Das Problem mit dem Backup

Das Problem mit dem Backup wird meines Erachtens maßlos überbewertet.

Jeder, der etwas auf sich hält, erzählt über die immense Bedeutung eines Backups, sprich einer Sicherung. Und wer keines habe, sei selber schuld

Nun, ich muss eingestehen, dass ich derlei einst selbst von mir gegeben habe.

Um eines gleich vorweg zu sagen ….

im produktiven Bereich gilt das nach wie vor. Wer dort kein Backup hat, ist tatsächlich selber schuld, ob der enormen Verluste, die im Ernstfall daraus entstehen.

Sei es bzgl. Geld, bzgl. Zeit oder bzgl. sonstiger Ressourchen. Denn etwa eine Buchhaltung ohne Backup, ist wie Autofahren ohne Sicherheitsgurt und Air-Bag. Und wer keine Komplettsicherung seines Servers hat, der verzichtet noch dazu auf Bremsen und Knautschzone.

Jedoch, im privaten Bereich, sehe ich dies mittlerweile anders. Erst recht im Bereich der mobilen Endgeräte.

Und NUR darum soll es hier gehen.

Ein „Backup“, im eigentlichen Sprachgebrauch, ist jemand/etwas, das die Funktion des Originals komplett übernehmen kann. Die Astronauten von Apollo 11 hatten, so wie alle anderen Raumfahrer auch, einen „Backup“, der sie ausfallsicher ersetzen konnte.

Die Frage ist, braucht ein privater Smartphonenutzer ein Backup?

Ich sage NEIN!

Der klassische Nutzer telefoniert, schreibt z.B. in WhatsApp oder SMS, spielt Spiele, schreibt eMails, surfed im Netz, und dergleichen Standards mehr.

Stellt man sich die Frage, ob ein solcher Nutzer jemals den Inhalt eines alten Chats benötigt, eine alte Mail oder SMS, so muss man diese Frage, ehrlicherweise, ebenso mit NEIN beantworten.

Wenn also das Smartphone den Geist aufgibt, gestohlen wird oder aus irgendwelchen Gründen zurückgesetzt werden muss, so kann man frohen Mutes, sofern man dazu in dem Moment in der Lage ist, die Situation dazu nutzen, das Smartphone nur mit dem zu bestücken, was man benötigt.

Dazu ist es allerdings erstmal nötig, das (Android)-Smartphone frisch zu installieren. Dazu benötigt man dann, in aller Regel, eMail-Adresse und Passwort seines Google-Kontos (zumindest DIESES sollte man sich sicher irgendwo notiert haben). Denn das Gerät ist mit diesem Konto verbunden, und ohne die Zugangsdaten zu diesem Konto in aller Regel nicht zu installieren.

Nach der Grundinstallation ist dann nahezu alles vorhanden, was man so braucht.

Was nicht vorhanden ist, lässt sich leicht installieren. So holt man sich dann (im Fall eines Android-Gerätes) zB WhatsApp aus dem PlayStore und gut is.

Freilich muss man sich dann, um beim Bsp zu bleiben, in WhatsApp die eigene Handy-Nummer neu verifizieren, aber das ist sicherlich eine der leichtesten Übungen.

Bleiben die Kontakte. DIE sollte man dann schon regelmäßig gesichert haben. Das ist aber eine Übung die nur wenige Sekungen umfasst, indem man die Kontakte 1x im Monat exportiert. Die Kontakte-App beinhaltet dazu eine entsprechende Möglichkeit.

Und genauso kann man diese Kontakte dann auch wieder importieren. Fertig.

Wer dann noch einen Passwortmanager verwendet hat, muss dann auch nur die entsprechende App installieren, sich mit dem MasterPasswort darin anmelden, und schon hat man alle Benutzernamen und Passwörter, über das Netz, wieder zur Verfügung.

Wenn man also sein Smartphone „verloren“ hat (auf welche Weise auch immer), könnte man das auch positiv sehen, nämlich als Möglichkeit, das ganze Zeug da drauf auf das zu minimieren, was man WIRKLICH braucht. Es ist, in solchen Fällen, immer überraschend, was alles überflüssig war.

Was Überflüssiges angeht, so könnte man dazu auch die ganzen Fotos zählen, die man so mit sich rumschleppt. Soweit muss man aber nicht gehen. Meinereiner nutzt die Fotos-App von Google, die gemachte Fotos stets in die Cloud sichert. Somit heißt es im Ernstfall: App installieren, sich anmelden, und die ganzen Fotos stehen wieder zur Verfügung.

Nun will ich niemandem sein Backup nehmen oder die Zeit, die man dafür regelmäßig aufwendet (nebenbei …. ein echtes Backup eines Smartphones zu erstellen, ist keine einfache Sache). Und die „Experten“ sehen das Thema sicherlich anders, denn die haben nochmal ganz andere Sachen auf ihren Geräten laufen. Und Diejenigen, die das Gerät beruflich nutzen, sicherlich auch. Letztere haben dann allerdings IT-Experten aus der Firma im Hintergrund stehen, die für alles Nötige sorgen.

Bleibt noch das Thema „Google“. Wenn man ein Android-Smartphone neu aufsetzen muss, kommt Vieles (nicht alles) über die Google-Server automatisch auf’s Gerät. WENN …. ja wenn man zugelassen hat, dass alles, was man so hat, auf den Google-Servern gesichert wird. Da muss ich sagen, DAS habe ich abgeschalten (was ja ganz einfach geht). Ich mag es einfach nicht, wenn eine Firma, die mit Datenweitergabe Geld verdient, meine ganzen Daten „einfach so“ zur Verfügung bekommt.

Deshalb sichere ich mir meine Kontakte (wie beschrieben), meine Passwörter und meine Fotos …. Ende im Gelände.

Entscheiden und verantworten muss derlei, selbstverständlich, jeder selbst. Mit der beschriebenen Verfahrensweise fahre ich seit Längerem problemlos.

