Bandbreite und kein Ende

Nachdem im vorgehenden Beitrag schon das Thema Bandbreite der Internetanschlüsse vorkam (vereinfacht gesagt: Geschwindigkeit im Netz), kam mir in den Sinn, mal die Entwicklung derselben, in meiner Erinnerung, nachzuvollziehen, so wie ich sie erlebt habe.

Man möge mir wieder die Vereinfachungen nachsehen.

Bandbreite die noch keine war

Das Erste, an das ich mich erinnere, war das Modem, mit einer Download-Rate von 56 kbit/s (Kilobite pro Sekunde). Das muss wohl so um 1995 gewesen sein.

Danach kam die ISDN-Karte in den PC. Die schaffte 64 kbit/s. Nachdem man am ISDN-Anschluss üblicherweise 2 Leitungen zur Verfügung hatte, und man die koppeln konnte, entstanden so 128 kbit/s.

Im Unterschied zu heute, gab es noch keine Flat-Rate, sondern man musste für Internetverbindungen pro Zeit zahlen. Das konnte ganz schön ins Geld gehen. Die Geschichten von Eltern, die sich über horrende Telefonrechnungen wunderten, waren fast schon üblich.

Vor etwa (geschätzt) 15 Jahren, kamen langsam die DSL-Anschlüsse auf. Da hatte ich bzgl. Internet eine Bandbreite von 16 Mbit/s (Megabit). Für die damalige Zeit eine Wahnsinns-Geschwindigkeit. Möglich war das nur deswegen, weil ich im Wohnort quasi direkt neben dem „Verteiler“ der Telekom wohnte. Je weiter weg man davon wohnte, umso mehr kamen Leitungsverluste zum Tragen, so dass dann von den 16 Mbit u.U. nur noch 8 Mbit ankamen.

Im Vergleich zum bis dahin Gewohnten (ISDN), war das dennoch atemberaubend.

Was die Anschlusstechnik im Haus anging, so brauchte man damals einen „Splitter“, ein „DSL-Modem“ und ev. noch einen „Hub“ (Verteiler zum Anschluss mehrerer PCs). Das alles ist heute im sog. „Router“ zusammengefasst.

Auch die Installation auf dem PC (meist unter Windows) war zu Beginn reichlich aufwendig. Man musste Treiber und Software zusätzlich installieren, und in den Anfangszeiten konnte man da noch viel falsch machen, so dass es seine Zeit dauerte, bis man das Ganze an´s Laufen brachte. Die späteren Windows-Versionen, die die Software schon beinhalteten, die es für´s Internet brauchte, machten es zumindest etwas einfacher.

……. und heute ???

Mittlerweile hat sich das sehr vereinfacht. Man bekommt einen Router, steckt Strom an, muss kaum noch was dran machen/eingeben, 2 Kabel anschließen – fertig. Würde man heute jemandem einen Windows95-PC in die Hand drücken, Splitter, DSL-Modem und Software-CD ….. er würde gnadenlos scheitern.

Auch die Bandbreiten haben sich enorm vergrößert.

Heute sind die 16 Mbit von damals vergleichsweise lahm. Dabei gibt es immer noch Gegenden, v.a. auf dem Land, da wären so Manche, mit ihren 2 MBit, total froh, wenn sie meine damaligen 16 MBit hätten.

Ich wohne allerdings mittlerweile in einer Kleinstadt, und da gibt es dann doch schon etwas mehr. Aktuell nutze ich 25 MBit, so dass (fast) alles, was da so denkbar ist, über das Netz realisiert wird. Fernsehen über das Netz …. da war vor 15 Jahren noch nicht mal der Gedanke dazu da.

Das mit der Trennung zwischen Stadt und Land, bzgl der Bandbreite, gilt aber nicht überall!

Ich wohnte mal 1-2 Jahre (is noch gar nicht so lange her), in einem Kleinst-Dorf, durch das zu dem Zeitpunkt grade Glasfaser verlegt wurde, um die Außenorte der Kreisstadt an den Datenbus mit anzuschließen.

Und SCHWUPP hatte ich, in dem Dorf mit ca. 50 Einwohner, statt 2 MBit plötzlich 50 MBIT. Ich hätte sogar 100 haben können, aber wozu.

Ein kurzer Ausflug dazu

Als damals das Glasfaserkabel durch mein Dorf verlegt wurde, da schielte ich immer sehnsüchtig dorthin, wo das Kabel vorbeiführte. Denn man hatte mir gesagt, dass es auch dabei bleiben würde, weil die Arbeiten, das Glasfaserkabel bis zu mir in die Wohnung abzuzweigen, in etwa auf 1.000 € kommen würden, und das konnte ich glattweg vergessen, weil mein Vermieter niemals diesen Aufwand treiben würde. So würde ich also bei meinen 2 MBit bleiben, obwohl in Luftlinie von etwa 10 Meter ein Glasfaserkabel vorbeiführte.

Eher zufällig kam ich mit einem Mitarbeiter ins Gespräch, der Firma, die das Kabel verlegte. Der verkündete mir, dass es auch möglich sei, dass die „letzte Meile“, also die Wegstrecke vom „Verteiler“ (der stand im Nachbarort) bis zu mir, über das Kupferkabel erfolgen könne, also jenes Kabel, das ohnehin schon in meine Wohnung ginge. Zwar wäre es so, dass die Geschwindigkeit, die per Glasfaserkabel beim „Verteiler“ ankäme, dann über das Kupferkabel wieder reduziert würde, aber es würde immer noch horrend mehr bei mir ankommen, als bis dahin. Und so bekam ich plötzlich 50 MBit.

