Film- und Fernsehkonsum?

Wie ist das bei EUCH ?????????

Ich überlege mir schon geraume Zeit, ob ich noch einen Fernseher benötige.

Es gibt doch heute schon alles Mögliche über´s Netz.

Derzeit hab ich noch einen alten Röhren-TV, der sicherlich irgendwann mal den Geist aufgibt.

Sollte ich mich dann noch mit dem Gedanken tragen, wieder einen TV anzuschaffen oder das Gerät einfach weglassen, und alles über´s Netz machen (der PC steht ohnehin hier)?

Hätte den angenehmen Nebeneffekt, die Umwelt weder mit der Produktion eines TV-Geräts zu belasten, noch mit dem zusätzlichen Stromverbrauch, den so ein Gerät mit sich bringt. Ganz zu schweigen von der Belastung meiner Finanzen.

Bleibt nur die Frage, ob ich das TV-Geschehen, welches ich gerne konsumiere, auch über´s Netzt bekomme?

Klar, Filme, Dokus und Serien sind nicht das Thema. Jedoch das aktuelle Geschehen könnte i-wie auf der Strecke bleiben. Was würden mich Nachrichten und Sport von gestern oder letzter Woche interessieren? Und was ist mit Diskussionen zu aktuellen Themen? Ich möchte nicht mit Geschehnissen bzw. deren Einordnung konfrontiert werden, wenn alles schon längst gelaufen ist.

Also, was habt ihr für Erfahrungen dazu, wenn überhaupt? Und wie sieht da die Kostenseite aus?

Es könnte auf die zentrale Frage hinauslaufen, nachdem alles immer mehr verschmilzt, ob man heute überhaupt noch ein TV-Gerät benötigt?

Es grüßt,
das Smamap

Der Marsianer – Der Film

Letzte Woche lief der Film in den Kinos an.

Marsianer

Nachdem ich mit Begeisterung das Buch schon gelesen hatte, musste ich den Film sehen. Allein schon deswegen, weil ich beides vergleichen wollte. Wohl wissend, wer gewinnen würde. Und so war es heute soweit.

Nun ….. der Film, fand ich, war gut gemacht. Sicherlich fehlen einem Film die Mittel, um all das zu vermitteln, was ein Buch vermag.

Und die Filmemacher haben in der Regel auch ihre Vorstellungen, wie die Dramaturgie eines solchen Filmes sein soll.

Zunächst einmal war es ein Film in 3D. Faszinierend, wenn der Sturm auf dem Mars auf dich zukommt, wenn du da im Kino sitzt. Der Film war für 3D natürlich prädestiniert. Allein von daher hat er mich fasziniert.

Er gab sich auch alle Mühe, die Psychologie hinter den Akteueren rüberzubringen. Wie gesagt, ein Buch hat da noch andere Mittel. Oder besser gesagt, der eigene Kopf, der in diesem Buch mit agiert.

Allerdings wird es, für meine Begriffe, schwierig, wenn einer das Buch gelesen hat, und im Film dann feststellt, dass da 2 ganz wesentliche Kapitel im Film fehlen.
Ich kann mir nur vorstellen, dass der Regisseur meinte, dass das Befinden des Helden in diesen Kapiteln eher schwer dem Zuschauer klar zu machen sei.

Dem Buch hatte ich eine 1 gegeben. Dem Film wollte ich zunächst eine 2 geben, aber nachdem besagte 2 Kapitel unter den Tisch fielen, wurde es vorübergehend eine 4. Nachdem Filme primär von der Optik leben, im vorliegenden Fall also auch vom 3D Effekt, wurde es, im weiteren Verlauf, eine 3.

Tja, und dann wartete ich auf das für mich Wesentliche des Films, nämlich die Formulierungen des Helden, zum Schluss hin.

Dies lauteten (und passen extrem in die aktuellen Ereignisse):
Warum haben sie sich die Mühe gemacht (mich zu retten)?
Na ja, die Antwort darauf kenne ich. Teilweise ist es das, was ich auch selbst verkörpere: Fortschritt, Wissenschaft und die Zukunft draußen zwischen den Planeten, von der wir seit Jahrhunderten träumen. Aber vor allem haben sie es getan, weil jeder Mensch den Urinstinkt hat, einem anderen zu helfen. Manchmal mag es nicht so scheinen, aber es ist wahr. Wenn sich ein Wanderer im Gebirge verirrt, organisieren die Leute die Suche. Bei einem Zugunglück stehen die Leute Schlange, um Blut zu spenden. Wenn ein Erdbeben eine Stadt ausradiert, schicken die Menschen von der ganze Welt Notproviant. Das ist eine grundlegend menschliche Qualität, die man überall und ohne Ausnahme in allen Kulturen findet. Natürlich gibt es Arschlöcher, denen alles egal ist, aber die Menschen, die sich kümmern, sind bei Weitem in der Überzahl.