Freilich ist die Neuinstallation eines Smartphones oder Tablets eine zeitintensive Sache. Den Knopfdruck, und alles ist, wie von Zauberhand, wieder da …. das gibt es halt leider nicht …. egal, wie auch immer man vorgeht.

Mit einem iPhone stellt sich das Thema nochmal etwas anders dar. Allerdings sollte man ohnehin immer jemanden zur Hand haben, „der sich mit sowas auskennt“. Denn eine Neuinstallation ist nicht deshalb einfacher, weil ein Smartpohne sehr viel kleiner ist, als ein PC. Was man sich, meiner Meinung nach, sparen kann, ist der immense Zeitaufwand, sich Dinge zu sichern, die hinterher kein Mensch braucht. Ich erinnere auch an Zeiten, als es derlei „Tand“ noch nicht gab. Es gab für Wichtiges nur das Papier. Und ehrlicherweise muss man zugeben, dass sich daran nichts geändert hat.

Alles andere lässt sich sehr einfach beschaffen, sofern von Bedeutung. Ein Foto kann man nochmal aufnehmen. Die Kontaktdaten von XY hat jemand; zur Not kann man XY auch schnell mal besuchen oder gar mal wieder einen Brief schreiben. Und falls man das Passwort für den Zugang beim Stromlieferanten, auf dessen Homepage, nicht mehr hat, so ruft man dort an oder nutzt auf deren Homepage die „Passwort vergessen“-Funktion.

Führt mich abschließend zu dem Hinweis, dass ich meinen PC seit 1 Jahr im Eck stehen habe (mache seitdem alles mit meinem Tablet), und NICHTS, aber auch absolut NICHTS davon gebraucht habe. Ich hatte mir damals den PC erst frisch eingerichtet (wegen Umstiegs von Windows auf Linux), und noch keine Zeit gehabt, mir irgendeine Art von Backup einzurichten. Man sieht …. es wäre auch absolut überflüssig gewesen, das zu tun.

Soll nicht heißen, man müsse sich um seine Daten nicht kümmern. Aber es sollte reichen, sich beim „Kümmern“ auf das zu beschränken, was notwendig ist. Das Problem mit dem Backup scheint also keines zu sein.

Das führt, für mich, geradewegs, zum Thema „Virenscanner“ …. aber das ist ein anderes Thema.

Es grüßt
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Automatische Updates von Google-Apps abschalten

Heute mal wieder etwas gesehen, was ich als totale Frechheit empfinde (Sorry, ob der Ausdrucksweise, aber was anderes fällt mir dazu nicht ein): Thema …. Automatische Updates von Google Apps.

Wenn ich mir heutzutage ein Smartphone/Tablet anschaffe, dann ist da in aller Regel das Betriebssystem „Android“ drauf. Bekanntermaßen von Google. Ein GUTES Betriebssystem. Ohne Frage.

Google handhabt das aber so, dass Etliches an sog. „Bloatware“, also unnötigen Apps, schon installiert ist, ohne dass man diese löschen könnte. Beispiel dafür wäre „Google Play Kiosk“ oder „Google Play Bücher“ oder „Hangouts“ etc etc etc.

Was man machen kann, ist, diese Apps zu deaktivieren. Beim Deaktivierungsvorgang jeder dieser Apps, kann man zuvor dann auch die bisher installierten Updates zu der App deinstallieren, und schafft es damit zumindest, die App auf den Urzustand zurückzuführen. Damit wird die App wesentlich kleiner, und der von ihr verbratene Speicher reduziert sich erheblich. Es macht ja schon einen Unterschied, ob eine App inkl. aller Updates 70 MB ausmacht oder in der Urversion nur 20 MB.

Auf meinem Notfall-Unterwegs-Smartphone für die Hosentasche macht das schon einen erheblichen Unterschied, ob mit all diesem installierten Quatsch noch 1,8 GB Speicher frei sind oder dann, wenn ich Obiges durchgeführt habe, dann immerhin 2,5 GB.

Also habe ich das mal auf meinem Allerwelts-Smartphone durchgetestet, welche dieser ganzen Apps von Google problemlos zurückgeführt/deaktiviert werden können. Google sagt einem das ja nicht bzw. warnt noch davor, dass irgendwas dann nicht mehr funktionieren könnte, was …. sorry …. totaler Bullshit ist.

Es braucht von Google auf dem Gerät nur 4 dieser Apps, und nicht sage und schreibe 16 Stück. Was man nicht deaktivieren sollte, ist „Google“, „Google-Play-Store“, „Google-Play-Dienste“ und „Google-Text-in-Sprache“.

Wo ich dann aber geschaut habe, wie ein Vogel wenn’s blitzt, ist, dass Google nicht nur die Unverfrorenheit besitzt, diese überflüssigen Apps zwangsweise un-deinstallierbar zu gestalten, sondern auch noch, diese von mir deaktivierten Apps, trotzdem automatisch upzudaten, sobald für eine solche App eben ein Update vorliegt. Dabei wird die App dann auch gleich wieder aktiviert.

Und damit nimmt die App dann wieder den vollen Speicher ein, den sie zuvor auch hatte.

Ich würde ja schon gerne haben, dass ICH darüber die Lufthohheit behalte, was auf meinem Gerät so abläuft. Jedenfalls möchte ich NICHT, dass Google das bestimmt. Und wenn ich etwas deaktiviere, dann wird das schon seinen Grund haben.

Der Leser merkt an dieser Stelle, dass ich bei sowas immer einen dicken Hals bekomme. Also erstmal mal selbst runterfahren (nicht das Smartphone 😉 )!!!

Also was tun, bei einem alten Smartphone, damit da nicht wieder ständig besagte automatische Updates drauflaufen, und all diese Apps wieder aktiviert sind.

