Ohne Bankfiliale geht es nicht, mit Bankfiliale erst recht nicht

Das ist doch immer das Argument, das einem Bankfilialisten unter die Nase halten, nämlich dass es ohne Bankfiliale nicht ginge, und das genau der Grund dafür sei, dass man höhere Gebühren erheben müsse.

Ich war dieses Jahr genau NULL mal in einer Bank. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich nicht viel Geld habe und nur mal etwas Bargeld brauche oder einige Überweisung zu machen habe.

Allerdings …. treffen diese Dinge ja eigentlich auf die meisten Bankkunden zu.

Da fragt man sich dann, warum so viele Menschen dieses Spiel mitmachen?

Wenn ich Bargeld benötige, nutze ich 2 Automaten, die bank(filialen)unabhängig in meiner Nähe sind. Der eine Automat steht im Eingangsbereich eines Supermarkts, der andere ist Bestandteil der Hausfassade eines Gebäudes im Gewerbegebiet. An jeweils einem der beiden komme ich mehrmals pro Woche verbei. Das Abheben an den beiden Automaten ist gebührenfrei.
Zudem besteht die Möglichkeit, bei 2 Supermärkten in meiner Nähe, beim Zahlen des Einkaufs an der Kasse, dort gebührenfrei Bargeld mitzunehmen.

Meine Überweisungen mache ich online.

Bargeldeinzahlungen auf mein Konto gibt es nicht. Habe ich doch einmal mehr Bargeld im Haus, so fallen eben Abhebungen bei o.g. Möglichkeiten solange weg, bis das Bargeld aufgebraucht ist.

Für mein Konto zahle ich insgesamt ….. NULL Gebühren.

Also ist es mittlerweile soweit, dass ich ohne Bankfiliale locker auskomme.

Selbstverständlich kann es jeder so handhaben, wie er möchte. Wenn also jemand, sagen wir, 15€ im Monat an Gebühren abdrückt, also 180€ im Jahr, dann kann er/sie das gerne so machen. Ich habe mein Konto jetzt seit ca. 3 Jahren. In dieser Zeit habe ich also (vergleichsweise) über 500€ an Gebühren eingespart (ich zähle da selbstverständlich auch solche Dinge mit, wie Gebühren für eine neue Karte oder Gebühren für das Bargeld-Abheben an fremden Automaten oder etwa Gebühren für ein Online-Konto).

ohne Bankfiliale

Das Einzige, was mir einfällt, ist, dass es in der Bankfiliale jemanden gibt, mit dem man reden kann. Allerdings muss ich auch das nicht haben, denn wenn ich so zurückdenke, wie oft ich dort Falschauskünfte erhielt oder Unfreundlichkeiten genießen durfte, dann hat ein reines Online-Konto doch entschiedene „Nicht-Ärger-Vorteile“.
Gleichzeitig sind die Filialbanken derzeit äußerst kreativ, was das Erfinden von Gebühren angeht (zB eine Gebühr dafür, dass man die Münzen des Sparschweins durch einen Zählautomaten durchlaufen lässt).

Über die Wuchergebühren für den Dispo möchte ich an dieser Stelle lieber gar nicht erst reden.

Mal ganz abgesehen davon, dass mein Online-Konto jederzeit offen hat. Die Bankfiliale hier bei mir in Nähe (nur mal als Bsp.) hat insgesamt 3 Tage pro Woche zu.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

The winner is …..

Wie HEUTE HIER schon mal berichtet, sollte der BGH über die Rechtmäßigkeit einer Bankgebühr urteilen, und quasi einen winner bestimmen.

Nun ist das Urteil da …. eine solche Gebühr ist NICHT rechtens.

In meinem Beitrag hatte ich dazu etwas ungenau berichtet:
Es ging darum, dass Banken (z.B. die Deutsche Bank), von Kunden, die über den Dispo hinaus ihr Konto überzogen, eine Überziehungsgebühr forderten (die Deutsche Bank forderte hier 6,90€). Diese forderten sie für den Fall, das die zusätzliche Überziehung nur minimal sei.
Wenn also der Kunde, sagen wir, den Dispo um zusätzliche 50€ überzog, dann vereinnahmte die Bank diese Überziehungsgebühr grundsätzlich. Auch wenn der erhöhte Zinssatz, der für den Fall einer zusätzlichen Überziehung vereinbart war, nur einen Bruchteil dieser Überziehungsgebühr ausgemacht hätte.

