Der Anfang der Welt

Wie heute schon HIER geschrieben, ist Stephen Hawking von uns gegangen; derjenige, der versuchte uns u.a. den Anfang der Welt vor Augen zu führen.

Nun – ich meine, man könnte mal grob versuchen, das zu skizzieren, was in meinen Augen das Wichtigste ist, was er uns hinterlässt. Ich bitte auch gleich ihn selbst, und etwaige „Experten“, um Nachsicht dafür, dass ich ev. eine andere Gewichtigung vornehme, als andere. Und auch um Nachsicht, dass ich die Dinge etwas vereinfache. Soweit halt, dass auch Meinereiner es ausdrücken kann.

Er hat dargelegt, und mathematisch bewiesen, dass das Universum einen Anfang hatte. Den Urknall eben. Sprich, es gab einen Punkt auf den alles konzentriert war, und aus diesem unendlich kleinen Punkt entstand alles. Zuerst war das Universum auf diesen Punkt konzentriert, dann wurde es, aus kleinen Anfängen, immer größer, bis dorthin, wie es heute ist.

Anders gesagt …. wenn man in der Zeit immer weiter zurückgeht, dann schrumpft das Universum immer mehr zusammen, bis zu jenem unendlich kleinen Punkt.

An diesem Punkt begann der Raum und auch die Zeit. Davor gab es – NICHTS!!! Nicht einmal die Zeit.

Hawking sagt, es braucht absolut NICHTS, damit alles entsteht. Es entsteht alles aus NICHTS. Eben aus diesem unendlich kleinen Punkt heraus.

Und es brauche deshalb auch keinen Gott, um unser Universum entstehen zu lassen. Zumal es vor jenem Anfang keine Zeit gab, zu der es hätte geschaffen werden können.

Er wolle, so meinte er sinngemäß, niemandem seinen Glauben nehmen. Jeder habe den freien Willen und die Wahl, hinter dem Ganzen einen Schöpfer zu sehen. Notwendig sei er nicht.

Wie gesagt, es gibt hinter dem Ganzen, was er meint, eine mathematische Darlegung, die zu eben jenem Punkt führt. Verstehen können dies nur die Wenigsten. Solche mathematischen Abhandlungen sind genauso weit weg von 1+1=2, wie unsere Vorstellungskraft von der Größe des Universums. Deshalb hat er auch versucht, es halbwegs allgemeinverständlich „rüberzubringen“.

Populärwissenschaftlich sozusagen. Soweit das eben möglich ist.

Jeder hat so seine Überzeugungen. Und bei uns ist es auch so, dass die ein Jeder haben darf, ja muss.

Ich gehöre zu denen, die es vorziehen, etwas auch halbwegs logisch nachvollziehen zu können. Und ich tue mich unheimlich schwer, den Anfang der Welt in einem Gott zu sehen, dessen Existenz durch Glauben bewiesen wird. Durch nichts anderes als Glauben. Wobei ich zunächst einmal völlig dahin gestellt sein lasse, von welchen der zig Glauben, die es auf der Welt gibt, da die Rede ist; alles Religionen, die von sich behaupten, die einzig wahre Religion zu sein. Schon das ist ein Widerspruch in sich selbst.

Es erinnert mich immer an die Wikinger, die den Grund für eine Sonnenfinsternis nicht darin sehen konnten, dass der Mond die Sonne verdeckt, sondern darin, dass ein Wolf die Sonne verschlingt, und man durch lautes Geschrei diesen Wolf wieder verscheuchen müsse. Das klappte auch …. nach ein paar Minuten Geschrei war jener Wolf wieder verschwunden.

Und so lässt sich Vieles derart erklären. Ich ziehe es vor, die Dinge einigermaßen logisch zu erklären. Und mit fast allen Dingen des Daseins gelingt dies auch. Nur wenn es ans Eingemachte geht, sprich den Ursprung allen Seins, dann darf das auf einmal keine Rolle mehr spielen. Dann zählt nur noch der Glaube.

Da halte ich es dann doch wesentlich lieber mit Stephen Hawking, der versuchte, auch diesen Natürlichkeiten mit dem auf den Grund zu gehen, was überall sonst wunderbar funktionierte. Schon Sir Isaac Newton hatte die Gravitation damit erschlossen, sprich den fallenden Apfel.