Dies nur mal so als Excurs ….. vielleicht gibt es ja Leser, die in derselben Lage sind, und mit dieser Info etwas anfangen können.

Dann wohnte ich in einem Haus, genauer gesagt in einer WG, da gab es zwar Internet (ich weiß gar nicht wie groß die Bandbreite dort war), aber davon kam im ersten Stock fast nichts mehr an. Durch die zahlreich verbauten Rigips-Platten wurde so ziemlich alles geschluckt. Ich versuchte mit einem Repeater die Sache zu verbessern, aber in so einem Haus bringt das fast gar nichts. Zu der Zeit lernte ich die 16 Mbit, die ich viele Jahre zuvor gehabt hatte, wieder schätzen; was hätte ich auch nur für 1/4 dieser Bandbreite gegeben. Ich zog dann von dort weg, was, aus anderen Gründen, eine Wohltat war.

….. zurück zum Heute und aktuellen Bandbreiten

An meinem jetzigen Wohnort, habe ich, wie gesagt, 25 Mbit. Fernsehen, Musik und Videos streamen ….. alles kein Problem.

Und in Kürze habe ich (hoffentlich) 100 Mbit. Dann gehören auch einzelne Aussetzer, die natürlich immer dann kommen, wenn ich sie gar nicht brauchen kann, der Vergangenheit an.

SO ändern sich die Zeiten.

Es waren mal 56 kbit/s eine halbe Revolution.

Und heute braucht es, bei den Anwendungen, die mittlerweile üblich sind, schon Bandbreiten im mittleren bis hohen Mbit-Bereich. Vieles, was wir heute machen, hat mit Streamen zu tun oder mit der Cloud (da machen sich die Meisten schon gar keine Vorstellung mehr davon, was ohne Internet gar nicht mehr gehen würde).

Das eine bedingt das andere ….. höhere Bandbreiten machten Anwendungen möglich. Und Anwendungen erforderten höhere Bandbreiten.

Ich könnte heute auch 400 Mbit haben. Zumindest hat mir KabelDeutschland das angeboten. Voraussetzung: Natürlich höherer Preis und Handy-Tarif über KD. Aber nachdem ich das alles nicht benötige, nahm ich die 100 Mbit für 19,95 im Monat (zumindest für das erste Jahr).

Schon eine wahnsinns Entwicklung, die da innerhalb von 20 Jahren stattgefunden hat.

Es grüßt,
das Smamap

Handyvertrag – ein Erfahrungsbericht

In 4 Monaten läuft mein Handyvertrag aus – an der Zeit ein Resümee zu ziehen …..

Ich habe seit jeher gegen Verträge eine Abneigung. Daran hat sich auch nichts geändert. Abneigung deswegen, weil da in aller Regel eine Abzocke stattfindet. Ich kenne nicht Wenige, die zahlen im Monat 40 €, also knapp 1.000 € in 2 Jahren, für ein Smartphone und den zugehörigen Tarif.

Ich zahlte jetzt 15,90 € im Monat für mein Smartphone mit Tarif. Ist ein Samsung Galaxy S4 mini und ich hatte 400 Freiminuten oder SMS in alle Netze, und bis zu 1 GB Datenvolumen im Internet.
Gut – das Smartphone ist jetzt nicht grad das Größte, und der Tarif auch nicht endlos in alle Richtungen, aber für das, was ich brauchte dicke ausreichend.

Ich habe oft mit Leuten gesprochen,  die mussten dann einräumen, dass sie monatlich etwa 300 Minuten telefonieren, kaum noch SMS schreiben, weil WhatsApp nutzen, und letztlich ev. ein Datenvolumen von 2-3 GB nutzen.
Das wäre mit ca. 20 € effektiv abgedeckt, so dass, bei obigem Bsp., dann über 24 Monate knapp 500 € für das Smartphone hingelegt werden. Schon heftig, finde ich.

Bei meinem Tarif, der für mich fast maßgeschneidert war, habe ich effektiv höchstens 50 € für das Smartphone bezahlt.

Jetzt, nach Ende meines Vertrags, werde ich mit dem vorhandenen Teil einen Allerweltstarif nutzen.
Den gibt es heute von diversen Anbietern, z.B. Aldi, maxxim, simyo usw usf, kostet in aller Regel keine 10 € und kann man monatlich kündigen und so jederzeit auf was anderes umsteigen.Das Netz ist meist ePlus/O2 (man nutzt automatisch immer das der beiden Netze, welches grad stärker ist). Die Netzabdeckung ist heute auch bei Netzen, die kein „D“ im Namen haben, als sehr gut zu bezeichnen.

Ich habe mich jetzt, nach einigen Tests, für einen Anbieter entschieden, der mir wiederum genau das bietet, was ich benötige: 50 Freiminuten in alle Netze (mehr telefoniere ich nicht mit dem Smartphone), endlos viele SMS und 1 GB Datenvolumen, und das Ganze für 6 € im Monat.

Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, kann ich jederzeit zubuchen oder aber monatlich kündigen, um ev. ganz was anderes zu machen.

Damit habe ich auch nicht das Problem, in einem 2 Jahres-Vertrag gefangen zu sein, und miterleben zu müssen, dass es mittlerweile schon ganz andere Angebote gibt, und in der Regel wesentlich günstiger, ich aber vertraglich gebunden bin.

Es grüßt,
das Smamap