Warum Gleichgewicht eine wichtige Sache ist

An der ein oder anderen Stelle habe ich mich schon über das Thema „Gleichgewicht“ ausgelassen.

Bekanntlich habe ich nur noch einen Teil davon, was das Leben beileibe nicht einfach macht. Aber ich komme klar, und mehr soll an dieser Stelle auch nicht darüber gesagt werden.

Dann wurde mir heute mal wieder klar, und zwar über DIESEN Artikel, dass es auch an anderer Stelle ganz essentiell um „Gleichgewicht“ geht.

Damit meine ich unsere Umwelt, und im Besonderen, unser Klima.

Die Natur ist so eingerichtet, dass alles letztlich im Gleichgewicht ist. Gleichgewicht heißt dabei, dass eine Situation erreicht ist, so verstehe ich das, dass keine Veränderung mehr stattfindet. Und diese Grundverfahrensweise der Natur ist in unendlich vielen Variationen, an unendlich vielen Stellen, vorzufinden.

In der Natur war das zB irgendwann mal so, dass die Konzentrationen der Stoffe, etwa die Verteilung des CO2, im Wesentlichen keine Veränderung mehr erfuhr. Es hatte sich damit eine Situation ergeben, die Leben, so wie wir es kennen, ermöglichte.

Und das wäre auch alles wunderbar geblieben, wenn nicht der Mensch angefangen hätte, dieses Gleichgewicht zu verändern. Und wie das halt immer so ist, bringen schon kleine Veränderungen ein Gleichgewicht in große Schieflage.

Beim CO2 war das zB immer so, dass ein gewisses Maß davon sich in der Luft befand, ein gewisses Maß im Wasser, ein gewisses Maß in den Steinen, ein gewisses Maß in Fossilien, ein gewisses Maß in Pflanzen usw usf.

Das war viele Mio. Jahre lang so der Fall, so dass sich an diesem Gleichgewicht kaum etwas änderte.

Und dann fing der Mensch vor etwa 200 Jahren damit an, einerseits die fossilen Brennstoffe, wie das Erdöl zu verbrennen, und damit das CO2, das dort gespeichert war, freizusetzen. Und Gleichzeitig begann er damit, in großem Stil Wälder zu vernichten, und damit die Fähigkeit der Natur zu verringern, CO2 aus der Luft zu entnehmen.

Man braucht keine 5 Finger, um sich auszurechnen, was das bedeutet. Es führte schlicht und ergreifend dazu, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre wesentlich anstieg, und das bisher bestehende Gleichgewicht damit aus den Fugen geriet.
Früher hatten wir, wenn ich das richtig erinnere, eine Konzentration von 280 ppm, und heute von über 400 (parts per million, also Teile pro Million Luftmoleküle).

Das Problem dabei ist, dass ein relativ geringer Anstieg reicht, um jegliche Gleichgewichte aus selbigem zu bringen (und das war NUR das Bsp. CO2).

Um dies zu erkennen, benötigt es keine Wissenschaft.

Welche Konsequenz daraus folgt, ist an einem Bsp., das ich kürzlich las, sehr schön erklärt:
Man stelle sich vor, da sei eine Badewanne voll Wasser (sagen wir 200 Liter). Jemand öffnet den Abfluss, wodurch (sagen wir) 10 Liter Wasser pro Minute abfließen. Gleichzeitig öffnet er den Zulauf, wodurch 10 Liter pro Minute hinzufließen.
Somit haben wir ein Gleichgewicht. Es fließt genausoviel Wasser ab, wie hinzufließt. Der Wasserstand bleibt immer gleich.

Jetzt geht jemand hin, und gießt immer wieder einen Zahnputzbecher voll Wasser hinein. Sagen wir jede Stunde einen. Damit steigt der Wasserspiegel unweigerlich an.

Ein Zahnputzbecher voll Wasser, ist, im Vergleich zu den 200 Litern in der Wanne, enorm wenig. Und trotzdem reicht die geringe Veränderung durch den Zahnputzbecher dazu aus, um die Wanne zum Überlaufen zu bringen.

Wie lange es wohl dauert, bis das Klima überläuft?

Es dauerte Mio von Jahren, bis all das Erdöl aus Fossilien geschaffen war. Wieviel CO2 damit gebunden wurde, um einmal bei diesem einzelnen Bsp. zu bleiben, ist fast nicht vorstellbar.
Und wir Menschen sind dabei, all dieses CO2, das über Jahrmillionen eingelagert wurde, innerhalb, vergleichsweise, sehr wenigen Jahren, wieder freizusetzen.