Und Hawking VERSUCHTE nicht nur den Anfang der Welt damit zu erklären, sondern es gelang ihm auch.

Aber er sagte stets sinngemäß: Ich sage nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich sage nur, dass es eine andere Möglichkeit gibt, wie die Dinge entstanden sind, dass man dafür keinen Gott braucht, und es jedem frei steht, für sich zu entscheiden, womit er es hält.

Ich stelle mir manchmal vor, wie es wäre, wenn es plötzlich einen unumstößlichen Beweis gibt für den Anfang der Welt, der derart nachvollziehbar ist, dass der Glaube (an welchen der vielen Götter auch immer), als nicht real offenbar wird. In dem Moment würde alles, was mit Glauben zu tun hat, obsolet.

Nun – das war nicht Hawkings Ziel. Er wollte schlicht die Geheimnisse des Universums ergründen. Ergründen wie es sich verhält mit der Raum-Zeit. Mit Massen, die den Lauf des Lichts beeinflussen. Mit schwarzen Löchern, mit der Strahling daraus, die nach ihm benannt ist. Und damit, was ganz am Anfang war.

Für mich war er auch immer ein Zeichen dafür, wie weit der Mensch, in seiner emotionalen Entwicklung, seinen logischen Fähigkeiten hinterher hinkt.

Die Welt ist ohne ihn ärmer. Und es ist zweifelsohne ein schöner Gedanke, dass er jetzt „da oben“ ist, und auf uns herunter sieht. Was ich allerdings WEISS, ist, dass das, woraus er bestanden hat, nämlich vielen verschiedenen Atomen, die aus einer Supernova gekommen sind, so wie alles andere auch, woraus alles in und um uns besteht …. dass das wieder dorthin zurückgekehrt ist …. zu einem Bestandteil des Universums wurde.

Und wenn dereinst unser Planet wieder zerbirst, in seine Bestandteile, dann ist alles wieder dort, woher es kam.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Und wieder einmal der Glaube, der mir fehlt – (kein) Glaube und Leben, das geht

Schon verschiedentlich hatte ich mich mit dem Thema „Glaube“ auseinandergesetzt.

Nämlich HIER und HIER und HIER.

Als ich heute meine sonntägliche Morgenrunde drehte, was selbstverständlich beim Cafe um die Ecke mit einem Cappu begann, da führte mich mein Weg auch in die Richtung, der am örtlichen Friedhof vorbeikommt.

Und just, wie ich fast dort war, hörte ich plötzlich Kirchengesang. Ich spitzte Ohren und Augen, und wurde gewahr, dass 200 Meter vor mir eine Prozession die Straße querte, und im Friedhof verschwand.

Dort vorbeigehend, sah ich einen Baldachin (schreibt man das jetzt so?), hörte einen Chor singen und sah auch eine größere Gruppe von Gläubigen dort im Friedhof stehen.

Und …. sorry …. aber sofort kam mir der Gedanke, was die Leute wohl tun würden, wenn sich herausstellte, dass ihr Glaube keine Grundlage hat (ich hatte mich ja in obigen Beiträgen schon über dieses Thema ausgelassen, und darüber, dass dies, in meinen Augen, sehr wahrscheinlich ist).

Man stelle sich vor, die Menschen, die da in die Kirche gegangen, und anschließend zum Friedhof prozessiert waren, um sich dort am Baldachin zu versammeln, und in frommer Weise Lieder zu singen und einem Glaube Ausdruck zu verleihen, die müssten urplötzlich zur Kenntnis nehmen, dass dieser Glaube, dem sie da folgen, völlig an den Haaren herbeigezogen ist.

Wie ich schon in obigen Beiträgen formuliert hatte:

Jeder soll seinem eigenen Glaube n folgen …. keine Frage. Es ist das Grundrecht des Menschen, dies zu tun.

Nur stelle ich mir ernsthaft die Frage, was passiert, wenn die Wahrheit herauskommt …. und das wird sie eines Tages. Denn EINES ist sicher: Nach dem, was wir heute wissen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es so war, wie uns die Religionen glauben machen, derart gering, dass das nur einen Schluss zulässt. Mal ganz abgesehen davon, dass bekanntlich ALLE Religionen für sich in Anspruch nehmen, der einzig wahre Glauben zu sein.