Besagte Bank vereinnahmte also bisher für die zusätzlichen 50€ genau 6,90€ Zins, obwohl der erhöhte Dispozins nur zusätzliche (realistisch angenommene) 4% ausgemacht hätte (also im Bsp. rechnerisch 16,67 Cent). Die 6,90€ waren bisher ungefähr das 40-fache des tatsächlichen Zinses.

Warum die Bank es nötig hat, das 40-fache zu verlangen, und nicht von selbst drauf kommt, dass dies völlig unanständig ist, bleibt ein Geheimnis derer, die für den Ruf, den die Banken mittlerweile haben, verantwortlich sind. 

Vll wäre es ja mal eine Idee, einen Verein zu gründen, also eine e.V., die Konten anbietet, die zu genau denselben Zwecken genutzt werden können, wie bisherige Bankkonten. Also Einzahlungen, Auszahlungen und Überweisungen (keine Kredite, also auch kein Dispo).
Eine solche e.V. würde dann rein nur die Kosten für diese Abwicklungen 1:1 berechnen, ohne jede Gewinnabsicht (selbstverständlich müssten die Kosten für EDV und Personal beinhaltet sein, denn schließlich müssen die Beschäftigten ja von etwas leben).

Ich behaupte, ein solches Konto würde im Monat, eine erkläckliche Anzahl existierender Konten vorausgesetzt, nicht mehr als 1€ kosten (wenn man mal pro Vorgang 2 Cent annimmt, 25 Vorgänge im Monat, und 50 Cent für alle anderen Kosten (z.B. Personal)).
JA, es gäbe keine EC-Karte, VISA-Card, Kredit oder was auch immer. Das sollen die anbieten, zu deren Geschäftsmodell es gehört. Man holt sich am Monatsanfang das Geld, das man voraussichtlich benötigt, und zahlt überall bar.
Die Mitmacher wären wohl sehr verblüfft, wie günstig sowas sein kein, und wofür einem ansonsten Geld abgeknöpft wird.
Denn eines ist klar: Alles das, was es da so gibt, von Bankkarten über Filialen, Payback, Visa usw usf. das muss alles von irgendwas bezahlt werden. Nicht zu vergessen, die Mrd., die von Banken in den Sand gesetzt werden, und die wir OttoNormalos weltweit zu tragen haben.

Ich hatte bis vor einem halben Jahr zusätzlich ein Konto bei der Sparkasse. Das kostete mich, alles in allem, im Jahr etwa 60€ (ohne jeglichen Dispo). Über die gedachte e.V. würde ich über 45€ einsparen.

Das Verblüffende ist, dass es solche Konten, wie ich hier über das e.V.-Modell skizziert habe, im Grunde genommen schon gibt.

Es nennt sich PayPal. 

Klar, auch die verlangen Gebühren und machen damit Gewinn. Aber es geht bereits in die Richtung, dass nämlich alles online läuft, man an immer mehr Stellen damit bezahlen kann, und die Gebühren sich in Grenzen halten (wobei das Ende der Fahnenstange hier noch lange nicht erreicht ist). Wenn es einmal so is, dass auch Einnahmen dorthin gehen können, und man über einzelne Bankautomaten Geld abheben kann, dann kommt langsam die Frage auf:
Wofür braucht man für solche Dinge noch Banken und deren Wucher-Gebühren ???? 

Wie gesagt …. The winner is ….

Es grüßt,
das Smamap

Der Wucher des Dispozins

Wie ich lese steht eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs an, zum Gebührenverhalten der Banken hinsichtlich des Dispozins.

Es geht dabei allerdings nicht um den Dispozins als solches. Wie schon gelegentlich meinerseits angemerkt, ist dieser nichts anderes als Wucher. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn für etwas Beträge in horrender Höhe verlangt werden.
„Horrend“ ist es zweifelsohne, wenn Banken für einen Kredit das über 20-fache dessen verlangen, was sie selbst dafür bezahlen.

Dass dem kein Riegel vorgeschoben wird, kann ich mir nur damit erklären, dass der größte Schuldner der Banken, nämlich der Staat, sich nicht den Ast absägt, auf dem er selbst sitzt. Sehr wahrscheinlich gibt es eine gesetzliche Konstellation, die derartigen Wucher legitimiert, weshalb nichts dagegen unternommen werden kann.

In obigem Verfahren, geht es deshalb, soweit ich lese, auch darum, dass Banken für die Inanspruchnahme eines Dispos, keine Extragebühren verlangen dürfen, also Gebühren über den Dispo hinaus. Angeblich verlangen z.B. die Deutsche Bank, und auch die Targo-Bank, eine feste Gebühr dafür (ich lese etwas von 7€ im Monat, zusätzlich zu den Dispozinsen).