Es ist sicherlich so, dass die Menge pro Jahr, vergleichsweise sehr wenig ist, bezogen auf die gesamte Erdatmosphäre. Das Bsp. mit der Badewanne jedoch zeigt, dass nur eine geringe fortdauernde Änderung erforderlich ist, um ein großes Gleichgewicht zu zerstören.

Und unser Problem ist, dass wir damit immer weiter machen.

Und lange bevor wir damit fertig sind, haben wir soviel Schaden angerichtet, dass er nicht mehr behoben werden kann.
Va auch deswegen, weil viele andere Bereiche auf dieses Gleichgewicht eingestellt sind. Welche Kettenreaktionen so etwas anstößt, ist nicht vorstellbar.

Und so gibt es zahllose Gleichgewichte, die wir stören bis zerstören. Von allen diesen in Unordnung geratenen Gleichgewichten werden WIR, als Mensch, negativ betroffen sein.
Vermutlich der erste Fall, der eintreten wird, werden die steigenden Meeresspiegel sein. Durch unser Verhalten schmelzen sämtliche Eismassen dahin (was nicht zuletzt AUCH mit dem steigenden CO2-Gehalt zu tun hat). Auch dieses war bis dahin ein Gleichgewichtssystem, in dem die Wassermassen gleichmäßig auf verschiedene Bereiche verteilt waren (zB Atmosphäre, Pflanzen, Meere, Eismassen).

Dessen allem sollte sich jeder bewußt sein, der jeden Tag x-mal in sein Auto steigt, und eine Unmenge verschiedenster Schadstoffe zum Auspuff rausbläst. Mal gar nicht zu reden von der Herstellung eines Autos. Und dies tut jeder Autofahrer über eine Zeitdauer von 50 Jahren bzw. 18.000 Tagen.

Gleichzeitig hat die Natur keinerlei Möglichkeit, das aufzufangen, weil wir gründlich dafür sorgen, dass die Wälder, die dies (auch nur zum Teil) könnten, immer mehr verschwinden.

Und wie gesagt …. das alles ist nur ein Bsp. von sehr sehr vielen, bei denen der Mensch alles durcheinander bringt.

Das nennt man dann menschliche Logik. Es ist die Logik, an deren Ende der Mensch steht. Fragt sich nur, wie lange noch.

Es wär schon sehr viel erreicht, wenn jedem von uns bewusst würde, wie oft er jeden einzelnen Tag viele Dinge macht, ohne Rücksicht auf Verluste auf Seiten der Natur. Wenn wir so weitermachen, und das gilt für jeden Einzelnen von uns, dann steht am Ende mit absoluter Sicherheit, das Verschwinden der Art „Mensch“.

Was dann übrig bleibt, ist die Natur, so wie sie dann noch ist. Denn die kann auch ohne den Menschen überleben.

Es grüßt,
das Smamap

Das ständige Hin und Her

Es ist mal wieder so weit, dass sich das Wetter dreht. Jetzt hatten wir reichlich Minus-Temperaturen, und jetzt dreht es sich hier wieder, und am Wochenende kommen wieder Plus-Grade.

Und vor der Minus-Phase hatten wir erstmal Schnee und davor ständig warme Tage (zumindest für den Winter).

Mein ganzes Körpersystem ächzt wieder mal, ganz speziell mein Gleichgewichts- und Schwindelzentrum.

Was waren das noch für schöne Zeiten, also im Wetter mal längere Gleichartigkeit angesagt war. Aber diese ständigen Wechsel, das hält manch einer nur schwer aus.
Man möchte gar nicht glauben, was so ein kleines Loch im Hirn für Auswirkungen haben kann. Es ist zwar nur so 12 mm groß, hatte aber das Potential, mein ganzes Leben zu verändern. Heute könnte ich unter anderem, als Wetterstation durchgehen, und locker jeden Frosch ersetzen.

Der Nachteil an der ganzen Sache, ist, dass mein Gleichgewicht mir täglich von morgens bis abends eine lange Nase zeigt, was sehr an die Substanz geht.

Da würde man sich wünschen, öfter mal eine stabile Wetterlage zu haben, so dass zumindest an dieser Front relative Ruhe herrscht.