Es gibt die Möglichkeit, pro App, diese automatische Updaterei, die Google von vorneherein so einstellt, abzuschalten. Dies war mir allerdings dann doch zuviel Aufwand (mal sehen, wenn ich mal viel Zeit habe, dann mache ich das ev.). So habe ich mich dann dafür entschieden, automatische Updates generell abzuschalten.
Dazu startet man den PlayStore, geht oben auf das 3-Striche-Menü, und dort dann auf „Einstellungen“. Dort gibt es dann einen Punkt, über den man die automatischen Updates generell ein-/ausschalten kann.

Automatische Updates

SO (oder so ähnlich) sieht dieser Punkt aus

 

Dort ausgeschalten, gibt es dann natürlich generell keine autom. Updates mehr. In diesem Fall muss man halt dann, von Zeit zu Zeit mal nachschauen, für die Apps, die man selber tatsächlich nutzt, und doch updaten möchte, ob denn nicht eine Aktualisierung vorliegt.
Das macht man auch über den PlayStore, über das 3-Striche-Menü, und dort über „Meine Apps und Spiele“. Wenn man dann etwas runterscrollt, werden dort die Apps aufgeführt, für die es Aktualisierungen gibt. Tippt man dort dann jeweils auf „Aktualisieren“, dann wird das Update damit manuell gestartet. Dort sind dann zwar auch die Aktualisierungen für jene Apps aufgelistet, die deaktiviert sind. Diese muss man dann halt außen vor lassen.

Wie schon gesagt, es gibt auch die Möglichkeit, die generelle autom. Aktualisierung eingeschalten zu lassen, und für die Apps, für die man das nicht möchte, dies Automatik einzeln abzuschalten. Das macht man dann auch über „Meine Apps und Spiele“ und tippt dort die jeweilige App an. Über das 3-Punkt-Menü kann man dann autom. Updates für diese App ausschalten.

Auf meinem alten Smartphone mit Android 5.1 funktioniert das alles so. Bei neueren Android-Versionen sieht das funktionell ev. etwas anders aus, aber sollte im Prinzip genauso ablaufen.

Es gibt natürlich auch die Nutzer-Einstellung, dass man alles so lassen möchte, wie es ist – frei nach dem Motto „was soll’s“.
Es ist eben eine persönliche Einstellung, ob man sowas möchte oder nicht, das auf dem eigenen Gerät Sache laufen/ablaufen, über die man keine Kontrolle hat. In der Konsequenz hat man letztere nicht mehr bzw. darf sich dann demnächst ein anderes Gerät zulegen, weil der Speicher zuende ist (speziell bei etwas günstigeren Geräten, die halt nicht grade eine üppige Ausstattung aufweisen).

Es grüßt,
das Smamap

Fotos die 3.

Jüngst hatte ich HIER und HIER ein paar Eindrücke und Erläuterungen von mir gegeben, wie sich das Konzept der Fotos-App von Google für mich darstellt.

Nachdem ich die App jetzt etliche Tage in Benutzung hatte, kann ich feststellen, dass es, für mich zumindest, absolut erholsam ist, sich keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, WO sich ein Foto befindet, das ich mit einem mobilen Gerät geschossen habe, denn es befindet sich IMMER in der Cloud, also quasi auf der Internet-Festplatte.

Und weil dem so ist, habe ich mit JEDEM Gerät, mit dem ich über mein Google-Konto angemeldet bin, Zugriff auf dieselben Fotos.

Praxisbeispiel aus dem privaten Bereich:
Ich benötige ein Gewürz eines bestimmten Herstellers, mache zuhause mit dem Tablet ein Foto von der alten Packung und im Supermarkt öffne ich dann die Fotos-App auf dem Smartphone und habe jenes Bild zur Auswahl zur Verfügung. Obwohl ich das Foto mit diesem Gerät gar nicht gemacht hatte.

Genau das Gleiche könnte ich mit einer Rechnung veranstalten, mit einem Zubehörteil oder mit einer Arznei.

Das Ganze vereinfacht sich damit, nachdem irgendwelche Überspielereien, von einem Gerät auf das andere, schlicht entfallen.

Zwar gibt es da ein paar Unwägbarkeiten, von denen ich in meinem letzten Beitrag zum Thema berichtete, aber mal unabhängig davon, ob diese Punkte an meiner Wenigkeit liegen oder am Konzept der Fotos-App, so kann man mit diesen wohl leben.

Und wer kein Problem damit hat, dass seine Fotos auf einem Google-Server, irgendwo im Ausland liegen, der hat mit der App, so finde ich, eine sehr brauchbare Lösung für ein zentrales Fotoalbum.

Ich, für meinen Teil, habe der App die Berechtigung zur Standortermittlung in den App-Einstellungen entzogen, so dass sie dies weder über GPS noch über Netzdienste tut, habe darüber hinaus mein GPS ohnehin meistens aus, und werde DANN, wenn zentrale, umfassende Clouddienste endlich auch in D angeboten werden (die ersten Schritte dazu sind ja bereits gemacht), auch dorthin wechseln – denn die Datenschutzbestimmungen in D sind halt doch eine „klitzekleines Bischen“ anders, als an einem Serverstandort, der sich irgendwo auf einem Inselstaat befindet.

Was mir bleibt, ist, die Sache mit den Alben zu durchblicken, die die Fotos-Cloud-Lösung von Google anbietet. Das werde ich dann auch noch schaffen – sei es zeitlich oder energetisch.

Es grüßt,
das Smamap (www.wkfm.eu – WasKeineFreudeMacht)

Nougat – der etwas andere Brotaufstrich

Wer „Nougat“ liest, denkt wohl meist an jenen dunkelbraunen Brotaufstrich.

Die alternative Bedeutung jenseits eines Brotaufstrichs ist die des Android-Betriebssystem, welches auf mobilen Endgeräten läuft.

Der Hersteller von Android, also Google, vergibt für die verschiedenen Versionen Namen von Süssigkeiten, also z.B. Marshmallow oder eben Nougat.

