Die DSGVO ist in aller Munde

Die DSGVO ist in aller Munde (neudeutsch: Datenschutzgrundverordnung). Egal wo du hinschaust, etwas liest, zuhörst, was auch immer …. das Thema ist ganz schnell da.

Etwas sehr verkürzt geht es bei dem Ding darum, dass der Verbraucher nun endlich ein Recht darauf hat, zu erfahren, wer welche Daten von einem hat, was mit diesen Daten geschieht, und auch ein Recht auf Datenlöschung.

Und WEIL das so ist, regnen umsomehr geänderte AGBs per eMail tagtäglich herein, je näher der 25.5. kommt, also jener Tag, an dem das Teil in Kraft tritt.

Ich behaupte zwar nicht, dass ich mir die alle durchgelesen habe, vielmehr überflogen. Was jedoch sehr auffällt, ist, dass alle Verfasser (durch die Bank), zunächst einmal betonen, wie genau man es immer schon mit dem Datenschutz genommen habe, und wie sehr es einem immer schon am Herzen lag, dem Anwender nur Gutes angedeihen zu lassen.

Wenn dem allerdings so wäre, dann bräuchte es jetzt keinerlei Änderungen irgendeiner AGB. Denn dann wäre es immer schon so gewesen, dass man dem Anwender all jene Möglichkeiten eingeräumt hätte, die die DSGVO einem jetzt zuspricht.

Und es war ja wohl immer schon so, dass der ursprüngliche Eigentümer der Daten, also man selbst, darüber verfügen können musste, was mit seinem Eigentum geschieht. Wenn man das also halbwegs ernst nimmt, was einem da vorgeschleimt wird, dann ist „Verarsche“ noch das leiseste Wort dafür.

Die Anzahl dieser AGB-Änderungen spricht somit Bände.

Was NOCH auffällt, ist der nach wie vor klassische Umfang dieser Werke. Und wieder einmal wird kein Mensch sich diese durchlesen, und schlicht darauf vertrauen, dass die Konzerne dem geltenden Gesetz gerecht werden.

Wobei das mit dem „Vertrauen“ in die Rechtschaffenheit von Konzernen so eine Sache ist. Es wird wieder darum gehen, das Gesetz so weit zu biegen, wie es jenes eben zulässt.

Und WIEDER wird es beim Verbrauer liegen, sein Recht durchzusetzen! Genauso, wie jene Konzerne alles dafür tun, um sich im Rahmen jeglicher Interpretationen von Recht und Gesetzt, Vorteile zu verschaffen (sprich Gewinn), so sollte auch der Verbraucher gleichmaßen alles dafür tun, dass jenes Gesetz auch tatsächlich angewendet wird, und Firmen/Anwälte/Gesetzesanwender jeden Tag darauf hingewiesen werden, woran sie sich zu halten haben.

Wenn also Verbraucher darauf dringen, zu erfahren, welche Daten eine Firma XY über einen gespeichert hat, dann MUSS letztere diesem Ansinnen jetzt nachkommen, und hat somit weder Zeit noch sonstige Ressourcen, diesen Gesetzesinhalt zu umschiffen. Denn die Firma muss das Gesetz erfüllen, und nichts anderes.

An dieser Stelle muss man auch ganz eindeutig der EU Dank sagen. Denn ohne die EU gäbe es diese DSGVO nicht.

Dies ist wieder einmal ein Zeitpunkt, an dem man sich klar machen sollte, was es alles nicht gäbe, ohne die EU. Ganz bestimmt gibt es so Manches, was nicht ok ist, was von dort kommt. Jedoch eben auch sehr Vieles, was wir als ganz selbstverständlich nehmen, und doch nicht hätten, ohne sie.

DSGVO

…. man sollte sich klar machen, woher sie kommt ….

Und sicherlich ist auch dieses Gesetz, so wie jedes Gesetz, unvollkommen. So unvollkommen eben, wie die Menschen, die es machen.

