Wider besseres Wissen entscheidet der Mensch sich dafür

Schon oft habe ich mich gefragt, warum sich der Mensch immer wieder für ein Verhalten entscheidet, obwohl er ganz genau weiß, dass es damit langfristig in den Abgrund geht.

Es ist ja kein Geheimnis, dass jeder Einzelne durch sein Verhalten zum jetzigen Zeitpunkt darüber mitentscheidet, wie sich das Klima langfristig entwickelt. Rein logisch wäre es ein Leichtes, wenig Plastik zu verbrauchen, viel weniger Fleisch zu essen, das Auto immer dann stehen zu lassen, wenn das Ziel auch zu Fuß oder per Rad locker erreichbar ist, und Vieles mehr. Aber bei den Meisten passiert nichts dergleichen.

Es ist auch kein Geheimnis, dass die Menschen in unserem Land nur dann ein gutes Auskommen im Alter haben werden, wenn sie spürbare Beträge in die Altersversorgung laufen lassen. Die meisten tun es aber nicht.

Ebensowenig ist es ein Geheimnis, dass wir alle, die wir auf dieser Welt leben, damit aufhören müssen, uns gegenseitig zu bekämpfen. Gleich welcher Art die Waffen auch immer sind. Es passiert …. NICHTS.

Und schließlich wissen wir alle, dass die Reichtümer dieser Erde sehr viel gerechter verteilt sein müssten, um das Überleben aller zu erreichen. Widerum passiert …. NICHTS.

Der Grund ???

Ein sehr interessanter Artikel, den ich gestern las, beschäftigte sich mit genau DIESEM Thema. Leider fand ich den Link jetzt nicht mehr.

Der Tenor war …. der Mensch ist so gestrickt …. bzw. wurde in seiner Entwicklungsgeschichte, also in der Evolution, so gestrickt, dass er darauf aus ist, augenblicklich so viele Vorteile für sich, wie möglich, zu ergattern.

Also quasi „Überlebenstaktik pur“.

Da ist dann kein Platz dafür, zu sagen, ich mach das jetzt mal so oder so oder ganz anders, denn das wäre von Vorteil für künftige Generationen. Oder gar für mich, aber erst in 20 bis 30 Jahren.

Der Mensch hat, in der Zeit seines Entstehens, gelernt, so hies es in dem Artikel sinngemäß, dass er am Ehesten dann überleben würde, wenn er alles sofort zu seinem Vorteil nutzt. Und letztlich haben jene Menschen tatsächlich überlebt, die auch nach diesem Credo lebten.

Und dies wird wohl genau das sein (ist jetzt mein eigener Schluss daraus), was uns in den Abgrund reißen wird. Diese Überlebenstaktik ist so sehr in uns verankert, dass wir eben immer den einfacheren Weg wählen, der uns weniger abverlangt.

Das ist zwar nicht zwangsweise so. Das zeigen uns ja jene Wenigen, die anders handeln. Jedoch scheint es schwer, sich der eigenen Veranlagung zu widersetzen.

Wenn wir ehrlich sind, dann zeigt unser Verhalten manches Mal, was aus jener Zeit übrig geblieben ist, in der der Mensch noch in Höhlen lebte.

Solche Verhaltensweisen wie „weg da, jetzt komm ich“ oder „ich will haben“ oder „ich geb nix her“, das sind alles urzeitliche Programme, die immer noch in uns ablaufen.

Wir alle haben die Wahl, zweifelsohne. Aber es gehört viel Mut, viel Anstrengung und großer Wille dazu, das auch umzusetzen.

Wenn man diesen Gedanken weiterführt, heißt das, in meinen Augen, nichts anderes, als dass der Mensch evolutionär noch nicht weit genug entwickelt ist, um mit den Problemen der heutigen Welt umgehen zu können. So umzugehen, dass es gut für alle ist, und v.a. gut für unsere Nachkommen.

Jetzt könnte man sich hinsetzen, und sagen …. ich kann eh nix machen! Das in uns ist zu mächtig.

Doch das wäre genau das, zu was uns unser Inneres zu drängen versucht …. die eigene Energie zum aktuellen Vorteil zu nutzen, und nicht zu dem, was notwendig wäre. Notwendig im Sinne aller.

Denn dass derlei geht, nämlich im Sinne aller zu handeln, das zeigen uns die Vielen, die das tun. Leider sind diese „Vielen“ immer noch zuwenige. Und um dorthin zu gelangen, wo alles hin müsste, müssten sehr viele Menschen auf dieser Welt auf Liebgewonnenes verzichten. Jedoch wäre das schon gleich gar das Gegenteil dessen, wozu uns unser Inneres eigentlich drängen möchte.

Denn es scheint nicht zum eigenen Vorteil zu gereichen, auf Manches zu verzichten.

Irgendwie mag es mir nicht so recht gelingen, aus diesem Kreislauf einen Ausgang zu finden …. einen positiven Ausblick.

Es grüßt

Das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Ein Baum für die Ewigkeit

Auf dem Bild kommt das gar nicht so raus, aber in der Wirklichkeit ist der Baum riesig. V.a. im Sommer, wenn er grünt und wächst.

Wenn ich dran denke, dann werde ich im Winter, wenn er seine Blätter hat fallen lassen, mal ein Vergleichsfoto machen.

Wie ich da so vor ihm stand, dachte ich mir, was der Baum wohl schon alles erlebt hat.

Der Mensch neigt ja dazu, den Dingen in seiner Umgebung eine Persönlichkeit zuzuweisen.
Und so lebt also so ein Baum, und erlebt.

Wenn er wirklich „wahrnehmen“ könnte, was hätte er schon alles gesehen?

Das Kommen und Gehen von Generationen.
Kleine Babies, wie sie wachsen, in den Kindergarten kommen, die Schule besuchen ….ein Leben leben, und irgendwann nicht mehr kommen.
Krieg und Frieden hätte er wahrgenommen.
Trocken, feucht, warm, heiß, kalt hätte er wahrgenommen
Oft den „Kopf“ geschüttelt hätte er, ob dessen, was die Menschen anstellen.
Und je älter er geworden wäre, umso höher wär er da gestanden, und hätte immer weiter schauen können.
Und er hätte sich wohl gedacht: Was für komische Wesen diese Menschen doch sind. Sie halten sich für die Spitze der Evolution.
Und doch werden wir Bäume dann, wenn es die Menschen nicht mehr gibt, immer noch da sein.
Vll nicht andauernd, wenn die Menschen es verstanden haben, alles Leben zu vernichten …..
Da wird es dann auch keine Bäume mehr geben …. eine Weile ….. aber dann werden sie zurück kommen, und alles andere auch. Nur der Mensch, der wird verschwunden bleiben.

Es grüßt,
das Smamap