Und so werden alle diese Dinge, angefangen von Kirchenbauten über Prozessionen bis hin zu Religionen, eines Tages in sich zusammenfallen. Nicht, weil ich das gerne hätte (im Gegenteil, ich befürchte es eher, weil die Reaktion der Menschen sicher extrem sein wird, wenn von jetzt auf dann der Sicherheit gebende Glauben verschwindet). Denn eines Tages werden die Naturwissenschaften die Belege dafür finden, wie das Universum und das Leben entstanden sind. Mathematisch ist das heute bereits belegt, jedoch nicht für die Menschen „wie du und ich“ nachvollziehbar.

Es würde ja alleine schon reichen, wenn man im Universum woanders Leben, wie wir es kennen, nachweist. Da würden wir mit unseren Religionen, die allesamt an die Erde gebunden sind, ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Denn wie sollte woanders Leben entstanden sein, wenn die Religionsgründer doch durch die Bank bei „uns“ beschäftigt waren. Da könnte doch dann irgendwas nicht stimmen ????

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu)

Wie alles begann ….

Auf einer kleinen Radtour heute kam ich auf meinem Weg, wie es der Teufel so will (dies ist im Zusammenhang mit dem Thema, ein unbeabsichtigtes Wortspiel), an insgesamt 5 Kirchen, von 5 verschiedenen Glaubensrichtungen, vorbei.

Dies erinnerte mich an jene Doku, von und mit Stephen Hawking, zu der Frage „Gibt es Gott?“, die vor ein paar Tagen wieder einmal ausgestrahlt wurde.

Unabhängig von SH, stellte sich mir während meiner Radtour die Frage, welche der Religionen denn nun die WAHRE Religion sei. Zumal mit diesen 5 Kirchen ja bei Weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht wäre.

Die Zahl der Religionen auf unserem Globus ist wohl zahllos.

Jedoch eines ist sicher: Auf die Frage nach der wahren Religion, gibt es nur EINE Antwort, jedoch eine zweigeteilte: Entweder EINE der Religionen ist die einzig wahre oder aber gar keine Religion ist wahr. Wobei ich mich da auf jene Religionen beschränke, die jeweils unterschiedlichen Göttern huldigen (was immer noch viel genug Religionen übrig lässt).

Was mir zudem noch bemerkenswert erscheint, ist die Tatsache, dass jede der Religionen für sich in Anspruch nimmt, die einzig wahre Religion zu sein, ohne auch nur den mindesten Beleg dafür zu präsentieren. Dies heißt nichts anderes, als dass EINE der Religionen recht haben KÖNNTE, und ALLE ANDEREN falsch liegen. Und dies, obwohl alle für sich behaupten, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Wie wahrscheinlich ist der Wahrheitsgehalt solcher Religionen?

Nun – in der heutigen Zeit der Verschwörungstheorien glauben viele Menschen alles Mögliche. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass die meisten Menschen nur die Dinge als gegeben nehmen, die sie einigermaßen logisch nachvollziehen können.
Irgendwelche Behauptungen als wahr anzunehmen, die jemand in den Raum stellt, ohne einen nachvollziehbaren Beleg dafür zu liefern, das wird von den meisten Menschen abgelehnt.

Was also bringt die Menschen dennoch dazu, Religionen zu folgen?
Meine Meinung dazu ist, dass dies von Alters her im Menschen verankert ist. Er brauchte immer schon etwas, mit dem er sich Unerklärliches erklären konnte, um damit eine gewisse Sicherheit zu erlangen, also Ängste zu beseitigen, und sich damit in die Lage zu versetzen, zu überleben.
Und das Überleben war viele Jahrtausende das Hauptziel der Menschen. Man stelle sich nur vor, dass heutige Lebenserwartungen in den frühen Zeiten des Menschen, absolut utopisch waren.

SH bringt in seiner Doku jenes Beispiel der Wikinger, die eine Sonnenfinsternis damit erklärten, dass ein Wolf die Sonne auffraß, und sie diesen Wolf mit ihrem Geschrei, das sie dann anstimmten, vertreiben könnten. Und tatsächlich …. es funktionierte.

Ich behaupte: Solches „Wissen“ nennen wir heute „Religion“. Wir erklären uns damit Dinge, die wir uns nicht erklären können.

