Zwischenbericht (Linux)

Vor fast einem Jahr habe ich mit Windows aufgehört – hier mal ein Zwischenbericht dazu.

Wie sich der ein oder andere ev erinnert, hatte ich mit Windows gebrochen, genauer gesagt mit Microsoft, und das obwohl ich seit Beginn der Windowszeiten dabei war.

Hatte dann alles gelöscht und auf meinem PC Ubuntu installiert (das gängigste aller Linux-Derivate).

Seitdem läuft das so. Ohne irgendwelche Probleme. Da ist ein Office-Paket drauf, das ein oder andere Programm, das ich von der Windowsseite her noch benötige (JA, man kann sowas auch unter Linux installieren), und es sieht nicht nur so aus wie Windows, es ist auch sehr ähnlich zu bedienen …

Ubuntu auf dem großen Bildschirm

Wie man sieht habe ich da auch gleich meinen PC-Bildschirm mit abgeschafft, und meinen Flachbild-TV am PC angeschlossen (dazu brauchte ich lediglich ein Adapterkabel). Ergibt ein Gerät weniger das rumsteht.

Was mich natürlich unterstützt hat, ist die Tatsache, dass ich meine Dinge größtenteils auf dem Tablet erledige (eMails, socialMedia, Online-Banking etc etc). Wär zwar auch alles auf dem Desktop möglich, aber nachdem ich oftmals unterwegs bin, möchte ich das eben gern allerorten erledigen können. Zudem genügt es mein Tablet anzutippen, und ich habe alles zur Verfügung, ohne erst groß meinen PC hochfahren zu müssen.

Mal abgesehen davon, dass der Stromverbrauch ein ganz anderer ist.

Irgendwelche Befürchtungen, ich wäre in manchen Hinsichten aufgeschmissen, erwiesen sich als völlig unbegründet. Mein Worddokument kann ich hier genauso gut erstellen und an andere weitergeben. Auf einen Virenschutz kann ich nun getrost verzichten; Linux ist in dieser Hinsicht ein sicheres Betriebssystem und wird von „Schadware“ nicht betroffen. Die ganze Zeit und Mühe, die ich früher in dieses Thema investiert habe, kann ich für anderes verwenden.

Mein Zwischenbericht fällt also gänzlich positiv aus?

Ich überlege, ob es auch Negatives für diesen Zwischenbericht gäbe. Und muss sagen, mir fällt beim besten Willen nix ein.

Alles funktioniert. Ubuntu hat meinen WLAN-Adapter von früher problemlos erkannt, so dass der Rechner weiterhin Internet-Zugang hat, auch meinen Tintenstrahldrucker (EPSON-Kombigerät), der über WLAN angeschlossen ist (also ohne Kabel) und auch von meinem Tablet mit verwendet wird. Letzte Errungenschaft ist eine Minitastatur über Bluetooth (also auch ohne Kabel), die zugleich ein MausPad beeinhaltet, so dass ich die große Tastatur-Maus-Kombination und die zugehörigen Kabel nicht mehr benötige. Den Bluetooth-Adapter hat Ubuntu problemlos erkannt (ich hatte natürlich bei der Anschaffung darauf geachtet, dass das Teil Linux-fähig ist).

Wie überhaupt man bei der Anschaffung von was auch immer, darauf achten sollte, dass das Teil für Linux geeignet ist, sprich davon dann auch erkannt wird. Aber das ist ja nichts Neues, denn auch in Windows-Zeiten war es immer notwendig, sicher zu stellen, dass es von der Windowsversion, die man nutzte auch erkannt werden würde.

Der letzte Schrei (was jetzt nicht unbedingt hierher gehört) ist eine Funksteckdose, die ich über Alexa sprachsteuern kann. Diese „Dose“ verwende ich derzeit für meinen TV (=PC-Bildschirm). Ein „Alexa, Fernseher einschalten“ genügt. Ich habe vor, mir ein solches Teil auch für den PC anzuschaffen, sofern es weiterhin problemlos funktioniert. Der PC ist so eingestellt, dass wenn er Strom bekommt, automatisch hochfährt. Dann würde ein „Alexa, PC einschalten“ dazu führen, dass dieser hochfährt, und sich ebenso gleichzeitig der Bildschirm einschaltet (wenn man das SO bei „Alexa“ eingerichtet hat).

Man könnte jetzt sagen: Spielerei … was soll das bringen? Z.T. gebe ich da recht. Z.T. jedoch ist das ein weiterer Baustein dahin, Strom zu sparen. Zwar verbrauchen die Funksteckdosen auch etwas Standby (ca. 0,5 W), auf jeden Fall aber weitaus weniger, im Vergleich dazu wenn ich mal wieder vergessen habe, den Fernseher so wirklich ganz abzuschalten, und ich das 24 Stunden später bemerke.

Und so komme ich wieder zu Linux zurück … und kann nur sagen, dass ich den Umstieg nicht bereut habe. Noch dazu habe ich mir einen Haufen Geld gespart. Zum einen für die Neuanschaffung eines PC (den bisherigen, der noch gar nicht so alt war, hätte ich für Windows10 nicht mehr verwenden können (das nenne ich schlau eingefädelt)) und zum anderen für die Neuanschaffung von Windows10 (was nötig wird, wenn ich wesentliche Hardware tausche; denn W10 ist an die Hardware gebunden, was bedeutet, dass man, im Gegensatz zu früher, Windows nicht mehr einfach auf einen neuen PC übertragen kann (noch schlauer eingefädelt)).

Das kostenlose Linux könnte ich auch auf einen 10 Jahre alten PC installieren (so ich noch einen hätte), ohne dass ich für diesen auch nur einen müden € ausgeben müsste.

Und damit endet dieser Zwischenbericht.