Die Sache mit dem Abnehmen

Wie wird ein dickes Kind (abnehmen) ein fetter Erwachsener und anschließend ein schlanker Mann mit dem Kopf eines Kindes? Meine Motivation abzunehmen habe ich dargelegt und Motivation ist die halbe Miete, aber mal ehrlich: Den ein oder anderen konkreten Tipp wollen wir doch auch haben. Deshalb versucht das Zeilenende sich einmalig als Diätblogger. Lauscht meinen geballten […]

über Mit Kuchen zum Ziel — Zeilenendes Sammelsurium

Zeilenendes Beitrag hat mich dazu veranlasst, auch mal darüber zu schreiben ….. übers abnehmen.

Das Bewußtsein war schon viele Jahre da. Das Bewußtsein abnehmen zu sollen und auch zu wollen. Spätestens seit damals in der Reha der Ernährungsvortrag (gehalten vom Chefkoch dort himself) zum Besten gab: „Solange man unter der Nase mehr hineinschiebt, als man verbraucht, solange nimmt man zu“.

Und dieses „mehr“, fügte er gleich hinzu, ist und bleibt va das FETT.

Und er machte es auch gleich an einem plausiblen Bsp. deutlich: Satt ist man dann, wenn der Magen voll ist. Letzteres könne man mit 5 bis 8  Hamburgern erreichen oder aber mit einer großen Schüssel Salat.
Das Dumme daran sei, dass die Hamburger ca. 70 g Fett enthielten, was der Tagesdosis an Fett eines normalen Mannes entspricht. D.h. man habe mit EINER Mahlzeit soviel Kalorien zu sich genommen, dass man für den Rest des Tages nichts mehr essen dürfe. Tatsache sei aber, dass jeder trotzdem immer 3 volle Mahlzeiten zu sich nimmt.

Anders herum gesagt: Das Problem ist, dass wir viel zu viel Fett zu uns nehmen.

Diese Erkenntnis hatte ich schon vor Jahren.

Umsetzen konnte ich sie, trotz aller Versuche, erst vor etwa 1/2 Jahr.

Warum? Ich kam an ein Programm, das mir beim Abnehmen half. Es ist eig total unwichtig, was das für ein Programm ist. Wichtig war nur, dass es die entscheidenen Maßnahmen enthielt. Es sei nur soviel gesagt: Es kommt von der Krankenkasse.

Und diese Maßnahmen bestanden darin, genau darauf zu achten, wieviel Fett und wieviel Kohlenhydrate in den Lebensmitteln enthalten sind, die ich täglich zu mir nehme.

Mittels einer App auf meinem Smartphone protokollierte ich mit.

Wichtig sei nur, hieß es, dass die Wochenmenge eingehalten würde. An einem Tag zu überziehen, das mache nix, wenn man dafür am anderen Tag das wieder ausgleiche.

Und so begann ich. Unterstützt durch eine Vielzahl an Rezepten in der App, die mir zeigten, wie man schmackhafte Sachen machen kann, ohne die Fettbomben, die wir ansonsten zu uns nehmen.

Wenn ich heute ein Lebensmittel kaufe, dann geht mein Blick immer zuerst auf den Fettanteil. Man kann viele Gerichte kochen, und doch wenig Fett dabei verwenden.

Wie Zeilenende schon festhielt, kann mit Gemüse und Obst viel erreicht werden bzgl. Abnehmen.

Einer meiner Renner ist mittlerweile „Spaghetti Bolognese“, aber mit einer Soße auf Gemüsebasis (null Hackfleisch). Geschmack braucht nur wenig Fett.

Es ergeben sich dann automatisch andere Verhaltensweisen:
Ich benötige heute keine Butter mehr. Fleisch ist meist nur noch in Form von Hähnchenbrust oder Pute vorhanden.

JEDOCH – essen soll man ALLES. Es muss eben nur die Wochenmenge an Fett und Kohlenhydrate stimmen. Wenn es also dann mal zum Wochenende Schnitzel mit Pommes sein soll, dann is das halt so. Man kann ja dabei für sich auch etwas tun, indem man die Pannade weglässt.

Es verbietet einem auch keiner, die Butter auf der Semmel durch Frischkäse light zu ersetzen. Oder etwa den Discounter-Honig mit 70% Zucker abzuschaffen (ich kaufe heute meinen Honig direkt vom Imker, der mir genau sagen kann, was da drin ist). Kalte Erdbeeren aus dem Kühlschrank, ganz ohne Zucker, mit blankem Joghurt (0,1% Fett versteht sich), ist eine Köstlichkeit.

Auch zwingt einen keiner, etwa mit dem Messer an der Kehle, ein Mittagessen zu sich zu nehmen, und es nicht durch einen Apfel und Banane zu ersetzen.

Gestern abend zB gab es 2 Roggensemmeln mit Putenaufschnitt. Dazu Obst und reichlich Wasser. Mehr Hunger hatte ich nicht. Fettgehalt 3 g. Und ich war satt.