Vor ca. 4 Wochen kam jenes Update auch auf meinem Samsung Galaxy S2 Tablet an. Also rund 1/2 Jahr nach der Veröffentlichung durch Google. Wie schon berichtet, brauchen die diversen Endgerätehersteller immer eine Weile, bis sie die neuen Android-Versionen auf die Geräte angepasst haben, weil jeder Hersteller eine Android-Version mit „Extras“ ausstatten kann, und diese „Extras“ in jeder neuen Version berücksichtigen muss.

Nun – meine Erfahrungen mit Nougat sind bisher eher positiv. Ich hatte das ja schon in einem anderen Beitrag kurz angerissen, dass mich die Möglichkeit fasziniert, dass sich 2 Apps den Bildschirm teilen.

Wie in jenem Beitrag schon angeführt, gibt es genügend Inhalte im Web, die die Neuerungen beschreiben, weshalb ich das hier nicht im Einzelnen wiederholen muss.

Also mal die Dinge aus persönlicher Sicht:

  • Ich finde, das Einstellungsmenü von Android ist sehr viel übersichtlicher geworden. Zuerst hatte ich nichts mehr gefunden, schlicht deswegen, weil ich mich an das alte Menü aus Android6 gewohnt hatte, und trotz seiner Unübersichtlichkeit auswendig wusste, wo ich die wichtigsten Sachen finden würde.
    Jetzt hat das Menü logische Struktur bekommen, und viele Dinge findet man auf Anhieb, v.a. wegen der Zusatzangaben unter jedem Menüpunkt.

    Brotaufstrich

    Das Menü von Android 7, alias Nougat

  • Was mir spontan negativ auffiel, war die jetzt kleinere Schrift der Benachrichtigungen, die sich nicht ändern lässt (zumindest habe ich im Netz nur diese Auskunft gefunden).
  • Die Teilbarkeit des Bildschirm erwähnte ich schon. Enorm hilfreich, wenn es darum geht, Informationen aus einer App/Dokument, in einer anderen App/Dokument zu verwenden. Wenn ich also z.B. die Inhalte einer Excel-Tabelle benötige, um diese in einer Mail wiederzugeben, so war das bisher immer ein ständiges Hin- und Herschalten zwischen verschiedenen Apps. Mit dem neuen Brotaufstrich habe ich beides gleichzeitig am Bildschirm.
  • Was sich bei mir eingestellt hat (leider), ist, dass die Bandbreite meiner WLAN-Verbindung, unter Nougat, sehr viel geringer ausfällt. Die bisherigen reichlich 190 Mbit haben sich auf ca. 120 Mbit verringert. Woher das kommt, warum und wieso, kann ich bisher nicht erklären. Es gibt keinerlei Informationen dazu im Netz. Das könnte entweder ev. damit zu tun haben, dass es nix mit Nougat zu tun hat (obwohl das die einzige Veränderung ist, die zu dem Zeitpunkt stattfand) oder es könnte damit zu tun haben, dass dies ein spezieller Effekt auf meinem Tablet-Typ ist.
    Zudem ist es eher wahrscheinlich, dass nur extrem wenige Anwender einen vorher/nachher Vergleich zur Verfügung haben.
    Wobei natürlich 120 Mbit auch immer noch weit jenseits von „wenig“ ist.
  • Spontan funktionierte der Google-PlayStore nicht mehr nach dem Update. Die Suche fand schlicht nichts mehr (wenn ich mich richtig erinnere). Der Such-Kringel kringelte sich zu tode. Ein Geräte-Neustart am nächsten Morgen brachte dies allerdings wieder in´s Lot.
  • Was mich anfangs nicht störte, dann aber doch immer mehr, war die Tatsache, dass sich Ordner auf dem Homescreen nicht autom. schlossen, wenn ich daraus eine App aufrief und sie zuletzt wieder beendete.
    So sehr es logisch war, dass ich nach App-Ende wieder dort ankam, von wo ich ausging, nämlich im Ordner, so sehr störte es eben doch, dass ich dann immer noch erst den Ordner schließen musste, bevor ich mich der nächsten Aufgabe zuwenden konnte.
    Lösung: Ich ersetzte den Standard-Launcher durch den sehr weit verbreiteten und akzeptierten Nova-Launcher. DER kann das.
Man könnte nun den Eindruck gewinnen, dass ich vom neuen Brotaufstrich nicht allzuviel halte, weil die Anzahl der negativen Punkte, in der obigen Auflistung, überwiegt.
Jedoch sind die neg. Punkte eher unwesentlich bzw. leicht zu beseitigen. Oder aber aktzeptabel.

Rundherum finde ich Nougat nämlich gelungen. Was nicht wirklich verwundert, weil doch viele Dinge gemacht wurden, die entweder etwas Gutes weiterentwickelten oder dem Wunsch der Anwenderschaft entsprechen.

Was überdies noch verlautbarte, ist, dass künftige Versionen rascher kommen sollen, was den Zeitabstand zwischen Veröffentlichung seitens Google, und Veröffentlichung seitens Gerätehersteller angeht. Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Geräte auch noch die neuen Versionen bekommen.
Die Erfahrung lehrt ja, dass Modelle, die über ein bestimmtes Alter hinausgehen, keine Updates mehr erhalten. Und die Halbwertszeit wird dabei doch immer kürzer.

Was mich zum Thema zurückkehren lässt: Ein Brotaufstrich hat ja immer auch ein MHD.

Es grüßt,
das Smamap

Google – die 2.

Kürzlich hatte ich HIER erläutert, wie ich vorgegangen war, um mein Tablet möglichst Google-frei zu machen, und zu verhindern, dass die Datenkrake mein Gerät vereinnahmt.
Ich muss dazu noch einen Nachtrag liefern, weil nämlich an einer Stelle dann doch eine Einschränkung kommt, wenn man das so umfänglich realisiert, wie ich das beschrieben hatte.

Wenn man nämlich am Schluss auch noch das Google-Konto komplett entfernt, dann geht der App-Store nicht mehr.