Aber …. es gibt die DSGVO. Und somit eben auch die Möglichkeit, zu erfahren, was mit den eigenen Daten geschieht. DIES sogar ZU VERLANGEN.

Wer dies nicht tut, sollte dann, wenn es darum geht, dass Datenmisstände beklagt werden, GAAAANZ leise sein.

Und so ist es wie immer in der Demokratie …. es geht darum, sie zu leben, und nicht darum, sich auf seinen Hintern zu setzen, und NICHTS zu tun.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Selbstverständlichkeiten

In letzter Zeit war immer von negativen Seiten der EU die Rede. Davon, was nicht passt, nicht gut ist, nicht funktioniert ……

Dabei gibt es immens viele Dinge, die wir mittlerweile als Selbstverständlichkeiten hinnehmen, und die es SO nur deswegen gibt, weil es die EU gibt.
Eine EU, die Vieles erst ermöglicht hat.

Ein guter Artikel, wie ich finde, ist auf perspective-daily.de erschienen

HIER zu erlesen

Gleichzeitig möchte ich diese „etwas andere Zeitung“ empfehlen. Ich habe die Möglichkeit, hier 1 Jahr lang die Zeitung „zu beziehen“, und habe dort schon ein paar ganz erstaunliche Artikel gelesen. Seriös und sachlich.

Es grüßt,
das Smamap

BREXIT

Allerorten wäre in den letzten Tagen zu lesen gewesen, wie das zu bewerten ist, wenn die Briten sich mehrheitlich dafür entscheiden, einen eigenen Weg zu gehen.

Tonnen von sog. Experten meldeten sich zu Wort, um ein solches Ergebnis zu bewerten.

Ich muss sagen, ich hab das alles nicht gelesen (höchstens die Überschriften). Denn was soll all diese Kaffee-Satz-Leserei. Zum einen mag das komplett überflüssig sein, wenn das Ergebnis dann doch ein anderes sein sollte. Und zum anderen, kann niemand die Auswirkungen letztlich schlüssig voraussagen.

Auch ich bin der Meinung, dass ein Brexit negativ zu beurteilen wäre. Nämlich zum einen für die EU und für GB, hinsichtlich der erheblichen Auswirkungen, und zum anderen deswegen (was mir noch gewichtiger erscheint), weil die Briten damit die EU, aus meiner Sicht, schmälich im Stich gelassen hätten, um sich ihrem Unabhängigkeitsgefühl und dem Gefühl, niemanden zu brauchen (a la Commenwealth des 18. Jahrhunderts) hinzugeben.

Wie sagte gestern einer in den Nachrichten kommentarweise: Auch DIE Briten, die sich für den Brexit entscheiden, halten den Atem an, in dem Gefühl, etwas unverzeichliches getan zu haben.

Wie auch immer ……….. das Ganze ist eine demokratische Entscheidung, und als solche zu aktzeptieren. Wie auch immer sie ausfallen möge. Niemand muss diese Entscheidung mögen. Auch nicht die Auswirkungen. ABER …. sie wurde dann demokratisch getroffen. Und die Konsequenzen werden diejenigen zu tragen haben, die die Entscheidung mehrheitlich getroffen haben. Auch DAS ist Demokratie.

Das Wesen der Demokratie ist, dass Entscheidungen mehrheitlich getroffen werden, und auch von denen mitzutragen sind, die der Minderheit angehören. Es ist dabei Aufgabe jedes Einzelnen, sich seine Entscheidungen nicht zu leicht zu machen. Insofern erfordert eine Demokratie den mündigen Bürger (wobei ich dabei so manches Mal meine Zweifel habe).

Es grüßt,
das Smamap

EU, Atomkraft und Logik

Das scheinen 3 Dinge zu sein, die nicht zusammen gehen.

Darauf hat heute ein Kommentator hingewiesen.

Es ist ja schon ein Aberwitz in Person, wenn die EU jetzt fordert, dass man die Atomkraft wieder stärker fördern müsse. Solche Dinge wie das Restrisiko oder die Entsorgung spielt dabei keine Rolle. Frei nach dem Motto „nach uns die Zukunft“.

