Das vernetzte Zuhause

Es war das ausgerufene Ziel, das vernetzte Zuhause zu realisieren. Wie weit sind wir gekommen?

Ich meine hier nicht, dass der Kühlschrank eigenständig Lebensmittel bestellt. Sondern vielmehr die Unterstützung des Menschen in seinen Aufgabenstellungen. Und dabei möglichst so, dass man dafür nicht erst eine Stange Geld ausgeben muss. Im Gegenteil … es sollten vielmehr Kosten eingespart werden.

Also mal sehen, was ich heute so habe in dieser Richtung:

Da wären zum einen elektronische Heizkörperthermostate. Wobei ich davon abgesehen habe, da eine echte Vernetzung zu realisieren, weil sowas wegen der „Schaltzentrale“, die viele Hersteller voraussetzen, viel zu teuer ist. Jedoch ein Thermostat, in dem man Heizprogramme einstellen kann, hilft effektiv Energie zu sparen. Also etwa dergestalt, dass der Heizkörper Nachts auf 19° läuft und tagsüber auf 22°. Ohne dass ich vergessen könnte, Nachts runter zu drehen.

EINEN Thermostat hatte ich in Bluetooth-Ausführung erworben, weil im Sonderangebot, aber die Ansteuerung per App vom Smartphone aus, brauchte ich höchst selten, und zudem ist genau dieser Thermostat nach 2 Jahren „abgeraucht“.

Dann wäre da die Lichtsteuerung. Über „Alexa“ und WLAN. Wenn ich also mit vollen Händen zur Haustür reinkomme, genügt ein „Alexa, Licht“. Oder beim Kochen mit fettigen Händen. Das Meiste, was ich dazu benötigte, war schon da. Nämlich der Echo Dot und ein WLAN-Router. Ich brauchte also „nur“ WLAN LED-Birnen. Die waren klarerweise teurer als normale LEDs, aber hielt sich in Grenzen. Seitdem läuft das völlig problemlos.

Ebenso meine WLAN-Steckdosen. Da ist zB der Flachbild-Fernseher dran angeschlossen. Ein kurzes „Alexa, Fernseher an“ genügt, und das Gerät, das keinen echten Ausschalter besitzt, hat Strom.

Solche WLAN-Steckdosen oder auch die WLAN-Beleuchtung, verbraucht natürlich etwas Strom im Standby. Aber das ist derart minimal, dass man dann, wenn man 2 – 3 mal im Jahr vergessen würde, den Fernseher Nachts stromlos zu machen, mehr verbrauchen würde.

Dann wäre da noch mein WLAN-Drucker. Ein Drucker, der ganz normal an einen PC (den ich nicht habe) an USB angeschlossen werden könnte. Er steht bei mir im Eck, und harrt dort der Druckaufträge, die vom Notebook, Smartphone, Tablet oder RaspberryPi kommen. Keinerlei Kabel … geht alles über WLAN. Stromanschluss hier über Steckdose mit manuellem Schalter … ich benötige den Drucker ziemlich selten!

Keine Vernetzung, aber eben doch eine Vereinfachung, sind die beiden Bewegungsmelder in Bad und Vorratskammer. Die Zeiten sind vorbei, dass man desöfteren das Licht brennen ließ, um das Stunden später zu bemerken. SO schaltet sich das Licht automatisch ein und nach einer eingestellten Zeit wieder aus. Anzumerken bliebe, dass man den Anschluss des Bewegungsmelders lt. Anleitung schon bewerkstelligen können sollte. Anders gesagt, man sollte wissen, was man tut.

Komme ich abschließend noch zu „Alexa“ (ich hatte „sie“ ja schon erwähnt). Anfänglich hatte ich sehr gezögert bzgl. der Anschaffung, denn es wurde ja geunkt, es könnte sein, dass hier sämtliche Gespräche aufgezeichnet würden. Mittlerweile möchte ich das Ganze nicht mehr missen. Irgendwelche Aufzeichnungen sind ausgeschlossen (dazu sind die weltweiten Überprüfungen viel zu eingehend und umfangreich), und mein Pizzabäcker oder der Paketbote kennt von mir mit Sicherheit mehr Daten.