Aber bekanntlich ist das Leben ja kein Wunschkonzert.

Und so muss ich mir mal wieder in Erinnerung rufen, dass jenes Loch, sofern es an der falschen Stelle entstanden wäre, mich, aus dem Stand, von jeglichen Problemen und Betrachtungen befreit hätte.

Dann schon lieber Wetterfrosch spielen 😉 😉 😉

Es grüßt,
das Smamap

Schwankenderweise ……

Es ist wieder mal soweit …….. ich schwanke

Nun wären ja diverse Gründe dafür denkbar. Aber um jetzt nicht die Spekulationen in´s Kraut schießen zu lassen:
Als ich seinerzeit meinen Schlaganfall hatte, der mein hirnseitiges Gleichgewichtszentrum in Mitleidenschaft zog, wurde mir anschließend offenbart, dass ich damit rechnen könne, dass mein vegetatives Nervensystem sich ebenfalls zu Wort melden würde, um seine Daseinsberechtigung einzufordern.

Und seitdem weiß ich, was ältere Semester immer meinten, wenn sie davon sprachen, dass sie das Wetter und dergleichen merken.

Und ich kann es voll bestätigen: Dieses NS existiert.

Im Moment spinnt der Blutdruck, trotz Tabletten, wieder total, mein innig geliebter Schwindel macht sich lautstark bemerkbar, und mein Gleichgewicht (der Bruder vom Schwindel) streckt mir noch mehr die Zunge raus, als sonst.

Ich wollte das ja immer nicht glauben, und verweigerte auch NACH meinem Schlaganfall zuerst noch die Zustimmung dazu, dass Derartiges existiert.
Heute weiß ich definitiv, dass ich für die Bestimmung eines Wetterwechsels kein „Barometer“ benötige.

Das Ganze hat quasi Geburtstag. Denn jedes Jahr, etwa zur gleichen Zeit, im Winter, spielt das System verrückt.

Das alles ist nicht so einfach, wie man es sich ev. denkt. Der Kerl hatte sicherlich auch schon in den ersten Jahrzehnten seines Lebens derartige Aussetzer. Aber da spielte das alles noch keine Rolle oder wurde verbucht unter „Normalitäten“.

Wenn man  schon mal einen Schlaganfall gehabt hat, und das Gefühl genießen durfte, dass es jetzt zuende ist, dann bekommen solche Gefühle, dass etwas verrückt spielt, eine andere Bedeutung, und es fällt nicht mehr so leicht, dies unter „Normalitäten“ zu verbuchen.

Abschließend juckt es mich zu schreiben …….
Aber das sind alles Dinge, die interessieren einen Paragraphenreiter bei irgendeiner Behörde natürlich nicht die Bohne.

Es grüßt,
das Smamap

Abenteuer hoch 10

Wie schon mal berichtet, ist es durchaus ein Erlebnis, hier bei mir auf der Hauptstraße mit dem Rad zu fahren.

Die emotionalen Gemütszustände, wenn ein PKW so ganz knapp an einem vorbeifährt sind ev. mitunter dazu geeignet, die Blutdruckwerte in neue Regionen emporklettern zu lassen.

Ich dachte immer, es gäbe keine Steigerung dazu.

Falsch gedacht !!!

Nach längerer Zeit fuhr ich heute besagte Straße mal wieder mit dem Rad. „Länger“ deswegen, weil ich „dort draußen“ schon etwas länger nix zu tun hatte, und mich zudem eig darauf eingestellt hatte, dass ich, ob der fortgeschrittenen Jahreszeit, wohl eher nicht mehr mit dem Rad unterwegs sein würde.
Dass es immer noch 10 Grad und mehr hat, so ca. Mitte November, damit rechnet ja keiner.

Jedenfalls war es heute mal wieder soweit.

Und wie ich da also so unterwegs bin, überholt mich ein Sattelzug nach dem anderen. Schon ein außergewöhnliches Gefühl, wenn da so Kolosse mit 20 m und mehr an einem vorbeiziehen. Über den Abstand, den die von einem halten, will ich lieber mal gar nicht reden.

Mann, was war ich froh, wie ich endlich den Punkt erreicht hatte, wo es möglich war, auf dem Geweg zu fahren.