Allerdings ist es ja so, dass ich in meinem Artikel schon beschrieben hatte, dass die Entfernung des Kontos, nach allen anderen Maßnahmen, eigentlich überflüssig ist, da eh schon alles abgeschaltet.

Also sprach nichts dagegen, das Google-Konto, welches beim Aufruf des App-Store, als fehlend gemeldet wird, dort wieder einzugeben. Apps herunter zu laden bzw. Updates derselben, das soll ja schon weiterhin funktionieren. Zumal es ja auch Sinn macht, den App-Store als einzige Quelle für Apps zu nutzen, um die Sicherheit möglichst hoch zu halten (Stichwort: Malware).

Was man allerdings beachten sollte, ist, dass bei o.g. Wiedereingabe des Kontos (xyz@gmail.com) zwar gefragt wird, ob man die  WLAN-Passwörter wieder speichern möchte (was ich natürlich nicht wollte, und deshalb den Haken dort entfernt habe), jedoch mit Aktivierung des Kontos automatisch (OHNE Nachfrage), die ganzen Synchronisationen wieder eingeschalten werden (was ich erneut als Frechheit empfinde, denn ich möchte selbst entscheiden, was auf meinem Gerät passiert). Es ist zwar anzunehmen, dass über die Nutzungsbedingungen des App-Store in irgendwas „Kleingedruckten“ dies bewilligt wird, aber der Eindruck, über den Tisch gezogen zu werden, der bleibt.

Also ging ich dann wieder über die Einstellungen auf „Konten“ und habe dort im Google-Konto alles deaktiviert. Es hat Google schlicht nichts anzugehen, wie meine Kontakte oder meine App-Daten aussehen, sprich die haben nichts auf Google´s Servern zu suchen.

Fazit: Ohne Google-Konto ist es nicht mehr möglich auf den App-Store zuzugreifen. Jedoch spricht ja nichts dagegen, diesem wieder das Google-Konto zu hinterlegen. Nach dem Motto „trau-schau-wem“ muss man dann allerdings die Synchronisationseinstellungen in Android wieder abschalten.
Wenn es noch eines Nachweises bedurft hätte, dass Google macht, was es will, ohne einen zu fragen, dann ist er insofern erbracht, als besagte Einstellungen klammheimlich wieder aktiviert wurden.

Es grüßt,
das Smamap

Mein Tablet und Google ….

Google holt sich sehr viele seiner Informationen von Smartphones und Tablets, ohne dass man das merkt.

Wie das?

Sehr einfach …. Android, das Betriebssystem auf den meisten dieser Geräte ist von Google.

Ich hab mir einen Artikel aus der letzten Chip vorgenommen, und nach einigem Zögern jetzt mal abgearbeitet.

Die hatten dort mal ein Nexus 5 genommen und zunächst festgestellt, dass da aktuell über 2 Dutzend Google Apps im Hintergrund werkeln und Daten sammeln.
Zudem interessiert sich Android weiter dafür in welchem WLAN man surft, speichert Passwörter und Anruflisten auf Google-Servern und dergleichen mehr.

Viele dieser Google-Apps kann man zwar nicht löschen, was eine Frechheit ist, aber man kann sie zumindest deaktivieren. Damit werden diese Apps nicht mehr automatisch gestartet und tauchen auch nicht mehr im App-Menü auf.

Also bin ich jetzt mal hingegangen und habe alle Google-Apps, die ich nicht verwende oder für die ich ohnehin Alternativen nutze, deaktiviert.

Als da wären: Gmail, Kalender, Hangouts, Play Music, Drive, Google App, Play Filme & Serien. Das geht ganz einfach in den Einstellungen, im Anwendungsmanager.
Damit Android meine WLAN-Passwörter und Anruflisten nicht mehr auf Google-Server speichert, habe ich in den „Einstellungen“ unter „sichern & zurücksetzen“ dort „meine Daten sichern“ auf „Aus“ gesetzt.
Sodann habe ich noch, auch in den Einstellungen, in „Konten“ im Google-Konto alle Google-Dienste auf „Aus“ gestellt, die ich nicht brauche.
Und dann habe ich noch unter „Einstellungen/Google“ die Dienste ausgeschaltet, die mir ansonsten zu neugierig vorkommen, v.a. aber „Smart Lock für Passwörter“, mit dem sich Google App-Passwörter merkt, und den „Standardverlauf“, damit meine Bewegungen nicht mehr aufgezeichnet werden.

Damit war alles erledigt, wobei ich dann doch noch eines gemacht habe, was zwar durch die anderen Schritte in gewisser Weise schon überflüssig war, aber das Ganze doch abgerundet hat: Ich habe mein Google-Konto gelöscht, also jenes xyz@gmail.com.
Zwar wird einem das zu Beginn der Einrichtung eines Smartphones/Tablets ziemlich unter die Nase gehalten, man solle das Einrichten, aber zur Funktion eines solchen Gerätes braucht man kein Google-Konto. Es geht auch total ohne. Google hätte das halt gerne. Um Daten zu sammeln, zu synchronisieren, und damit eben „zu haben“. Also ging ich unter „Einstellungen“ auf „Konten“, dort auf mein Google-Konto, dort wiederum auf „Mehr“ und wählte „Konto entfernen“.

Das Konto als solches existiert bei Google nach wie vor, so dass man sich dort auch einloggen und z.B. eMails lesen kann, aber auf dem Smartphone/Tablet ist es entfernt, und die Verbindung zu Google gekappt.

Nach alle diesen Maßnahmen verwende ich mein Tablet weiterhin wie gewohnt und bisher ohne irgendwelche Abwandlungen in den Handhabungen.