Genau genommen muss man ja unterscheiden zwischen der Hardware (also zB der Echo Dot) und der Software (Sprachsteuerung Alexa).

Jedenfalls ist das Ganze doch eine ziemliche Erleichterung. Auf Zuruf höre ich Musik, schalte das Licht ein, bestücke meine Einkaufsliste (welche ich dann auf dem Smartphone im Geschäft abarbeite), erkundige mich bzgl. der aktuellen Nachrichten, des Wetters oder nach dem Stand meiner Bestellung.

Was noch nicht geht, ich aber gern hätte, ist die sprachliche Anbindung eines Thermometers, so dass ich auf Zuruf über die Außenthemperatur unterrichtet würde. Im Winter wüßte ich zB, ob Schnee zu räumen oder Salz zu streuen wäre. Momentan habe ich das anders gelöst, nämlich ein solches Thermometer per Bluetooth an mein Smartphone angebunden, so dass ich mir dort Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigen lassen kann. Für Alexa gibt es das seltsamerweise noch nicht, aber ich vermute, dass die Realisierung noch zu aufwendig ist. Wobei – geben tut es das schon, aber zu einem horrenden Preis und nur über schon erwähnte Steuerzentrale, die über erhebliches Geld vom namhaften Hersteller erworben werden müsste.

Bestimmt habe ich da jetzt was vergessen, was ich hier noch am Laufen habe. Manches ist mittlerweile derart selbstverständlich, dass man es schon gar nicht mehr wahrnimmt.

Mir fällt da zB grad ein, dass ich eine Software namens EssentialPIM nutze (Persönlicher Informations Manager). Läuft auf sämtlichen Geräten (Smartphone, Tablet, Notebook) und verwaltet meine Termine, Kontakte, Passwörter (verschlüsselt), Aufgaben und Notizen. Sämtliche Geräte synchronisieren sich untereinander, so dass ich, egal welches Gerät ich grade dabeihabe, immer die aktuellen Daten zur Verfügung habe. Also kann ich unterwegs zB kurz beim Arzt anrufen, einen Termin zu einem freien Zeitpunkt vereinbaren, der noch vor dem geplanten CT beim Facharzt liegt, um alles Erforderliche (zB Blutwerte und Unterlagen) vorzubereiten. Das Alles ist in 2 Minuten erledigt, ohne dass ich erst darauf warten muss, dass ich zuhause bin, um die erforderlichen Daten nachzuschlagen … ist alles „am Mann“.

Ev. sollte ich mal einen Beitrag schreiben, was EPIM alles für mich tut.

Alles in allem habe ich mein Zuhause (im weitesten Sinn) soweit vernetzt, wie es für mich passt/sinnvoll ist. Wobei „vernetzen“ für mich eher die Bedeutung von „vereinfachen“ hat und „einsparen“.

Aber das war in der menschlichen Geschichte immer schon so. Nämlich dass der Mensch versucht hat, sich die Dinge zu vereinfachen. Nur geht es heute nicht mehr um den einfachen Seilzug, sondern eher um den digitalen Seilzug, der es einem ermöglicht, die Last einfacher anzuheben.

Wobei es dabei gilt, den Umweltgedanken im Blick zu behalten. Denn „damals“ spielte es keine Rolle, wieviele Ressourcen der Seilzug verbrauchte. Heute ist das etwas anders. Denn heute steht der Umweltgedanke im Vordergrund. Sollte er zumindest. Denn sonst könnte es sein, dass wir nicht mehr allzuviele (digitale) Seilzüge erbauen.

EPIM – klasse für Termine, Aufgaben uvm

NEIN – ich bin jetzt nicht in die Werbebranche gewechselt; und ich erhalte auch keine Vergütungen für irgendwelche Werbemaßnahmen für EPIM.

