Die EM hat begonnen

2010527020-2016-eroeffnungsspiel-eroeffnungsfeier-Mo7p0qBdvf9

Und so werde ich wieder zahllose Stunden vor dem Fernseher verbringen.

Doch halt …… so ganz stimmt das ja nicht.

Ich werde nicht vor dem Fernseher sitzen, sondern die Spiele per Stream über das Internet genießen.

Damit bekomme ich all das, was ich brauche, und noch sehr viel mehr.

Mein Fernsehgerät habe ich abgeschafft, genauer gesagt, verschenkt.

Und so lief also auf meinem Tablet gestern das Eröffnungsspiel.

Einwandfrei kann ich da nur sagen.

Auch das Spiel ….. es war spannend, und nicht so einseitig, wie man das vermutet hätte.
Man hat ganz deutlich gemerkt, wie sehr der Druck auf den Schultern der Franzosen gelastet hat, eine gute EM zu spielen, und dem Land ein Erfolgserlebnis zu geben, in den schweren Zeiten, die es momentan durchlebt.

Den Rumänen hätte man das Unentschieden gegönnt. V.a. auch, weil sie doch ihre Chancen hatten. Für die EM ist der Sieg der französischen Mannschaft sicherlich eine gute Sache.

Persönlich habe ich ja die Einstellung, dass der Beste gewinnen möge.
Allerdings sind da immer auch so ein paar Unwägbarkeiten im Spiel.
Gestern z.B. gab es ein Tor und einen Elfmeter, die es gar nicht hätte geben dürfen. Im gegebenen Fall glich sich das zwar wieder aus, weil jede der beiden Mannschaften in gleicher Weise bevorteilt wurde.
Jedoch finde ich es immer sehr schade und zweifelhaft, wenn sportliche Entscheidungen auf unsportliche Weise getroffen werden.

Und so bleibt zu hoffen, dass es wirklich so kommt, dass die beste Mannschaft des Turniers auch Europameister wird.

Auf jeden Fall werde ich die Spiele ohne deutsche Beteiligung sehr genießen. Denn die kann ich mir in aller Ruhe ansehen, und die Darbietungen der beteiligten Mannschaften schätzen, ohne subjektive Beeinflussungen.

Selbstverständlich werde ich bei den Spielen „unserer Jungs“ diesen ganz speziell die Daumen drücken, jedoch auch da ohne die Objektivitäts-Bank zu verlassen. Sollten die anderen besser sein, dann wäre das zu akzeptieren.

In diesem Sinne: Möge der Beste gewinnen !!!!!

Es grüßt,
das Smamap

In den letzten Zügen

Wie schon mehrfach beschrieben, neigt sich „meine“ Snooker-WM dem Ende entgegen.

Im Moment findet grade das Finale statt. Heute der erste Teil, und am morgigen Montag (traditional) der zweite Teil.

Das gestrige Halbfinale war mal wieder ohnegleichen.

Der Weltranglisten-Erste Mark Selby, und sein Gegner, Marco Fu, lieferten sich ein Match über 32 Frames, das an Kampf, Konzentration, Beharrlichkeit, Taktik und Spannung kaum noch zu überbieten war.

Und wie dann kurz nach Mitternacht endlich der letzte Ball fiel, und die Menschen die Spieler mit Standing Ovations verabschiedeten, da stand auch ich vor dem Bildschirm und applaudierte.

In den letzten Jahren hatte ich schon viel gesehen. Auch Dramatik pur. Aber das gestern, so scheint es, kennt wohl keine Steigerung mehr.

Aber das dachte ich schon öfter, und immer kam etwas, das dem noch eins drauf setzte, und wo ich mir dann mittendrin dachte, ich sollte jetzt wohl lieber mal umschalten, und meinen Blutdruck wieder etwas runter bringen.

Man muss gerechter Weise hinzufügen, dass es schon auch immer wieder Matches gibt, die dann eher langweilig daher kommen.
Genauso, wie es nicht immer nur Endspiele im Fußball gibt.

Jedoch der Anteil der Matches, in denen über Stunden die Spannung unmerklich nach oben geschoben wird, ist doch erheblich.