Man stelle sich nur vor, es würde sich plötzlich erweisen, dass es keinen Gott gibt, wie auch immer er, egal in welcher Religion, benannt ist.
Von jetzt auf sofort wären alle Religionen hinfällig. Jeder Glaube würde ad absurdum geführt.

Was wäre die Folge? Die Menschen hätten absolut nichts mehr, womit sie sich die Sicherheit verschaffen könnten, dass da etwas Höheres wäre, das über das Universum wacht.

Ich vermute, Angst und Ungewissheit würden um sich greifen, um nicht zu sagen „Chaos“. Die Menschen würden wieder in der Angst leben, morgen könnte etwas passieren, was sie nicht im Griff hätten, und ihrem Dasein ein Ende machen. Ohne Fortsetzung. SO aber hätte man seinen Glauben, inkl. Leben nach dem Tod.

Aber genau DAS könnte passieren, dass nämlich alle Religionen urplötzlich verschwinden.

An dieser Stelle kommt SH in´s Spiel. Die Wissenschaft ist heute auf einem Stand, auf dem sie belegen kann, dass die Möglichkeit besteht, dass es keinen Gott braucht, der das Universum erschafft. Nochmal: DIE MÖGLICHKEIT!

Ich maße mir jetzt nicht an, dies nachvollziehbar vermitteln zu können, wie dieser Beleg abzuleiten ist. Da braucht es mehr Hirn dazu,als ich in der Lage bin, zur Verfügung zu stellen.

Es gibt umfangreiches Material dazu, das einem Menschen, der dazu in der Lage ist, die Möglichkeit verschafft, sich in jene Sphären zu begeben, in denen es um Sub-atomare Bereiche geht, um Relativitätstheorie und um Quanten-Physik. Auf diesem Weg könnte er dann nachvollziehen, was die Wissenschaft heute zu belegen vermag.

Meine Sicht dazu:
Wie auch immer …. Menschen, die etwas nicht nachvollziehen können, verfallen in den Glauben. Viele Gläubige der Religionen sagen, dass diese Belege, die die Wissenschaft gefunden haben will, doch auch nichts anderes seien, als eine Art Glaube, da man doch keinen Beleg erkennen könne.

Selbst wenn man das, was die Wissenschaften als nachgewiesen belegen, einmal als Glaube annähme, so wäre das immer noch ein „Glaube“, der dieselbe Daseinsberechtigung hätte, wie jeder andere Glaube auch. Das Problem dabei: Die Religionen nehmen alle für sich in Anspruch, den einzig wahren Glauben zu vermitteln, und alle anderen Glauben seien abzulehnen.

Die Wissenschaft tut dies nicht. Sie zeigt, dass es möglich ist, dass das Universum entstand, ohne dass ein Gott dafür nötig war. Wer dennoch, für sich, einen Gott braucht, der möge dies, für sich, so glauben.

Mein Fazit aus dem Ganzen:
Solange es keinen Beleg dafür gibt, dass eine der Religionen „recht“ hat, hat jede Religion es zuzulassen, dass sie falsch sein könnte. Weil es keinen Beleg gibt, hat keine Religion das Recht, die Wahrheit für sich in Anspruch zu nehmen. Dennoch kann natürlich jeder „glauben“, dass es dennoch so sei. Aber es wäre zumindest einmal ein Ansatz, die Menschen darauf vorzubereiten, dass es sich ev. als völlig anders erweist.
In meinen Augen jedenfalls, sind Religionen das irrsinnigste Lebenskonzept, das auf unserem Planeten besteht: Es wird etwas als absolute Wahrheit angenommen, für das es nicht den geringsten Beleg gibt.

Dem allen muss keiner Folgen. Es ist lediglich das, wovon ich ausgehe, und was mir logisch erscheint.
Ich sehe die Aufgabe der Religionen eher darin, MIT dafür zu sorgen, das Leben der Menschen in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen. In Bahnen, die etwas mit Moral zu tun haben, und damit den Mitmenschen zu achten. Obwohl ich da manchmal so meine Zweifel habe, wenn ich mir all das ansehe, was so passiert. Völlig unabhängig von welcher Religion die Rede ist.
Ich vermag es einfach nicht, einer Religion zu folgen, die mir nichts zu belegen vermag, aber von mir verlangt, ich sollte sie als die absolute Wahrheit sehen, und nach dem leben, was sie, bzw. das Bodenpersonal, mir vorschreibt.

