücksicht auf Verluste, und nach uns die Sintflut“.

Dabei müsste es darum gehen, auch den Generationen nach uns, noch ein Leben zu ermöglichen, das den Namen verdient. Was aber kommen wird, so meine Ansicht, ist ein Kampf, um die Reste der Ressourcen.

Und das alles nur deswegen, weil wir den Hals nicht voll bekommen können.

Jener Prof führte aus, dass auch dieses Streben nach Besitz uns letztlich keine Zufriedenheit bringt, wenn man nur etwas darüber nachdenkt. Jeder ist pausenlos damit beschäftigt, sich um die Dinge zu kümmern, die er hat. Der Tag hat nur 24 Std. abzgl. Schlaf, Essen, Körperpflege etc etc. Und jedem Teil, das wir uns anschaffen, müssen wir auch ein Stück weit Zeit widmen. Seit es zum Erhalt, sei es um den gedachten Zweck damit zu erreichen (ein Smartphone liegt nicht in der Ecke und man tut absolut nichts damit!).

D.h. unser Leben wird immer umfangreicher, und wir müssen die uns zur Verfügung stehende Zeit immer mehr zerstückeln, um allen unseren Besitztümern gerecht zu werden.

Man kennt die Effekte: Stress, Unzufriedenheit, Unruhe, körperliche Belastung, physische und psychische Überforderung.

Es wäre an der Zeit, alles auf das Maß zurückzufahren, das es WIRKLICH braucht.

Die Frage ist, was wir denn tatsächlich WIRKLICH brauchen?

Braucht jeder ein Auto, 2 Kühlschränke, 2 Fernseher, ein Haus, ev. noch einen Zweitwagen, jeden Tag Fleisch usw usf?

Wenn man sich einmal in einer ruhigen Minute hinsetzt, und sich seinen Besitzstand vor Augen führt, kommt man auf so EINIGES, was man tatsächlich NICHT braucht.

Mein Fazit: Es muss darum gehen, DAS was die Erde uns gibt, auf möglichst viele Generationen auszudehnen, um denen, die nach uns kommen, die Chance zu geben, etwas zu entwickeln/erfinden, was das Überleben ermöglicht. Bei der Verschleuderung von Ressourcen, die wir heute betreiben, kommen unsere Nachfahren nicht einmal ansatzweise so weit. Zuvor wird ein Kampf um die Reste der Rohstoffe entbrennen. Aber zu diesem Zeitpunkt sind wir schon lange in unseren Gräbern vermodert.
Aber das scheint nicht wirklich jemanden zu interessieren. Viel wichtiger ist es, den Besitz zu mehren, und alle 5 Jahre ein neues Auto zu erstehen, weil DAS vorgeblich glücklich macht.
Es wäre unser aller Aufgabe, zuvorderst die Aufgabe der Staatenlenker, einen Umschwung zu vollführen. Aber dazu müsste man ja seinen Arsch hochhieven und auf etwas verzichten.
Der Prof in jenem Gespräch, riss an, dass es ohne substantielle Einschränkungen möglich wäre, den Konsum, die Wirschaft, das Einkommen etc. auf die Hälfte zu reduzieren, und jeder käme immer noch gut zurecht. Das ist auch gut nachvollziehbar, denn wer all das nicht mehr erwirbt, was er nicht wirklich braucht (z.B. 10 verschiedene Hosen oder 30 Paar Schuhe), der muss auch nicht Mengen an Geld verdienen, um sich all das leisten zu können. Der Staat würde dann zwar weniger Steuern einnehmen, was aber kein Problem wäre, da er sich auf das beschränken könnte, was seine Hauptaufgabe ist. Mrd. für Straßenbau auszugeben, der dann, wenn mehrere Menschen sich ein Auto teilen, bei Weitem nicht mehr im selben Umfang nötig ist, kann er sich dann sparen.

Einige Ansätze, über die man zumindest nachdenken kann.
Ein WEITER SO führt zwangsläufig in die Katastrophe. Und dagegen sind all jene Probleme, die wir heute als solche sehen (Flüchtlinge, Sozialwesen, AfD, Korruption usw usf) nur ein müder Abklatsch.

Es grüßt,
das Smamap

Die Zukunft der Menschheit

Gestern habe ich eine Doku im TV gesehen, die hat mich derart gefesselt, dass ich am Ende ganz verblüfft feststellte, dass es schon weit nach Mitternacht war.