Und wie ich das so überdachte, da wurde mir plötzlich klar, weshalb, ausgehend von der Innenstadt, die ganze Strecke seit einigen Tagen ein absolutes Halteverbot ausgeschildert ist: Dort wo die Straße am Ortsrand in die Bundesstraße mündet, ist gesperrt, weil dort eine Ampel gebaut wird. Deshalb müssen die LKWs zwangsweise ihren Weg durch den Ort suchen, denn anders kommen sie nicht ins Gewerbegebiet, bzw. wieder davon weg.

Keine Frage, dass sich das nicht anders lösen lässt. Das ist Fakt und auch in keinster Weise ironisch gemeint.

Und so werde ich morgen, nachdem mich mein Weg wieder dorthin führt, einen anderen Weg wählen, einfach, wel das Ganze zu gefährlich ist. Noch dazu für jemanden, bei dem es beim Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt ist.

Jedoch kann ich jedem, der einmal einen Streßtest für Herz und Kreislauf machen will, nur empfehlen, auf einer relativ engen Hauptstraße, die mit Schwerverkehr ausgestattet ist, mal ein ganzes Stück mit dem Fahrrad zu fahren.

Wirklich ein Erlebnis.

Eine Vermutung möchte ich allerdings schon äußern: Wie die Strecke mit absolutem Halteverbot versehen wurde, da hat mit Sicherheit niemand dran gedacht, die Strecke für Radfahrer zu sperren, weil zu gefährlich. Ev. auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass in der Umgebung etliche Schulen angesiedelt sind.
Und so werde ich anschließend wohl noch ein Fax zum Thema an die Stadtverwaltung schicken, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Denn wenn erst was passiert ist, dann brauch ich es nicht mehr schicken.

Alles Gute,
Euer Smamap

Selbstmitleid

Ein Beitrag im Blog von MODEPRALINE (s.u.) hat mich dazu veranlasst, was über den gestrigen Tag zu schreiben.

Gestern war tatsächlich Montag. Also so ein RICHTIGER Montag. Ein Tag, an dem man lieber hätte im Bett bleiben sollen. Nein, also es war tatsächlich Dienstag, aber hätte auch so ein besagter Montag sein können, so wie der ablief:

Wenn ich aufstehe, ist das normal, dass das eine eher wacklige Angelegenheit ist. Seit damals, ist es mit meinem Gleichgewicht nicht zum Besten bestellt. Somit ist dann an „auf einem Bein stehen“, etwa zum Socken anziehen, überhaupt nicht zu denken. Nun, gestern beschloss ich dann nach dem 3. vergeblichen Versuch, auch vom an die Wand lehnen abstand zu nehmen, und setzte mich hin.

Vorher war das Vorhang öffnen total schief gegangen. Ich hielt den Vorhang plötzlich in der Hand.

Selbstverständlich schaffte ich es auch nicht, die Teetasse heil von der Küche an den Esstisch zu bekommen.

Nach dem Frühstück ging´s per Rad Richtung „Malerarbeiten“. Dort angekommen, nahm ich den Pinsel in die Hand, fing an, und 5 Minuten später gab der Pinsel seinen Geist auf. Gottseidank ist OBI nebendran, also flugs einen neuen Pinsel organisiert. Tauche den in die Farbe ein, setze an, und ZACK hab ich den Griff einzeln in der Hand.

Spätestens zu dem Zeitpunkt hab ich mir überlegt, was ich dem Tag den getan hatte, dass er sich derart bei mir revanchierte.

OBI tauschte den Pinsel ohne Probleme um. Beim Streichen der Fläche (draußen), erwies es sich natürlich, dass die Sonne genau SO auf die weiße Wand schien, dass ich kaum was sehen konnte. Die Sonnenbrille hatte ich natürlich nicht dabei.
Abschließend durfte ich dann noch feststellen, dass der Pinsel breiter war, als der Ursprüngliche, obwohl mir der OBI-Mann den gleichen gegeben hatte, und somit nicht in das Reinigungsgefäß passte.

Ich beschloss, an diesem, dem gestrigen Tag, nichts Wesentliches mehr zu machen.

Tja, es gibt solche „Montage“. Es scheint dann immer so, als habe irgendeine übernatürliche Kraft beschlossen, dass all das passiert. Aber daran vermag ich nicht zu glauben. Vielmehr wird es wohl, wie sonst auch, eher an mir liegen.
Aber lustig ist es schon (zumindest hab ich mir angewöhnt, es lustig zu sehen).

Es grüßt,
das Smamap