Ich habe nur Eins festgestellt: Google legt es immens darauf an, den Eindruck zu erwecken, als bräuchte man das alles, was aber schlicht nicht der Fall ist.
Zwar war es ziemlich easy, bei Einrichtung meines Tablets viele Daten ad hoc zur Verfügung zu haben, weil sich das Android so manche Daten von den Google-Servern holte, wo sie mein bisheriges Smartphone abgelegt hatte. Aber offen gesagt macht das ohnehin mehr Sinn, sich alles neu einzurichten, um nicht Unmengen Karteileichen mitzuziehen. Was nutzen mir Kontakte, die es seit Jahren nicht mehr gibt. Was weitaus mehr Sinn macht, ist, sich vor Aufgabe eines Gerätes zu überlegen, welche Daten man auf die ohnehin vorhandene SIM-Karte bzw. SD-Karte absichert/exportiert, um sie im neuen Gerät dann wieder einzulesen. Und für Apps, die ich nicht mehr nutze, gilt das gleichermaßen.

Einen weiteren Weg gibt es, rein theoretisch, noch, um absolut alles, was mit G zu tun hat, zu vermeiden. Vereinfacht gesagt: Ein Android aufspielen, das so überarbeitet wurde, dass all die G-Apps, die man normalerweise nicht löschen kann, erst gar nicht enthalten sind. Aber derlei ist etwas heikel, weil man damit die Geräte-Garantie ev. verliert, wenn nicht gar das ganze Gerät zerstört (liest man zumindest).

Aber mit den Maßnahmen, die ich jetzt durchgeführt habe, ist ja schon sehr viel erreicht.

Wovon ich mich dabei nicht getrennt habe, ist der Browser Chrome und Google-Maps.
Ersteres benötige ich aus bestimmten Gründen, und Letzteres ist dann doch eine schöne Sache wenn ich in der Stadt X die Straße Y suche.

Aber SO stelle ich mir das vor, dass ich nämlich DAS verwenden kann, was ICH für sinnvoll empfinde und mir in freier Entscheidung aussuche, ohne dass Datenberge gesammelt werden.

Es grüßt,
das Smamap

Google und das Ende des Computers

Jüngst war da die Entwicklerkonferenz Google I/O.

Was dort so offenbart wurde, sollte, meiner Meinung nach, zu großem Nachdenken Anlass geben.

Nur einiges davon, dem Googles CEO Ausdruck verliehen hat:
Google will das Zentralgehirn für maschinelles Lernen und die Schnittstelle zur Welt werden.
Der Anfang davon ist der dort vorgestellte „Google Assistant“ (vergleichbar Cortana oder Siri).
Was den Google Assistant unterscheidet, ist die Ressource im Hintergrund. Er ist die Schnittstelle zu dem Wissen, das Google seite Jahren anhäuft und zu einem intelligenten Netz aus Wissen verknüpft hat.
KI first, heißt das (künstliche Intelligenz). Etwas an dem Google seit Jahren arbeitet.
Mit der Öffnung nach außen wird dieses intelligente Netz nun noch viel größer. Jeder, der Googles Dienst benutzt, vergrößert damit das Wissen der KI-Algorithmen.
Damit das alles funktioniert, muss diese gewaltige Wissensmaschine selbst intelligent werden, Daten selbständig aufbereiten, verdichten und sinnvolle Zusammenhänge herstellen.
Der Weg geht von menschlicher Informationsverarbeitung hin zur maschinellen.
Hardware ist nicht mehr zentral, sondern eine Software, die das Nutzerbedürfnis über Rechenzentren interpretiert und kontextgenaue Lösungen anbietet.
Die Hardware ist dabei nicht mehr so wichtig und vielfältig (Uhr, Auto, Sprachschnittstelle, Brille).

Ich kann mir nicht helfen, aber bei mir schrillen da die Alarmglocken.

Wir geben die Steuerung unseres Verhaltens an Rechenzentren ab. Was wir tun, wohin wir gehen, welche Informationen wir bekommen und welche nicht, das entscheidet künftig dann eine Software? Welche Verknüpfungen da aufgebaut werden zwischen verschiedenen Wissensdetails, das entzieht sich unserer Kenntnis?

Ein fiktives Beispiel:

Wir sind in der Stadt unterwegs, zufuß oder mit dem Auto, das Rechenzentrum weiß, wo wir sind, GPS macht´s möglich, wir haben einen Termin beim Arzt, Google weiß das, denn schließlich hat der Arzt seinen Terminplaner dort am Laufen, Google weiß auch, welcher Arzt, wie lange also vermutlich der Arztbesuch dauern wird, kennt die Geschäfte in der Umbebung, informiert uns über die Angebote dort, wir gehen hinterher einkaufen, natürlich in den Geschäften, die uns vorgeschlagen wurden; im letzten Geschäft wird der Inhaber informiert, dass wir unser Konto überziehen, dessen Stand natürlich laufend bei Google bekannt ist, worauf wir höflich darauf hingewiesen werden, dass der Kauf leider nicht möglich ist usw usf.

Letztlich steuert Google, wohin wir gehen, was wir kaufen, wieviel wir kaufen, wer unser Geld bekommt, wer also Umsatz macht, welche Geschäfte letztlich pleite gehen, mangels Umsatz, was wir essen, welche Informationen wir bekommen etc etc

Und das alles, weil wir das mit uns machen lassen, weil der Mensch bequem ist, und weil diejenigen, die dafür verantwortlich sind, es nicht beizeiten sicher gestellt haben, dass nicht eine Firma ein Monopol auf Informationen hat.

Bleibt die Frage, was sonst noch alles, über unsere Köpfe hinweg, entschieden wird. Das obige Bsp. war ja nur Kleinkram. Es könnte ja auch darum gehen, wen wir mögen, wen wir nicht mögen, welche Länder pleite gehen, welche Ressourcen wohin verkauft werden (Stichwort ÖL), welche Nachrichten wer erhält und was auf dieser Grundlage entschieden wird. Es sind schon Kriege aus geringerem Anlass geführt worden.

Wer also kontrolliert letztlich unser Leben? Ich weiß, ein Stück weit utopisch und vll auch paranoid. Wobei ich lieber sage: Vorsichtig und vorausschauend. Aber lieber DAS, als dann hinterher sagen, dass wir es nicht sehen wollten, aus lauter Bequemlichkeit.