Sollte ich mit dieser Sichtweise jemandem zu nahe getreten sein, so bitte ich um Nachsicht, und darum, es als den Glauben zu nehmen, dem ich folge, genauso, wie er das für seinen Glauben auch in Anspruch nimmt.

Es grüßt,
das Smamap

Der Mensch und sein Glauben

Ein Beitrag zum Überlegen …………………..

Die Entwicklungsgeschichte des Menschen ist voll von Gottheiten, an die er glaubte.

Nur ein Beispiel dafür sind die Wikinger, die an einen Wolfsgott glaubten, der die Sonne auffrisst. Heute nennen wir so etwas „Sonnenfinsternis“.

Solcher Glauben ist nachvollziehbar und beliebig austauschbar. Was die Menschen nicht erklären konnten, verbrähmten sie mit Göttern. Solch ein Glauben gab ihnen Halt und Schutz.

In der Geschichte des Menschen gab es auch einen Glauben, der sich wie folgt entwickelte:
Da war ein Nomadenstamm, der im Lauf vieler Jahre und vieler Jahrzehnte stetig in dem Gebiet unterwegs war, das er auf seinen Wanderungen erreichen konnte. Dieser Stamm glaubte an einen Gott. Auf seinen Wanderungen mit seinen Herden hatte dieser Stamm reichlich Kontakt zu anderen Menschen, die so auch in Berührung mit seinem Glauben kamen. Und so verbreitete sich der Glauben des Stammes langsam aber stetig.

Abgesehen von ihrem beschränkten Wissen, waren die Menschen damals nicht dumm. Insbesondere auch nicht die Herrscher des Landes. Auch damals schon wussten die Mächtigen, was zu tun war, um ihre Herrschaft zu festigen oder auszubauen.

Und so beschloss der König des Landes, diesen Glauben, dem so einige seiner Untertanen angehörten, zur Landesreligion zu bestimmen. Und damit verbreitete sich der Glauben noch mehr.

Der Gott dieses Glaubens wurde von den Menschen verehrt, er manifestierte sich auch in solchen Dingen wie Naturereignisse und Katastrophen, die über das Land kamen. Es wurden Glaubensgrundsätze erklärt, wundersame Ereignisse machten die Runde, und wie immer in der Geschichte der Menschheit gab es Glaubensverkünder, die den Menschen den richtigen Weg wiesen.

Der Glauben selbst aber blieb, von oben verordnet, der Glauben im Herrschaftsbereich des Landeskönigs. Auch als er selbst nicht mehr war, und seine Nachfahren zu Herrschern aufstiegen.

Dergestalt gefördert fand dieser Glauben immer mehr Änhänger, auch über die Landesgrenzen hinaus. Und irgendwann, nach vielen Jahren, fing man an, die Dinge des Glaubens, und das, was sich über die Jahre hinweg ereignet hatte, aufzuschreiben.

Aus heutiger Sicht, sind viele Inhalte des Glaubensbuches nur schwer glaubhaft oder nur schwer nachvollziehbar. Es macht den Anschein, als hätte jemand einmal etwas erzählt, und dies wäre über viele Ohren weitergegeben worden. Das, was dann nach ebenso vielen Jahren am Ende herauskam und aufgeschrieben wurde, hatte sicherlich noch etwas mit dem zu tun, was ursprünglich gewesen war.

Und über die Jahrhunderte hinweg, fügte jeder maßgebliche Herrscher oder jeder Glaubensoberste Dinge zum Glauben hinzu, die es SO ursprünglich im Glauben gar nicht gab.

Und so entstand etwas, was wir heute Christentum nennen, mit einem Glaubensbuch namens Bibel als Hintergrund und einem König, der das einst „ins Rollen“ brachte, namens David.

Den Gott jenes Stammes nannten die damaligen Menschen „Jahwe“. Das was damals aufgeschrieben wurde, nannte man das Alte Testament, also das, was das Judentum als Glaubensgrundlage sieht. Die Christen fügten dem das neue Testament hinzu.

Und so entstand aus einem Stammesglauben, das, was heute eine weltumfassende Religion ist.

