Eine schöne Zeit ….

Wie früher schon hie und da, habe ich in den letzten Tagen öfter mal an die Zeiten gedacht, die ich vor vielen Jahren ziemlich unbeschwert zum Teil bei meinen Großeltern verbrachte. Am Starnberger See.

Einmal hab ich letztens sogar davon geträumt.

Scheinbar haben diese Zeiten, v.a. während meiner Kindheit bis zur beginnenden Jugend, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Man fragt sich natürlich schon, warum sich die Erinnerung an diese Zeiten immer wieder einstellt.

Ja, es war eine unbeschwerte Zeit. Unbekümmert. Und es war eine glückliche Zeit. Völlig ohne Frage. Vll vermisst man Zeiten dieses Charakters, und erinnert sich deshalb.

Diese Unbeschwertheit und Unbekümmertheit, die sieht man „damals“ als normal. Und es war, mir zumindest, damals nicht klar, dass es Zeiten dieses Characters niemals wieder geben würde.

Da reihte sich damals ein Tag an den anderen. Über Wochen hinweg. Jeder Tag so schön, wie der andere. In der früh stand die Sonne am Himmel, ich hatte den Blick runter auf den See. Das Handtuch geschnappt, rein in die Badehose, und die paar Hundert Meter zum See runter.

Wie ich schrieb: Ein unbeschwertes Leben, in einer ländlichen Gegend, unter Freunden, mit den Großeltern, die sich um einen sorgten; ständig immer wieder Erlebnisse, die man als junger Mensch begierig wie ein Schwamm aufsog.

Vll stellt sich im Lauf der Jahre immer mehr die Erkenntnis ein, dass eine solch glückliche Zeit nie mehr wieder kommen wird. Vll erkennt man dies auch daran, dass die Welt immer komplizierter wird, und damit auch die Probleme mit denen man es zu tun hat.

Und es könnte sein, dass sich von da her das Gefühl einstellt, man sollte langsam mal beginnen, darüber nachzudenken, wie man es bewerkstelligen kann, nochmal eine Zeit zu erleben, die wenigstens annähernd an diese Zeit von damals herankommt.

Falls das so ist, dann hätte das sicherlich auch damit zu tun, dass sich immer wieder Erkenntnisse/Erlebnisse/Befindlichkeiten einstellen, die einem sagen, dass das Leben nicht unendlich ist, und es deshalb Sinn macht, mit solchen Überlegungen dann zu beginnen, wenn man in aller Regel noch genügend Zeit dafür hat….für solche Gedanken, und auch für die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Gewusst hat man das ja schon immer, dass das Leben endlich ist. So rein rechnerisch. Aber irgendwann fängt man auch an, das zu empfinden, dass es so ist.

Meine Eltern und meine Großeltern, sind, grob gesagt, etwa 75 Jahre alt geworden. Somit hätte ich also noch etwa 20 Jahre Zeit, mein Leben, im Rahmen meiner Möglichkeiten, so zu gestalten, dass ich unter dem Strich sagen kann: Es war schön!
Maßgeblich, für diese Beurteilung, wird dann mal wohl der Blick auf das Gesamte sein. Und möglicherweise ist dieses „Gesamte“ noch nicht so, wie es sein sollte.

Es grüßt,
das Smamap