Andererseits, wenn die Entwicklung auf der Welt so weitergeht, wie in den letzten Jahren, was Klima, Kriege, Hunger, Flüchtlingsströme und Dergleichen angeht, dann brauchen wir uns über Google und KI vermutlich eher keine Sorgen machen.

Es grüßt,
das Smamap

Was gehen ebay meine Bilder an?

Wie kürzlich berichtet, habe ich auf meinem PC im Browser die Cookies abgeschalten, weil ich nicht einzusehen vermag, dass irgend jemand meine Daten speichert, sich holt und Dinge damit „fabriziert“, von denen ich nicht einmal etwas weiß.

Bisher hatte ich dadurch nur den einen Effekt, von dem ich ja auch berichtete, dass ich die Site der BILD nicht mehr mir ansehen kann. Das war natürlich ein enormer Verlust 😉

Jetzt bin ich drauf gestoßen, nachdem ich nach längerer Zeit mal wieder was über ebay verkauft habe, dass es ohne Cookies nicht mehr möglich ist, in einem Angebot ein Bild hoch zu laden. Nachdem ein Angebot ohne Bild heute nicht mehr möglich ist, wäre ich also nicht mehr dazu in der Lage, dort was zu verkaufen.

WAS, so frage ich mich, hat ebay mit meinen Bildern zu schaffen? Wozu ist es notwendig, ein Cookie auf meinem Rechner abzulegen, das mit meinen Bildern zu tun hat?

Nun, soll mir egal sein. Ich hab dann gestern kurzzeitig die Cookies wieder zugelassen, um mein Angebot einstellen zu können. Danach habe ich dann beschlossen mir einen kleinen Browser zu installieren, NUR für die Dinge, die ohne Cookies nicht gehen (was nicht heißen soll, dass BILD für mich ein Thema sein wird 😉 ).
Ich werde jenen Zweit-Browser dann so einstellen, dass jedesmal beim Schließen des Browsers sämtliche Chroniken/Cookies wieder gelöscht werden.

Man sieht auch an diesem kleinen Bsp. was die Seitenbetreiber so alles an Daten auf PCs ablegen, um mit ihnen was zu „fabrizieren“, ohne dass man dies weiß.

Das alles hat nichts mit Paranoia zu tun. Ich bin mittlerweile schlicht der Ansicht, dass ich schon wissen möchte, was mit meinen Daten angestellt wird. Zumindest aber, DASS ÜBERHAUPT etwas mit meinen Daten angestellt wird.
Und wenn ich das nicht zu wissen bekomme, dann soll auch niemand meine Daten haben.
Ich würde ansonsten, und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, über kurz oder lang „schauen wie die Schwalbe wenn’s blitzt“, was so alles damit getrieben wird (und die Einblendung von irgendwelchen Werbungen ist da noch die leichteste aller Übungen).

Man möge sich in dem Zusammenhang nur mal überlegen, dass Google Mrd. damit verdient.

Es grüßt,
das Smamap

Windows10 und ein Ende?

Hab grad eben gelesen, dass die PC-Absätze im Keller sind, und auch der Windows10-Effekt kaum zum Tragen kommt ( s. HIER).

Viele orientieren sich mittlerweile Richtung Notebook/Tablet oder haben ein größeres Smartphone.

Ich muss sagen, wenn ich ein etwas größeres Tablet mir leisten könnte, dann würde mein PC vermutlich auch in der Ecke stehen. Ungenutzt.

Es gibt kaum mehr was, was man nicht auch auf dem Tablet machen könnte; Windows10 muss man nicht haben, noch dazu, wenn man sich dafür einen neuen PC kaufen müsste, und es ist doch weitaus angenehmer, mobil zu sein, also die Dinge nahezu überall machen zu können, und sich nicht zuhause an die Kiste setzen zu müssen bzw. darauf warten zu müssen, bis man dort ankommt.

Klar, vor 30 Jahren gab es all das überhaupt nicht, und man lebte auch. Aber ob man will oder nicht, Messenger, Internet und SMS sind heute Bestandteil unseres Lebens.

Und um zum Beitrags-Titel zurück zu kommen ….. ich habe den leisen Verdacht, dass Microsoft wieder mal die Rechnung ohne den Anwender gemacht hat.
Sie wollten dieselben zu Windows10 verdonnern; sehr elegant auch via angeblicher „Kostenlosigkeit“. Und was macht der Anwender? Der hustet denen was, und bleibt bei dem, was er hat oder, wenn er sich Neues anschafft, dann Mobiles, und dort herrscht eben Android vor oder IOS.

Nun bin ich weder Manager, noch Stratege, noch Marktanalyst, noch Software-Entwickler. Trotzdem bilde ich mir ein, dass es vorhersehbar war, dass das Ende der Ära der Desktop-Betriebssysteme vor der Haustür steht.

Wie es geht, zeigt Google. Die haben sich lange schon anders orientiert.
Gut ….. was Google so treibt, ist in anderer Hinsicht sehr kritisch zu sehen.
Aber Winzigweich scheint wieder einmal den Zug der Zeit verschlafen zu haben.

Es grüßt,
das Smamap

Anonym bleiben

Ich bin jetzt mal dran gegangen, mich zu anonymisieren, was meine PC-Nutzung angeht.

Das betrifft natürlich v.a. meine Aktivitäten im Netz.

Startpunkt war ein entsprechender Beitrag in der aktuellen CHIP.

Was mir immer schon ein Dorn im Auge war, war die Nutzung meiner Daten durch Google. Meine tatsächlichen Daten, und auch die Daten zu meinem Surfverhalten (z.B. besuchte Webseiten), wurden dazu genutzt, um mir Werbung einzublenden.

Damit hört es natürlich nicht auf. Denn Hacker verwenden Daten, die über mich im Netz verfügbar sind, um mir, auf mich zugeschnittene, Pishing-Mails zuzusenden.