Es scheint, als wäre jener König David der Religionsgründer gewesen. Und wenn er einen anderen Glaube damals vorgefunden hätte, den er zum Landesglauben erhob, dann würden wir heute ev. einen ganz anderen Glauben haben.

Vieles von dem, was im alten Testament steht, unterscheidet sich scheinbar nur wenig von dem, was die Wikinger glaubten. Letztere huldigten einem Wolf, mit dem sie die Natur erklärten, spätere Menschen huldigten einem Gott „Jahwe“, der sich u.a. in Vulkanen und anderen Naturereignissen manifestierte.

Für beides gab es keinen Beweis, sondern lediglich einen Glauben, der zur wesentlichen Lebensgrundlage erhoben wurde. In späterer Zeit konnte der Mensch Ereignisse im Universum, erklären, und brauchte keinen Gott mehr für eine Sonnenfinsternis.

Auch der christliche Glauben erfuhr wesentliche Veränderungen. In früheren Zeiten war die Erde und der Mensch der Mittelpunkt allen Seins. Wie man dann erkannte dass die Natur dem nicht folgte, da kämpften die Gläubigen und allen voran, die Glaubenshüter, dagegen an, und mussten dies aber dann letztlich doch akzeptieren.
Der vorhandene Glaube hatte den Vorteil, dass er über viele Generationen hinweg derart in der Gesellschaft verwurzelt worden war, primär durch Förderung seitens der Herrscher, dass diesem Glauben letztlich nichts Wesentliches passierte.

Nach wie vor gibt es keinen Nachweis dafür, dass die Dinge sich so verhalten, wie es die Bibel beschreibt. Welche Verwurzelung dieser Glaube in den Gesellschaften hat, sieht man schon alleine daran, dass auch die Erkenntnisse der Wissenschaft, über die Entstehung des Lebens auf der Erde, und der offensichtliche Widerspruch zum dem, was uns die Bibel lehrt, keine Veränderung, zumindest keine wesentliche Veränderung, hervorbrachte.

Und so bestimmt auch heute noch ein Glaube unser Leben bzw. unsere Gesellschaft, in erheblichen Teilen, von dem wir nicht wissen, ob er zurecht besteht. Wir wissen nur, dass er immer schon da war, und von Alters her an uns weitergegeben wurde.

Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht eines Tages die Wissenschaft einen Beleg dafür findet, dass es einen Gott „Jahwe“ gar nicht geben KANN, denn sonst würde dieses ganze Glaubensgebilde in sich zusammen fallen, mit allem was damit zusammen hängt.

Das würde natürlich ebenso für allen anderen Religionen gelten.
Bemerkenswert erscheint in dem Zusammenhang auch, dass „nur“ 33% der Weltbevölkerung dem Christentum angehören, und dennoch nimmt das Christentum für sich in Anspruch, dem einzig wahren Glauben zu folgen.
Wenn dies so offensichtlich wäre, dass dies zurecht angenommen würde, würde die genannte Zahl nicht seit 100 Jahren auf demselben Niveau verharren.

Dieser Beitrag geht aus von tatsächlichen geschichtlichen Begebenheiten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Er kann genau so wenig beweisen, was sich wirklich zugetragen hat, wie ein Glaube beweisen kann, ob er zurecht besteht.Er zeigt lediglich die Möglichkeit auf, dass wir seit Jahrtausenden zu unrecht einem Glauben unterliegen.
Das ist Eigenheit aller Religionen auf diesem Planeten, denn wenn ein Glaube einmal die Schwelle der Zeit überschritten hat, und es nicht mehr möglich ist, Abläufe wirklich nach zu vollziehen, weil sie mittlerweile unter den Jahrhunderten begraben wurden, dann hat es eine Religion ziemlich einfach, weiter zu bestehen. Den schließlich können sich all diese zahlreichen Generationen, die daran glaubten, nicht geirrt haben. Tatsächlich haben alle unsere Vorfahren aber sehr viel weniger gewusst, wie wir.
Dass ich heute dem Glauben angehöre (zumindest offiziell), dem ich angehöre, hat lediglich damit zu tun, wo ich geboren wurde. Wäre ich woanders geboren, wäre ich ev. ein Buddist, ein Moslem, ein Jude oder ganz was anderes.