Wie auch zu lesen steht, gehen viele Banken heute dazu über, die Gebühren, die sie verlangen, in viele Einzelgebühren aufzuspalten, bei denen dann der echte Dispozins nur eine von vielen Gebühren ist.

Aber EINES ist ganz entscheidend, und dazu braucht es keine Gerichte. 

Die Alles entscheidende Frage ist und bleibt, ob der Bankkunde das mit sich machen lässt, was die Banken mit ihm treiben. Jedem Bankkunden steht es frei, mit seinem Konto zu einer Bank zu wechseln, deren Geschäftsgebahren als „normal“ zu bezeichnen ist. Und solange die meisten Kunden das nicht machen, hat es auch keinen Sinn, sich über irgendwelche Gebühren/Zinsen aufzuregen.

Unabhängig davon, ist eine Grundsatzentscheidung natürlich schon nötig, ob Monopolisten die Gebühr zur Gebühr der Gebühr verlangen dürfen. Denn solange Verbraucher zu lethargisch, faul oder sonstwas sind, um ihren Hintern hoch zu bekommen, und ihre Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, solange braucht es Grundsatzentscheidungen.

Und in der Hinsicht können wir heilfroh sein, dass wir eine (relativ) unabhängige Justiz haben. Und nicht zu vergessen die Verbraucherzentralen.

Für meinen Teil habe ich schon vor Jahren die Konsequenz gezogen. Die Bank, bei der ich seitdem mein Konto habe, verlangt für das Konto nichts, und für den Dispozins unter 7%.

Zur Ehrenrettung derer, die das Geld mit 2 Händen zum Fenster rauswerfen …..
Dispozins

muss gesagt werden, dass die Banken das schon sehr raffiniert anstellen, indem sie ihre Gebühren in Kleinstbeträge aufspalten (87 Cent hier, 2,56€ dort usw usf). Würde man sich die Mühe machen, am Jahresende mal alles zusammen zu zählen, wäre man überrascht, welcher Gesamtbetrag sich da ergibt. Ich behaupte, dass da die Wenigsten unter 200€ wegkommen.

Wer nicht will, der hat schon …… 

Es grüßt,
das Smamap

Kosten der Girokonten

Immer häufiger werden die Berichte, in denen Banken die Erhöhung der Gebühren bzw. die Abschaffung von kostenlosen Konten ankündigen bzw. darüber schwadronieren.

Auf die Weise werden die Kunden langsam darauf geeicht, dass das unumgänglich wäre. Frei nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“.

Offen gesagt, ich empfinde das als unverschämte Frechheit, die Bilanzen gewinnseitig zu erhöhen, und auf der anderen Seite die Kunden zu schröpfen wo es nur geht.

Und das alles, nachdem in den letzten Jahren horrende Summen in den Sand gesetzt wurden, für die letztlich niemand Verantwortung trägt.

Statt aber zurück zu kommen auf seriöses Geschäftsgebahren, wird in gleicher Weise weiter gemacht. Die Experten warnen nach wie vor vor den Tätikeiten der Banken auf dem internationalen Finanzparket.

Parallel wird den Normalkunden immer weiter das Geld aus der Tasche gezogen.
Bestes Beispiel sind die Dispozinsen. Dass die nach wie vor in schwindelerrender Höhe sind, wird als pure Selbstverständlichkeit abgetan. Über diesen Fakt an sich und als Ergänzung zu den jetzigen Erhöhungsdiskussionen, wird natürlich kein Wort verloren.

Es lässt sich natürlich immer trefflich argumentieren, damit, dass man ja schließlich ein Falialnetz unterhalte. Dass dieses anderweitig längstens finanziert ist, und sei es durch die Dispozinsen, auch darüber wird kein Wort verloren.

Dass es auch anders geht, zeigen manche Banken.
Als ich vor einigen Jahren mal wieder den Kontoauszug meiner Bank überflog, und feststellte, dass über 12% Dispozins abkassiert wurde, platzte mir der Kragen und ich ging zur DKB. Dort betrug der Zins unter 7%, das Konto war kostenlos, die VISA-Card ebenso und auch für das Geldabheben an jedem x-beliebigen Geldautomaten hatte ich keine Gebühren zu zahlen. Und das ist bis heute so geblieben, und wird heute damit beworben, dass es auch weiterhin so bleibt.
Ich hab zwar normalerweise so meine Bedenken, wenn für irgendwas Werbung gemacht werden muss, aber es soll ja noch Beispiele geben, bei denen Firmen etwas tatsächlich mit Fug und Recht bewerben.