Ich habe gelernt, was und wie man kochen kann (Stichwort: Rezepte), ohne schwimmende Fettaugen. Ich habe gelernt, dass viel Wasser trinken hilft. Ich habe gelernt, dass „satt werden“ nichts damit zu tun hat, dass man viel Fett zu sich nimmt. Ich habe gelernt, dass man alles essen darf, wenn man dabei über die Woche die Gesamt-Fett-Menge im Auge behält. Ich habe gelernt, dass es auch völlig ohne Rumskröt-Fix geht (sinnigerweise wird auf jenen Verpackungen auch sehr viel verschleiert, was Fett/Kohlenhydrate angeht). Und ich habe gelernt, dass BEWEGUNG ein wesentlicher Faktor ist.

Und ich habe gelernt, dass es völlig unerheblich ist, wie lange man dafür braucht, um sein Gewichtsziel zu erreichen. Ich begann bei 90 Kilo, bin heute bei 82 und werde 78 erreichen. WANN, das ist völlig egal. Für die ersten 8 Kilo brauchte ich 6 Monate.

Mein wichtigster Begleiter, neben der App, ist meine Waage. Sie teilt mir mit, wie es aussieht. Sie lobt mich, und sie zeigt mir auch, wenn ich mal wieder über die Stränge geschlagen habe (was aber ab und an völlig ok ist; dann brauchte ich das eben).

Die App verwende ich heute nur noch der Rezepte wegen. Fettreduziert einzukaufen und zu kochen, das habe ich heute auch ohne App drauf. Wichtig ist auch, sich fürs Einkaufen Zeit zu nehmen, um sich die Sachen anschauen, und um suchen zu können.

Und eines fand ich höchst interessant, was ich letztens las:
Wenn wir nur ständig am Abnehmen wären, würden wir ab einem gewissen Punkt Gegenteiliges erreichen; schlicht, weil unser Körper der Meinung ist, es wäre eine Notzeit ausgebrochen, und es deshalb jetzt darum gehen müsse, die Körperreserven nicht mehr weiter zu reduzieren, und alles zu sich zu nehmen, was nur geht (Stichwort: Heißhunger). Es wäre also gut, dem Körper ab und zu zu zeigen, dass genug zu essen vorhanden sei. Also zwischendrin mal wieder 1 Kio zuzulegen, weil man sich was gönnt, dagegen sei nix einzuwenden.

Dabei fallen mir dann meine Genüsse ein, zu denen ich demnächst auf dem Volksfest in der Kreisstadt sicherlich nicht NEIN sagen werde. Das obligatorische 2. Schaschlik wird dann zwar gestrichen, und aus der Maß wird eine Halbe, aber ich werde es absolut genießen.

DAS ist auch was, was ich gelernt habe: Manches genießen. Genuß hat nämlich nichts mit hinunterschlingen zu tun.

Und so ganz nebenbei konnte ich die Dosis meiner Blutdruckmedikamente reduzieren, weil mein Organismus sich jetzt leichter tut (weil eben „leichter“), den Blutdruck zu regulieren.

In diesem Sinne – gutes Gelingen; und wer was dazu wissen will …. einfach fragen.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Das Kreuz mit dem Weihnachtsgebäck

Seit etwa 2-3 Monaten bewege ich mich gewichtsmäßig langsam aber stetig nach unten.

Es ist zwar eher ein Kampf, wenn auch in sanfter Weise, weil es geht eher 100 g artig vorwärts …. d.h. eher rückwärts, weil´s ja weniger wird, aber steter Tropfen höhlt den Stein.

Diese Langsamheit hat v.a. damit zu tun, dass ich schon versuche mein Leben zu genießen. Und da gehören eben mitunter auch leibliche Genüße dazu. Was wäre schließlich das Leben ohne die schönen Seiten.

Also lasse ich mir meine allabendlichen 1-2 Stück Doppelkeks nicht nehmen.

Es ist mir auch völlig egal, ob ich mein Idealgewicht nun in einigen Monaten erreiche oder gar erst in einem Jahr. Hauptsache es geht vorwärts …. ääähhhh rückwärts, und ich tue meinem Körper etwas Gutes.

Dummerweise ist jetzt Weihnachtszeit. Und da gibt es SOOOOO viel Gutes. MIST !!!!!!!!

Weihnachtsgebäck

Meiner Waage gefällt das gar nicht. Jedoch das Leben besteht aus Kompromissen. Und so muss eben dann das Mittagessen öfter mal ausfallen, um am wirklichen Leben teilnehmen zu können, sprich auch dem Laster „Weihnachtsgebäck“ fröhnen zu können.

Meiner Waage wird das zwar trotzdem nicht so sehr gefallen, aber drauf gepfiffen …. der 1.Januar kommt bestimmt ….. na ja, sagen wir mal der 7. Januar, weil der 6. Januar ist ja hier noch Feiertag, an dem es bestimmt nochmal leckere Sachen gibt.

Und dann werde ich den mittlerweile aufgelaufenen Rückstand (waagentechnisch) wieder aufholen, und meinen Weg dann wieder weiter gehen.

Die Zeit des Weihnachtsgebäck und all der Unwägbarkeiten bestimmter Jahreszeiten ist dann erstmal vorüber.

Alles eben in Maßen …. auch die Freuden des Lebens.

Es grüßt,
das Smamap