Es grüßt,
das Smamap

Das Leben nach dem Tod

Roger Willemsen sagt in seinem letzten Interview ….

Er sei kein gläubiger Mensch, sei zwar protestantisch erzogen worden, dann aber so weit Rationalist geworden, dass er den Glauben mit seiner Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. „Ich würde gerne glauben, aber ich kann nicht. Aber ich respektiere jeden Gläubigen. Und vor allem die christliche Ethik, der so viel Humanität innewohnt.“

und zudem …..

„Ich glaube, jedes Leben wird dadurch besser, dass man es auch für andere lebt. Und wenn man so privilegiert lebt wie ich und eine Öffentlichkeit finden kann und dazu noch im Bereich der Kommunikation arbeitet, also schreibt, dann sollte man um Himmels Willen irgendwas tun, das anderen hilft. Das ist eine Pflicht.“

und außerdem

„Darüber (das Leben nach dem Tod) kann ich nichts wissen, und das betrübt mich nicht.“ …… „Da für mich zu den größten Glückszuständen der Zustand der Produktivität gehört, also etwas hervorzubringen, richtet sich meine Glücksvorstellung in erster Linie auf das, was ich noch werde hervorbringen können. Das heißt, Bücher, die ich im Kopf habe, Dinge, die ich sinnvoll oder notwendig finde.“

Er sprach mir damit „aus der Seele“.
V.a. auch damit, dass er den Glauben mit der Vernunft nicht mehr in Einklang bringen konnte. Und auch damit, dass man sein Leben auch für andere leben sollte.

Nun ist er tot. Und mir drängt sich, auch wegen der obigen Zitate, wieder einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens und die Frage nach einem Leben nach dem Tod auf.

Mal angenommen ….. nur mal angenommen …… es gäbe kein Leben nach dem Tod. Dann würde man also nach dem Leben dahin faulen (man möge mir den Ausdruck nachsehen), und das war’s.
Und das Leben wär irgendwie völlig sinnlos gewesen. Es sei denn … ja, es sei denn, man hätte sich bemüht, seinem Leben einen Sinn zu geben.
Der Sinn könnte sein, dass man anderen fehlt, wegen dem, was man zeit seines Lebens getan hat.

Nun ist das bei RW sehr offensichtlich, was er alles getan hat. Weil er in der Öffentlichkeit stand. Aber muss das so sein, um Sinn in seinem Leben zu haben oder reicht nicht einfach das Bewusstsein, etwas für andere vollbracht zu haben.

Wenn jeder das so praktizieren würde, wäre es völlig egal, was danach kommt, und ob überhaupt etwas danach kommt.

Ich bin ja der Meinung, dass uns hierbei seit Jahrhunderten ein X für ein U vorgemacht wird, und es derart viele rationale Einwände gibt, für all die Dinge, die wir mit „Glauben“ umschreiben, dass es nahezu keinen Grund dafür gibt, annehmen zu sollen, dass über allem ein Schöpfer steht, und wir uns nach dem Tod alle wieder sehen.

Das muss natürlich jeder so sehen, wie er das sehen kann und möchte. Ich fände es, im Sinne von RW nur schade, wenn wir unser Leben verplempern, um dann hinterher absolut NICHTS festzustellen, weil da eben NICHTS ist.

Das alles sollte uns aber nicht davon abhalten, ein sinnvolles Leben zu leben. Eines AUCH für andere, und nicht primär für uns selbst, frei nach dem Motto „je mehr ich habe, umso sinnvoller“. Denn wenn wir am Ende feststellen, dass wir etwas grundlegend anders hätten machen sollen mit unserem Leben, so wie wir es gelebt haben, dann ist es ein klein wenig zu spät.

Und damit jetzt erst mal Schluss mit tiefschürfenden Fragen des Lebens 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Warum ich nicht glaube

Ich hab jüngst mich darüber ausgelassen, warum ich aus der katholischen Kirche jetzt definitiv austrete.

Wie man da lesen konnte, hat das nicht unbedingt mit meinem Glauben zu tun, sondern vielmehr damit, wie die Glaubenshüter das Ganze praktizieren.

Wenn ich das Thema schon anreiße, so muss ich ehrlicherweise schon auch anführen, dass es bei mir auch mit dem Glauben nicht so sehr weit her ist. Das trägt zumindest mit zum Austritt bei, auch wenn der hauptsächliche Grund, wie ausgeführt, anderer Natur ist.

