Der Blackout fiel – völlig überraschend – aus

Als ich heute morgen aus dem Wohnzimmerfenster spähte, da sah ich in der Ferne – einen Blackout. Scherz !!!! Ich sah wie üblich, einige der Windkraftanlagen in meiner Umgebung.

Hätte ich ungehinderten Rundumblick, würde ich wohl so an die 50 Stück, wenn nicht mehr, sehen. Oberfranken gehört zu den Gebieten, die auf Grund der Topographie relativ „windanfällig“ sind, und es sich deshalb lohnt hier solche Anlagen aufzustellen. Auch ganze Felder mit Fotovoltaik-Anlagen sind hier durchaus vertreten.

Wenn ich das alles sehe, dann denke ich immer (na gut – nicht IMMER) an die damaligen Horrorszenarien der Stromerzeuger, dass wir, wegen der stufenweisen Abschaltung der Kernkraftwerke, bald auf dem Trockenen sitzen würden, sprich ohne Strom, sprich Blackout.

Blackout wäre v.a. im Winter zu erwarten, hieß es.

NICHTS von alledem ist eingetreten.

Im Gegenteil – wer sich im Netz informiert, stellt fest, dass die sog. Netto-Nennleistung der Stromerzeugung heute fast zur Hälfte auf die erneuerbaren Energien entfällt. Und was den tatsächlich produzierten Strom angeht, so stellen die erneuerbaren Energien heute fast 1/3. Sie stehen zudem an der Spitze der Stromproduktion. Und erst dahinter kommen Braunkohle, Kernkraft und alle anderen (Braunkohle leider immer noch mit 1/4 Anteil).

Blackout

Gleichzeitig exportiert Deutschland eine Menge Strom ins Ausland. Tendenz steigend

Also von Blackout weit und breit nichts zu sehen.

Auch solche Tatsachen, dass im Winter mehr Strom verbraucht wird (z.B. auch wegen der über 5.000 Weihnachtsmärkte im ganzen Land), bringen die Stromerzeugung nicht in Probleme.

Zudem macht ganz offensichtlich auch die relativ boomende Wirtschaft den Stromerzeugern absolut nicht zu schaffen.

Schon damals hieß es, die Horrorszenarien der Stromwirtschaft entbehren jeder Grundlage.

Stellte sich als absolut richtig heraus – von Blackout keine Spur.

Und warum ist das so ?

Ohne das jetzt per Quellensuche zu belegen …. es liegt nahe, dass die Stromerzeuger solche Prognosen völlig eigennützig in die Welt possaunten. Schließlich waren die Kernkraftwerke, bis dahin, schlicht die eierlegende Wollmilchsau.

Und zudem blieb die Entwicklung ja nicht stehen. Es wurden zig-tausende von erneuerbaren „Kraftwerken“ erstellt.
Und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, so wage ich zu behaupten, dass auch ohne die Kernkraftwerke, mit den sonst noch vorhandenen Kraftwerken, unser Stromverbrauch gesichert gewesen wäre. Ich bin mir da relativ sicher, dass die Zahlen dies bestätigen würden.

Und über das größte Potential in dem Zusammenhang, wird in aller Regel gar nicht gesprochen: Das Einsparpotential.

Nachdem, was ich lese, liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in D bei ca. 1.700 KWh im Jahr. Diesen Verbrauch könnte man, ohne allzugroße Mühe, auf die Hälfte reduzieren.

Was dann an Kraftwerksleistung, von den herkömmlichen Kraftwerken ausgehend, überflüssig würde, wäre enorm. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich in dem Fall die Anteile der Energiearten an der Stromerzeugung gewaltig verschieben würden: Die Braunkohle läge dann wohl noch bei 5%, und die erneuerbaren Energien dann schon bei über 50%.

Dass derlei nicht im Sinne der Stromkonzerne ist, sondern eher das Szenario des Blackout, ist einleuchtend. Denn schließlich muss die Dividende der Aktienbesitzer wieder ansteigen.

Es grüßt,
das Smamap