Die Sparkasse als meine Hausbank, wollte über deren horrenden Dispozins hinaus, im günstigsten Kontomodell, pro Jahr ca. 60 Euro und mehr für alle möglichen Leistungen, wie EC-Karte, Online-Banking und dergleichen mehr.
Und das alles nur, um meine Bankgeschäfte am Automaten abzuwickeln. Ich habe mich dann gefragt, WOZU ich eigentlich eine Bankfiliale vor Ort benötige, um mir darauf die Antwort zu geben, dass ich sowas ÜBERHAUPT NICHT benötige.

Seitdem wickle ich alles über ein kostenloses Online-Konto ab, und gut is.
Das Einzige, was ich nicht kann, ist Geld bar einzahlen. Diese Funktion brauchte ich in den letzten 5 Jahren genau 3 mal. In einem solchen Fall gibt es Verwandtschaft oder gute Freunde, die das für einen auf deren Konto einzahlen und mir dann überweisen.

Ich habe mir in den 5 Jahren ca. 300€ und mehr gespart, und meine Dinge völlig unkompliziert abgewickelt. Und mit meiner kostenlosen VISA-Card kann ich alles Mögliche abwickeln, ohne dafür zusätzlich Geld auf den Tisch legen zu müssen.

Letztlich entscheidet jeder Kunde selbst, ob er das Geschäftsgebahren mancher Banken mitmacht/unterstützt.

Wer sich mal darüber informieren will, der kann auf WWW.DKB.DE sich mal das DKB-Cash Konto ansehen. Ich kann es nur empfehlen; aus eigener Erfahrung.

Es grüßt
das Smamap

Ehrlichkeit währt am Längsten

Die europäische Zentralbank hat ja jetzt den Leitzins auf NULL gesenkt.

Das zu bewerten, dazu habe ich nicht das Wissen.

Was ich allerdings bewerten kann, ist das Verhalten unserer Banken gegenüber dem Privatkunden.

Da wird schamlos hingelangt bis die Schwarte kracht.

Dispozins und Kontogebühren sind nur 2 Beispiele.

Sich das Geld anderswo zum Nulltarif holen, und dann noch satt beim Kunden für dasselbe Geld abkassieren, was den Dispo angeht.

Kontogebühren ….. dasselbe Spiel: Beim Kunden satt abkassieren, und gleichzeitig mit dem Geld, das sich auf dem Konto befindet, arbeiten.

Gleichzeitig den Service direkt am Kunden immer weiter reduzieren. Alles Mögliche ist über Automaten zu erledigen.

Das, was da alles kassiert wird, wird damit verargumentiert, dass man ja schließlich ein Filialnetz unterhalte. Alles nur vorgeschobene Argumente, wie ich finde. Die Bilanz muss halt stimmen.

Und so habe ich mir gedacht ….. wozu brauche ich eigentlich eine Filiale?
Ich hatte immer schon parallel ein Konto bei einer Online-Bank, zum NULLTARIF. Und kürzlich stellte ich überrascht fest, dass alles das, was ich bisher bei meiner Filialbank (Sparkasse) erledigte, auch ohne Probleme Online zu machen ist.
Das Einzige, was SO halt nicht geht, ist Geld abheben bzw. einzahlen. Nun ja, so ganz stimmt das auch nicht, denn die Onlinebank stellte mir schon vor geraumer Zeit eine VISA-Card zur Verfügung, mit der ich deutschlandweit (fast) überall kostenlos Geld abheben kann. Die VISA-Card kostet ……. NICHTS.
Es kann natürlich so 2-3 Mal im Jahr passieren, dass ich was einzahlen muss. Aber da gibt’s auch Möglichkeiten. Die Einfachste wäre sicherlich, das Geld jemand in die Hand zu drücken, mit der Bitte, es auf mein Konto zu überweisen.

Warum ich für das alles 60 € im Jahr an Kontokosten und -gebühren zahlen soll, wenn ich gleichzeitig ausgenommen werde, wie eine Weihnachtsgans, und die Bank immer weniger zahlt für die Geldbeschaffung, das vermochte sich mir nicht mehr zu erschließen.

Und so habe ich gestern mein Konto aufgelöst. Das wurde mir noch am selben Tag bestätigt, und das Restguthaben war heute bereits auf meinem Online-Konto.

Fall erledigt.

Es grüßt,
das Smamap