Deutschland als Friedensstifter in der Welt

Deutschland gibt sich gerne als Friedensstifter. Heute einen Artikel gelesen (wer will kann gerne nachfragen bzgl. Quelle), der sich u.a. damit beschäftigte, auf welchem Weg das von Heckler & Koch produzierte Sturmgewehr G3, auf der Welt durch viele Hände ging und geht, in Stückzahlen, die horrend sind.

Dazu gab es dann folgende Auflistung:

Friedensstifter

Es sind also 875 Mio. Sturmgewehre im Umlauf. Die am Weitesten verbreiteten sind zB das M16, die Kalaschnikow, das AK47 und eben auch das G3.

Jetzt meine eigene Rechnung:
Man weiß, dass etwa 7 Mio G3 weltweit im Umlauf sind. Es ist ebenso bekannt, dass viele dieser G3, auf verschlungenen Wegen, durch verschiedene Hände gehen (zB ein Land, das die Waffen offiziel geliefert bekommen hat, hat sie an Rebellen weiter gegeben, mit denen man „befreundet“ ist usw usf). Angenommen, es befinden sich 1 Mio G3 weltweit im echten Einsatz. Davon ausgehend, dass das G3 seit 1960 produziert wird, und weiter davon ausgehend, dass so manche G3-Exemplare schon 20 Jahre ihren „Dienst“ versehen, kann man ohne Weiteres zu der Rechnung gelangen, dass bei einem Toten pro Monat, den so ein Sturmgewehr zurücklässt, es pro Jahr 12 Mio. Tote weltweit gibt, die besagte 1 Mio. G3 dahinmorden. Das würde in besagten 20 Jahren, eine Zahl von 240 Mio. Toten ergeben.

Und diese Zahl ist sicherlich sehr gering gerechnet. Rechnet man etwas anders, so könnte man auch auf das 50 bis 100-fache kommen. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.

Das Schizophrene daran ist, dass alle diese Waffenverkäufe von unseren Regierungen genehmigt wurden.

Heißt das dann, dass für all diese Toten, Leichen, Ermordeten oder wie immer man es bezeichnen will, unsere Regierungen, und damit letztlich wir alle, verantwortlich sind?

Die Politk versucht ja gerne, sich als weltweiter Friedensstifter darzustellen.

Allein, der Glaube daran fehlt mir. Denn dieser muss sich dann doch immer an den realen Handlungen messen lassen.

Es grüßt,
das Smamap