In besagtem Artikel heißt es „es ist an der Zeit, dass sich die User ihre Anonymität zurückerobern“. Dem kann ich mich nur anschließen.

Es gibt höchst interessante Veröffentlichungen, was mit meinen Daten alles angestellt, und v.a., was aus meinen Daten alles heraus gelesen wird.
Dies hört natürlich nicht mit meinem PC auf.
Noch gravierender ist dies bzgl. meines Smartphones.

Ich kann nur jedem empfehlen, mal so einen Artikel zu lesen (vor nicht allzulanger Zeit gab es dazu auch eine Doku im TV; wenn ich die mal wieder finde, veröffentliche ich dazu einen Link in meinem Blog).

Wie auch immer, ich habe gestern damit begonnen, meinen PC anonymer laufen zu lassen (wer das nachmachen möchte, wie immer, auf eigene Verantwortung).

Begonnen habe ich damit, dass ich meinen Firefox anonymisierte.
Man kann ja jeden Browser so einstellen, dass keine Daten beim Surfen mitgeschrieben, bzw. keine Cookies abgespeichert werden (also jene Kleindateien, die alles Mögliche sich merken, und den Seitenbetreibern/Google mitteilen).
Im Firefox geht das am Einfachsten dadurch, dass man über „about:config“ in der Adresszeile, die Zeile „browser.privatebrowsing.autostart“ per Doppelklick auf „true“ stellt.
Damit wird der Feuerfuchs künftig dann automatisch immer im Privatmodus gestartet. Das ginge zwar auch anders einzustellen, aber damit wird das automatisiert.

Hinterher habe ich dann noch in den Einstellungen unter „Datenschutz“ die gesamte bisherige Chronik gelöscht (da ist ein Link dort vorhanden), um eben nicht nur nichts mehr zu speichern, sondern auch das, was bisher schon gespeichert war, zusätzlich zu beseitigen.

Seit gestern läuft das jetzt also so, und ich komme weiterhin wunderbar klar.
Es ist natürlich so, dass mir der Browser keine Seitenvorschläge/Autovervollständigungen mehr macht, aber ich weiß auch so, welche Seite ich aufrufen will, und die paar zusätzlichen Buchstaben, um z.B. „wordpress.com“ auszuschreiben, die bringe ich zustande.

Nachdem ich seit ein paar Wochen einen Passwortmanager benutze, sind im Browser auch meine Passwörter nicht mehr abgespeichert. Somit musste ich mir DAZU schon gleich gar keine Gedanken mehr machen.

Als Nächstes habe ich meinen Suchanbieter von Google auf DuckDuckGo umgestellt.
Der macht das Gleiche wie Google, also mir Vorschläge unterbreiten, auf das, was ich suche, aber eben ohne mich zu verfolgen. Auf deren Seite heißt es sinngemäß „was Sie suchen, ist Ihre Sache, und das soll auch so bleiben“ ….. „we don’t track you“.Ich kann also suchen, ohne befürchten zu müssen, dass dabei meine Daten/Surfverhalten aufgezeichnet/übermittelt werden.

Um also künftig DuckDuckGo zu verwenden, statt Google, wenn ein Link eine Suchmaschine anfordert, habe ich im Firefox die Standardsuchmaschine umgestellt. Das geht über die Einstellungen und dort über den Hauptpunkt „Suche“.

Damit wird dann auch über DDG gesucht, wenn man im Browser-Fenster oben in der Suchleiste etwas eingibt.

Worauf ich zu Beginn etwas achten musste, war, nicht gewohnheitsgemäß die Google-Seite aufzurufen, wenn ich etwas suche, sondern eben meinen Suchbegriff oben in der Suchleiste einzugeben.
Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Bis hierher bin ich zunächst einmal vorgedrungen, und arbeite jetzt damit. Wie gesagt, bisher ohne Probleme.

Völlige Anonymität gibt es natürlich nie, aber man kann eben schon so einiges Tun, um nicht Big-Brother ständig die eigenen Daten hinterher zu werfen, und sich immer weiter ein Stück gläserner zu machen.

Ich hätte alternativ auch dazu übergehen können, zum Surfen den Cliqz-Browser zu verwenden (spezielle Firefox-Version mit anonymisierter Suche), aber den gibts für Linux noch nicht (und von Linux, sprich Ubuntu, gehe ich keinesfalls mehr weg, AUCH aber nicht NUR wegen dem Datenausspähen; in o.g. Beitrag ist allein ein längerer Abschnitt zu Windows10 enthalten, wie man die diversen „NachHauseMeldenFunktionen“ abschaltet).

Zudem hätte ich noch mit AntiBrowserSpy dafür sorgen können, dass die sog. „Browser-Fingerabdrücke“ nicht mehr übermittelt werden (z.B. eine Kombination aus den installierten PlugIns, der Browser-Version und der Betriebssystemversion). Aber das wäre eine kostenpflichtige Sache gewesen.

Und zum guten Schluss hätte ich auch noch ein virtuelles System installieren können, um mein Browsen völlig gegen Hackerangriffe abzuschotten. Aber man muss es ja nicht übertreiben.

Oft hilft schon der gesunde Menschenverstand weiter, der nichts damit zu tun hat, dass sämtliche Seiten, Links und eMail-Anhänge schonungslos angeklickt werden.

Mit dem anonymisierten Surfen, und einer Suchmaschine, die meine Daten bei mir lässt, habe ich schon sehr viel verbessert. Es ist ja schon ein gravierender Unterschied, wenn ich kein Postpaket mit Adressaufkleber mehr schnüre, um meine Daten freiwillig an Google und Sonstige Interessenten zu senden, um dann überrascht zu sein, was damit alles getrieben wird.

Das aber wird nur der erste Schritt sein, denn es steht noch das Smartphone an, das ich ebenso vom Paketeschnüren abhalten möchte. Und wenn man sich so ansieht, was man alles akzeptiert, beim Installieren einer App, dann ist das Thema dort noch viel gravierender.

Es grüßt,
das Smamap