Ich habe auf diese Passage gewartet. Im Trailer kam sie noch. Allerdings auch da schon ohne den Satz mit den Arschlöchern. Dass das Ganze jetzt wegfiel, hat mich dann doch sehr gestört, denn es ist für mich eine der zentralen Aussagen des Buches. Nun, ein Regisseur hat auch die künstlerische Freiheit der Gestaltung. Aber wenn etwas sich an einer Vorlage orientiert, dann sollte es entweder den Kern unangetastet lassen oder explizit darauf hinweisen, dass dies nicht geschah. BEIDES erfolgte nicht.

Und so erhielt der Film von mir letztlich doch nur eine 4.

Das Buch kann ich jedem, der sich für die Materie etwas interessiert, nur empfehlen. Es behandelt nicht nur das Spannende, sondern auch die psychologischen Aspekte der Ereignisse.
Im Film kommt mir dann doch so Einiges zu kurz. Ich kann ihn durchaus empfehlen, nicht nur wegen des 3D. Allerdings wird demjenigen, der das Buch kennt, eine gewisse Enttäuschung nicht erspart bleiben.

Die schauspielerische Leistung von Matt Damon muss man loben, auch wenn man sicherlich noch mehr aus der Rolle hätte machen können. Ev. ging der Film dazu aber zu schnell vor.
Er dauerte 2 Stunden. Eine Stunde mehr, und ein etwas anderer Schwerpunkt (mehr in Richtung des Buches) hätte ihm sicherlich gut getan.

Es grüßt,
das Smamap

Science Fiction

Das Thema hat mich immer schon fasziniert. Seit frühester Jugend.

Mancher mag jetzt die Nase rümpfen. Wohl weil er davon ausgeht, dass das Thema nur mit schießenden Raumschiffen zu tun hat.

Aber es gehört sehr viel mehr dazu.

Ich komme aktuell auf das Thema, weil in nächster Zeit „Der Marsianer“ im Kino startet.

Ein Film, den ich mir in jedem Fall ansehen werde. Das Buch hab ich gefressen. Ob der Film genau so gut sein wird, bleibt abzuwarten. Üblicherweise sind Bücher ja besser, als deren Verfilmungen. Die Mittel eines Filmes sind einfach beschränkt, im Vergleich zu denen des geschriebenen Wortes.
Aber ich werde ihn mir ansehen, und DANN urteilen, und nicht umgekehrt.

Das faszinierende an SF-Romanen ist, für mich, dass sie die Möglichkeit bieten, all das zu denken, was in der Realität des menschlichen Lebens nicht möglich sein wird. Egal ob jetzt Lichtgeschwindigkeit oder Frieden auf Erden.

Wobei für mich schon die Vielfältigkeit des Universums ein ganz entscheidender Inhalt von SF sein muss, .

Denn das Universum beinhaltet eine derartige Klarheit in seinem Inhalt und seiner Struktur, dass es das Ziel des Menschen sein sollte, diese Struktur zu ergründen, um zu erkennen, wie unwichtig all das ist, was wir hier auf der Erde als wichtig erachten.

Die Physiker suchen nach einem alles beschreibenden Gesetz. Sie werden darin missverstanden, dass sie die reine Mathematik zum alles beschreibenden Instrument erheben. Mit ihr ist sicherlich vieles zu erfassen, aber bei weitem nicht alles. Das wissen auch die Wissenschaftler.

Wie das alles zusammenhängt …. kein Mensch vermag es zu erahnen. Und dennoch nehmen wir an, dass wir Menschen das Zentrum des Universums sind. Wir nehmen an, dass da ein göttliches Wesen ist, das AUSGERECHNET auf unserem Planeten gelebt hat. Und wenn man sich alles so ansieht/anhört, was da auf der Erde so geglaubt wird, dann gibt es gleich mehrere solcher göttlicher Wesen. Und jedes ist natürlich das einzig wahre.

Wie auch immer: Das Universum kümmert sich nicht darum.

Und das einzige Mittel, das wir haben, um zu versuchen, das Universum zu begreifen, ist unsere Phantasie.

In Vielem, was da in unserer Phantasie existiert, steckt ein kleiner Kern an Wahrheit.

Und manchmal, steckt sogar die Sehnsucht darin, dass der Mensch jegliches Gehabe von Macht abgelegt hat, und in ein Entwicklungsstadium vorgedrungen ist, wo er erkannt hat, dass Dinge wie Gewalt, Vorherrschaft, Egoismus und all das andere, was unseren Planeten und unsere Spezies kaputt macht, völlig sinnlos sind.

Und so hat SF etwas in sich, nämlich die Sehnsucht nach Frieden in jeglicher Hinsicht.

Es grüßt,
das Smamap