Außerdem müsse man ja die CO2-Minderung im Blick behalten.

JO ……. DAS ist natürlich ein Argument. Hauptsache das CO2 ist eingehalten. Ob wir dann noch leben, ist egal. Jedenfalls wurde dann, vielleicht, das Klimaziel erreicht.

Noch aberwitziger ist allerdings, dass man damit die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl erheblich reduzieren könne.

Äääähhhhh …… genau, die is dann reduziert.

Und das Uran für die geplanten Miniatomkraftwerke, das kommt dann in der Hauptsache ….. woher noch gleich ??????

Ahhhh ja …… aus Russland.

Wer SOWAS fordert, dessen Möglichkeiten reichen nicht einmal mehr dafür, so meine ich, sich an den Kopf zu fassen.

Es grüßt,
das Smamap

Abgase die 125-ste

Vorhin einen Bericht gehört, wonach die EU beschlossen hat, dass die Abgaswerte (ich meine, es ging um Diesel) praxisnaher erbracht werden müssen.

Allerdings dürfen (wenn ich mich recht erinnere), die Stickoxidwerte, die man im Fahrbetrieb mißt, bis 2020 die Grenzwerte um 110% übersteigen. Ab 2020 dann NUR noch um 50%.

Man darf fragen: GEHT’S NOCH ??????

Was da, unabhängig vom VW-Skandal, getrickst, geschummelt, gemauschelt und sonstwas wird, das geht auf keine Kuhhaut.

Wenn ich mir die VW-Sache ansehe, dann gibt es jetzt plötzlich Möglichkeiten, die sehr strengen US-Abgasnormen einzuhalten. Und urplötzlich wurde da auch ein Katalysator aus dem Hut gezaubert. Es gibt also Mittel und Wege.

Aber wenn es darum geht, die Daumenschrauben anzusetzen, und gnadenlos dafür zu sorgen, dass DAS gemacht wird, was technisch möglich ist, da setzt wieder tricksen, schummeln und mauscheln ein. Dafür sorgen schon sämtliche Lobbyisten in Brüssel, Berlin und allen anderen Hauptstätten.

Wie damit jemals irgendwelche Klimaziele erreicht werden sollen, ist mir absolut schleierhaft. Dann WÜRDE eben jedes Auto um 2.000 € teurer! Wenn dafür die Schadstoffe auf das geringstmögliche Maß reduziert würden !!!
Eine Verbesserung des Klimas zu Nulltarif GIBT ES NICHT !!!!

Und ein Gedanke wurde mir da zugleich plausibel:
Ich frage mich schon lange, warum die E-Flotten sämtlicher Hersteller in D fast nur als Hybrid-Lösungen zu haben sind?
Ganz einfach: Wenn ein Auto nicht nur einen E-Motor aufweist, sondern auch noch zusätzlich, in kleinerer Ausführung, einen Verbrennungsmotor, dann ist das gut für die Hersteller, für die Zulieferanten und für die Werkstätten.
NUR ein E-Motor würde ja bedeuten, dass für alle diese Autos sehr Vieles wegfallen würde (Herstellung, Ersatzteile, Reparaturen etc. etc). Ein reines E-Auto braucht halt nun mal keine Zündkerzen und keinen Ölwechsel. Und es braucht auch keinen Sprit.

Wer immer noch glaubt, es gäbe ein großes Interesse daran, dass wesentlich mehr reine E-Autos auf den Straßen unterwegs sind, der hat die Rechnung gemacht, ohne Fiskus, ohne Industrie und ohne Mineralöl-Konzerne. DIE ALLE haben keinerlei Interesse daran. Das wird erst ein Thema, wenn das Klima völlig ramponiert ist (was dann eh schon egal wäre) oder wenn es kein Öl mehr gibt.

Wenn es Argumente gäbe, die dies alles widerlegen, dann bin ich dafür völlig offen.

Es grüßt,
das Smamap