Inspiriert war das Ganze wieder einmal, von Stephen Hawking, DEM Physikgenie unserer Zeit.

Es würde mir jetzt nicht gelingen, die Doku inhaltlich und v.a. vom Spannungsbogen her, hier wiederzugeben.
Zwei Dinge sind allerdings hängengeblieben:

Vereinfacht ausgedrückt, sind wir, außerhalb des inneren Planetenringes  unseres Sonnensystems von einem Ring aus Asteroiden umgeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns eines Tages ein solcher Asteroid erwischt, ist durchaus gegeben. So wird im Jahr 2029 der Asteroid „Apophis“ in einer Entfernung von ca. 31.000 KM an uns vorbei rauschen. Das ist keine Sensationsmeldung á la BILD, sondern fundierte Erkenntnis.

Wer meint, wir hätten diese ganzen Asteroiden im Blick, mit all unseren Teleskopen und Computern, der irrt. Die größten und immer wieder kehrenden schon, aber das war’s dann.

Was mich zudem verblüfft hat, ist die Erkenntnis dass unsere Sonne etwa alle 150.000 Jahre um 1% an Stärke zulegt. Wenn man weiß, wie fragil das Leben und v.a. das Klima hier auf der Erde ist, dann wird einem klar, dass der Zeitpunkt, ab dem Leben hier nicht mehr möglich ist, absehbar ist. Wenn auch in zeitlich großen Dimensionen. Man mag jetzt sagen, dass das für die jetzige Generation, und auch die folgenden, uninteressant ist.

Stimmt.

Aber die beiden genannten Ereignisse zeigen eines ganz deutlich: Wir leben hier nicht auf einer geschützten Kugel, der nichts etwas anhaben kann. Es kann jederzeit oder aber im Laufe langer Zeiträume sich etwas abspielen, was das Leben auf der Erde beendet.

So etwas Ähnliches gab es ja schon vor ca. 65 Mio. Jahren, als die Dinosaurier ausstarben. Wäre der damalige Asteriod nur etwas größer gewesen, Leben so wie wir es heute kennen, wäre nie entstanden.

Was mir an all den Betrachtungen sehr bemerkenswert erscheint: Einige sogenannte Religionen auf unserem Planeten, nehmen für sich in Anspruch, genau zu wissen, wie das Leben entstand, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist, und der zentrale Punkt von allem.

Und dann kommt so ein idiotischer Asteriod (die Frage ist nicht OB, sondern WANN), und alles Leben, der Mensch, sämtliche Religionen und alles, was damit zusammenhängt, sind von jetzt auf sofort verschwunden.

Was dann bleibt, sind nur noch Sterne, Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen, die ihre Bahnen ziehen, entsprechend den physikalischen Gesetzen, und der leere Raum dazwischen, sprich, das Universum nimmt seinen Lauf, und dass da jemals auf einem total unbedeutenden Planeten namens „Erde“ eine Spezies namens „Mensch“ existiert hat, spielt eine derart kleine Rolle, dass sie nicht erwähnenswert ist. Und die Religionen, die dort praktiziert wurden, spielen dann schon gleich gar keine Rolle.

Man könnte auf die verwegene Idee kommen, dass das Leben auf unserem Planeten entstanden ist, auf Grund sehr günstiger Bedingungen, die, wenn es sie woanders gegeben hätte, eben dann DORT Leben hervorgebracht hätten. Und dass darüber hinaus, das Leben, genauso wie es entstanden ist, auch wieder verlöschen wird, wenn die Bedingungen nicht mehr passen (es sei denn, wir schaffen es schon vorher, das Leben auszurotten).

Wenn man das als gesicherte Erkenntnis nehmen würde, dann läge es an jedem selbst, welche Schlüsse er für sich daraus ziehen würde.

EIN Schluss könnte sein, dass das Leben etwas derart Einmaliges ist, dass es nur darum gehen kann, das Bestmögliche für sich, alle anderen und für die, die nach uns kommen, zu erreichen. Es könnte ja glattweg sein, dass das Lebens so etwas ist, wie das, was sich in Form einer Sonne ständig und immer wieder im Universum abspielt: Da entsteht nämlich etwas, bleibt eine Weile existent, und vergeht wieder.

Es grüßt,
das Smamap