Wenn man allerdings schon Blogs schreibt, so sollten sie auch vollständig sein.

Wie sehe ich also den „Glauben“?

Zunächst sollte ich einmal festhalten, dass ich von Haus aus eher ein Kopfmensch war. Einer, der immer versucht hat, die Dinge zu begreifen. Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert, aber die Logik ist für mich immer noch ein Hauptbestandteil meines Lebens.

Und je mehr ich über meine Jugend hinauskam, umso mehr begann ich am mir zugewiesenen Glauben zu zweifeln. Zunächst einmal ausgelöst durch das Verhalten der Kirchenoberen.
Im Lauf der Zeit gaben mir allerdings auch so manche andere Dinge zu denken.

Zum einen gab mir zu denken, dass es auf dieser Welt etliche Glauben gibt, von denen jeder für sich in Anspruch nimmt, der einzig wahre Glauben zu sein. Warum sollte also ausgerechnet jener der kath. Kirche der einzig wahre sein?

Zum anderen gab mir zu denken, dass sich ein Schöpfer, Gott oder wie immer die Bezeichnung sei, ausgerechnet auf die Erde und uns Menschen konzentrieren sollte. Alles passierte hier. Jesus lebte unter den Menschen. Und der Rest des Universums?

Und noch was störte mich schon immer: Die Überlieferungen wurden von Menschen geschrieben. Und die haben die Wahrheit, nur die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit geschrieben?

Ich kenne keinen einzigen Nachweis dafür, dass sich die wesentlichen Dinge zur damaligen Zeit wirklich so zugetragen haben, wie uns das berichtet wird. Ich weiß schon, wer glaubt, der braucht keinen Beweis! Tut mir leid, aber das ist mir zu wenig. Heerscharen von Menschen, Generationen über Generationen glauben, nur damit sich dann irgendwann rausstellt, dass das alles gar nicht so war?

Es wird immer so getan, als wäre es verwerflich, einen Beleg dafür zu fordern, dass man nicht etwas hinterher läuft, was gar keinen Bestand hat. „Glauben“ sei ein Wesensmerkmal des Menschen, und als genauso wirklich zu sehen, wie jede greifbare Wirklichkeit. DEM vermag ich nicht zu folgen.

Die Menschen sind viel zu schlecht, als dass ich davon auszugehen vermag, dass uns da nicht ein X für ein U vorgemacht wurde.

Es gibt viel zu viele Ungereimtheiten in all diesen Werken, und im Wirken der Kirche über die Jahrhunderte, als dass ich all das, was da geschrieben steht, für bare Münze nehmen könnte. Und die Tendenz des Menschen, alles das, was er sich nicht erklären kann, einem Übernatürlichen zuzuschreiben, die war immer schon gegeben.

Ja, ich vermag zu sehen, dass hinter der Großartigkeit des Universums, irgendetwas steht, das das Ganze auf den Weg gebracht hat. Denn dass es „einfach so“ entstanden ist, dem vermag ich dann doch nicht „einfach so“ zu folgen. WAS dieses „irgendetwas“ ist ….. keine Ahnung!

Dieses schier grenzenlose Universum braucht eine Basis. Soweit gehe ich mit. Aber sicher keine Basis, die sich auf unserer Erde abspielt, in Form eines göttlichen Wesens, dessen Einzigartigkeit wir Menschen mit Beschlag belegen, und die anderen Lebewesen des Universums sollen gefälligst sehen, wie sie auch „ohne“ zurechtkommen.

Ich halte es da eher mit Stephen Hawking:
zitat-wenn-das-universum-einen-anfang-hatte-konnen-wir-von-der-annahme-ausgehen-dass-es-durch-einen-stephen-hawking-189970

Unabhängig davon, hat natürlich jeder das Recht, seinem eigenen Glauben zu frönen. Gar keine Frage.

Jedoch nehme ich mir das Recht heraus, selbst zu entscheiden, ob ich an etwas glaube oder nicht. Und auch zu entscheiden, ob es überhaupt notwendig ist, einen Glauben zu haben. Die Zeiten, in denen es so war, in einen Glauben gezwungen zu werden, sind lange vorbei.

Es grüßt,
das Smamap