Und wie ich immer wieder beschrieb, geht es in DIESEM Sport absolut fair zu. Ein unbemerktes „Foul“ (z.B. Kugel berührt), egal in welcher Situation, wird vom jeweiligen Spieler immer sofort selbst dem Schiedsrichter angezeigt.
Man stelle sich vor, ein Fußballer würde zugeben, dass er den Ball im Strafraum mit der Hand berührt habe.

Die Fairness in diesem Sport geht soweit, dass ein Spieler jüngst auf einen Vorteil verzichtete, den er dadurch erhielt, dass der Gegner infolge eines lauten Geräusches aus dem Zuschauerraum, unmittelbar beim Stoß, denselben verriss. Jener Spieler spielte nicht den Ball, der sich ihm dadurch einlochbereit darbot, sondern einen anderen. Und er machte dies auch nicht publik. Es war für ihn eine selbstverständliche Verhaltensweise. Wenn sein Gegner dies nicht erzählt hätte, wäre sein faires Verhalten gar nicht bekannt geworden.

Man würde sich wünschen, dass es SO auch in anderen Sportarten zuginge.

Oder ev. sogar im wirklichen Leben.

Es grüßt,
das Smamap

Rugby

Eher zufällig habe ich mir letztens eine Übertragung angesehen, auf Eurosport, anlässlich der aktuell stattfindenden Rugby-Weltmeisterschaft.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Sport, so ganz generell, durchaus zugetan bin. Ich gehöre allerdings zur Mehrheit derer, die viele Sportarten nicht selbst aktiv betreiben, sondern sie eher betrachten.

Nachdem mir Rugby bisher eher fremd war, sah ich mir also mal so ein Spiel an, eher aus dem Ansinnen heraus, zu verstehen, um was es überhaupt geht. Neugierde halber quasi.

Und ich muss sagen: Ein sehr interessanter Sport.
AUCH deswegen, weil hier Fairness so hoch angesiedelt ist, und sich so manche Zeitgenossen durchaus eine Scheibe davon abschneiden könnten.

Der Sport ist ja durchweg durch handfesten Körperkontakt geprägt, aber eben auch dadurch, dass oberstes Gebot ist, den anderen zu schützen, zu respektieren und auch die Regeln haben zu allererst dieses Ziel.

Der Schiedsrichter ist dabei unangefochtene Autorität, er wird unterstützt durch einen „Fernseh“-Schiedsrichter, der häufiger im Spiel „angerufen“ wird, und sich bestimmte Szenen aus verschiedensten Blickwinkeln ansieht, um dem eigentlichen Schiri dann zu sagen, wie zu entscheiden ist.
Außer den beiden Kapitänen der Mannschaften, darf kein Spieler mit dem Schiri sprechen.

Nach Ende des Spiels stehen abwechselnd beide Mannschaften Spalier für die jeweils andere Mannschaft, beklatscht diese und deren Leistung. Eine Respektsbezeugung dem Gegner gegenüber, und zwar egal, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Wie gesagt, eine Verhaltensweise, von der sich so Manche eine Scheibe abschneiden könnten: Der Respekt dem anderen gegenüber, sollte stets Vorrang haben. Nicht nur im Sport.

Und AUCH in anderen Sportarten, könnten sich so Manche daran orientieren: Man stelle sich nur vor, ein Fußball-Schiedsrichter bekäme die Unterstützung eines „Kollegen“, der sich Strittiges nochmals am Bildschirm aus allen Richtungen anschauen kann. Und man stelle sich vor, ein Schiri hätte auch deswegen ein ganz anderen Ansehen, weil alles unternommen wird, damit er immer die richtige Entscheidung trifft. Und die Regel, dass nur der Kapitän mit ihm sprechen darf, täte ein Übriges.

JA, ich oute mich als ein Fan, egal in welchem Sport, für den faires Verhalten Priorität hat. Nicht zuletzt deshalb mag ich auch „Snooker“ sehr gerne. Wenn dort einer ein unbemerktes Foul begeht, ist es Ehrensache, von sich aus darauf hinzuweisen; wie überhaupt auch dort Fairness an vorderster Stelle steht.

Es grüßt,
das Smamap