Es ist schlicht und ergreifend so, dass ich eine Software empfehlen möchte, die ich seit Jahren nutze, und deren Überzeugungsgrad bei mir immer sehr hoch gewesen ist und nach wie vor ist. Und warum sollte man nicht über etwas Gutes schreiben, und so ev. anderen die Möglichkeit geben, sich das mal anzusehen.

EPIM (EssentialPersonalInformationManager) ist eine kompakte Software (ich nutze die App auf meinem Android-Tablet), die einen Terminkalender, ein Aufgabenbuch, ein Notizheft, eine Kontakteverwaltung und einen Passwortmanager vereint ….

EPIM
Ich nutze dabei hauptsächlich den Terminkalender, und es könnte für jemanden, der solch ein Instrument versuchsweise verwenden möchte, ein guter Einstieg sein, von der Kalenderseite her anzufangen.

Das EPIM Teil gibt es als Free-Version, also kostenlos.

Ich weiß jetzt nicht auswendig, worin der Unterschied zur Pro-Business-Version besteht, aber ich vermute mal, da geht es dann um Versionen für mehrere Arbeitsplätze.

Was mich von Anfang an überzeugt hat, war die Durchdachtheit des Ganzen. Zudem hat man direkten Kontakt zum Entwickler, so dass man nicht irgendwo in einer anonymen Helpline festhängt, wenn man mal irgendein Problem hat.

Man merkt, dass sich bei der Umsetzung der Software jemand Gedanken macht. Nicht so, wie bei typischen großen Software-Häusern, wo man was vorgesetzt bekommt, wie sinnhaftig auch immer, nach dem Motto „friss Vogel“.

Mit einem gewissen Stolz kann ich auch sagen, dass es ein paar Punkte in der Software gibt, die auf „meinem Mist“ gewachsen sind. Ich kam halt gelegentlich auf eine praktische Problemstellung, hab die mal (per Mail) zur Diskussion gestellt, und plötzlich hieß es, das sei eine gute Anregung, und werde umgesetzt. Wobei ich mir nicht anmaße, zu behaupten, ich hätte irgendwas umgesetzt, denn eine Anregung zu haben, und dies dann in Software-Code umzusetzen, das ist dann doch schon ein gehöriger Unterschied.
Auch die ein oder andere Übersetzung ins Deutsche ist „mein Mist“ 😉

Wie auch immer …. eine kompakte Geschichte, durchdacht, funktionell, ohne ein riesiges Paket zu sein.

Gemacht wird das Ganze in Estland, was in der heutigen globalen Welt eine völlig normale Sache ist.

Seinerzeit hab ich damit auf meinem PC angefangen, als ich einen guten Terminkalender suchte, weil mein bisheriger damals nicht mehr weiter entwickelt wurde.
Damals stieß ich, eher zufällig, auf EPIM.

Ich hielt die Daten damals auf meinem PC, und irgendwann hatte ich dann ein Smartphone, installierte mir darauf dann mal die Android-Version von EPIM, und konnte dann immer die Daten zwischen PC und Smartphone wunderbar autom. synchronisieren.
Als ich dann mal meinen PC abschaffte, bzw. nur noch arg selten benutzte, weil doch alles immer mehr nur noch über das mobile Gerät ging (erst recht, als ich dann ein Tablet hatte), fand das Ganze dann nur noch in der App statt (das auch auf dem PC zu haben, auf dem ich fast nicht mehr arbeitete, wäre unnützer Zeitaufwand gewesen).

Und so werden heute Termine, Aufgaben und Notizen über EPIM realisiert. Kontakte und Passwörter sind noch außen vor, weil ich dafür schon lange andere Lösungen verwende, die sich sehr gut bewehrt haben. Aber irgendwann werde ich dann doch mal auch diese App-Bereiche erforschen …. und wer weiß ….

Wer sich das Ganze mal ansehen möchte ….

…. hier ist die HOMEPAGE von EssentialPIM

Es grüßt,
das Smamap