Abgase die 125-ste

Vorhin einen Bericht gehört, wonach die EU beschlossen hat, dass die Abgaswerte (ich meine, es ging um Diesel) praxisnaher erbracht werden müssen.

Allerdings dürfen (wenn ich mich recht erinnere), die Stickoxidwerte, die man im Fahrbetrieb mißt, bis 2020 die Grenzwerte um 110% übersteigen. Ab 2020 dann NUR noch um 50%.

Man darf fragen: GEHT’S NOCH ??????

Was da, unabhängig vom VW-Skandal, getrickst, geschummelt, gemauschelt und sonstwas wird, das geht auf keine Kuhhaut.

Wenn ich mir die VW-Sache ansehe, dann gibt es jetzt plötzlich Möglichkeiten, die sehr strengen US-Abgasnormen einzuhalten. Und urplötzlich wurde da auch ein Katalysator aus dem Hut gezaubert. Es gibt also Mittel und Wege.

Aber wenn es darum geht, die Daumenschrauben anzusetzen, und gnadenlos dafür zu sorgen, dass DAS gemacht wird, was technisch möglich ist, da setzt wieder tricksen, schummeln und mauscheln ein. Dafür sorgen schon sämtliche Lobbyisten in Brüssel, Berlin und allen anderen Hauptstätten.

Wie damit jemals irgendwelche Klimaziele erreicht werden sollen, ist mir absolut schleierhaft. Dann WÜRDE eben jedes Auto um 2.000 € teurer! Wenn dafür die Schadstoffe auf das geringstmögliche Maß reduziert würden !!!
Eine Verbesserung des Klimas zu Nulltarif GIBT ES NICHT !!!!

Und ein Gedanke wurde mir da zugleich plausibel:
Ich frage mich schon lange, warum die E-Flotten sämtlicher Hersteller in D fast nur als Hybrid-Lösungen zu haben sind?
Ganz einfach: Wenn ein Auto nicht nur einen E-Motor aufweist, sondern auch noch zusätzlich, in kleinerer Ausführung, einen Verbrennungsmotor, dann ist das gut für die Hersteller, für die Zulieferanten und für die Werkstätten.
NUR ein E-Motor würde ja bedeuten, dass für alle diese Autos sehr Vieles wegfallen würde (Herstellung, Ersatzteile, Reparaturen etc. etc). Ein reines E-Auto braucht halt nun mal keine Zündkerzen und keinen Ölwechsel. Und es braucht auch keinen Sprit.

Wer immer noch glaubt, es gäbe ein großes Interesse daran, dass wesentlich mehr reine E-Autos auf den Straßen unterwegs sind, der hat die Rechnung gemacht, ohne Fiskus, ohne Industrie und ohne Mineralöl-Konzerne. DIE ALLE haben keinerlei Interesse daran. Das wird erst ein Thema, wenn das Klima völlig ramponiert ist (was dann eh schon egal wäre) oder wenn es kein Öl mehr gibt.

Wenn es Argumente gäbe, die dies alles widerlegen, dann bin ich dafür völlig offen.

Es grüßt,
das Smamap